Medien für Geflüchtete: Ankommen und Lernen

725775_web_R_K_B_by_Christina Schmid_pixelio.de © Christina Schmid, Pixelio

Reihe: Hilfe für Geflüchtete – Ideen und Impulse aus der Kreativbranche, Teil 10 – Medien für Geflüchtete

Künstler und Kreativschaffende aus unterschiedlichen Branchen unterstützen überall in Deutschland Geflüchtete: egal ob im Theater oder auf der Opernbühne, in Film- oder Tonstudios, in Architektur- oder Designwerkstätten, in Kunst-Ateliers oder in multikulturellen Küchen, bei Flashmobs, Tanzperformances oder in Game-, App- und Web-Laboren. Die Beispiele der folgenden 10teiligen Blogreihe zeigen, dass Deutschlands Kreativszene ein starker Innovationsmotor für eine gelungene Integration ist, die Parallelgesellschaften vorbeugt und damit uns allen hilft.

740411_web_R_K_B_by_Wilhelmine Wulff_pixelio.de © Wilhelmine Wulff, Pixelio

Medien I: „Refugee Guide“ der ARD

Die ARD bietet Geflüchteten als Wegweiser und erste Orientierungshilfe einen Refugee Guide, d. h. eine Sammlung von Texten, Audios und Filmen zum Ankommen in Deutschland, Spracherwerb, berufliche Orientierung und Alltagssituationen:

630464_web_R_K_B_by_Juergen Jotzo_pixelio.de © Juergen Jotzo, Pixelio

Medien II: Logo und Kiraka – Fernsehen und Radio für Kinder

Die Kindernachrichtensendung LOGO von KiKa und ZDF komplettiert ihre Meldungen mit englischen und arabischen Untertiteln für Flüchtlingskinder und erwachsene Migranten in Deutschland. Komplizierte Sachverhalte werden in einer leicht verständlichen und anschaulichen Sprache erklärt.

KiRaKa ist ein Angebot der Hörfunk-Kinderprogramme des WDR. Im Programm Flüchtlinge bei uns berichten Kinder über die Flüchtlingsthematik.

Medien III: „Lasst uns loslegen!“ – Fernsehen für syrische Flüchtlingskinder

„Yallah Nehna“ heißt: „Lasst uns loslegen!“ So begrüßt die Moderatorin ihre jungen Zuschauer. Die neue arabischsprachige Sendung möchte syrischen Flüchtlingskindern auf spielerische Weise die Welt der Wissenschaft und Technik näher zu bringen. Sie möchte den oftmals traumatisierten Kindern zugleich ein wenig Normalität bieten, auch in den Flüchtlingscamps außerhalb Syriens. Es sollen auch Fragen und Themen aus dem Flüchtlingsalltag thematisiert werden. Das Konzept für die Sendung hat das Team der Deutsche Welle-Akademie 2013 entwickelt und gemeinsam mit dem Sender Orient TV umgesetzt. Das Auswärtige Amt finanziert das Projekt mit rund 500.000 Euro.

678251_web_R_K_B_by_Initiative Echte Soziale Marktwirtschaft (IESM)_pixelio.de © Initiative „Echte Soziale Marktwirtschaft“ IESM, Pixelio

Medien IV: Mobiles Angebot für Geflüchtete von ZDF und Telekom

Die Website für Flüchtlinge ZDFarabic bzw. ZDFenglish ist für Smartphones optimiert und soll deutsche Politik, Kultur und wichtige Themen für die Orientierung im Land vermitteln. Mit arabischen und englischen Untertiteln will das ZDF möglichst viele Flüchtlinge erreichen. Die Telekom, mit der das ZDF kooperiert, will bis Jahresende kostenloses WLAN an 60 Standorten zur Verfügung stellen. Das ZDF-Angebot wird Schritt für Schritt auf den Lokalseiten von Handbook Germany verlinkt.

422888_web_R_K_B_by_Jerzy Sawluk_pixelio.de © Jerzy Sawluk, Pixelio

Medien V: Alltagssituationen für Geflüchtete aus der arabischen Welt

Der Nachrichtensender n-tv hat das arabische Videoangebot Marhaba – Ankommen in Deutschland gestartet – als erstes Programm in Deutschland, das sich in arabischer Sprache speziell an Flüchtlinge und Zuwanderer aus dem Nahen Osten richtet. Moderator Constantin Schreiber erklärt in der wöchentlichen Sendung auf Arabisch den Alltag in Deutschland und die Lebensgewohnheiten der Deutschen und gibt dazu praktische Orientierungshilfen und Informationen.

