LEAN und TEAL: Wir sind die Firma, wir alle sind Chefs

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Demokratische Strukturen halten Einzug in immer mehr Unternehmen. Mitarbeiter übernehmen mehr Eigenverantwortung und organisieren sich selbst in kleinen agilen Teams. Dies führt auch zu mehr Sinnstiftung im Job.

LEAN  

Agile Arbeitsmethoden erfordern schlanke Strukturen. Alles soll LEAN (schlank) sein: von Denkprinzipien, Methoden und Verfahrensweisen über das Management bis zur Produktion bzw. zum Produzieren des Basis-Produkts. Die gesamte Wertschöpfungskette entsteht ohne Verschwendung. Am Anfang steht das Minimal Viable Product (MVP), das minimal lebensfähigen Produkt, an dem innerhalb kürzester Zeit die wichtigsten Funktionsweisen überprüft werden. Statt anfangs zu viel Zeit mit einer überdimensionierten Planung und einem scheinbar perfekten Produkt zu vergeuden, kann alles Schritt für Schritt weiterentwickelt werden.

Die Wurzeln des Lean-Managements gehen – wie beim Kanban – auf Toyota zurück. Alle Aktivitäten für die Wertschöpfungskette sollten optimal aufeinander abgestimmt und überflüssige Tätigkeiten vermieden werden. Dies gelingt, wenn das Lean-Team die Wünsche des Kunden (Beratung, Preis, Verfügbarkeit, Qualität, Individualisierung) und das eigene Unternehmen fest im Blick hat, das profitabel, effizient und wettbewerbsfähig agieren soll.

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LEAN-Teams

Langwierige Dienstwege aufgrund von Hierarchien führen bei Unternehmen immer häufiger ins Abseits. Strukturen müssen flach organisiert sein, Kompetenzen multidisziplinär verteilt und Unternehmenskultur verinnerlicht sein. Teams sollen klein, flexibel, autonom und eigenverantwortlich arbeiten, dezentral angesiedelt sein. Jeder im Team soll pragmatisch, mutig, experimentierfreudig und dennoch fokussiert vorgehen. Und: jederzeit ein offenes Ohr für den Kunden haben: Fragen stellen, zuhören, reflektieren, schlussfolgern und Erkenntnisse in alte und neue Produkte, Dienstleistungen und Entwicklungen einbringen.

LEAN-Unternehmen

In Berlin haben sich 30 junge Querdenker und Kreative mit The Dark Horse ihren eigenen Traumarbeitsplatz geschaffen.  Die Agentur für Innovationsentwicklung hilft Institutionen und Kunden, den gesellschaftlichen Wandel zu verstehen und aktiv mitzugestalten, statt sich von Veränderungen überrollen zu lassen. Das Team ist überzeugt: Gestalten lässt sich alles, nicht nur Produkte, sondern Dienstleistungen, Service, Unternehmenskultur, Gesellschaft …

Dies braucht Weitblick! Entsprechend vielseitig sind die „dunklen Pferde“ aufgestellt, wie ein Blick auf das Team zeigt: Produktdesigner, Maschinenbauer, Sozialwissenschaftlerin, freie Künstlerin, Informatiker, Nachhaltigkeitsexperte, Psychologe, Archivarin, Kommunikations- und Interaktionsdesigner, Architekt, Controllerin, Philosophin, Sozialheld, Tischlerin, Sopranistin, Kulturwissenschaftler, Verfahrenstechniker, Geograf, Redakteur, Ethnologin, Politikwissenschaftler. Auch manche Talent-Kombination lässt aufhorchen und zeigt: Es ist längst möglich, eigene Fähigkeiten und Leidenschaften – so unterschiedlich sie auch sein mögen – beruflich zu kombinieren. Gerade das führt zu einem wertvollen Alleinstellungsmerkmal:  Ingenieur/Schlagzeuger, Ernährungswissenschaftlerin/Barkeeperin, Komparatist/Trendforscher, IT-Girl/Kunstgeschichtsexpertin, Philosoph/Dirigent/Psychologe.

Wie organisiert sich das Team? Einen Chef gibt es bei „The Dark Horse“ nicht. Alles wird basisdemokratisch diskutiert und dann – wenn keiner aktiv widerspricht – in Konsenskultur beschlossen. Gibt es doch Widerspruch, intern „Notbremse“ genannt, so muss der Widersprechende einen Alternativvorschlag vorlegen und ihn auch aktiv umsetzen. Mut wird belohnt und Scheitern auch, einmal im Jahr wird im Team ein Preis für den „besten/schlimmsten“ Fehler verliehen.

Auch Unternehmen jenseits der Kreativwirtschaft setzen auf Augenhöhe und Teilhabe, z. B. die niederländische Firma BUURTZORG („Nachbarschaftshilfe“), die in der Alten- und Krankenpflege tätig ist. Dem Initiator Jos de Blok geht es um Menschlichkeit vor Bürokratie. Die sonst in der Branche üblichen hierarchischen Strukturen hat er abgeschafft. Jedes Team mit etwa 4 bis 12 PflegerInnen organisiert sich die täglichen und längerfristigen Aufgaben selbst. Der Erfolg gibt den Akteuren recht: Qualität und Effizienz stimmen.

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Zufriedenheit und Erfolg

Weil die Pfleger ihre Zeit einteilen und individuell auf die Patienten abstimmen können, bescheinigen diese allerhöchste Zufriedenheit und Platz 1 im Vergleich mit 3017 Mitbewerbern. Indem die PflegerInnen die Patienten in ihrer Unabhängigkeit unterstützen, können diese länger eigenständig bleiben. So stimmt am Ende auch die Rendite des Unternehmens, die  stetig wächst. 2007 begann BUURTZORG mit nur 4 Pflegekräften. Heute gehören 10.000 dazu und kommen äußerst schlank mit einer Verwaltung von nur 50 Mitarbeitern aus. Das erfolgreiche Modell wird inzwischen auch in einigen Regionen in Deutschland übernommen (siehe Pflege auf Augenhöhe).

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Veränderung

Auch das Tourismusunternehmen Upstalsboom mit Hotels und Ferienwohnungen hat seine Unternehmenskultur komplett umgestellt. Nachdem eine Mitarbeiterbefragung über die Führungsspitze im Jahr 2010 niederschmetternde Ergebnisse brachte, begann der Geschäftsführer Bodo Jansen radikal umzudenken. Er führte intensive Gespräche mit Pater Anselm Grün in dessen Benediktinerkloster, um sich neue Sichtachsen und Perspektiven zu eröffnen. Jansen ist überzeugt: Wenn jemand als Führungskraft etwas verändern möchte, ist er gut damit beraten, zunächst und ausschließlich bei sich selbst anzufangen.“

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Glück und Erfolg

Als Basis dient Hansen der „Corporate Happiness Ansatz“, der darauf abzielt, Menschen bzw. seine Mitarbeiter in ihrem täglichen Tun glücklicher und so auch erfolgreicher zu machen. So wurde der firmeneigene Upstalsboom Weg entwickelt, der in den Filme Der Upstalboom Weg und Die stille Revolution vermittelt wird. Es geht um völlig neue Formen der Unternehmensführung, die das Potential bergen, das  Verhältnis der Menschen zueinander in der Gesellschaft zu verändern, weit über die eigene Firma hinaus. Seine neu erworbenen Erfahrungen und erfolgreich erprobten Führungskompetenzen vermittelt Jansen auch in Vorträgen.

