Kreative Bürokratie: Bürgern mit gesundem Menschenverstand begegnen

 © Bernd Kasper, Pixelio.de 

Schon mal gehört? Geschichten über Beamte, die aus Frust weiße Blätter kopieren, nie ans Telefon gehen und ständig krank sind?! Doch es soll auch andere Staatsdiener geben, die im Behördendschungel mitdenken, nach kreativen Schlupflöchern suchen und uns Bürgern mit gesundem Menschenverstand unterstützen.

Kreative Bürokratie

Damit es zukünftig mehr beherzte Beamte gibt und sie im Behördenalltag mehr Ermutigung und Methodik erfahren, fand Anfang September 2018 in Berlin  das „Festival für Kreative Bürokratie“ statt –  das Creative Bureaucracy Festival. Der Begriff „Kreative Bürokratie “ entstand nach dem gleichlautenden Buch The Creative Bureaucracy von Charles Landry und Margie Caust. Es soll ein aktuelles Programm speziell für Beamte entwickelt werden. Das Programm soll dazu beitragen, dass Mitarbeiter aus der Verwaltung auf eine Vielzahl von Methoden und Werkzeugen zugreifen können, um neue Herausforderungen und Probleme zu lösen. Im Vordergrund steht dabei vor allem, den richtigen und motivierenden Umgang mit Mitarbeitern zu finden. Jeder – egal aus welcher Hierarchie – soll in Veränderungsprozessen mitgenommen werden: EntscheidungsträgerInnen ebenso wie MitarbeiterInnen auf Service-Ebene. 

 © Didi01, Pixelio.de 

Veränderungen durch kreativen Austausch

Beim Berliner Kongress kamen kreative Beamte mit Institutionen zusammen, die den öffentlichen Sektor bei der Realisierung von Innovationen unterstützen, außerdem Bürger, die den öffentlichen Sektor in Nichtregierungsorganisationen (NGOs) mitgestalten und neugierige, offene Menschen der Zivilgesellschaft. Die Themen waren und sind vielfältig: Digitalisierung, Transparenz und Partizipation, Bildung, Gesundheit und Mobilität, Arbeit, Wohnen und Sicherheit. Mit gelungenen Praxisbeispielen wurden die Teilnehmer motiviert, anhand von Fehlern („Fuck Up Night“) konnten sie lernen. Die Erkenntnis: eine Bürokratie, die von uns Bürgern als willkürlich, undurchsichtig und gängelnd wahrgenommen wird, kann mit Geduld und Gestaltungswillen positiv verändert werden. Und zwar so, dass Verwaltung die freie Entfaltung der Bürger befördert und sie nicht in einem Dickicht an Vorschriften erstickt.

 © Gerhard FrassaPixelio.de

Amt für unlösbare Aufgaben

Wie gelingt es nun konkret, Wertschätzung, Menschlichkeit und Humor in die Verwaltung hineinzutragen? Wie können Beamte zu einer verständlichen Sprache im Umgang mit unsBürgern finden? Diese Fragen haben sich vier Kreativschaffende gestellt und das Amt für unlösbare Aufgaben gegründet: Stadtentwickler Matthias Burgbacher, Designforscherin Andrea Augsten, Theaterregisseurin Leonie Pichler und Musikmanagerin Julia Wartmann. Mit Perspektivwechsel und einem Augenzwinkern wollen sie dem Alltag und den Vorurteile im öffentlichen Sektor begegnen, etwa so: „Das Gegenteil von Bürokratie ist Willkür.“  Matthias Burgbacher erklärt, dass man Bürokratie ja nicht abschaffen, sie aber auf jeden Fall freundlicher machen könne. Work in progress … Teilhabe verringert geistige Einbahnstraßen,  weckt Phantasie, Toleranz und erhöht die Akzeptanz von Entscheidungen, wie weitere Beispiele zeigen …

 © M. Großmann, Pixelio.de 

Hamburg

Hamburg rief 2016 in Kooperation mit der HafenCity Universität und dem MediaLab des Massachusetts Institute of Technology (MIT) im Beteiligungsprojekt
Finding Places zu 34 Workshops auf. An einem interaktiven Stadtmodell konnten Bürger geeignete Orte für neue Flüchtlingsunterkünfte benennen. Eine Bürgerbeteiligung mit Lerneffekt, denn vielen wurde zum ersten Mal bewusst, wieviele Bestimmungen und Vorschriften im städtischen Raum zu beachten sind. 