560166_web_R_K_B_by_twinmo_pixelio.de © twinmo, Pixelio

Medien VI: Artikel-Serie – Mein Einsatz für Flüchtlinge

Die Deutsche Welle hat Kulturschaffende in Deutschland zu Ihrem Engagement für Geflüchtete befragt: Schauspieler, Schriftsteller, Musiker, Künstler, Theaterleute, Designer berichten über ihre Aktivitäten, Meinungen und Gedanken.

297590_web_R_K_B_by_knipseline_pixelio.de © knipseline, Pixelio

Medien VII: Deutsch lernen – Erste Schritte

Die Deutsche Welle hat das kostenloses Angebot Erste Schritte zum Erlernen der deutschen Sprache ins Netz gestellt und bietet darüber hinaus auch langsam gesprochene Nachrichten.

172748_web_R_K_B_by_S. Hofschlaeger_pixelio.de © Stephanie Hofschlaeger, Pixelio

Medien VIII: Hören und Lernen mit Musik

Der Ankommen und sich heimisch fühlen, geht leichter, wenn man die Sprache versteht. welcomegrooves ist ein ehrenamtliches Gemeinschaftsprojekt von 70 Kreativen aus Köln, das Deutschlektionen zum Hören bietet. Mit kurzen Audio-Lektionen können Geflüchtete erste Wörter, Sätze, Redewendungen und Fakten über die deutsche Kultur erlernen. Damit sich die Lektionen besser einprägen, enthält der kostenlose Einstiegskurs neben Sprache auch Musik. Zusätzlich zu den Audios hat die Initiatorin Eva Brandecker gemeinsam mit vielen Ehrenamtlichen die Sprachlektionen auch zweisprachig in schriftlicher Form erstellt – inzwischen in knapp 30 Sprachen. Audios (mp3) und Texte (pdf) können kostenlos heruntergeladen werden:

363441_web_R_K_B_by_Dieter Schütz_pixelio.de © Dieter Schütz, Pixelio© Tobias Zimmermann, Pixelio

Medien IX: Visuelle Orientierungshilfen für Flüchtlinge

Amelie Kim Weinert hat an der Hochschule Pforzheim Visuelle Kommunikation studiert. Weil sie auch in der Flüchtlingshilfe aktiv ist, hat sie als Abschlussarbeit ein Set mit Infoblättern entwickelt, dass Flüchtlingen hilft, Deutsch zu lernen. Mein Deutschland ist eine visuelle Orientierungshilfe, mit der sich Asylbewerber auf einen Deutsch- oder Alphabetisierungskurs vorbereiten können. Sechs den sechs Kapiteln geht es zunächst um das gemeinsame Kennenlernen: Woher komme ich? Wie ist Deutschland? Was ist in unserer Kultur wichtig? Welche Sprache verwenden wir? usw. Anders als es mit herkömmlichen Lehrmitteln setzt die junge Kommunikationsdesignerin auf Bildern und Illustrationen. Sie will Wissen und Sprache spielerisch vermitteln im Austausch über die eigene Kultur. Ihre Mittel sind Würfel, Icons und Sticker, die die Lernenden an Gegenstände heften können.

315567_web_R_K_B_by_RainerSturm_pixelio.de © Rainer Sturm, Pixelio

Medien X: Überblick über ehrenamtliche Hilfsprojekte

Die Tagesschau der ARD hat einen deutschlandweite Liste erstellt – mit guten Ideen und hilfreichen Projekten für Geflüchtete:

293832_web_R_K_B_by_Stephanie Hofschlaeger_pixelio.de © Stephanie Hofschlaeger, Pixelio

Medien XI: Online-Sprachkurse und Sprachlernspiele

Das Goethe-Institut hat einen kostenlosen Online-Sprachkurs für verschiedene Sprachniveaus für Geflüchtete und Neubürger ins Netz gestellt. Mit einem spielerischen Konzept soll ferner das Deutschlernen erleichtert und ehrenamtliche Helfer bei der Spracharbeit unterstützt werdenn. Die „Sprachlernspiele. Deutsch für den Anfang“ lassen sich hier herunterladen: goethe.de/willkommen.

