Ideen und Alternativen für Theater, Kino, Kunst und Musik in (post-)Corona-Zeiten

  © 1to1Concerts (c) LotteDibbern

Corona hat die Kulturwelt in ihre Grundfesten erschüttert: Theater, Clubs, Konzert-, Opern- und Veranstaltungshäuser wurden geschlossen. Musiker, Schauspieler, Sänger und Tänzer erhielten Auftritts- bzw. Tätigkeitsverbote und mit ihnen viele andere Berufsgruppen: GarderobierInnen, RequisiteurInnen, TicketkontrolleurInnen, BühnenarbeiterInnen, KulissenbauerInnen, Bühnen- und ShowtechnikerInnen, Ton-, Video, Bild- und LichttechnikerInnen, VermieterInnen von Veranstaltungsstätten, HausmeisterInnen von Veranstaltungsstätten, Reinigungsdienste, PlakatiererInnen, Securitypersonal, ZuliefererInnen für Bühnentechnik, MitarbeiterInnen in der Veranstaltungsgastronomie, Ticketbüros, KünstlermanagerInnen. Die Zukunft ist ungewiss. Neue Corona-Wellen können die Berufsausübung von Kreativschaffenden und ihren Ermöglichern im Umfeld immer wieder einschränken. Kreative Ideen sind gefragt. Lasst Euch von diesen Beispielen inspirieren! 

Auf Sicht fahren

Spielstätten, Konzert- und Theaterhäuser können derzeit wegen Corona kaum planen. Schauspieler, Comedians, Tänzer, Musiker, Dramaturgen, Regisseure und Kinobetreiber bewegen viele Ideen in ihren Köpfen und im Herzen, wie kulturelle Angebote mit Corona-Abstandsregeln überhaupt möglich sind. Bei genauerem Hinsehen zeigt sich: Vieles ist gar nicht so neu. Was daran liegt, dass Theater-Akteure schon immer kreativ, flexibel und innovativ auf äußere Umstände reagiert haben – genau wie andere Kunst- und Kultursparten und die gesamte Kreativbranche auch. Ältere Konzepte werden wiederentdeckt, neue kommen hinzu.

Renaissance für den öffentlicher Raum

Abstandsregeln gelten sowohl in geschlossenen Räumen als auch im Außenbereich. Die gute Nachricht: Der öffentliche Raum erlebt gerade eine längst überfällige Aufwertung. Damit Publikum und Künstler*innen davon im gleicher Weise profitieren, braucht es jetzt rasch ein vielfältiges Konjunkturprogramm, das alle kulturellen Sparten berücksichtigt – sowohl in der Stadt als auch im ländlichen Raum!

 © Kulturspielhaus Rumeln in Duisburg

Widersprüchliche Regelungen

Die unterschiedlichen Abstandsregeln in verschiedenen Bereichen unseres Alltags allerdings sind nicht immer klar nachzuvollziehen. Während Flugzeuge ab Juni 2020 wieder voll besetzt mit mundschutztragenden Passagieren abheben dürfen, sind die Abstandsregeln in Wirtshäuser schon etwas weiter gesetzt. Besonders streng jedoch gelten sie für die Kultur – in Theatern, Konzert- und Opernhäusern und vielen anderen Veranstaltungsräumen und Spielstätten. Für einen direkten Vergleich hat die österreichische Kulturinitiative Kulturretten.org maßstabgetreu einen Veranstaltungssaal, einen Gastronomiebetrieb und einen Airbus A 320 visuell nebeneinander gesetzt. Die anschauliche Grafik lässt die Kulturschaffenden ratlos zurück…

 

 © Kulturretten.org

Wiederentdeckte und neue Ideen für das Theater

Welche Alternativen gibt es also zu Theateraufführungen in mager bestuhlten Räumen und zu betriebswirtschaftlich unrentablen Aufführungen? Mit welchen kreativen und innovativen Ideen können Kulturschaffende den Corona-Beschränkungen begegnen?