Rostock

In Rostock übernahmen im September 2015 kurzerhand die Bürger das Ruder, als die Verwaltung mit den ankommenden Flüchtlingen überfordert war. Anfangs gab
es Widerwillen gegen das bürgerliche Engagement, dann doch Anerkennung von Senator Steffen Bockhahn für die kreativen Ideen: „Ohne die Zivilgesellschaft hätten wir es damals nicht geschafft.“ (Böttcher 2016) Akteure vom Verein „Rostock hilft“ und vom Kreativzentrum projekt:raum haben die Aktionen maßgeblich getragen, logistisch über digitale Einsatzlisten und Facebook organisiert und viele kreative Programme für Geflüchtete entwickelt, wie „Kochen über den Tellerrand“.

 © Rainer Sturm, Pixelio.de

Bonn

Im Viktoriakarree in Bonn stoppte ein Bürgerbegehren den Verkauf von Grundstücken an einen Investor, der dort eine Shopping-Mall bauen wollte. Daraufhin richtete das Künstlerteam CommunityArtWorks mit Daniel und Jennifer Hoernemann gemeinsam mit Architekten und Stadtentwicklern ein Bürger-Atelier in der Innenstadt ein. Dort begleitet CommunityArtWorks ein Bürgerbeteiligungsverfahren und schafft über künstlerisches Wahrnehmen, Denken und Handeln Raum für Kreativität und Fehlerkultur. Das Künstlerteam bearbeitet seit langem gesellschaftliche und unternehmerische Herausforderungen mit künstlerischen Methoden und Interventionen im öffentlichen Raum. Es greift mit dem „Büro für die Nutzung von Fehlern und Zufällen“ aktiv in Prozesse ein, fördert Kommunikation und Reflexion.

 © CommunityArtWorks

Dänemark

Im dänischen Kopenhagen haben Wirtschafts-, Finanz- und Justizministerium das Innovationslabor MindLab gegründet, das noch bis Ende 2018 aktiv ist. Die Mitarbeiter sollen den Alltag in der Metropole lebenswerter und kreativer machen. Sie begleiten Bürger bei Behördengängen und ermitteln deren Probleme beim Ausfüllen von Formularen. Sie hören den Bürgern zu und fragen direkt nach, was verbessert werden kann. 130 Projekte haben die Vordenker landesweit angestoßen, in den Bereichen Mobilität, Bildung und Wissensmanagement, bei der Integration von Migranten in den Arbeitsmarkt und der Müllvermeidung: Grüne Fußabdrücke auf Bürgersteigen, die den Weg zu Mülleimern zeigen, halfen dabei, den Abfall auf Straßen um beachtliche 40 Prozent zu reduzieren.

 © neurolle RolfPixelio.de

Großbritannien

Regierungen engagieren immer häufiger „Mitarbeiter für Verhaltenseinblicke“, um mit der Nudge-Methode das Verhalten der Bürger auf vorhersagbare Weise zu beeinflussen (vgl. Richard H. Thaler/Cass R. Sunstein: Nudge: Wie man kluge Entscheidungen anstößt. 2017, S. 26-27), „The Behavioural Insights Teams“ agieren abseits von Verboten, Geboten oder ökonomischen Anreizen. Die US-amerikanische Regierung testete dies 2008 unter Barack Obama, die britische Regierung 2010 unter David Cameron und ebenso die Bundesregierung unter Angela Merkel. Die vom Staat eingesetzten Psychologen sollen Bürger mit kleinen „Anstupsern“ animieren, sich besser zu verhalten: Energie zu sparen, Steuern zu zahlen, für das Alter vorzusorgen, sich gesünder zu ernähren. Die Briten gehen derzeit der Frage nach, wie sich Gewissenhaftigkeit, Verantwortung, Motivation, Kreativität und Offenheit am besten unterstützen lassen. 

 © neurolle RolfPixelio.de

Österreich und Schweiz

In Österreich erarbeiten Akteure aus Verwaltung, Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft im GovLab übergreifende Lösungsansätze. Die Erkenntnisse werden über Prototypen an andere Bürger weitergegeben. In der Schweiz unterstützt das gemeinnützige „Staatslabor“ die öffentliche Verwaltung mit innovativen Lösungen. In die Modellprojekte sollen Bevölkerungsgruppen eingebunden werden, die in der Schweiz nicht über Stimm- und Wahlrecht verfügen.