75317_web_R_K_B_by_S. Hofschlaeger_pixelio.de © Stephanie Hofschlaeger, Pixelio

Medien XII: Hinweise für den Alltag in Deutschland

Studenten und Doktoranden aus ganz Deutschland mit verschiedensten geographischen und kulturellen Hintergründen haben einen Alltagsführer in 15 verschiedenen Sprachen erstellt. Der Refugee-Online-Guide soll Besuchern, Geflüchteten und zukünftigen Bürgern in Deutschland als Orientierungshilfe dienen, vor allem in der ersten Zeit des Aufenthaltesm, in denen Geflüchtete noch nicht an staatlichen Integrations- und Deutschkursen teilnehmen können. Das BAMF (Bundesamt für Migration und Flüchtlinge) bietet derzeit keine vergleichbare Orientierungshilfe an.

660764_web_R_K_B_by_Tim Reckmann_pixelio.de © Tim reckmann, Pixelio

Medien XIII: Digitale Medien für Geflüchtete

Die Hamburg Media School bietet Geflüchteten – unabhängig von ihrem jeweiligen Aufenthaltsstatus – ab April 2016 eine gebührenfreie Fortbildung im Bereich Digitale Medien an. Das sechsmonatige Weiterbildungsprogramm richtet sich an Geflüchtete, die in ihren Herkunftsländern einen Medienberuf gelernt, ein medienaffines Fach studiert oder mediale Berufserfahrung gemacht haben. Unterrichtssprache ist Deutsch. Dem modularen Kursprogramm an der HMS schließt sich ein Praktikum in einem Hamburger Medienunternehmen bzw. einer Filmproduktion an.

 

Reihe: Hilfe für Geflüchtete – Ideen und Impulse aus der Kreativbranche

Teil 1. Prolog: Hilfe aus der Kreativbranche für Geflüchtete

Teil 2. Theater: Neue Heimat auf der Bühne

Teil 3. Musik: Bridges – Musik verbindet

Teil 4. Museum: Mit Kunst gegen den Hass

Teil 5. Kunst und Design: Geschichten aus dem Automaten

Teil 6. Architektur: „Instant Home“ mit Origami-Technik

Teil 7. Web, Apps, Games: Flucht als Selbsterfahrung

Teil 8. Kreatives für Geflüchtete: Kochen, Gärtnern, Flashmobs

Teil 9. Kulturarbeit mit geflüchteten Kindern und Jugendlichen

Teil 10. Medien für Geflüchtete: Ankommen und Lernen

Teil 11. Bürgeridee: Schulungsprogramme über Monitore für Geflüchtete

Teil 12. Nachlese: Kreative Ideen für Geflüchtete aus der Community

 

Aufruf: Noch mehr kreative Ideen für Geflüchtete gesucht!

Was können Künstler für Geflüchtete tun? In meinem Blog MassivKreativ stelle ich engagierte und nützliche Projekte von Kreativschaffenden vor. Die Liste der guten Beispiele soll weiter wachsen und anderen Mut machen, die ebenfalls Aktivitäten planen! Wenn Sie weitere kreative Projekten für Geflüchtete kennen, die ich bislang nicht erwähnt habe, schicken Sie mir gerne Ihre Infos. Ich sammle sie und berichte in einem neuen Artikel über weitere innovative Projekte.  Infos bitte an mich: massivkreativ2015(at)gmail.com

Medien und Buchempfehlungen

© Lupo, pixelio.de

1) Kreativität

Doris Rothauer: Kreativität. Der Schlüssel für eine neue Wirtschaft und Gesellschaft, Facultas Verlag, Wien 2016.

Frank Berzbach: Die Kunst, ein kreatives Leben zu führen. Anregung zur Achtsamkeit. Verlag Hermann Schmidt, Mainz 2013.

Wolf Lotter: Die kreative Revolution: Was kommt nach dem Industriekapitalismus? Murmann Verlag 2009.

Warren Berger: Die Kunst des klugen Fragens. Berlin Verlag 2014.

Martin Gaedt: ROCK YOUR IDEA. Mit Ideen die Welt verändern. Murmann 2016.

Vera F. Birkenbihl: Fragetechnik … schnell trainiert. Das Trainingsprogramm für erfolgreiche Gesprächsführung. München 2013.

Doris Rothauer: Kreativität & Kapital: Kunst und Wirtschaft im Umbruch. Facultas 2005.

Marianne Wellershoff: Kreativität. Der Schlüssel zu Glück und Erfolg. SPIEGEL WISSEN, Ausgabe April 2-2016.

Andreas Reckwitz: Die Erfindung der Kreativität. Zum Prozess gesellschaftlicher Ästhetisierung. Suhrkamp Verlag, Berlin 2012.

