Gastgeber sein: Neue Impulse und Wissen für Ihr Unternehmen

DSC_0061Logo_NW-Salon    © Bei uns in Neu Wulmstorf

Geschäftsbeziehungen entstehen dort, wo man hilfreiche Impulse erhält und interessante Menschen trifft, wo man sich wohl und wertgeschätzt fühlt. Was liegt da näher, als selbst einen solchen Ort zu schaffen? Der „Neu Wulmstorfer Salon“ vor den Toren Hamburgs zeigt, wie es geht.

Wir pflegen unsere Kontakte zunehmend virtuell über soziale Netzwerke wie Xing, LinkedIn und Facebook. Den persönlichen Austausch können sie aber nicht ersetzen. Meinungen, Standpunkte, Wissen und Neuigkeiten können bei realen Treffen intensiver diskutiert werden. Genau aus diesem Grund haben die Betreiber des regionalen Presse- und Informationsportals Bei uns in Neu Wulmstorf den „Neu Wulmstorfer Salon“ initiiert, das Konzept entwickelt und realisiert. Seit dem Frühjahr findet er alle drei Monate statt – live an wechselnden Orten.

IMG_1710 © viel Interesse beim Salon: Bei uns in Neu Wulmstorf

Treffpunkt für engagierte Menschen in der Region

Eingeladen werden für das Podium Geschäftsleute und Unternehmer, Dienstleister und sozial engagierte Personen, Politiker und Bildungsvertreter, Kultur- und Kreativschaffende. Als Gast ist jeder Bürger willkommen, der Freude am Austausch über Themen der Region hat. In lockerer Talkshow-Atmosphäre stellen die Portalbetreiber, Sylvia Karasch und Björn Kempcke, Fragen, die vorher über die Website und den Facebook-Kanal gesammelt werden. Der stellvertretende Bürgermeister Thomas Grambow unterstützt das Team zuweilen als Gastmoderator und Schirmherr. Mit Leidenschaft und Kompetenz präsentieren die Podiumsgäste ihre Projekte, Geschäftsideen, Unternehmen und Institutionen, meist im Gespräch, manchmal auch in kurzen Vorträgen und Statements.

foto-bjoern_sylvia_hannes_2016 © Portalbetreiber Hannes Wirtz, Sylvia Karasch und Björn Kempcke (v.l.n.r.): Bei uns in Neu Wulmstorf

Themen von Bürgern für Bürger

Es geht um Themen, die jeden im Alltag bewegen, um Herausforderungen und Glücksmomente, um das, was die Menschen in ihrem Tun antreibt und motiviert, was sie nervt und was sie gerne ändern möchten. Wie finde ich Nachwuchs für meine Firma? Wie mache ich meine Angebote bekannt? Mit wem kann ich Kooperationen knüpfenn? Wer kennt wen? Wie ist die Versorgung mit Geschäften, Ärzten, Schulen? Gibt es lohnende Kulturevents im Ort? Auch das Publikum kann Fragen stellen. So entspinnt sich jedes Mal eine lebendige, zuweilen auch kontroverse Diskussion. Wann startet der geplante Famila-Großmarkt? Welche Auswirkungen wird er auf den Einzelhandel in der Gemeinde haben?

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DSC_0061 (1)DSC_0223DSC_0031 © Benefizkonzert für Geflüchtete in der Lutherkirche des Portals Bei uns in Neu Wulmstorf

Die Orte wechseln

Je nach Thema laden die Portalbetreiber Sylvia Karasch, Björn Kempcke und Hannes Wirtz, mal ins Seniorenheim „Pro Vita“, mal ins Restaurant oder in den Gemeindesaal ein. Die Elefantenrunde am 9. September 2016 musste kurzerhand in den Ratssaal im Neu Wulmstorfer Rathaus verlegt werden, weil die Plätze im anvisierten Kartoffelhaus „papas“ knapp wurden. Direkt vor der Kommunalwahl präsentieren sich die regionalen Spitzenkandidaten der Parteien in einer Talkrunde und stehen dem Publikum Rede und Antwort. Im Mai fand ein bunter Salon mit Musikern der Gemeinde in der Lutherkirche als Benefizveranstaltung für Geflüchtete statt. Die Hälfte der Eintrittskosten des Salons spenden die Salon- und Portalbetreiber immer für wohltätige Zwecke, im ersten Salon-Jahr für den Senioren-Förderkreis Gute Stube e.V.

scheckuebergabe_nw_2016_alle-drei-mit-grambowDSC_0100Hannes mit Scheck © Scheckübergabe der Salon- und Portalbetreiber: Sylvia Karasch (links), Björn Kempcke und Hannes Wirtz (rechts) mit Gastmoderator Thomas Grambow,  Bei uns in Neu Wulmstorf