Die menschliche Seele: Eine Novelle über Kreativität und künstliche Intelligenz

  © MassivKreativ

Vor langer, langer Zeit schuf der Mensch sich nach seinem Abbild einen Golem. Die Nachbildung aus Lehm sollte ihm als Helfer, Freund und Befreier dienen. Einmal in der Woche erweckte der Mensch seinen Golem zum Leben. Doch einmal vergaß es der Mensch, was den Golem so erzürnte, dass er außer Kontrolle geriet und großen Schaden anrichtete. Der Mensch stellte den Golem ruhig und erweckte ihn fortan nie wieder zum Leben. Viele Jahre vergingen…

Der Traum vom künstlichen Menschen blieb

…. bis die Idee neu aufkeimte. Diesmal sollte das Wesen klüger und vernünftiger sein als sein Vorgänger. Und so schufen sich die Menschen einen Super-Computer und nannten ihn „Watson“. All das, was die Menschen bis dahin gelernt hatten, flößten sie Watson ein, der nun nicht mehr aus Lehm, sondern aus Platinen und Prozessoren bestand. Unersättlich verschlang Watson das Wissen der Welt als Datenvolumen und verdaute es als Bits und Bytes. Und die Menschen bewunderten seine strahlende Intelligenz.

Anfangs übernahm Watson nur Rechenaufgaben, die dem Menschen zu mühsam und langwierig waren. Doch dann wagten die Menschen ein Experiment. Sie fütterten den Computer mit Kunst. Und siehe da: auch Musik, Klänge, Texte, Objekte, Bilder und Pinselstriche zerlegte Watson in seinen Eingeweiden fein säuberlich in Nullen und Einsen, vernetzte sie auf seine Weise und spuckte sie als neue Werke wieder aus: Musik, Fotos, Bilder, Skulpturen, Gedichte und Geschichten. Die Menschen erschraken: Konnte ein künstliches Wesen tatsächlich kreativ sein – so wie sie selbst – oder gar besser?

… Und die Menschen diskutierten: Konnte es ein Super-Computer mit einem echten Künstler aufnehmen? Könnten die Menschen unterscheiden, ob der Urheber aus Fleisch und Blut  oder Platinen bestand? Könnte ihr Urteil gar bewertend in „besser“ oder „schlechter“ ausfallen? Und wie war es mit den Emotionen: Vermochten die Schöpfungen des Super-Computers die Menschen anzurühren, zum Weinen, zum Lachen und zum Nachdenken bringen? Und die Menschen schauten und lauschten, lasen und fühlten und: waren uneins. Bis ein kleines Mädchen beide Schöpfer nacheinander fragte: „Und wie ist Dein Werk entstanden?“ Der menschliche Künstler lächelte, beschrieb sein Wollen, Streben und Tun innerlich erregt mit leuchtenden Augen und fesselnden Worten. Er schilderte seine Inspirationen in schillernden Beispielen und seine Botschaft mit mitreißender Kraft. So viel Herzblut sei geflossen, so viel Zweifel, so viel Leidenschaft …

Und Watson?

… spulte beflissen seine Nullen und Einsen ab. „Der hat ja gar keine Seele!“, rief das kleine Mädchen enttäuscht. Da wandten sich die Menschen von Watson ab … Doch das war Watson egal. Er wertete die menschliche Ignoranz in seinem unaufhaltsamen Optimierungsplan als Fehler, als Störfaktor, und eliminierte die menschlichen Kreaturen.

Sie wünschen sich ein glückliches Ende?

Wie die Geschichte ausgeht, haben wir selbst in der Hand, übrigens: Jede/r von uns!

Eine Novelle von Antje Hinz, Erstveröffentlichung, Hamburg, April 2017.

Mehr zum Thema: 

Ist es das Ende unserer menschlichen Kreativität, wenn selbstlernende Maschinen zeichnen, komponieren, schreiben und kochen können? Ganz und gar nicht! Mit visionärem Vorausdenken, mit Haltung, Gewissen und Empathie machen wir Menschen uns unersetzlich! Zum Artikel: Wie kreativ sind Künstliche Intelligenzen wie Watson und Co? 

Wieviel Seele hat diese Kunst: Entscheiden Sie selbst!