  • Freiluft-Theater geht auf die griechisch-römische Antike zurück (z. B. Festival von Epidauros) und wird seit Jahren in Hamburg im „Römischen Garten“ an der Elbe vom Theater N. N. gespielt, auch in diesem Sommer.
  • Theater im öffentlichen Raum in Stadt und Land mit Schnittstellen zwischen Kunst- und Lebenswelten, Lokstoff! Theater im öffentlichen Raum e.V. Stuttgart spielt z. B. im Einrichtungshaus behr LESSHOME: Wohnst Du noch oder teilst Du schon?
  • Stationen-Theater hat die Theatergruppe Rimini Protokoll erprobt: Bei einer simulierten Welt-Klimakonferenz wandern kleinere Besuchergruppen zwischen verschiedenen Orten und werden an lebensecht mit Eis und Wüste inszenierten Stationen von echten Wissenschaftlern über den Klimawandel informiert. Lässt sich vielleicht in leerstehenden Fabrikhallen oder in weitläufigen Museen realisieren. 
  • Autokino-Theater, gab es z. B. 2016 vom Staatstheater Stuttgart vor den Toren der Stadt in Kornwestheim mit Stadion der Weltjugend von René Pollesch. Gezeigt wurde live gespieltes Theater, live gefilmt und für alle sichtbar auf die riesige Bildwand des Autokinos live übertragen. 
  • Drive-in-Theater, gab es gerade als Reaktion auf Corona vom Deutschen Theater in Göttingen: Antje Thomas verlegt Die Methode nach dem Stück »Corpus Delicti« von Juli Zeh in eiine Tiefgarage, die Zuschauer passieren verschiedene Spielstationen in ihrem Auto: Film
  • Theater als Audiospaziergang: das Theater Oberhausen geht akustisch in die Stadt, Regisseurin Paulina Neukampf und Dramaturgin Romi Domkowsky haben Elfride Jelineks Prinzessinnendramen als Audio-Spaziergänge inszeniert – mit berührenden Reflexions- und Anknüpfungspunkten an die aktuelle Corona-Krise. Das Publikum stromert in Zweierteams durch die Stadt.
  • Improvisationstheater als Online-Seminar: Die Impro-Schule Clamotta aus Köln bietet coronabedingt Online-Kurse an. Den Teilnehmer*innen bietet sich ein lockerer und gelöster Einstieg, um Herausforderungen und Probleme mit spielerischem Ansatz zu lösen. Corinna Armbruster, Coach und Impro-Trainerin: „Man kann ja dennoch die Ideen des anderen aufnehmen und eine Geschichte entwickeln und die Kreativität des anderen spüren und aufnehmen und so etwas gemeinsam erleben, wenn man zusammen vor dem Computer sitzt.“
  • Die gemeinnützige Theatergenossenschaft Traumschüff bespielt auf der mobilen Bühne eines Katamarans als schwimmendes Wandertheater gezielt den ländlichen Raum. Die Stücke kreisen inhaltlich um Blickwinkeln und Themen der jeweiligen Region. Das Publikum verfolgt das Geschehen in sicherem Abstand vom Ufer bzw. vom Deich aus: Spielplan
  • Aufführungen in Sportstadien im Sommer 2020 geplant von Matthias Lilienthal – Münchner Kammerspiele – im alten Olympiastadion in München vor etwa 650 Zuschauern
  • über die vielfältigen Möglichkeiten des Museumstheaters hat Ursula Pinner-Antoni eine Abschlussarbeit im Rahmen ihrer Vollzeitausbildung zur Theaterpädagogin geschrieben,  z. B. Galerie-Theater mit dem Ensemble der Theaterwerkstatt Heidelberg in der Ausstellung „Zwischen Burg, Stadt und Kathedrale. Leben im Mittelalter“ im Badischen Landesmuseum 2006