Netzwerken mit Wissenstransfer

„Die Salon-Idee ist an den italienischen und französischen Musenhöfen entstanden“, erklärt Portalgründerin Sylvia Karasch. „Engagierte Bürger haben später das Monopol des Adels auf Bildung und Kultur gebrochen und eigene Salons ins Leben gerufen, in Deutschland etwa im 18. Jahrhundert. „Wir sind das Gegenteil von einem ‚closed club‘, betont Mitorganisator, und Mediendesigner Björn Kempcke. „Wir haben den Salon als Kraftquelle für alle konzipiert, an der jeder auftanken kann: Wissen, Erlebnisse, persönliche Erfahrungen und Begegnungen. Wenn darüber neue geschäftliche Beziehungen oder private Freundschaften entstehen, sind wir mehr als zufrieden. Und wir wissen immer, was unsere Leser und Kunden bewegt.“

Björn_Sylvia_Heike Edinger_Pro Vita Die Initiatoren des Salons: Björn Kempcke und Sylvia Karasch (rechts) mit Heike Edinger (links), Leiterin des Seniorenheimes Pro Vita, © Bei uns in Neu Wulmstorf

Und jetzt sind Sie gefragt!

Wie wäre es, wenn auch Sie in Ihrer Region bzw. Ihrem Unternehmen einen Salon einrichten und regelmäßig für Gesprächsstoff sorgen? Wenn Sie gleichzeitig Beziehungen zu Kunden, Auftraggebern, Lieferanten und Partnern pflegen und dabei mehr über deren Vorlieben und Wünsche erfahren? Überlegen Sie sich Themen, die bei möglichst vielen potentiellen Gästen und auch bei Ihren Mitarbeitern gut ankommen. Probieren Sie es aus!

6 Salon-Themen, mit denen Sie für Aufmerksamkeit sorgen:

1. Laden Sie über Schulen und Medien Jugendliche der Region ein. Lassen Sie Ihre Azubis von der Ausbildung in Ihrer Firma erzählen. Wenn Sie sie selbst befragen, erhalten zugleich wertvolles Feedback. Oder engagieren Sie einen Journalisten, der die jungen Leute befragt. So können Sie beim potentiellen Nachwuchs Interesse für Ihr Unternehmen wecken.

2. Bitten Sie Natur- und Umweltakteure in Ihr Unternehmen. Lassen Sie sie von ihren Projekten erzählen! Berichten Sie im Gegenzug darüber, wie Sie und Ihre Mitarbeiter im Unternehmen für Nachhaltigkeit sorgen.

3. Diskutieren Sie mit Politikern über Themen, die die Menschen in Ihrer Region bewegen. Achten Sie darauf, dass Vertreter verschiedener Positionen zu Wort kommen.

4. Laden Sie Kultur- und Kreativschaffende ein. Sie sind oft Brückenbauer, weil sie querdenken und Ideen für scheinbar unlösbare Probleme finden. Kreative Erlebnisse und Ereignisse machen das Leben lebenswert und binden die Menschen stärker an ihre Region.

5. Holen Sie sich Ihre Konkurrenz ins Haus und stellen Sie couragiert Fragen, die Sie schon immer stellen wollten. Seien Sie fair und charmant. Wenn Sie Ihren Gast in gutem Licht erscheinen lassen und er sich wohl fühlt, wird er Ihren Fragen nicht so leicht ausweichen können. Autor Hermann Simon weist in seinem Buch „Hidden Champions …“ auf die beflügelnde Kraft der Konkurrenz hin und belegt dies am Beispiel von Industrieclustern in bestimmten Regionen. (Hidden Champions des 21. Jahrhunderts, Campus-Verlag 2007, S. 249)

6. Wen wünschen Sie sich schon lange als Kunden? Locken Sie ihn mit einem speziellen Thema, mit einem Gast oder Experten, der sein Interesse weckt: Gesundheit, Digitalisierung, Marketing, Internationalisierung, Demographiewandel, Personal, Outsourcing, Führungs- und Unternehmenskultur, Diversity, Innovation, Kundennähe … Sie werden ganz sicher etwas Spannendes finden.

6 organisatorische Tipps, wie Ihr Salon gelingt:

1. Fangen sie klein an und tasten Sie sich heran.

2. Machen Sie den Salon zur Teamaufgabe: Binden Sie Ihre Mitarbeiter ein, fragen Sie sie um Rat. Bitten Sie sie um Ideen zu Themen und um Hintergrundinformationen zu Gästen auf dem Podium und im Publikum.

3. Nutzen Sie den Salon für Ihre Öffentlichkeitsarbeit, informieren Sie Presse und Medien.

4. Denken Sie auch an das leibliche Wohl. Wenn Sie einen Anteil für wohltätige Zwecke spenden, können Sie von Ihren Gästen auch einen Beitrag für Eintritt und Verzehr nehmen.

5. Fertigen Sie eine Checkliste über alle anfallenden Aufgaben inkl. Zeitplan und Personalbedarf an.

6. Lassen Sie sich ggf. bei Konzeption und Organisation von Kreativschaffenden unterstützen. Es gibt überall regionale Kreativnetzwerke, die Ihnen geeignete Ansprechpartner empfehlen. Der Dachverband Kreative Deutschland gibt erste Tipps.

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