Roboter-Kunst von cover-video-deutsch

Warum können die das? Künstler als Gesellschaftsgestalter

 © Marina Wiblishauser, pixelio.de 

Wie und wofür setzen wir unsere Kreativität ein? Bei der Beantwortung dieser Frage geht es vor allem um „innere Haltung“ und um „Gewissenhaftigkeit“. Wir müssen uns über die Folgen unseres Handelns bewusst werden. Kreativität besteht nicht nur in ästhetisch-gestalterischen Kompetenzen.  Künstler und Kreativschaffende sind daher vielseitige Gesellschaftsgestalter. 

Reflexion unseres Handelns

Über den Start eines gentechnischen Projektes entscheidet eine Ethikkommission. Bei der Entwicklung künstlicher Intelligenz, bei Biohacking, transhumanistischen Selbstversuchen und Kryonik-Experimenten steht eine vergleichbare Kontrollinstanz noch aus, obwohl die Konsequenzen derzeit nicht absehbar sind. Sebastian Feucht ist Spezialist für ökointelligente Gestaltung und Vorsitzender des Sustainable Design Center e.V. und prägte den Begriff enkelfähig für zukunftsgerichtetes Design: „Enkelfähige Produkte sind so konzipiert, dass unsere Enkel die gleichen Chancen haben wie wir hinsichtlich des Ressourcenverbrauchs und hinsichtlich sozialer Gerechtigkeit.“

 © knipseline, pixelio.de 

Was Künstler und Entrepreneure verbindet

Verantwortungsbewusste Kreativschaffende und Gründer von Sozialunternehmen nutzen Kreativität auf ähnliche Weise wie Künstler. Wirtschaftsprofessor Günter Faltin, Autor des Buches „Kopf schlägt Kapital“, erklärt es so: „Für mich ist der Entrepreneur näher am Künstler als am Business-Administrator, am Verwalter. In der postindustriellen Gesellschaft können wir mit unseren Bedürfnissen mehr von Kunst lernen und uns an ihr orientieren als von einer Ökonomie mit Gewinnmaximierung … Kunst und Kunstbetrachtung können z. B. bei der Produktentwicklung helfen. Man kann an einem Kunstwerk systematisch erklären und erproben, wie man zu den Prinzipien des Entrepreneur-Designs gelangt.“ Wirkprinzipien der Kunst sollten also beherzter auf das Leben und die Gestaltung der Gesellschaft übertragen werden.

Wie Künstler fühlen und denken

Für den ehemaligen Bundespräsidenten Joachim Gauck ist Empathie eine wichtige künstlerische Kompetenz „Ich glaube, dass Menschen, die ein Herz haben, es auch für Mitmenschen haben. Indem Künstler uns in unserer Ganzheit ansprechen, unsere Gefühle und unser Herz, erwachen in uns auch Bestrebungen, die über uns hinausgehen. Das Mitmenschliche ist vielleicht vorpolitisch, wirkt sich aber politisch aus. Zuwendung heißt politisch ‚Solidarität‘. Eines erwächst aus dem anderen, ohne dass der Künstler sagen muss, ich bin ein politischer Aktivist.“

 © Stephanie Hofschlaeger, pixelio.de 

Warum wir kreative Menschen mit Haltung brauchen

Viele meiner auf MassivKreativ gesammelten Fallbeispiele zeigen Künstler und Kreative als Forscher, Vor- und Querdenker, als Visionäre und Zukunftspioniere, als Aktivisten, nicht zuletzt im Umgang mit Vielfalt. Sie haben die Fähigkeit, gesellschaftsgestaltend zu wirken, weil ihre Kreativität nicht allein in der Kunst gefangen ist. Die Innovationsforscherin Ursula Bertram vergleicht die Haltung von Künstlern mit einer Haut, in die man nach und nach hineinwächst. Dies brauche Zeit, Willen und Ausdauer: „Mit einer künstlerischen Haltung kann man nicht nur Bilder malen, sondern auch andere Prozesse begehen in ganz anderen Fachgebieten. Man kann damit auch in die Wissenschaft, in die Wirtschaft, überall hin … Wenn ich einem Künstler die Bilder wegnehme, dann bleibt das künstlerische Denken übrig und das ist die Essenz, die ich auch auf andere Gebiete anwenden kann …“

