KreativQuoten

Die Kultur- und Kreativwirtschaft (KKW) gilt in Europa als Zukunftsbranche, Wachstumsmarkt und Innovationsmotor für die Gesellschaft (Zahlen von 2018, Diagramm oben – BMWi, Monitoringbericht 2019, Kurzfassung S. 2/12) 

● Bruttowertschöpfung KKW: ca 100,5 Mrd. Euro (2,9 % mehr als 2017; zum Vergleich: Automobil-Industrie = 167 Mrd. €, Energieversorger = 48 Mrd. €, Chemieindustrie = 51 Mrd. €)
● Umsatz KKW: 168,3 Mrd. Euro (Anteil am BIP: 3,0 Prozent)
● Anzahl Unternehmen KKW (Freiberufler und gewerbliche): 256.600 (Anteil an der Gesamtwirtschaft 7,8 Prozent) 
● 1,70 Gesamterwerbstätige, davon 339.609 Mini­Selbständige
1,19 Mill. Menschen als Kernerwerbstätige = Freiberufler und Selbständige, abhängig Beschäftigte (davon sozialversicherungspflichtig Beschäftigte: über 938.411
● Anteil der Selbständigen an den Erwerbstätigen: 21,5 Prozent
● Anteil der Kleinstunternehmen/Freiberufler (Umsatz unter 2 Mill. Euro): 97 Prozent =  252.000 Unternehmen

Kreative als Vordenker für gesellschaftlichen Wandel

Ein bewusster Umgang mit Energie und Ressourcen, nachhaltiges Handeln, Vielfalt und die Kultur des Teilens wurde vor allem von Künstlern in die Gesellschaft hineingetragen. „Die Kultur- und Kreativwirtschaft ist immer Vorreiter gewesen, wenn es um neue gesellschaftliche Entwicklungen gegangen ist“, sagt Frank Fischer, Leiter der Initiative „Kultur- und Kreativwirtschaft“ der Bundesregierung. Die Initiative will der kreativen Branche mehr Sichtbarkeit geben. Was hat sie bisher erreicht und welche Ziele hat sie sich künftig gesetzt? Dazu habe ich Frank Fischer im Schlüterhof des Deutschen Historischen Museums in Berlin ausführlich befragt, ebenso zu volkswirtschaftlichen Fakten der Branche und KreativQuoten. Kreativwirtschaft auf Erfolgskurs Weiter zum Artikel

Teilmärkte der Kultur- und Kreativwirtschaft

Die Teilmärkte der Kultur- und Kreativwirtschaft in Deutschland sind identisch mit den Bezeichnungen und Einteilungen innerhalb Europas und ebenso kompatibel mit der Kategorisierung der UNESCO. Hier mehr …

Grafik erstellt von Antje Hinz / Quelle: ZEW / Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (Zahlen von 2018, Diagramm oben – BMWi, Monitoringbericht 2019, Kurzfassung S. 44) 

Die Teilmärkte der Kultur- und Kreativwirtschaft in Deutschland sind identisch mit den Bezeichnungen und Einteilungen innerhalb Europas und ebenso kompatibel mit der Kategorisierung der UNESCO.

Kulturwirtschaft

Zur „Kulturwirtschaft“ zählen die Teilmärkte Musikwirtschaft, Buchmarkt, Kunstmarkt, Filmwirtschaft, Rundfunkwirtschaft, Darstellende Kunst, Designwirtschaft, Architekturmarkt und Pressemarkt.

Musikindustrie Musikwirtschaft   Literatur Buchmarkt                   Kunst Kunstmarkt
Film Filmwirtschaft      Rundfunk Rundfunkwirtschaft  Theater Darstellende Kunst
Kreativwirtschaft Designwirtschaft Architekturmarkt  Architekturmarkt       Pressemarkt Pressemarkt

 

Kreativbranchen

Zu den „Kreativbranchen“ werden Werbemarkt sowie Software- und Games-Industrie gezählt. In den Bereich „Sonstige“ können auch neue wirtschaftliche Aktivitäten eingebunden werden, wie z. B. das Kunsthandwerk.

Games Software und Games Sonstige Sonstige / © Icons erstellt von MassivKreativ

 

Grafik erstellt von Antje Hinz / Quelle: ZEW / Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (Zahlen von 2018, Diagramm oben – BMWi, Monitoringbericht 2019, Kurzfassung S. 45) 

 

753186_web_R_K_B_by_Timo Klostermeier_pixelio.de © Timo Klostermeier, pixelio.de

Förderprogramme für die Kultur- und Kreativwirtschaft

Die Vielfalt an Förderinstrumenten ist schwer überschaubar. Eine Förderdatenbank des Bundes soll helfen und die Suche erleichtern. Hier mehr ….

Schutz von geistigem Eigentum: Das Handbuch der Kreativwirtschaft Austria bietet Informationen über die eigene Preisgestaltung, Ideen, Konzepte, den Umgang mit Urheberrecht, Marken und Co.

Verwertungsrechte: Was passiert mit Rundfunkbeiträgen nach ihrer Ausstrahlung?

 © Stephanie Hofschlaeger, pixelio.de

Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten produzieren tagtäglich hunderte audiovisuelle Beiträge: Interviews und Reportagen, Bilder und Texte, Audios und Filme. Sie schaffen immense Schätze für unser kulturelles Gedächtnis. Doch was passiert mit den Beiträgen nach ihrer Ausstrahlung? Wie können die Beiträge langfristig erhalten und später auch von den Akteuren sinnvoll genutzt werden? Weiterlesen