Selbstlernende Organisationen

So wie BUURTZORG gibt es inzwischen viele Unternehmen, die sich schlank und auf Augenhöhe organisieren. Der ehemalige Unternehmensberater und McKinsey-Partner Frederic Laloux hat sich auf Reisen begeben und weltweit Beispiele für schlanke Organisations- und Managementformen in seinem Buch Reinventing Organizations dokumentiert: neben der Pflegefirma Buurtzorg auch die Gießerei Favi, die Firma Allsafe für Ladegut- und Transportsysteme, die Innovationsagentur The Dark Horse, die Talent-Management-Experten von Umantis und die Firma für innovative Informatik Oose, ebenfalls die Heiligenfeld-Kliniken und die Evangelische Schule Berlin Zentrum. Unternehmensberater Andreas Zeuch berichtet in seinem Buch Alle Macht für niemand von weiteren erfolgreichen Beispielen. 

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Augenhöhe

Es sind Organisationen unterschiedlicher Große aus verschiedenen Branchen, die das Bewusstseins verinnerlicht haben: Wir sind alle gleich, entscheiden deshalb alles miteinander und wachsen gemeinsam als lernende Organisation für gemeinsame Sinnstiftung sowie an der Verantwortung für unsere Mitarbeiter, Kunden und Partner. Wie Augenhöhe in der Praxis gelebt wird, zeigen Daniel Trebien und Team in ihrem eindrucksvollen Film Augenhöhe mit vielen engagierten Akteuren, u. a. auch mit dem Manager und Personalentwicklungsexperten Thomas Sattelberger.

TEAL

Mit diesen Erfahrungen, einer ganzheitlichen Sicht auf die Welt sowie Elementen aus der Integralen Theorie, den Spiral Dynamics und der Maslowschen Bedürfnishierarchie hat Frederic Laloux für sein schon erwähntes Buch eine Theorie über Machtstrukturen, Praktiken, Werten und Beziehungsebenen in Organisationen entwickelt. Die verschiedenen Formen ordnet Laloux nach bestimmten Farben und gelangt schließlich zu einer neuen, evolutionären, innovativen Form „TEAL“, benannt nach der blau-grün-türkis schillernden Farbe der Krickente:

  • rot impulsiv = Mafia, Straßengangs (Wolfspack)
  • bernstein konform = Katholische Kirche, Militär, öffentliche Schulen (Armee)
  • orange erfolgsorientiert = multinationale Konzerne, freie Schulen (Maschinen)
  • grün pluralistisch = kulturorientierte Organisationen, z. B. Southwest Airlines, die sich als große Familie betrachtet: zuerst die Mitarbeiter, dann die Kunden
  • TEAL evolutionär = selbstorganisierte Organisationen, z. B. Firma Buurtzorg, Favi

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Kulturwandel

Frederic Laloux hinterfragt in seinem Modell überkommene Organisationsformen und ermutigt zu einem Kulturwandel – hin zu lebendigen, lernenden Organisationen, kurz TEAL genannt. TEAL ist für Laloux die erstrebenswerte, weil ständig hinzulernende Organisation, in der sich alle auf Augenhöhe begegnen. Laloux beschreibt die Vorteile anhand von drei Kriterien:

  • Selbstmanagement: flexible Hierarchien durch kollegiale Beziehungen, Teilhabe und Mitentscheidung, gegenseitige Beratung und Übernahme von Verantwortung
  • Ganzheitlichkeit: jeder kann authentisch sein und muss nicht in vorgetäuschte Rollen schlüpfen, jeder im Team ist frei von Macht hat und Konkurrenzdenken, Informationen und Feedback werden für alle transparent geteilt
  • Evolutionäres Wachstum: durch die gemeinsame Teamleistung, Beurteilung der Leistung durch das Team, Fokussierung von Sinnstiftung und Verantwortung für Kunden, Mitarbeiter, Zulieferer, Investoren und weitere Interessensgruppen, Vertrauen und Zuhören statt Kontrolle

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Wiki-Group

Gemäß des Teilhabe-Gedankens hat Laloux eine partizipative Wiki-Plattform zum Thema „Reinventing Organizations“ ins Leben gerufen, auf der sich jeder mit eigenen Gedanken, Ideen und Projekten beteiligen kann. Auf seiner eigenen Website bietet er nach vorheriger Anmeldung eine Lern- und Diskussionsplattform.

Working Out Loud

Eine weitere Form des Arbeitens mit mehr Teilhabe und Selbstverantwortung ist „working-oud-loud“ von John Stepper (siehe TED-Vortrag). Viele Deutsche Unternehmen nutzen es bereits, damit Mitarbeiter ihre Potentiale besser ausschöpfen können, u. a. bei Bosch, Siemens, Continental, Daimler, Deutsche Post DHL, Deutsche Telekom, ThyssenKrupp Steel Europe AG, Deutsche Bank, Audi und BMW.

„Working-out-loud“ ist ein Programm, das über 12 Wochen praktische Schritte vermittelt, um vernetztes, agiles, digitales Arbeiten einzuüben und zu verinnerlichen. Dazu findet sich eine Gruppe von 4-5 Gleichgesinnten täglich zusammen (real oder virtuell), tauscht sich in diesem Netzwerk über ein aktuelles Projekt aus und arbeitet dabei eine Agenda ab. Bei working-oud-loud geht es im Wesentlichen darum,

  • sichtbar zu machen und mit anderen im Netzwerk zu teilen, woran ich gerade  arbeite, d. h. ich „veröffentliche“ bereits Zwischenschritte meines Projektes vor meinen finalen Ergebnissen
  • mit Feedbacks und Hinweisen aus dem Netzwerk meine eigene Arbeit iterativ zu verbessern; die Anregungen helfen mir u. a. auch dabei, Querverbindungen zu anderen Ideen und Projekten herzustellen
  • gegenseitiges Lernen zu beflügeln, d. h. ich lerne vom Netzwerk, das Netzwerk lernt von mir
  • freigiebig zu sein, d. h. ich biete Hilfe an, anstatt mich selbst darzustellen
  • ein soziales Netzwerk mit vielschichtigen fach- und branchenübergreifenden Beziehungen aufzubauen, die meine Projekte und mich weiterbringen
  • zielgerichtet zusammenzuarbeiten, um das Potential des Netzwerkes bestmöglich auszuschöpfen

 

Ergänzender Buch-Hinweis

Andreas Zeuch: Alle Macht für niemand. Aufbruch der Unternehmensdemokraten. Murmann Verlag 2015.

Warum wir eine Kultur des Fragens brauchen

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Als Wissensdesignerin und Wissenschaftsjournalistin gehört das Fragenstellen zu meinem Alltagsgeschäft. Fragen sind der Motor und Treiber für meine Arbeit. Ich brenne darauf, Antworten zu finden, im eigenen medialen Recherche-Prozess und in unzähligen Gesprächen mit Wissensträgern und Experten, mit Familienmitgliedern, Freunden, Bekannten und Zufallsbekanntschaften.

Fragen und Zuhören 

Umso mehr wundere ich mich im täglichen Miteinander, dass viele meiner Mitmenschen eher selten Fragen stellen, lieber selber reden und damit genau genommen Antworten geben, nach denen keiner gefragt hat. Sie lassen damit Chancen verstreichen, Neues und Wissenswertes zu erfahren, Unerhörtes und Interessantes, Spannendes und Emotionales, Wichtiges und Merkwürdiges, Reizvolles oder gar epochal Innovatives. Neue Ideen und Projekte entstehen nur dann, wenn wir Fragen stellen, wenn wir aufmerksam bzw. „aktiv“ zuhören. Ich engagiere mich daher dafür, eine Kultur des Fragens zu etablieren und Menschen im Zuhören zu schulen. Meeting würden nachhaltigere Ergebnisse bringen, wenn sie im Dunkeln stattfinden und Mitarbeiter auf diese Weise fokussierter zuhören würden. 