  • Theater-Tausch: kleine Theater spielen an in größeren Häusern, z. B. im Gespräch: Theater am Kurfürstendamm spielt im Schauspielhaus Berlin (hier bei Deutschlandfunk Kultur erwähnt); über weitere Beispiele für „Theater unter Corona-Auflagen“ haben Susanne Burkhardt und Elena Philipp mit der Theaterkritikerin Cornelia Fiedler und dem Schauspieler Martin Wuttke gesprochen. Wuttke sagt: „Vielleicht führt das irgendwann dazu – wenn man alle möglichen Erfindungen im öffentlicher Raum oder andere Umgangsformen mit Theater entwickelt hat – dass man mit besonderer Lust irgendwann in die Theater zurückkehrt.“
  • „Wenn die Menschen nicht ins Theater können, muss das Theater eben zu den Menschen. Ins Neubaugebiet und zwar mit großem Tadaa!“ Der Taupunkt e. V. in Chemnitz fördert künstlerische und theaterpädagogische Projekte in theatralen, öffentlichen und sozialen Räumen. Von der Off Bühne Chemnitz-Komplex werden z. B. Neubaublöcke von der Wiese aus bespielt. Zuschauer schauen von eigenen Balkone und Fenster zu. So findet „hygienisches Theater“ für ein Publikum statt, das sonst vermutlich nie ins Theater kommen würde, z. B. sozial Benachteiligte, Flüchtlinge.   
  • Das Theater „Markant“ im niederländischen Uden und das Raumgestaltungsunternehmen „Tausch“ haben gemeinsam eine Corona-Wiedereinstiegsstrategie in Form eines Covid-19-Protokolls für größere Theater entwickelt. „Es umfasst etwa dreißig Maßnahmen zur Risikokontrolle und Kontaminationsvermeidung. Die Methode wurde vom renommierten Prüfinstitut TÜV Nederland auf Machbarkeit und Risiken getestet. Der TÜV Nederland stellt ein Zertifikat aus, wenn ein Theater die Kontrollmaßnahmen zur Verhinderung einer weiteren Verbreitung des Virus nachweislich umsetzen kann. Simuliert werden die Maßnahmen über eine 3D-Animation. Cristian Brander von Tausch sagt: „Die Theater sind geräumig und daher in Bezug auf Umgebung und Kapazität extrem kontrollierbar.“
  • Originelle, hygienische Idee aus Wien: Theater in der Peepshow. Der Wiener Kultursalon Guckloch plant coronakonforme Aufführungen auf einem Podest mit Drehbühne. Musiker*innen, Kabarettist*innen, Schauspieler*innen und Autor*innen sollen das „Kultur-Laufhaus“ einen Abend lang unplugged bespielen. Nach 15 Minuten wechselt das Publikum. Der Kreis ist exklusiv: Maximal 18 Personen dürfen die intimen Performances erleben. Preisempfehlung der Künster*innen: Peepshow-Preise – pro Minute 1 Euro. Ein Teil der Einnahmen wird an Vereine zur Unterstützung von Sexarbeiter*innen gespendet. Den Rest – abzüglich sehr geringer Fixkosten – bekommen die Künstler*innen.
  • Theaterspielen in Plexiglaskabinen, 2016 von Bühnenbildnerin Irina Schicketanz für die Nibelungenfestspiele entwickelt von der Röhm GmbH für „Gold – Der Film der Nibelungen“ – Innovationstransfer: Das Spiel in Plexiglas-Kabinen bzw. vor transparenten Plexiglasscheiben ist übrigens schon lange im Musikbereich verbreitet, z. B. als Segment-Panels verbreitet bei Musikbands, im Theater, Musical und bei Sinfonieorchestern, um den Direktschall zu mindern, z. B. um Streicher und Blechbläser akustisch voneinander abzuschirmen oder auch Schlagzeuger, wie der u. a. Film mit dem Drummer Mike Terrana zeigt.