Kompetenzen von Künstlern zur Gesellschaftsgestaltung

Kreativität ist eine ständige Begleiterin von Künstlern, sie ist innere Triebkraft, häufig Überlebensstrategie und „Daseinsform“, denn – so schreibt der Psychologe Daniel Golemann, „Menschen, die kreativ sind, denken ständig über das Gebiet nach, auf dem sie arbeiten“.
Im Dokumentarfilm Coda spricht der japanische Pianist Ryuichi Sakamoto über die Fähigkeit des Vorausdenkens und Vorhersehens: „Künstler sind wie Kanarienvögel im Bergwerk. Sie spüren das Unheil, bevor es geschieht.“  
Künstler sollten in vielen Bereichen unserer Gesellschaft zu Beratern werden. Warum? Künstler und Kreative sind Überlebensstrategen, von denen sich vieles lernen lässt. Die von mir zusammengestellte Übersicht vielfältiger Eigenschaften und Kompetenzen zeigt im Detail, woran sich die besondere Haltung von Kreativen festmachen lässt:

  • Offenheit, gedankliche Freiheit, Neugierde, Wissbegierde 
  • Freude an Recherchen und Fragen: Wer fragt, führt!
  • Zuhören können, Interesse an neuen Blickwinkeln
  • Fähigkeit zu Perspektiv- und Rollenwechseln
  • Mut, originell und einzigartig zu sein und gegen den Strom zu schwimmen
  • Mut, Routinen zu hinterfragen und aufzubrechen, Dinge anders zu machen
  • Mut zum Risiko, Fehler zu machen, Irrtümer in Kauf zu nehmen
  • Fähigkeit zu nichtlinearem, und themenübergreifendem Quer- und Hybrid-Denken  
  • Freude und Interesse am lebenslangen Lernen
  • Offenheit für Vielfalt, interdisziplinäre Kollaboration, Komplizenschaft
  • spielerische Freude am Ausprobieren, Erproben von Ungewöhnlichem und Neuem
  • Verantwortungsbewusstsein, Sinnhaftigkeit, Gemeinsinn
  • Empathie, Humor, Leidenschaft, Begeisterung
  • Konzentration, Fokussierung
  • Überzeugungskraft, Willenskraft
  • Fähigkeit zu reflektieren, zu abstrahieren, mit Kritik umzugehen
  • Beharrlichkeit, Ausdauer, Resilienz bei Widerständen und Rückschlägen
  • Experimentierfreude, Improvisationsgeschick, z. B. bei Beschränkungen („Effectuation“)
  • Inspirationskraft, Motivationskraft, Überzeugungskraft, Willenskraft
  • Optimismus, positive Lebenseinstellung
  • Intuition, Vorstellungskraft, visionäres Denken
  • Geschichten des Gelingens zu erzählen und damit Mitstreiter zu finden  

 

Warum „soft skills“ und Empathie für Unternehmer wichtig sind

© Albrecht E. Arnold, Pixelio

Warum ein Chef und Unternehmer so nicht sein solllte:

1. Ein Chef, der nie zuhört, kennt die Probleme seiner Mitarbeiter nicht und wird sie daher nicht lösen können.

2. Ein Chef, der seine Mitarbeiter nicht zu Wort kommen lässt, wird ihre neuen, vielleicht bahnbrechenden Ideen nie erfahren.

3. Ein Chef, der seine Strategien und Vorhaben nicht klar formulieren kann, lässt sein Team ratlos zurück.

4. Einem Chef, der keine Kritik annimmt, werden die Mitarbeiter nur ungern folgen und seine Rückmeldungen ignorieren.

5. Ein Chef, der sich im Tagesgeschäft aufreibt und seinen Mitarbeitern nichts zutraut, muss auf deren Eigenverantwortung verzichten.

6. Ein Chef, der sein Zeitmanagement nicht im Griff hat und alles selbst regeln will, schadet
seiner Gesundheit und langfristig auch seinem Unternehmen.

Und so finden Sie einen Ausweg!

10 Stärken: So beflügeln Künstler Unternehmen

Was unterscheidet Künstler von klassischen Unternehmensberatern?

10 Stärken von Künstlern, von denen Firmen profitieren können.

1. Perspektivwechsel
Künstler sehen anders! Sie durchleuchten Strukturen und Prozesse, Regeln und Routinen. Sie ermitteln die passende unternehmerische Fragestellung, die Ihre Firma beflügelt. Im Zentrum stehen Ihre besonderen Dienstleistungen, Produkte und innovativen Prozesse, unterstützt durch die Fragen: Was tun wir? Warum tun wir es und wie?