Mut und Offenheit gefragt

Warum fragen wir nicht häufiger bzw. auch hartnäckiger, wenn wir keine befriedigende Antwort erhalten? Dafür gibt es wohl mehrere Gründe. Etwas wissen zu wollen und immer weiter zu hinterfragen, ist nicht immer willkommen. Viele fühlen sich durch Fragen verunsichert, zuweilen sogar persönlich angegriffen. Fragen zweifeln gefestigte Standpunkte an und erkennen Routinen nicht an. Fragen können als Kritik empfunden werden und Streit auslösen. In jedem Fall stören Fragen die Ruhe und Harmonie. Sie können anstrengend sein, Antworten übrigens auch, wenn wir mit Fakten oder Meinungen konfrontiert werden, die unser Weltbild ins Wanken bringen oder gar erschüttern. Sei’s drum: Wagen Sie es, häufiger und intensiver zu fragen, Ihr Mut wird sich auszahlen!

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Neugierde und Ideen wecken

Fragen bringen Ideen und Veränderung. Sie stiften zum Nachdenken an – über Gegebenheiten und Themen, über die man bislang noch nie nachgedacht  hat. Das Städel-Museum in Frankfurt eröffnet seinen Webkurs Kunstgeschichte Online / Welcome to Art History Online daher bewusst mit Fragen, die der Schauspieler Sebastian Blomberg der Online-Community herausfordernd stellt:  

  • Was verbirgt sich hinter diesem Chaos?
  • Bin ich jetzt Teil des Kunstwerks?
  • Warum stehen die Texte nicht neben, sondern auf dem Bild?
  • Wieso ist es Kunst, wenn jemand ein Kunstwerk abfotografiert?
  • Wovon handelt dieses Bild?
  • Warum soll das jetzt moderne Kunst sein?
  • Darf man Bilder auch kopfüber hängen?
  • Kann eine Plastik inkontinent sein?
  • Ist moderne Kunst nur etwas für Experten?
  • Wie lange verweilt ein Besucher vor einem Kunstwerk?

Na – was glauben Sie, wie lange ein Besucher statistisch vor einem Kunstwerk steht? 11 Sekunden. Hätten Sie es gewusst? Haben Sie sich diese Frage jemals gestellt? Wieviele Fragen stellen Sie sich so an einem Tag: eine, fünf oder eher gar keine? Fragen eröffnen einen größeren Horizont als Antworten, zu denen man keine Fragen gestellt hat. Und Fragen schulen die Kompetenz zum aktiven Zuhören. 

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Von Kindern lernen

Im populären Eröffnungssong der Sesamstraße heißt es: „Der, die, das. Wer, wie, was. Wieso, weshalb, warum? Wer nicht fragt bleibt dumm. 1000 Tolle Sachen, die gibt es überall zu sehen. Manchmal muss man fragen, um sie zu verstehen.“ Der Drang, tiefer zu bohren, um mehr zu sehen, besser zu verstehen und Neues zu erkennen, ist naturgemäß in uns verankert, zumindest wenn wir Kinder sind. Warum verlieren dann viele von uns mit zunehmendem Alter das Verlangen zu fragen? Sind Kinder mutiger als Erwachsene? Oder führen negative Erfahrungen dazu, dass wir irgendwann aufhören zu fragen? Manche Menschen möchten sich keine Blöße geben, weil sie glauben, durch Fragen würden sie Wissenslücken oder Unkenntnis demonstrieren. Dabei ist es längst kein Geheimnis mehr: Wer fragt, der führt! … Und wird nicht gegen den eigenen Willen von anderen geführt…. TED-Film: Adora Svitak – Was Erwachsene von Kindern lernen können

Von Frisören lernen

Was zeichnet Ihrer Meinung nach einen guten Frisör aus? Ist es lediglich der akkurate oder trendige Haarschnitt oder auch das intensives Gespräch? Fähige Frisöre haben in der Regel eine ausgeprägte Fragekompetenz und eine hervorragende Merkfähigkeit. Wo treffen Sie sonst auf einen Menschen, der Ihnen längere Zeit bereitwillig  zuhört und die Namen ihrer Familienmitglieder und Freunde immer parat hat?!

Leerstellen finden

„Eine Frage ist eine Äußerung, mit der der Sprecher oder Schreiber eine Antwort zur Beseitigung einer Wissens- oder Verständnislücke herausfordert“, heißt es bei Wikipedia. (Ausnahme: rhetorische Fragen). Eine Frage führt also dazu, dass Leerstellen gefüllt werden. Weil es unzählige Leerstellen in unserer Gesellschaft gibt, sollten wir eigentlich unentwegt Fragen stellen, um den richtigen Antworten bzw. Problemlösungen für Herausforderungen auf die Spur zu kommen. Täglich mindestens 44 Fragen zu stellen, wie bei einer Art Ideen-Fitnesstraining, empfiehlt Martin Gaedt in seinem Buch Rock your Idea. Am Ende stellt er selbst viele Fragen, die Bandbreite reicht von praxisnah, kreativ, provokant bis zu verrückt.  

Verbindungen schaffen

Der dänische Kurzfilm All That We Share, eigentlich als Eigenwerbung für den dänischen Fernsehsender TV2 entstanden, wurde deshalb millionenfach geteilt, weil er eine spannende Frage stellt: „Was verbindet Menschen?“ Dem Augenschein nach sind es oft Äußerlichkeiten. Stellt man jedoch qualitative Fragen, entstehen unverhoffte Verbindungen zwischen Menschen, die man vorher nicht für möglich gehalten hätte: Wer war der Klassenclown? Wer hat vor etwas Angst? Wer ist bisexuell? Mit den richtigen Fragen lassen sich Verbindungen zu Mitmenschen finden, auf die man sonst nie kommen würde. Also – nur Mut: Suchen Sie nach Verbindungen – mit einer gut durchdachten Frage!

Wie wir Informationen aufnehmen

Forscher haben in verschiedenen Studien ermittelt, wie wir Informationen aufnehmen und welche Informationen bei uns „hängenbleiben“. Je nach Lerntyp (visuell, auditiv, haptisch-taktil, olfaktorisch) variieren die Prozentzahlen: 10% beim Lesen, 20% beim Hören, 30% beim Sehen, 50% beim Hören und Sehen, 70% beim Erklären (Theorie & Wissen) und 90% beim Anwenden (Theorie & Praxis = Können).

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Doch wie viele Dinge im Leben, lässt sich auch die Aufnahme von Informationen und damit das Zuhören trainieren. Wenn Sie demnächst einen Freund oder eine Freundin treffen, probieren Sie doch mal aus, ihrem Gesprächspartner ausschließlich zuzuhören und erst selbst zu reden, wenn eine Gegenfrage kommt. „Man kann einen Menschen nichts lehren, man kann ihm nur helfen, es in sich selbst zu entdecken.“ (Galileo Galilei).

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Wie fragt man richtig?

An langweiligen Interviews merkt man immer wieder, dass das Fragen nicht so ganz einfach ist. Es liegt nämlich nicht unbedingt am befragten Interviewpartner, wenn die Antworten uns nicht vom Hocker reißen. Nur die richtige Frage führt zur richtigen Antwort. Die Qualität der Antwort bzw. des Nachdenkens über die Antwort hängt wesentlich von der Formulierung der Frage ab. Der US-amerikanische Innovationsforscher und Journalist Warren Berger setzt in seinem Buch Die Kunst des klugen Fragens beim „Wieso? Weshalb? Warum?“ an. Er zeigt anhand vieler Beispiele, wie man erst dann zum Kern vieler Probleme vordringt, wenn man die richtigen Fragen stellt. Erfolgreiche Methoden der Gesprächsführung vermittelt auch Vera F. Birkenbihl als Expertin für gehirngerechtes Lernen und Arbeiten in ihrem Buch Fragetechnik … schnell trainiert. Es gibt verschiedene Frage-Typen:

Offene Fragen lassen dem Befragten viel Raum für seine Erwiderung, z. B. „Wie kam es dazu, dass Du dieses Rezept entdeckt hast?