Simon Sinek: Frag immer erst: Warum. Wie Topfirmen und Führungskräfte zum Erfolg inspirieren, Redline Verlag 2014.

Chris Brügger und Jiri Scherer: Denkmotor – Nichts ist gefährlicher als eine Idee, wenn es die einzige ist. Gabal 2014.

Bas Kast: Und plötzlich macht es KLICK!: Das Handwerk der Kreativität oder wie die guten Ideen in den Kopf kommen. S. Fischer Verlag, Frankfurt/M. 2015.

Florian Rustler: Denkwerkzeuge der Kreativität und Innovation, Creaffective, München 2014.

Austin Kleon. Alles nur geklaut. 10 Wege zum kreativen Durchbruch. Wilhelm Goldmann Verlag, München 2013.

Dale Carnegie: Wie man Freunde gewinnt. Die Kunst, beliebt und einflussreich zu werden. Grundregeln für den Umgang mit  Menschen. Inhaltverzeichnis. S. Fischer Verlag FfM 2011, 9. Aufl.

Chip Heath / Dan Heath: Was bleibt: Wie die richtige Story Ihre Werbung (und Ihr Projekt) unwiderstehlich macht. Hanser Verlag 2008.

2) Gesellschaftsgestaltung, Gemeinwohl-Ökonomie, WIR-Kultur

Christian Felber: Gemeinwohlökonomie. Das Wirtschaftsmodell der Zukunft. Deuticke 2014.

Tomás Sedlácek: Die Ökonomie von Gut und Böse. Hanser 2012.

Peter Finke: Citizen Science. Das unterschätzte Wissen der Laien, Oekom Verlag 2014.

Peter Finke (Hg.): Freie Bürger, freie Forschung. Die Wissenschaft verlässt den Elfenbeiturm. Originalbeiträge von 36 Autorinnen und Autoren. Oekom Verlag 2015.

Peter Finke: Lob der Amateure. Warum Wissenschaft die Laien braucht (in Vorbereitung)

Niko Paech: Befreiung vom Überfluss. Auf dem Weg in die Postwachstumsökonomie. oekom 2014.

Florian Pfeffer: To do: Die neue Rolle der Gestaltung in einer veränderten Welt. Strategien, Werkzeuge, Geschäftsmodelle.Verlag Hermann Schmidt, Mainz 2014.

Alexandra Hildebrandt und Werner Landhäußer (Hg): CSR und Digitalisierung. Der digitale Wandel als Chance und Herausforderung für Wirtschaft und Gesellschaft (Management-Reihe Corporate Social Responsibility). Springer Gabler 2017.

Elisabeth Hartung (Hg.): Visionen gestalten. Neue interdisziplinäre Denkweisen und Praktiken in Design, Kunst, Architektur. avedition 2017.

Thomas Piketty: Das Kapital im 21. Jahrhundert. C.H.Beck 2014.

Tim Leberecht: Business-Romantiker – von der Sehnsucht nach einem anderen Wirtschaftsleben. Droemer 2015.

Lisa Herzog: Freiheit gehört nicht nur den Reichen: Plädoyer für einen zeitgemäßen Liberalismus. C.H.Beck 2014.

Wolf Lotter: Zivilkapitalismus. Wir können auch anders. Pantheon Verlag 2013.

Harald Welzer: Selbst denken: eine Anleitung zum Widerstand, Fischer Verlag, Frankfurt/M. 2013.

Michael Pauen und Harald Welzer: Autonomie. Eine Verteidigung. S. Fischer Verlag, Frankfurt/M. 2015.

Johannes Heimrath: Die Post-Kollaps-Gesellschaft: Wie wir mit viel weniger viel besser leben – und wie wir uns heute schon darauf vorbereiten können. Scorpio München 2012.

Quelle: Andreas Zeuch: Alle Macht für niemand. Aufbruch der Unternehmensdemokraten. Murmann Verlag 2015.

Alexander Dill:  Gemeinsam sind wir reich. Wie Gemeinschaften ohne Geld Werte schaffen. Oekom Verlag München 2012. Dill schildert anhand von Mut machenden Beispielen aus Deutschland, Slowenien, Südtirol, Norwegen, den USA, der Schweiz, Island, Indien und Nepal, wie Gemeinschaften erfolgreich ihr Sozialkapital nutzen können und wo in unserer Gesellschaft Sozialkapital noch brach liegt. Dill hat einen querköpfigen Vorschlag entwickelt, wie sich Deutschland aus eigener Kraft selbst entschulden kann: Entschuldungsplan für Deutschland / Initiative: Hurra, wir tilgen  / Online-Fragebogen Sozialkapital

Richard Florida: The Rise of the Creative Class, Basic Books 2014

Richard Florida: Reset. Wie wir anders leben, arbeiten und eine neue Ära des Wohlstands begründen werden, Campus 2010.

