KreativQuoten

Die Kultur- und Kreativwirtschaft (KKW) gilt in Europa als Zukunftsbranche, Wachstumsmarkt und Innovationsmotor für die Gesellschaft (vorläufige Zahlen aus dem Jahr 2015, Quelle für Zahlen und Werte – Diagramm oben: BMWi, Monitoringbericht

● Bruttowertschöpfung KKW: ca 64 Mrd. Euro (zum Vergleich: Automobil-Industrie = 130 Mrd. €, Energieversorger = 47 Mrd. €, Chemieindustrie = 43 Mrd. €)
● Umsatz KKW: 150,4 Mrd. Euro (Anteil an der Gesamtwirtschaft 2,47 Prozent)
● Anzahl Unternehmen KKW (Freiberufler und gewerbliche): knapp 250.600
(Anteil an der Gesamtwirtschaft 7,64 Prozent)
1,08 Mill. Menschen als Erwerbstätige = Freiberufler, Selbständige, abhängig Beschäftigte (Anteil an der Gesamtwirtschaft 3,19 Prozent, davon sozialversicherungspflichtig Beschäftigte: über 834.300, Anteil an der Gesamtwirtschaft 2,71 Prozent; zum Vergleich: in der KKW deutlich mehr Beschäftigte als in der Automobil- und Chemieindustrie)
● Anteil der Selbständigen an den Erwerbstätigen: 23 Prozent
● Anteil der Kleinstunternehmen/Freiberufler (Umsatz unter 2 Mill. Euro): 97 Prozent

Kreative als Vordenker für gesellschaftlichen Wandel

Ein bewusster Umgang mit Energie und Ressourcen, nachhaltiges Handeln, Vielfalt und die Kultur des Teilens wurde vor allem von Künstlern in die Gesellschaft hineingetragen. „Die Kultur- und Kreativwirtschaft ist immer Vorreiter gewesen, wenn es um neue gesellschaftliche Entwicklungen gegangen ist“, sagt Frank Fischer, Leiter der Initiative „Kultur- und Kreativwirtschaft“ der Bundesregierung. Die Initiative will der kreativen Branche mehr Sichtbarkeit geben. Was hat sie bisher erreicht und welche Ziele hat sie sich künftig gesetzt? Dazu habe ich Frank Fischer im Schlüterhof des Deutschen Historischen Museums in Berlin ausführlich befragt, ebenso zu volkswirtschaftlichen Fakten der Branche und KreativQuoten. Kreativwirtschaft auf Erfolgskurs Weiter zum Artikel

Teilmärkte der Kultur- und Kreativwirtschaft

Die Teilmärkte der Kultur- und Kreativwirtschaft in Deutschland sind identisch mit den Bezeichnungen und Einteilungen innerhalb Europas und ebenso kompatibel mit der Kategorisierung der UNESCO. Hier mehr …

Grafik erstellt von Antje Hinz / Quelle: ZEW / Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Monitoring zu ausgewählten Eckdaten der Kultur-/Kreativwirtschaft 2015, S. 34 (Kurzfassung)

Die Teilmärkte der Kultur- und Kreativwirtschaft in Deutschland sind identisch mit den Bezeichnungen und Einteilungen innerhalb Europas und ebenso kompatibel mit der Kategorisierung der UNESCO.

Kulturwirtschaft

Zur „Kulturwirtschaft“ zählen die Teilmärkte Musikwirtschaft, Buchmarkt, Kunstmarkt, Filmwirtschaft, Rundfunkwirtschaft, Darstellende Kunst, Designwirtschaft, Architekturmarkt und Pressemarkt.

Musikindustrie Musikwirtschaft   Literatur Buchmarkt                   Kunst Kunstmarkt
Film Filmwirtschaft      Rundfunk Rundfunkwirtschaft  Theater Darstellende Kunst
Kreativwirtschaft Designwirtschaft Architekturmarkt  Architekturmarkt       Pressemarkt Pressemarkt

 

Kreativbranchen

Zu den „Kreativbranchen“ werden Werbemarkt sowie Software- und Games-Industrie gezählt. In den Bereich „Sonstige“ können auch neue wirtschaftliche Aktivitäten eingebunden werden, wie z. B. das Kunsthandwerk.

Games Software und Games Sonstige Sonstige / © Icons erstellt von MassivKreativ

 

Grafik erstellt von Antje Hinz / Quelle: ZEW / Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Monitoring zu ausgewählten Eckdaten der Kultur-/Kreativwirtschaft 2015, S. 35 (Kurzfassung)

 

753186_web_R_K_B_by_Timo Klostermeier_pixelio.de © Timo Klostermeier, pixelio.de

Förderprogramme für die Kultur- und Kreativwirtschaft

Die Vielfalt an Förderinstrumenten ist schwer überschaubar. Eine Förderdatenbank des Bundes soll helfen und die Suche erleichtern. Hier mehr ….

Schutz von geistigem Eigentum

Das Handbuch der Kreativwirtschaft Austria bietet Informationen über die eigene Preisgestaltung, Ideen, Konzepte, den Umgang mit Urheberrecht, Marken und Co.