Geschlossene Fragen fordern kurze, eindeutige Antworten, z. B. „Bist Du satt?“  ja / nein

Alternativfragen geben die Antworten schon vor, z. B. „Möchtest Du lieber Kuchen oder Schokolade essen?“

Suggestive Fragen geben die vermeintlich richtige Antwort in der Frage vor, z. B: „Meinst Du wirklich, dass ich die süße Marmelade noch mehr zuckern soll?“

Rhetorische Fragen erwarten keine Antwort, z. B: „Muss mir das schmecken?“

Den größten Erkenntnisgewinn bieten in der Regel offene Fragen, die dem Befragten viel Raum zum Antworten ermöglichen. Offenheit fördert die Kommunikation. Geschlossene Fragen schaffen Fakten und klare Verhältnisse. Es kommt also darauf an, was Sie in Erfahrung bringen wollen. In der journalistischen Praxis haben sich für die klassische Nachricht die sechs W-Fragen durchgesetzt: Wer? Was? Wann? Wo? Wie? Warum? – in der Reihenfolge ihrer Wichtigkeit.  Auch das PAKKO-Schema kann Ihnen helfen: Fragen Sie: persönlich, aktivierend, kurz, konkret und offen. Wie auch immer Sie sich entscheiden, ich bin fest überzeugt:

Eine lebendige Kultur mit klugem Fragen und aktivem Zuhören würde in unserem Leben vieles positiv verändern!!!

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So können Sie selbst eine Kultur des Fragens fördern:

Wie können wir uns die Neugierde und den Mut zum Fragenstellen erhalten oder wieder zurück erobern? Wie so oft: durch vielfältige Erfahrungen:

  • Gehen Sie mit offenen Augen durch die Welt und suchen Sie bewusst nach Irritationen: warum ist das so? Könnte das nicht auch anders sein? Könnte man es auch anders machen? Auf welche Weise könnte man das anders machen? Wer könnte daran mitwirken? Könnte ich selbst daran mitwirken, mit welchen Mitteln? Und was könnte sich dadurch verändern? Und plötzlich eröffnen sich in Ihrem Leben völlig neue Perspektiven …
  • Treffen Sie möglichst oft andere und neue Menschen, die Ihnen neue Impulse geben können. Fragen Sie ihnen Löcher in den Bauch und zwar so lange, bis sie wirklich eine befriedigende Antwort erhalten haben. Antworten Sie ehrlich, wenn jemand zurückfragt.
  • Gehen Sie an kreative Orte, ins Theater, besuchen Sie Ausstellungen und Museen und tauschen Sie sich über Ihre Erlebnisse, Eindrücke und Empfindungen aus. Fragen Sie nach, auch wenn es nicht auf alles eine Antwort gibt? Kunst fordert Irritation heraus, muss aber nicht immer eine Antwort geben.
  • Kooperieren Sie mit Künstlern und Kreativen. Bilden Sie Jobtandems, begleiten Sie sich gegenseitig in Ihrem Arbeitsalltag. Stellen Sie sich gegenseitig Fragen über Strukturen, Strategien, Wissenstransfer, tauschen Sie sich aus über neue Ideen und wertvolle Kontakte. Regionale Kreativvnetzwerke helfen Ihnen, geeignete Partner für den Austausch und den Blick über den Tellerrand zu finden.
  • Spielen Sie mit Kindern! Beobachten Sie, auf welche Weise Kinder Herausforderungen meistern! Fragen Sie Kinder, was ihnen wichtig ist. Hören Sie ihnen zu und haken Sie ggf. nach, wenn sie etwas nicht verstehen. Der Dramatiker und Dramatiker und Oscar-Preisträger George B. Shaw sagte einmal: „Wir hören nicht auf zu spielen, weil wir alt werden. Vielmehr werden wir alt, weil wir zu spielen aufhören.“

Was sich in der Unternehmenskultur von Steinen lernen lässt

 © alle Fotos: MassivKreativ, Steine-Projekt otto-group

Steine gibt es wie Sand am Meer, überall auf der Welt. Jeder kann sie finden, aufheben, nach Hause tragen, sie zum Gestalten seines Umfeldes nutzen oder die Steine selbst nach eigenen Vorstellungen gestalten. So wie bei der Otto Group, die damit ihre  Unternehmenskultur gestärkt hat (siehe Podcast weiter unten) 

Aus Steinen lassen sich Türme, Häuser, Fabriken und Monumente bauen. Mit Steinen kann man seine Kräfte messen oder beim Werfen seine Geschicklichkeit unter Beweis stellen. Mit Steinen lässt sich Korn mahlen. Mit aneinander schlagenden Steinen lassen sich Klänge erzeugen (Klingsteine aus China), mit steinerner Gewalt aber auch anderen Menschen Leid und Schmerz zufügen. Fakt ist…

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Steine haben Symbolkraft!

In allen Kulturen gibt es Redensarten und Sprichworte, die sich um Steine drehen: den Stein ins Rollen bringen, Steine in den Weg legen, Steine aus dem Weg räumen usw. Viele Redewendungen über Steine lassen sich hervorragend auf die Unternehmenskultur übertragen … 

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Anpassung

„Ein Stein schleift den anderen.“ (Redensart) Dass wir uns von anderen Menschen mitreißen, motivieren und beflügeln lassen, bestätigt im Interview Jürgen Bock, Bereichsleiter Kulturentwicklung und Corporate Values bei der Otto Group in Hamburg. Ich habe mit ihm ausführlich über das Steine-Projekt seines Unternehmens gesprochen (41:00 bis 46:00).

Jürgen Bock: „Werte können eine Unternehmenskultur nicht verändern, sondern nur eine Orientierung geben. Seid mal alle mutig! – Das funktioniert so pauschal nicht. Werte sind wie eine Gewohnheit, daher ist es schwer, Werte zu verändern. Kulturveränderung verläuft eher über Anpassung als über Wertewandel. Ich passe mich an die Personen an, die für mich wichtig und relevant sind. Vorher prüfe ich: Ist das, was die Person sagt, ernst und nachhaltig gemeint?“ (15:00-18:00)

 © Jürgen Bock (Portrait)

Filminterview mit Benjamin Otto über den Kulturwandel, die digitale Transformation und Coworking in „Collabor8“ bei der Otto Group.

Glaubwürdigkeit

Sprüche lassen sich leichter klopfen als Steine!“ …., sagt der Volksmund. Markige Parolen der Geschäftsführung lösen sich in Luft auf und führen bei Mitarbeitern zu Frustration, wenn den Worten keine Taten folgen. Glaubwürdig sind Manager in ihrem Führungsstil nur dann, wenn sie im Alltag auf Transparenz, Augenhöhe, Vertrauen und Eigenverantwortung der Mitarbeiter setzen.

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Visionäres Denken und Kommunikation

„Ein Haufen Steine hört in dem Augenblick auf, ein Haufen Steine zu sein, wo ein Mensch ihn betrachtet und eine Kathedrale darin sieht.“ Antoine de Saint-Exupéry war ein Meister der Imagination. Er konnte mit seinen Geschichten Bilder im Kopf erzeugen und Mitmenschen zu Höchstleistungen treiben. Entrepreneure sind Menschen, die ihre zukünftigen Unternehmungen vor Augen haben. Es sind kommunikative Menschen mit Charisma, die anderen Akteuren ihre Ziele und Vorhaben lebendig vermitteln und sie begeistern können, an der Verwirklichung der Unternehmung aktiv und gestaltend mitzuwirken, dabei ggf. auch Risiken einzugehen. Mit der Kraft der Imagination können visionäre Projekte verwirklicht werden.  