Jaron Lanier: Wem gehört die Zukunft? Hoffmann und Campe 2014.

Jaron Lanier: Wenn Träume erwachsen werden: Ein Blick auf das digitale Zeitalter. Hoffmann und Campe 2015.

Paul Mason: Postkapitalismus. Grundrisse einer kommenden Ökonomie. Suhrkamp Verlag 2016.

Jeremy Rifkin: Die Null Grenzkosten Gesellschaft. Das Internet der Dinge, kollaboratives Gemeingut und der Rückzug des Kapitalismus, Campus 2014.

Hellmuth J. ten Siethoff: Mehr Erfolg durch soziales Handeln: Gesprächsführung, Konfliktlösung, Gemeinschaftsbildung in Alltag und Beruf, Urachhaus 1997.

WIR: Was uns verbindet. Schwerpunktthema in „brandeins“, Ausgabe  Mai 2016, S. 38-143.

Peter Spiegel: WeQ – More than IQ: Abschied von der Ich-Kultur. oekom verlag, München  2015.

Nicole Brandes: WE-Q -Wir-Intelligenz: Warum wir ohne sie untergehen und mit ihr wirklich erfolgreich werden. Zürich 2016.

Michael Tomasello: Warum wir kooperieren? Suhrkamp Verlag, Berlin 2010.

Kai Unzicker / Bertelsmann-Stiftung (Hg.): Der Kitt der Gesellschaft. Perspektioven auf den sozialen Zusammenhalt in Deutschland. Gütersloh 2016.

Joachim Bauer: Prinzip Menschlichkeit – Warum wir von Natur aus kooperieren. Heyne Verlag, München 2009.

Don Tapscott und Anthony D. Williams: Wikinomics – Die Revolution im Netz. dtv – Deutscher Taschenbuch Verlag, 2009.

Gerald Hüther und Christoph Quarch: Rettet das Spiel! Weil Leben mehr als funktionieren ist. Carl Hanser Verlag, München 2016.

NETFLIX-Doku-Reihe Abstrakt: Design als Kunst – Wie gelingen künstlerische Gestaltung und Design? Die TV-Reihe gibt Einblicke in kreative Prozesse, künstlerisches Handwerk, tägliches Ringen, Selbstzweifel, Glücksmomente, in das Innen- und Aussenleben von Künstlern. Acht tiefgründige Portraits über Visionäre und Vordenker unserer Gesellschaft erweitern den Horizont, u.a. mit Christoph Niemann – Illustration, Tinker Hatfield – (Sport-)Schuhdesign, Es Devlin – Bühnendesign, Bjarke Ingels (BIG) – Architektur, Ralph Gilles – Automobildesign, Paula Scher – Grafikdesign, Platon – Fotografie, Ilse Crawford – Innenarchitektur. 

3) Bedingungsloses Grundeinkommen

Die Initiative Mein Grundeinkommen: 2015 Jahr hat der Berliner Michael Bohmeyer ein Crowdfunding-Projekt initiiert, das Menschen ein Einkommen von monatlich 1.000 Euro ermöglichen sollte. Die monatlichen Zahlungen aus Spenderhand werden regelmäßig an Bewerber verlost.

Daniel Häni und Philip Kovce: Was fehlt, wenn alles da ist?: Warum das bedingungslose Grundeinkommen die richtigen Fragen stellt.  Orell Füssli Verlage 2015.

Film von Daniel Häni und Enno Schmidt: Grundeinkommen – ein Kulturimpuls

Timo Reuter: Das bedingungslose Grundeinkommen als liberaler Entwurf – Philosophische Argumente für mehr Gerechtigkeit. Springer Verlag 2016.

Christian Müller, Daniel Staub, Enno Schmidt: Grundeinkommen vom A bis Z. Limmat, Zürich April 2016.

Götz Werner und Adrienne Goehler: 1.000 Euro für jeden. Freiheit, Gleichheit, Grundeinkommen. Econ, Berlin 2010.

Götz Werner & Adrienne Goehler: 1000 € für jeden. Econ Verlag 2010.