2. Kommunikation
Künstler hören und fühlen anders! Sie sind feinsinnige Seismografen und spüren, wie Menschen miteinander sprechen, sich verbal und nonverbal ausdrücken. Künstler beflügeln die Kreativität und weisen Wege, damit Menschen bewusst und achtsam miteinander kommunizieren.

3. Wissensökonomie
Künstler sind neugierig. Sie wissen, dass jeder Mensch einen wertvollen Schatz an Erfahrungen und Talenten sich trägt. Sie sorgen dafür, dass dieser Schatz entdeckt, gehoben und genutzt wird. Künstler erschließen durch besondere interaktive Methoden Wissensquellen, die außerhalb des gewohnten Referenzrahmens liegen.

4. Empathie
Künstler sehen den Menschen im Zentrum. Jeder ist durch Wissen, Fähigkeiten, Talente und Emotionen geprägt. Künstler eröffnen für das Personalmanagement Perspektiven, wie sich jeder Mensch mit seinen Voraussetzungen auf seine Weise einbringen kann, Erfüllung findet, sich wohl fühlt und sich langfristig bindet.

05. Strukturanalyse
Künstler haben ein Gespür für Räume, Körper und Bewegung. Sie untersuchen das Umfeld nach Größe, Funktion und Atmosphäre, visuell und akustisch. Künstler hinterfragen Nutzungskonzepte und Standortpolitik.

6. Motivation
Künstler verfügen über eine ausgeprägte emotionale Intelligenz. Es gelingt Ihnen, andere Menschen zu ermutigen, sich in ungewöhnlichen und ungewohnten Aktionen selbst auszuprobieren. Kreativität steckt in jedem von uns. Künstler inspirieren, animieren und wecken Potentiale. Sie stärken in anderen das Selbstbewusstsein, die Eigenverantwortung und Motivation.

7. Unternehmenskultur
Künstler sind achtsam: Sie erspüren das Selbstverständnis und den Geist eines Unternehmens. Sie finden das Einzigartige und Unverwechselbare. Sie helfen, das Selbstbild überzeugend nach innen und außen zu tragen. Sie stiften Identität!

8. Offenheit
Künstler denken bunt und vielfältig! Genau so vielfältig wie wir Menschen sind. Künstler bringen in interaktiven Aktionen Individuen mit verschiedenen Talenten und Fähigkeiten zusammen – aus unterschiedlichen Kulturen und Generationen und fördern „Diversity“.

9. Nachhaltigkeit
Künstler handeln langfristig. Sie zeigen, wie sinnvoll ein Leben im Einklang mit der Natur ist. Wer den Kreislauf der Ressourcen versteht, beherrscht und danach handelt, ist auch in Zukunft gut aufgestellt und wettbewerbsfähig.

10. Innovation
Künstler denken quer! Damit Unternehmen wettbewerbsfähig bleiben, brauchen sie Innovationen, und zwar nicht nur in Form neuer Technologien und Patente. Künstler setzen auf soziale Innovationen. Sie fokussieren dabei Prozesse und Strukturen, Gestaltung und Kommunikation. Innovation lebt vor allem von Überraschungen!

Seien Sie offen! Machen Sie sich auf den Weg, um das „Ungesuchte zu finden“!
Für die Zukunft Ihres Unternehmens!

Interventionen eignen sich für alle Branchen und Gewerbe
Künstlerische Interventionen sind übrigens in jeder Branche möglich: in Logistik und Verwaltung, in der Chemie- und Autoindustrie, im Finanzwesen und im Handel, in der Energiewirtschaft und im Agrarsektor, im Hotel- und Gaststättengewerbe, im Sport- und Freizeitbereich, in der Bau- und Immobilienbranche, im Gesundheitswesen. Für jeden Bereich finden Künstler im direkten Austausch mit den Akteuren die passende unternehmerische Fragestellung und die passende künstlerische Methode.

Wollen Sie mehr über „künstlerische Interventionen“ in Unternehmen erfahren?
Wollen Sie wissen, wie das Matching abläuft, wer Sie als Intermediär berät und die passenden Künstler findet?

Schreiben Sie mir! Ich stelle gerne Kontakte her.