„Der Mensch muss den Stein meditieren, bevor er ihn aufrichtet.“ … – so ein japanisches Sprichwort. Neue Projekte sollten genau durchdacht sein, bevor sie an das gesamte Team kommuniziert werden. „Wissen ist Macht“, heißt es. Noch machtvoller ist sorgsam recherchiertes und kuratiertes Wissen, das mit inspirierenden Geschichten in die Welt getragen und anderen vermittelt wird.

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Fehlerkultur und Vertrauen

„Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen.“ … sagte Johann Wolfgang Goethe. Fehler und Zufälle bieten neue  Chancen, neue Entdeckungen, neue Wege, wenn wir offen dafür sind und Perspektivwechsel wagen und zulassen. Wenn wir Rahmenbedingungen für Kreativität und neue Ideen schaffen, können Innovationen entstehen. Wenn wir Alternativen, Impulse, Meinungen grundsätzlich in Frage stellen, wird unsere Kreativität verkümmern, wie Autor Ekkehart Mittelberg sagte: „Raubt man der Phantasie die Flügel, fällt sie schneller als ein Stein.“

 © MassivKreativ, Steine-Projekt otto-group

Beharrlichkeit

Steter Tropfen höhlt den Stein. (Sprichwort) Veränderungsprozesse erfordern Ausdauer, Durchhaltevermögen, Weitblick und Resilienz. Herausforderungen sind lösbar, wenn man sie gemeinsam auf Augenhöhe in Angriff nimmt und in klar umrissene, überschaubare Aufgabenbereiche fasst. „Die Menschen straucheln nicht über Berge, sie stolpern über Steine.“ … sagt man in Indien. Struktur- und Kulturwandel ist kein Projekt, sondern ein langfristiger Prozess, der im Kleinen beginnt und sich stetig zu Großem weiterentwickelt. So wie die Chinesen sagen: „Der Mann, der den Berg abtrug, war derselbe, der anfing, kleine Steine wegzutragen.“

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Kernkompetenzen

„Wasser verrinnt, Steine bleiben.“ … sagt ein rumänisches Sprichwort. Was sind meine Kernkompetenzen und wahren Werte in Zeiten des Wandels?  Veränderungen bedeuten nicht, alles Bisherige über Bord zu werfen. Es geht oft nur darum, sich seiner Potentiale bewusst zu werden, sich zu fokussieren, Bewährtes neu anzuwenden. Weniger ist manchmal mehr. Schon Cicero wusste: „Gut gehauene Steine schließen sich ohne Mörtel aneinander.“ Was kann ich gut, was können Andere besser? „Man muss mit den Steinen bauen, die man hat.“ Doch: Was kann ich von Anderen lernen? Wie kann ich von den Erfahrrungen Anderer profitieren? Der Philosoph und Lernexperte Andreas Tenzer hat es so formuliert: „Die stärksten Brücken werden aus Steinen gefallener Mauern gebaut.“

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Perspektivwechsel

„Ein rollender Stein setzt kein Moos an.“ … offenbart ein niederländisches Sprichwort. Wer mit offenen Augen durch die Welt geht, häufig die Perspektiven wechselt, wer eigene Erfahrungsräume häufig verlässt, Anderen aufmerksam zuhört, wer Leeerstellen und Probleme sieht, wird Lösungen finden. Wer geistig in Bewegung bleibt und sich nicht auf Erfolgen ausruht, wird auf der Welle der Veränderung surfen, statt in ihr unterzugehen.

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Interdisziplinäres Coworking

„Man braucht zwei Steine, um Feuer zu machen.“ … bemerkte die US-amerikanische Schriftstellerin Louisa May Alcott. Allein kommt man nicht weit, im Team erreicht man mehr. Vielfalt schlägt Talent.

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Filminterview mit Benjamin Otto über den Kulturwandel, die digitale Transformation und Coworking in „Collabor8“ bei der Otto Group.

Wertschätzung

„Verletzende Worte sollten auf Sand geschrieben werden, lobende in Stein gehauen.“ … sagt ein arabisches Sprichwort. Und im Kaukasus weiß man: „Ein gutes Wort kann Steine brechen.“ Achtung, Lob und Anerkennung motivieren und beflügeln und sorgen dafür, dass wir zufrieden sind und gesund bleiben. Fairness und Transparenz im Unternehmen sichern eine hohe Leistungsbereitschaft.

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Mut und Selbstvertrauen

Johann Wolfgang Goethe hat die Verkündung neuer Ideen mit einem beherzten Brettspiel verglichen: „Es ist mit Meinungen, die man wagt, wie mit (Spiel-)Steinen, die man voran im Brette bewegt: Sie können geschlagen werden, aber sie haben ein Spiel eingeleitet, das gewonnen wird.

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Humor und Gelassenheit

Heinz Erhardt hat es auf humorvolle Weise gesagt: „Ich kann’s bis heute nicht verwinden, deshalb erzähl‘ ich’s auch nicht gern: Den Stein der Weisen wollt‘ ich finden und fand nicht mal des Pudels Kern.“

Durch Zeiten großer Unsicherheiten und Veränderungen gilt es, besonnen zu handeln und sich selbst nicht ganz so wichtig zu nehmen. Joachim Ringelnatz hat darüber ein Gedicht geschrieben: Der Stein: 

„Ein kleines Steinchen rollte munter von einem hohen Berg herunter. Und als es durch den Schnee so rollte, ward es viel größer als es wollte. Da sprach der Stein mit stolzer Miene: ‘Jetzt bin ich eine Schneelawine’. Er riss im Rollen noch ein Haus und sieben große Bäume aus. Dann rollte er ins Meer hinein, und dort versank der kleine Stein.“

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Prioritäten setzen, Entscheidungen treffen

Mit großen und kleinen Steinen lässt sich hervorragend demonstrieren, dass nur die über Zeitmangel klagen, die keine Prioritäten setzen können: 

Füllt man ein Glas zuerst raumgreifend mit Sand (unnütze, zeitraubende Dinge), finden größere Steine (wichtige Aufgaben / bedeutende Herausforderungen) dort keinen Platz mehr. Legt man hingegen zunächst die großen Steine (dringende Aufgaben) in das Glas, dann lässt sich wunderbar vor Augen führen, dass danach auch noch kleinere Kieselsteine (zentrale Aufgaben) und Sand (nebensächliche Aufgaben) hineinpassen und man am Ende sogar noch Wasser (für Lichtblicke/Pausen/Überraschungen) in die Zwischenräume füllen kann.  

Das Glas des Lebens

Im Film wird das Experiment mit Golfbällen, Kieselsteinen, Sand und Kaffee gezeigt und warum es Sinn macht, die wichtigen Dinge zuerst zu tun: https://www.youtube.com/watch?v=m0hqBIugr7I

 

Sozialforscherin Ariane Berthoin Antal über Künstlerische Interventionen

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Prof. Dr. Ariane Berthoin Antal untersucht am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) „Künstlerische Interventionen in Organisationen”. Sie hat in den letzten Jahren über 100 Interventionen europaweit evaluiert, vor allem in klein- und mittelständischen Unternehmen (KMU). Ich habe die Sozialforscherin ausführlich befragt – am Rande einer interaktiven Konferenz über Künstlerische Interventionen der Initiative „Unternehmen! KulturWirtschaft“ am Nordkolleg Rendsburg.