Antje Hinz: Teil 1: BGE – Boden unter den Füßen und Auftrieb unter den Flügeln

Antje Hinz: Teil 2: BGE – Befürworter und Praxisprojekte mit bedingungslosem Grundeinkommen

Antje Hinz: Teil 3: BGE – Was das Grundeinkommen für die Kreativszene bedeuten würde …

Antje Hinz: Teil 4: Grundeinkommen wählen bei der Bundestagswahl

4) Entrepreneurship und Innovation

Günter Faltin: Kopf schlägt Kapital. Die ganz andere Art, ein Unternehmen zu gründen. Von der Lust, ein Entrepreneur zu sein. Hanser Verlag 2011.

Günter Faltin: Wir sind das Kapital. Erkenne den Entrepreneur in Dir. Aufbruch in eine intelligentere Ökonomie. Murmann Verlag 2015.

Jeanette zu Fürstenberg: Die Wechselwirkung zwischen unternehmerischer Innovation und Kunst. Eine wissenschaftliche Untersuchung in der Renaissance und am Beispiel der Medici. Dissertation 2012.

Gunter Pauli: The Blue Economy: 10 Jahre – 100 Innovationen – 100 Millionen Jobs, Konvergenta 2012.

Gunter Pauli: Neues Wachstum: Wenn grüne Ideen nachhaltig „blau“ werden, Konvergenta 2010.

Jens-Uwe Meyer: Das Edison-Prinzip: Der genial einfache Weg zu erfolgreichen Ideen, Campus Verlag 2014.

5) Open Innovation und Soziale Innovationen

Robin Murray, Julie Caulier-Grice, Geoff Mulgan: The open book of Social Innovation.
http://youngfoundation.org/wp-content/uploads/2012/10/The-Open-Book-of-Social-Innovationg.pdf

Robin Murray, Julie Caulier-Grice, Geoff Mulgan: Social Venturing: http://youngfoundation.org/wp-content/uploads/2012/10/Social-Venturing.pdf

Serhan Ili, Matthias Schmölders (Hrsg.): Open Innovation in der Praxis. Symposion Publishing 2014.

Kopf, H., Müller, S., Rüede, D., Lurtz, K., Russo, P. (Hrsg.): Soziale Innovationen in Deutschland. Von der Idee zur gesellschaftlichen Wirkung.

Sozialforschungsstelle SFS der TU Dortmund: Innovationen für die Gesellschaft. Neue Wege und Methoden zur Entfaltung des Potenzials sozialer Innovationen. Broschüre zur  Tagung in Berlin im September 2016. 

Jürgen Howaldt, Heike Jacobsen: Soziale Innovation: Auf dem Weg zu einem postindustriellen Innovationsparadigma. (= Dortmunder Beiträge zur Sozialforschung). VS Verlag für Sozialwissenschaften, Weinheim 2010.

Jürgen Howaldt, Michael Schwarz: „Soziale Innovation“ im Fokus. Skizze eines gesellschaftsinspirierten Forschungskonzepts. Bielefeld 2010.

Jürgen Howaldt und Ralf Kopp: Zur Theorie sozialer Innovationen: Tardes vernachlässigter Beitrag zur Entwicklung einer soziologischen Innovationstheorie, Beltz Juventa 2014.

Gunter Pauli: The blue Economy. Konvergenta Publishing, Paradigma Publications 2010.

Katrin Gillwald: Konzepte sozialer Innovation. WZB paper: Querschnittsgruppe Arbeit und Ökologie. Berlin 2000.

Joana Breidenbach, Dennis Buchmann, Kathleen Ziemann: betterplace lab – Trendreport 2012.

Gerald Beck, Cordula Kropp (Hrsg.): Gesellschaft Innovativ – Wer sind die Akteure? Wiesbaden 2012.

Pia Gerber: Der lange Weg der sozialen Innovation: Stiftungen und sozialer Wandel – unternehmensnahe Stiftungen in der Bundesrepublik als Innovationsagenturen im Feld der Bildungs- und Sozialpolitik am Beispiel der Freudenberg Stiftung. Peter Lang verlag, Frankfurt 2006.

Jana Rückert-John (Hg.): Innovation und Nachhaltigkeit: Perspektiven sozialen Wandels. Springer VS, Hamburg 2013.

Wissenschaftlicher Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU): Welt im Wandel – Gesellschaftsvertrag für eine Große Transformation, 2011.

HCH = Human Centered Design = Hear, Create, Deliver: Fact Sheet und Design-Kit

Christian Wolff und Achim Oßwald: Open Innovation – Neue Perspektiven im Kontext von Information und Wissen. UVK, Konstanz 2007.