Kino

Die digitale Plattform #zurückinskino sammelt Ideen von Kinomacher*innen und Fans für das Kino in Coronazeiten und darüber hinaus. Es geht um gegenseitige Hilfe und um den Austausch von strategischen und kreativen Maßnahmen für Kinobetriebe, von Fassadenkino über virtuelle Geistervorstellungen  via Social Media bis zu Gutscheinlieferungen. 

Digitale Projekte in der Kunst

Der Künstlers Manuel Rossner hat für die Galerie König ein jump’n’run Spiel entwickelt, mit dem man durch die Berliner Galerie von Johann König laufen und  auf Tuchfühlung mit den Kunstwerken gehen bzw. sie bewegen kann. Zu sehen sind digitale Skulpturen und Malerei. Der Nutzer durchwandert mit einem weißen Avatar über eine einfache Bildschirmsteuerung die virtuelle Galerie (Film Artmagazin). Sie ist ein Fantasieraum, den es in der realen Welt nicht gibt. Die App ist derzeit nur im –> Apple App-Store erhältlich, die Version für Android soll in Kürze folgen.

Die Kunstsammlerin Julia Stoschek hat ihre Medienkunstwerke ins Netz gestellt. Bisher sind über 63 film- und videobasierte Werke von 21 Künstlern in voller Länge abrufbar. Insgesamt umfasst die JS-Collection 860 Werke von 282 Künstlern. 

Mit der T-Shirt-Aktion systemrelevant sollen Künstler*innen  unterstützt werden.  Die Hälfte des Erlöses (10 €) geht an die Kunstnothilfe Elinor. Die T-Shirts sind laut Hersteller fair gehandelt: „Wir bedrucken zertifizierte T-Shirts aus 100% Bio-Baumwolle. Jedes Shirt wird auf Bestellung in Deutschland bedruckt.“

AUFRUF: Schickt mir gerne weitere Beispiele für kreative Ideen, um Probleme und Herausforderungen der Corona-Krise zu meistern: kreativ@MassivKreativ.de  

  © Notenmaske, genäht von Sabine Ringel

Plan B für die Musik

Auftritte in Clubs scheinen bislang undenkbar, ebenso in großen Hallen und open-air-Konzerten, wo die Fans dicht gedrängt ihren Musikhelden zujubeln. Stadien anzumieten und nur zu einem Zehntel zu besetzen, können sich wenige Band vorstellen, auch aus atmosphärischen Gründen nicht. Die meisten wollen verständlicherweise lieber kleine Clubs unterstützen, wie Henning May von der Band „AnnenMayKantereit“ im Web-Chat erklärt: Wie übersteht der Kulturbetrieb die Corona-Krise. Einige Bands haben sich geschlossene Boxen bauen lassen, um ein corona-sicheres Live-Streaming zu ermöglichen. Doch die Trinkgeld-Spenden der Fans können normale Auftrittsgagen nicht ersetzen.

Der Hamburger Pianist Alexander Krichel gab das vielleicht erste Klassikkonzert im Autokino in Iserlohn und spielte Klaviermusik von Beethoven und Liszt. Wie im Autokino üblich wurde die Musik auf einer UKW-Frequenz in die Autos übertragen. Anstelle von Applaus gab es vom Publikum ein lautes Hupen. 

  © 1to1Concerts (c) LotteDibbern

Für Musiker ist die Nähe zum Publikum essenziell, Basis für das gemeinsame Geben und Nehmen. Die Initiative 1to1concerts möchte reale, besonders persönliche Konzerterlebnisse schaffen und dabei dennoch alle geltenden Corona-Schutzmaßnahmen berücksichtigen. Die Idee: 1:1-Begegnungen zwischen Hörer*innen und Musiker*innen, sie dauern etwa 10 Minuten. „Ein eröffnender  Blickkontakt ist der Impuls für ein sehr persönliches Konzert – eine ungewöhnliche, aber für beide Seiten intensive Erfahrung, die Nähe trotz Distanz ermöglicht.“ Wer spielt, welches Instrument und welches Stück man erlebt, bleibt eine Überraschung. Die Spielorte (Beispiele in Berlin) sind vielfältig und erobern durchaus ungewöhnliche Terrains, z. B.  eine leerstehende Fabrikhalle, eine Kunstgalerie, einen ruhigen Hinterhof oder einen Schrebergarten. Private Gastgeber*innen sollen ihre Konzertorte zur Verfügung stellen. Das Konzept wurde bereits 2019 für das thüringische Kammermusikfestival Sommerkonzerte Kloster Volkenroda entwickelt und hat die Hörer*innen tief berührt.