Im Interview geht es u.a. um diese Fragen:

  • Welches Ziel hatten die Untersuchungen?
  • Welche Fragen wurden an die beteiligten Akteure gestellt – an Geschäftleitungen, Mitarbeiter, Künstler und vermittelnde Intermediäre?
  • Wie lief der Prozess der Untersuchung ab?
  • Wie lässt sich der Erfolg einer Künstlerischen Intervention untersuchen?
  • Was bringt sie den Beteiligten? Welche Erfolgserwartungen gab es im Vorfeld?
  • Wie muss eine Künstlerische Intervention ablaufen, damit sie auch längerfristig und nachhaltig wirkt? Wie gelingt der Transfer der Erkenntnisse in den Alltag?
  • Welche Rolle spielt der Vermittler (Intermediär) bei einer Künstlerischen Intervention?
  • Wie wichtig ist das Matching, damit der Künstler bzw. die Methode zum Unternehmen passt und wie findet heraus, wer zu wem passt?
  • Warum ist es wichtig, dass die Künstlerische Intervention ergebnisoffen verläuft?
  • Eignen sich bestimmte künstlerische Methoden besser als andere?
  • Was sind typische Szenarien, die ein Unternehmen dazu bewegen, einen Künstler in das Unternehmen zu holen?
  • Was sind typische unternehmerische Fragestellungen?

Quellen und Inspirationstipps:

Prof. Dr. Ariane Berthoin Antal vom Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung, der Link führt auch zu ausgewählten Publikationen der Wissenschaftlerin

• Initiative »Unternehmen! KulturWirtschaft« am Nordkolleg Rendsburg

Diversity: Warum mehr Vielfalt gut fürs Geschäft ist

629218_web_R_K_B_by_Gaby Stein_pixelio.de © Gaby Stein, Pixelio

Möchten Sie für Ihre Firma Fachkräfte aus dem Ausland gewinnen? Wie machen Sie auf sich aufmerksam? Oder ist Ihr Unternehmen schon heute multikulturell und generationenübergreifend zusammengesetzt? Wie zeigen Sie dies nach außen und sorgen dafür, dass es so bleibt? Ich berichte Ihnen anhand von Beispielen, warum Vielfalt im Personalmanagement eine Bereicherung für jede Firma ist und zudem auch gut fürs Geschäft.

Ich habe kürzlich ein Symposium des Goethe-Instituts über „Fachkräftegewinnung aus dem Ausland“ besucht. Die als Redner geladenen Neubürger beklagten einhellig: Deutsche Unternehmen würden Mitarbeiter anderer Nationalitäten zu oft als Problem denn als Chance wahrnehmen. Vorrangig würden ihre Defizite thematisiert, wie z. B. fehlende Sprachkenntnisse. Dabei zeigt die Praxis, dass gerade Fachkräfte solche vorübergehenden „Mängel“ innerhalb kürzester Zeit ausgleichen.

Perspektivwechsel als Bereicherung nutzen

Das Spezialwissen von Mitarbeitern anderer Nationalitäten eröffnet ungeahnte Möglichkeiten, z. B. im Hinblick auf die Markterweiterung. Der Personalchef eines deutschen Herstellers von Küchenbesteck berichtet über ein gelungenes Beispiel aus seinem Unternehmen. So bat er einen Praktikanten aus China, sich das Sortiment seiner Firma einmal mit „asiatischem Blick“ anzusehen. Begeistert über so viel entgegengebrachtes Vertrauen verglich der Praktikant hochmotiviert die deutsche Produktpalette mit gängigen Küchenutensilien in China. Der Vergleich führte zu einer wichtigen Erkenntnis: Die chinesische Küche hat weit mehr Spezialgeräte zu bieten als die deutsche. Was schließlich den Anstoß gab, das Sortiment zu erweitern bzw. das Design entsprechend anzupassen und so den Markt mit speziellem Koch- und Essbesteck auf China zu erweitern.

 © MassivKreativ

Integration nach Feierabend

Diskutiert wurde auch die Frage, warum es Neubürgern schwer fällt, hierzulande heimisch zu werden. Die Gastredner berichteten, dass die Probleme erst nach Feierabend beginnen: kein Austausch mit Deutschen, fehlende Integration. Dabei seien gerade Kontakte in der Freizeit wichtig, um Anschluss zu finden und die Sprache zu erlernen.

Handlungstipps „Diversity“ für Unternehmen

Was können Sie als Unternehmer tun? Wie können Sie in Ihrer Firma für engere Beziehungen zwischen deutschen und ausländischen Mitarbeitern sorgen? Starten Sie eine Umfrage in Ihrem Unternehmen: Lassen Sie Ihre Mitarbeiter auf Kärtchen schreiben, wo sie zuletzt Urlaub gemacht hat. Vielleicht hat jemand im Heimatland des neuen Kollegen seine Ferien verbracht. Bilden Sie aus beiden Mitarbeitern ein Tandem bzw. Kompetenzteam, das eine kleine gemeinsame Geschichte, ein Erlebnis oder eine Anekdote aus dem Land präsentiert – bei einer Betriebsfeier oder einem bunten Abend. Laden Sie auch Ehepartner oder Kinder ein, mitgereisten Familienmitgliedern fällt der Anschluss besonders am Anfang schwer.

Kultur und Herkunft

Falls Sie in einer größeren Stadt leben, bietet sich ein Ausflug ins Völkerkundemuseum an. Ihr neuer Mitarbeiter kann anhand von Museumsobjekten über seine Heimat erzählen. Vielleicht zeigt er auch Fotos seiner Familie oder seines Landes. Bringen Sie neuen Kollegen aus anderen Kulturen aufrichtiges Interesse entgegen, damit sie sich in der neuen Umgebung wohl fühlen. Stellen Sie sich vor, wie es Ihnen in einem anderen Land gehen würde. Keiner trennt sich mit leichtem Herzen von seiner Heimat. Empfangen wir jede/n mit offenen Armen und sorgen wir dafür, dass er/sie sich willkommen fühlt.

Verständigung ohne Worte

Finden Sie neutrale Themen, bei denen die Sprache keine vorrangige Rolle spielt. Regen Sie gemeinsame Sportaktivitäten an, bei denen Teamgeist und gemeinsames Erleben im Vordergrund stehen. Wenn Sie eine Betriebsküche haben, lässt sich vielleicht ein gemeinsames Kochen arrangieren. Planen Sie einen bunten Abend im Unternehmen, bei dem jeder seine Lieblingsmusik vorstellt. Über ein gemeinsames Thema finden sich rasch Anknüpfungspunkte.

629459_web_R_K_B_by_Rainer Sturm_pixelio.de © Rainer Sturm, Pixelio

Generationen verbinden

Verbindende Aktionen bieten sich übrigens auch mit Kollegen unterschiedlicher Altergruppen an. Diversity in den Firmenalltag zu integrieren, heißt nicht nur, verschiedene Kulturen willkommen zu heißen, sondern auch Menschen unterschiedlicher Generationen und Geschlechter. Ältere Mitarbeiter bringen neben wertvollen Erfahrungen auch Gelassenheit mit. Sie können während der Ferienzeit einspringen und bei zeitlichen Engpässen Entlastung bieten.

Öffentlichkeit nutzen

„Warum sollte ein hochqualifizierter Ausländer in ein Land gehen, in dem er sich ständig dafür rechtfertigen muss, dass er hier ist?“ – stellte Sozialforscherin Jutta Allmendinger im Jahr 2010 fest. Damit sich die Situation zum Positiven ändert, bietet der jährliche Diversity-Tag im Juni Gelegenheit, für mehr Vielfalt in der Gesellschaft zu werben. Wer Diversity konsequent umsetzt, für den zahlt sich Vielfalt auch aus! Öffnen Sie sich und Ihr Unternehmen der Stadt! Zeigen Sie an einem Tag der offenen Tür, wie bunt Ihre Firma bereits ist bzw. dass Sie Vielfalt als Bereicherung empfinden.