Monika Gawarzynska: Open Innovation and Business Success. Diplomica Verlag, 2010.

6) Künstlerische Interventionen

(Kooperationen zwischen Kreativbranche und klassischer Wirtschaft, Politik, Verwaltung, Bildung, Wissenschaft)

Helga Stattler: Blog des Instituts für Kunst und Wirtschaft, Wien

Brigitte Biehl-Missal: Wirtschaftsästhetik – Wie Unternehmen die Kunst als Inspiration und Werkzeug nutzen, Gabler Verlag 2011.

Ursula Bertram: Kunst fördert Wirtschaft: Zur Innovationskraft des künstlerischen Denkens, transcript Verlag 2012.

Torsten Blanke: Unternehmen nutzen Kunst – Neue Potentiale für die Unternehmens- und Personalentwicklung. Klett-Cotta, Stuttgart 2002.

Bianca Edda Weber: Kunst im Unternehmen – Ein Mehrwert in Zeiten des Wandels, Diplomica Verlag, 2010.

Ulrike Lehmann (Hg.): Wirtschaft trifft Kunst. Warum Kunst Unternehmen gut tut. Springer Gabler 2017. Rezension

Bastian Lange, Florian Knetsch: Kollaborationen zwischen Kreativwirtschaft und Mittelstand: Erfolgsfaktoren, Methoden und Instrumente, Springer Gabler 2016.

Laila Huber: Kunst der Intervention – Die Rolle Kunstschaffender im gesellschaftlichen Wandel, Tectum Marburg 2009.

Emmanuel Mir: Kunst Unternehmen Kunst – Die Funktion der Kunst in der postfordistischen Arbeitswelt, 2014.

Michael Mohe: Innovative Beratungskonzepte, Rosenberger Fachverlag 2005

Carsten Baumgarth und Berit Sandberg: Handbuch Kunst-Unternehmens-Kooperationen (Schriften zum Kultur- und Museumsmanagement), transcript Verlag 2016.

Dirk Dobiey & Thomas Köplin: Creative Company – Wie durch künstlerische Haltung eine Kreativitätskultur in Organisationen entsteht. Verlag Franz Vahlen, München 2017 (in Vorbereitung!)

Hannes Jahn, Peter Sinapius (Hg.): Künstlerische Arbeit in Veränderungsprozessen. Grundlagen und Konzepte. Reihe: Transformation Band 1. HPB University Press Berlin 2015.

Michael Ganß, Sybille Kastner, Peter Sinapius (Hg.): Kunstvermittlung für Menschen mit Demenz. Kernpunkte einer Didaktik. Reihe: Transformation Band 2. HPB University Press Berlin 2016.

Kristina Volke (Hg.): Intervention Kultur. Von der Kraft des kulturellen Handelns. VS Verlag für Sozialwissenschaften 2010.

Shaun Mcniff: Art as Research. Opportunities and Challenges 2013.

Giovanni Schiuma: The Value of Arts for Business, Cambridge University Press 2012.

Michael Bockemühl und Thomas Scheffold: Das Wie am Was – Beratung und Kunst. Frankfurter Allgemeine Buch, Frankfurt 2007.

Mariott Stollsteiner: Das A.R.T.-Prinzip. Vom Nutzen der Kunst im Unternehmen. Gabler, Wiesbaden 2008.

Raphaela Henze: Kultur und Management, darin: Ali Wichmann – Scharlatan Theater Hamburg.

Vera Steinkellner (Hrsg.): CSR und Kultur: Corporate Cultural Responsibility als Erfolgsfaktor in Ihrem Unternehmen (Management-Reihe Corporate Social Responsibility), Springer Gabler 2015.

Roland Geschwill: Der Rhythmus der Innovation. Was Manager und Unternehmen von Jazzern und anderen Künstlern lernen können. Springer Gabler 2015.

Die Kunst des Möglichen – Management mit Kunst: Jahrbuch für Kulturmanagement 2013, hg. von Sigrid Bekmeier-Feuerhahn, Karen van den Berg, Steffen Höhne, Rolf Keller, Birgit Mandel, Martin Tröndle, Tasos Zembylas.

Judith Laister, Anton Lederer, Margarethe Makovec: Die Kunst des urbanen Handelns – The Art of Urban Intervention: On the Transformation of Societies and Neighbourhoods, Löcker 2014.