Zum Honorar: „Weder die Künstler*innen noch die Gastgeber*innen erhalten für dieses Projekt eine Gage. Wir bitten Sie allerdings, nach dem Konzert freiwillig eine Spende für den Nothilfefonds der Deutschen Orchesterstiftung zu entrichten. Mit den Geldern werden Musiker*innen und Sänger*innen unterstützt, die durch die coronabedingte Absage aller Konzerte und Aufführungen ihre Einkünfte verloren haben und existentiell bedroht sind. So sorgen Sie gleichzeitig für Ihren Musikgenuss in der Zeit nach der Quarantäne- und Abstandszeit.“

Das kulturelle 1:1-Erlebnis geht auf eine Idee von Thomas Franke zurück, der Mitte der 1990er Jahre mit dem Monolog „Das Modell“ (Theaterstück nach H. P. Lovecrafts Erzählung „Pickmans Modell“) bundesweit für Aufmerksamkeit sorgte. 2001 wurde „Das Modell“ auch für den deutsch-französischen Kultursender arte mit Thomas Franke verfilmt.

Auftritte und Flashmobs im öffentlichen Raum, Garten-, Treppen- und Balkonkonzerte sind in Corona-Zeiten sinnvolle Alternativen zu normalen Konzertsälen. Mit einem „Konjunkturprogramm Kultur“ könnten Bund und Länder all diese open-air-Formate finanziell ermöglichen, so bräuchte auch das Publikum trotz Corona auf kulturelle Angebote nicht verzichten.   

Spendenaktionen sollen in Not geratene Musiker*innen unterstützen, z. B. das Nicht-Festival: Keiner kommt – Alle machen mit! Die Solidaritätsaktion hat sich der Hamburger Lars Meier, Vorstand von MenscHHamburg e.V., ausgedacht. Ihm geht es vor allem um den Erhalt der Subkultur – darum, die Vielfalt der Hamburger Kulturszene zu bewahren. Es können auch Kunstwerke ersteigert werden. Das Clubkombinat sammelt ebenfalls Spendengelder mit der Kampagne Save Our Sounds,  bis 14. Mai kamen rund 175.000 Euro zusammen. 

Weitere Beispiele für coronabedingte Ideen und Lösungen in der Veranstaltungs- sowie Kultur- und Kreativbranche: HIER

Wissenschaftler messen Aerosolausstoß

Die Bamberger Symphoniker haben Anfang Mai 2020 Luftströmungsmessungen bei Bläsern und Sängern durchführen lassen, um das Risiko einer Coronavirus-Infektion besser einschätzen zu können. Die Untersuchung fand mit dem Büro Tintschl BioENergie- und Strömungstechnik, dem Freiburger Institut für Musikermedizin am Universitätsklinikum und der Hochschule für Musik Freiburg haben die Bamberger Symphoniker: „Als erstes Zwischenfazit lässt sich
jedoch festhalten, dass in 2 Metern Abstand von den Bläser*innen und Sänger*innen kein Unterschied zur normalen Luftströmung messbar war… Zusätzlich können Plexiglaswände aufgestellt werden, um das Risiko von Tröpfcheninfektionen durch Spuckepartikel bei der Korrepetition von Sänger*innen zu minimieren.“

Auch die Charité hatte am 4. Mai eine ausführliche Untersuchung mit dem Titel Beurteilung der Ansteckungsgefahr mit SARS-CoV-2-Viren beim Singen erstellt. Das Singen in Chören und selbst Gesangsunterricht birgt nach heutigem Kenntnisstand (14. Mai 2020) einige Risiken, wie Medien berichten: NDRNZZ.  

Corona-Kulturstrukturfonds

Damit alternative Aufführungsformen und Experimente überhaupt möglich werden, sollten sie dringend durch finanzielle Unterstützung ermöglicht werden, etwa durch den von Bund und Ländern im Mai 2020 versprochenen „Corona-Kulturstrukturfonds“ – siehe NRW-Kulturrat.

 

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