Impulse über Künstlerische Interventionen

Wenn Sie sich beim Thema Diversity Hilfe und Unterstützung wünschen, holen Sie sich einen Künstler in Ihr Unternehmen. Im Rahmen einer Künstlerischen Intervention kann Vielfalt als unternehmerische Fragestellung in individuellen kreativen Workshops erprobt werden, ob mit einigen wenigen Mitarbeitern oder im ganzen Team entscheiden Sie. Mit passenden künstlerischen Methoden, Spielarten bzw. Kunstsparten lässt sich Vielfalt hervorragend erkunden: beim Zeichnen, Filmen, Tanzen, Musik machen, beim Fotografieren, Bauen und Designen, mit Pantomime und Theaterspiel, mit Klangaufnahmen und Interviews. Haben sie Mut, ihren „Weg der Vielfalt“ auf eigene kreative Weise zu finden.

Inspirationstipps:

Initiative Charta der Vielfalt und Deutscher Diversity-Tag: Vielfalt unternehmen

Kurzfilm: Was ist eine Künstlerische Intervention?

Vielfalt hören: Hörbuchreihe Länder hören – Kulturen entdecken

Gummi-Twist für Unternehmen: Nachhaltigkeit als Teamprojekt

© Roswitha Rösch, Silberfuchs-Verlag

Nachhaltigkeit ist längst ein Modewort geworden, bei näherer Betrachtung jedoch ein dehnbarer Gummi-Begriff. Er kann auf verschiedenste Lebensbereiche bezogen werden. Vielleicht versteht deshalb fast jeder etwas anderes darunter. Wie mittelständische Unternehmer ganz konkret im Firmenalltag nachhaltig handeln können, zeigen die von mir zusammengetragenen praktischen Beispiele.

Pragmatische Ideen für den Mittelstand

Großkonzerne setzen Nachhaltigkeit mit CSR, Corporate Social Responsibility, gleich. Sie betreiben Nachhaltigkeit nicht selten aus „Greenwashing“-Motiven heraus, aufgrund erhoffter Spitzen-Plätze bei Rankings oder mit dem Ziel, sich von moralischen Fehlern reinzuwaschen.

Dem Mittelstand helfen Worthülsen und Phrasen nicht weiter. Viele kleinere und mittlere Unternehmen handeln bereits heute nachhaltig – mit dem Ziel, für nachfolgende Generationen ein lebenswertes Umfeld vorhalten zu können. Sie engagieren sich regional, helfen Kindergärten und Schulen mit Sachspenden, unterstützen Sport- und Seniorenvereine, organisieren Stadtfeste und Kulturveranstaltungen mit. Auf diese Weise binden sie die Bevölkerung an sich, sowohl Erwachsene als auch Kinder. Mit Blick auf die zukünftige Gewinnung von Arbeits- und Fachkräften ist das wunderbar nachhaltig gedacht und auch gehandelt.

Regional denken und agieren, nachhaltig handeln

Wer an Nachhaltigkeit denkt, hat häufig den drohenden Klimawandel im Kopf. Er wird zwar seit Jahrzehnten auf weltumspannenden Konferenzen diskutiert, ihm entgegenwirken können vor allem regionale Aktivitäten. Auch hier ist der Mittelstand oft Vorreiter. Viele Unternehmen beziehen ihr Material oder ihre Lebensmittel für die Betriebsküche aus der Region. Der Mittelstand investiert vorbildlich in neue Technologien, auch wenn es sich zuweilen erst Jahre später rentiert. Beispiele: Der Bäcker gewinnt seinen Strom über ein eigenes Solardach. Der Taxiunternehmer rüstet seine Flotte auf Elektroautos um. Das Fitnesscenter speist mit der Muskelkraft aus Trimmrädern Ventilatoren.

Perspektivwechsel gegen Verlustängste

Mittelständler denken langfristig, tragen Verantwortung für ihr Umfeld und für die nächste Generation. Auch in der Bevölkerung ist ein Perspektivwechsel nötig und schon im Gange: Für die nach 1980 Geborenen der Y-Generation ist das Auto kein Statussymbol mehr. Es wird per „carsharing“ nur dann bewegt und genutzt, wenn es wirklich gebraucht wird. Teilen statt besitzen: Wer hätte das vor einigen Jahren prognostiziert?! Nachhaltig zu arbeiten und zu leben, heißt vor allem: im Einklang mit den eigenen Bedürfnissen.

Umdenken und Wertewandel

Nach steigenden Burnout-Zahlen, nach Jahren der Über- und Unterforderung hat ein Umdenken und Wertewandel eingesetzt. Auch Arbeitszeit ist wertvolle Lebenszeit. Wer sich am Arbeitsplatz wohl fühlt, erbringt wesentlich bessere Leistungen. Wer arbeiten kann und dabei seine Familie nicht vernachlässigen muss, wer seine Tätigkeiten und Arbeitsabläufe versteht, wer seine Talente einsetzen kann, wer angehört, nach seiner Meinung gefragt und von Kollegen geachtet wird, ist zufrieden, motiviert, engagiert sich und bleibt nachhaltig gesund! Wer die Abläufe in der Firma nicht nachvollziehen kann, wer von Vorgesetzten und Mitarbeitern herumgeschubst wird, denkt nicht mehr mit, macht bestenfalls Dienst nach Vorschrift und endet nach kurzer (Lebens-)Zeit erschöpft und ausgebrannt.

Nachhaltigkeit als Teamarbeit

Auch Sie können in Ihrem Unternehmen etwas bewegen. Befragen Sie ihre Mitarbeiter! Keiner kennt seinen Arbeitsplatz so gut wie derjenige, der ihn jeden Tag mit seiner Kompetenz und Kraft ausfüllt. Das eigene Umfeld liegt uns näher als fremde Gefilde. Laden Sie Ihre Mitarbeiter zu einem Workshop zum Thema Nachhaltigkeit ein – mit der Anregung und Bitte, jeder möge sich eine These, Erklärung oder einen Satz überlegen, was er unter Nachhaltigkeit versteht. Geben Sie als Hilfe konkrete Begriffe vor, die auf Ihr Unternehmen passen:

Hier könnten Sie zum Beispiel ansetzen:
Arbeitsplatz, Arbeitsumfeld, Abläufe, Arbeitswege, Zeiteinteilung, Belastung durch E-Mails und Telefonate, Ernährung in der Firma, Material- und Energieverbrauch im Betrieb, Transportwege, Dauer und Zeitpunkt von Arbeitsbesprechungen und Sitzungen, Bestell-Abläufe, Kundenkontakt, Personal, Neueinstellungen, Einarbeitung, Urlaubs- und Krankheitsvertretung.

Lassen Sie Ihre Mitarbeiter ihre Ideen auf bunte Karten schreiben und an eine Pinnwand in der Kantine heften. Treffen Sie sich dort, sprechen Sie über die Vorschläge und darüber, wer sich wie und bis wann für die Realisierung der Ideen einsetzt. Legen Sie ein weiteres Treffen fest, in dem Sie über Ergebnisse, Schwierigkeiten und Lösungen sprechen. Je konkreter die Ideen, umso leichter lassen sie sich verwirklichen.

Medien ins Boot holen

In diesem Jahr geht die Weltdekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ zu Ende. Vielleicht finden die Impulstreffen über Nachhaltigkeit in Ihrem Unternehmen sogar einen Weg in die Lokalpresse, wenn Sie einem Journalisten darüber berichten …

Bei näherem Hinsehen ist Nachhaltigkeit gar nicht so abstrakt, im Gegenteil: Nachhaltig zu handeln bedeutet schlicht, umsichtig und achtsam zu sein: mit sich selbst und seinen Mitmenschen, mit den Ressourcen und der Natur. Es geht nicht um Verzicht, um Grabenkämpfe oder um eine Weltanschauung, sondern um gesunden Menschenverstand. Haben Sie Mut zu Veränderungen und machen Sie mit!