Mathias Peter Reich: Kultur- und Kreativwirtschaft in Deutschland: Hype oder Zukunftschance der Stadtentwicklung? Springer VS 2013.

Julius Heinicke, Joy Kristin Kalu, Janina Möbius, Natascha Siouzouli und Matthias Warstat: Theater als Intervention. Politiken ästhetischer Praxis. Recherchen 121, Verlag Theater der Zeit  2016.

Laila Huber: Kunst der Intervention. Die Rolle Kunstschaffender im gesellschaftlichen Wandel. Tectum Marburg 2009.

Ariane Berthoin Antal; Ulla Johansson Skoldberg; Jill Woodilla (Hg): Artistic Interventions in Organizations: Research, Theory and Practice, Routledge Research in Creative and Cultural Industries Management, 2015. 

Ariane Berthoin Antal: Wenn Schräges das Neue anstößt. Wie sich künstlerische Interventionen in Organisationen auswirken können. In: WZB-Mitteilungen. (2014), H. 145: Wie Neues entsteht.

Ariane Berthoin Antal: Die Kunst der Intervention. In: WZB-Mitteilungen.(2010), H. 127: Innovation: Kreativität, Cluster und Konzepte – wie Neues entstehen kann.

Ariane Berthoin Antal und Anke Strauß, „Artistic interventions in organizations: Finding evidence of values-added. Research report, Berlin: WZB, 2013, 52 p. (pdf)

Ariane Berthoin Antal: „Artistic intervention residencies and their intermediaries: A comparative analysis“, in: Organizational Aesthetics, 1/1 44-67, 2012. Abstract

Ariane Berthoin Antal: (with R. Gómez de la Iglesia and M. Vives Almandoz): Managing artistic interventions in organisations. A comparative study of programmes in Europe, 2nd edition, updated and expanded. Online publication. Gothenburg: TILLT Europe, 2011, 168 p. pdf.

Ariane Berthoin Antal: “When arts enter organizational spaces: Implications for organizational learning”, in: P. Meusburger, A. Berthoin Antal, M. Ries (Eds.), Learning organizations: The importance of place for organizational learning. Dordrecht, Springer (forthcoming) pdf

Ariane Berthoin Antal: Research report: Research framework for evaluating the effects of artistic interventions in organizations, TILLT Europe: Göteborg, 2009, 81 p. pdf; Research Report: Summary pdf

ecce – Europäisches Zentrum für Kreativwirtschaft in Dortmund, alle Publikationen

Weitere Medien- und Buchempfehlungen: Hörbuch

© Roswitha Rösch, Silberfuchs-Verlag

Corinna Hesse: „zukunft|leben – Wissen aktuell: Nachhaltigkeit“, Hörbuch-Impulspublikation, Sprecher: Anne Moll und Ulrich Gebauer, Sounddesign: Björn Kempcke, Grafik: Roswitha Rösch, Silberfuchs-Verlag 2015. Multimediales Wissensportal: zukunft-leben-nachhaltigkeit.org

Alexandra Hildebrandt & Hauke Schwiezer: Buch und Website Gesichter der Nachhaltigkeit

7) Studien zur Wirksamkeit von Kultur

„Kultur macht stark“ Eine Studie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) / Evaluation der Prognos AG Zahlen und Fakten zu „Kultur macht stark“: Überblick (April 2016) / Ergebnisse der Evaluation: zweiter Zwischenbericht – Kurzfassung (April 2016) / Ergebnisse der Evaluation: erster Zwischenbericht – Langfassung (September 2015)

8) Studien zur Kultur- und Kreativwirtschaft

Faire Arbeitsbedingungen in den darstellenden Künsten und der Musik?! Eine Untersuchung zu Arbeitsbedingungen, Missständen sowie Vorschlägen, die zu besseren Arbeitsbedingungen beitragen können. Eine Studie der Hans Böckler Stiftung von Maximilian Norz, der für eine gewerkschaftlich organisierte Lösung plädiert: www.boeckler.de/pdf/p_study_hbs_319.pdf / Mehr Infos in meinem BlogArtikel: www.massivkreativ.de/was-das-grundeinkommen-fuer-die-kreativszene-bedeuten-wuerde/

Kreativwirtschaftliche Innovationen im Mittelstand – Begleitanalyse von Fördermodellen in Sachsen-Anhalt und Thüringen. Eine Studie von Bastian Lange, hg. Bundesministerium für  Wirtschaft und Energie (BMWi) und Prognos AG: http://kultur-kreativ-wirtschaft.de