Antje Hinz

„Wenn wir keinen Planeten haben, geht es der Wirtschaft nicht gut.“
Al Gore, ehemaliger US-Vizepräsident und Friedensnobelpreisträger

Inspirationstipps:

• Vom 30. Mai bis 5. Juni 2015 finden die deutschen Aktionstage Nachhaltigkeit des „Rates für Nachhaltige Entwicklung“ sowie die Europäische Nachhaltigkeitswoche statt. Ziel der europäischen Initiative ist es, den vielen Projekte und Leistungen für nachhaltige Entwicklung und der Vielfalt von Akteuren mehr Sichtbarkeit zu verleihen.

• Tim Jackson: Wohlstand ohne Wachstum. Leben und Wirtschaften in einer endlichen Welt, München 2011

• Interaktives Wissensportal zum Thema Nachhaltigkeit: www.zukunft-leben-nachhaltigkeit.org

• Jeremy Rifkin: Die Null Grenzenkosten Gesellschaft. Das Internet der Dinge, kollaboratives Gemeingut und der Rückzug des Kapitalismus, Frankfurt 2014

• Hauptgutachten Welt im Wandel. Gesellschaftsvertrag für eine Große Transformation, hg. v. Wissenschaftlichen Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen WBGU, Berlin 2011.

• Corinna Hessse: „zukunft|leben – Wissen aktuell: Nachhaltigkeit“, Hörbuch/CD hg. 2015 vom Silberfuchs-Verlag in Kooperation mit den Landeszentralen für politische Bildung (Hörproben anhören)

Kreative Handlungstipps für Unternehmer

Gastgeber sein: Neue Impulse und Wissen für Ihr Unternehmen

DSC_0061Logo_NW-Salon    © Bei uns in Neu Wulmstorf

Geschäftsbeziehungen entstehen dort, wo man hilfreiche Impulse erhält und interessante Menschen trifft, wo man sich wohl und wertgeschätzt fühlt. Was liegt da näher, als selbst einen solchen Ort zu schaffen? Die Initiatoren vom „Neu Wulmstorfer Salon“ vor den Toren Hamburgs zeigen, wie es geht. Zum Artikel

Sympathische Videobotschaften für Social Media

© Björn Kempcke, BusinessMedien

Klassische Imagefilme sind aufwendig und kosten viel Geld. Doch es geht auch anders. Ein innovatives Filmprojekt zeigt, dass Videobotschaften dank kreativer Ideen auch für kleine Firmen finanzierbar sind. Zum Artikel

10 Tipps: So sind Imagefilme für kleine Unternehmen realisierbar

Björn-mit-Kamera_Hannes_2015 © Hannes Wirtz: Videojournalist Björn Kempcke

„Ein informativer Film über meine Firma wäre schon toll! Kann ich mir im Moment aber finanziell nicht leisten!“ – 10 Tipps, die zeigen, wie Imagefilme auch für kleine Unternehmen realisierbar sind. Zum Artikel

Rettung aus der Handtasche: Effektiv durch kreative Ideen
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Was verbindet Kreativschaffende mit Geheimagenten? Sie bewältigen Herausforderungen zuweilen mit Minimalausstattung. Mangel beflügelt die Kreativität und macht innovativ. Effectuation kann auch für klassische Unternehmensbranchen zu einem Zauberwort werden. Zum Artikel

Diversity: Warum mehr Vielfalt gut fürs Geschäft ist

© knipseline, Pixelio.de

Möchten Sie für Ihre Firma Fachkräfte aus dem Ausland gewinnen? Wie machen Sie auf sich aufmerksam? Oder ist Ihr Unternehmen schon heute multikulturell und generationenübergreifend zusammengesetzt? Wie zeigen Sie dies nach außen und sorgen dafür, dass es so bleibt? Ich zeige Ihnen anhand von Beispielen, warum Vielfalt eine Bereicherung für jede Firma ist. Zum Artikel

Gummi-Twist für Ihr Unternehmen: Nachhaltigkeit als Team-Projekt

© Roswitha Rösch, Silberfuchs-Verlag

Nachhaltigkeit ist längst ein Modewort geworden, bei näherer Betrachtung jedoch ein dehnbarer Gummi-Begriff. Er kann auf verschiedenste Lebensbereiche bezogen werden. Vielleicht versteht deshalb fast jeder etwas anderes darunter. Wie mittelständische Unternehmer ganz konkret im Firmenalltag nachhaltig handeln können, zeigen die folgenden, von mir zusammengetragenen Beispiele. Zum Artikel

Rundum-Sorglos-Pakete mit mehr Kundenservice

682496_web_R_K_B_by_Dirk Kruse_pixelio.de © Dirk Kruse, Pixelio.de

Wer neue Märkte erobern will, sollte nicht nur seine Produkte erweitern, sondern den Service gleich mitdenken. Rundum-Sorglos-Pakete verschaffen Luft gegenüber Konkurrenten. Der Ditzinger Konzern Trumpf z. B. liefert Baumaschinen und die passende Software sowie Kurse für die richtige Bedienung gleich dazu. Zum Artikel

Firmenkultur: Kennen Sie Ihre Mitarbeiter gut genug?

© Stephanie Hofschlaeger, Pixelio.de

Hand aufs Herz: Wie viel wissen Sie über Ihre Mitarbeiter? Wahrscheinlich zu wenig. Ich bin überzeugt: Mitarbeiter wollen Ihre Interesse und Privates auch im Job preisgeben – wenn Firmenchefs ihnen den Raum dafür geben. Am Ende profitieren vom kreativen “Mitarbeiter-Miteinander” alle. Zum Artikel

Kreative Weihnachtsgeschenke: Unternehmer-Tipps

© Tim Reckmann, Pixelio.de

Was schenken Sie Kunden und Geschäftspartnern zu Weihnachten? Klassiker, wie Kugelschreiber oder Tassen? Versuchen Sie es doch in diesem Jahr kreativ anders und lassen Sie sich etwas Besonderes einfallen! Zum Artikel

Kulturelle Visitenkarte: Geschäftspartnern Respekt zeigen

© Roswitha Rösch, Silberfuchs-Verlag

Die Konversation gilt als Prüfstein und Lackmus-Test für ein erfolgreiches Miteinander im Berufsleben. Bei Geschäftsessen mit internationalen Partnern gilt es, nicht nur mit fachlichen Kompetenzen zu glänzen. Überraschen Sie Ihren Geschäftspartner mit Wissen über die Geschichte und Kultur seines Landes. Zum Artikel

Was Unternehmen von der Hanse lernen können

© Roswitha Rösch, Silberfuchs-Verlag

Der mittelalterliche Hansebund glänzte mit genau den Eigenschaften, die gegenwärtig Start-up-Firmen erfolgreich machen. Daher können heutige Unternehmen vom historischen Bund eine Menge lernen: über Innovationen, Partnerschaften, Vertrauen und Scheitern. Zum Artikel

Warum „soft skills“ und Empathie für Unternehmer wichtig sind

© Albrecht E. Arnold, Pixelio.de

Warum ein Chef so nicht sein sollte: Zum Artikel

Rollenwechsel: Führen mit dem Taktstock
© Tom Win, Pixelio.de

Führen will gelernt sein. Wie ein Chef seine Körpersprache und Empathie überprüfen kann: Zum Artikel

Führen und Folgen: Was Unternehmer von Tänzern lernen können

© Ulla Thomas, Pixelio.de

Welche Atmosphäre herrscht in einem Unternehmen? Wie wirkt die innere Stimmung nach außen? Der Führungsstil beeinflusst dies maßgeblich. Mechanismen des Managements lassen sich „begreifen“ und „spüren“, indem man sich konkrete Handlungsmuster vor Augen führt. Vom Tanzen lässt sich extrem viel lernen. Zum Artikel