Ist trotz/dank Digitalisierung ein gutes Leben möglich?

 © Cristine Lietz, pixelio.de

Die Digitalbranche hat es geschafft: Sie steht seit Ende 2016 auf Platz 1 der Arbeitgeber – noch vor dem Maschinenbau und der Automobilindustrie.  Wer das Suchwort „Digitalisierung“ bei google eingibt, erhält nahezu 10 Millionen Link-Vorschläge. Beim Schlagwort „CSR = Corporate Social Responsibility“ sind es sogar 165 Millionen Einträge. „CSR und Digitalisierung“ – zwei vielschichtige Themen, denen sich nun mit Dr. Alexandra Hildebrandt und Werner Landhäußer ein sehr gut vernetztes Herausgeber-Team in einem fast 1200-Seiten starken Buch umfassend gewidmet hat. Ich habe mir vor allem die Verbindungslinien zur Kultur- und Kreativwirtschaft angesehen.

360-Grad-Blick

Unsere Welt wird immer komplexer, Spezialgebiete fächern sich mehr und mehr auf. Publikationen widmen sich zunehmend Detailthemen. Was heute fehlt, ist der Blick aufs Ganze. Vor diesem Hintergrund kann das neue, reichhaltige Buch „CSR und Digitalisierung“ nicht genug gelobt werden. Hildebrandt und Landhäußer ist das Meisterstück gelungen, über fast drei Jahre mehr als 128 Autoren (inkl. Vor- und Grußworten) mobilisieren zu können, die ihre Gedanken und ihr Wissen über Digitalisierung und CSR in bislang noch nie dagewesener Vielschichtigkeit dargelegt haben.

Fragen stellen

Was positiv auffällt, ist die vierseitige Fragenliste zum Auftakt des Buches. Vor Transformationen und Innovationen stehen immer Fragen, die richtig gestellt und beantwortet werden wollen. Fragen sind Motor, Triebkraft und Impulsquelle für neue Entwicklungen. Fragen motivieren uns, den Dingen auf den Grund zu gehen. Muss es so bleiben wie bisher? Warum haben wir es so gemacht? Geht es nicht auch anders? Wie sieht ein Problem oder eine Herausforderung aus, wenn ich eine andere Perspektive oder Sichtachse einnehme? Es geht nicht nur um Technologie, sondern auch um Verantwortung und Wertefragen: „Wie kann der Sehnsucht nach verlässlichen Strukturen in instabilen Zeiten begegnet werden? Weshalb ist WISSENSKULTUR wichtiger als Wissensbeschaffung?“ 

Künstler als Vordenker

Für Kreativschaffende gehören Fragen zum Alltagsgeschäft. Ihr Handwerk sieht vor, Dinge aus anderem Blickwinkel zu betrachten und mutig zu sein, Herausforderungen gegen Routinen einmal anders zu meistern. Nur so sind neue Einsichten möglich. Vor diesem Hintergrund überrascht es nicht, dass die einführenden Gedanken zum Buch von einem Illustrator kommen – Raimund Frey. Er reflektiert seinen Arbeitsalltag, nimmt die Vogelperspektive ein und stellt dabei beobachtend fest, dass seine Arbeitswelt einer Kommandozentrale gleiche, von der aus er sein Universum dirigiere: „Zeichen- und Textprogramm, Projektordner, Zeiterfassung, Rechnungstellung, Projektmanagement-Software, Musikprogramm, E-Mails… Das soll nicht wertend sein, obwohl man sich über die positiven und negativen Aspekte auslassen könnte“, schreibt Frey (S. XXI-XXIII)

Vorworte

Konsequenterweise hat der kreative Pionier und Vordenker seinen Platz vor einer Reihe honoriger Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft  gefunden, von denen hier nur einige erwähnt seien: Wolfgang Schäuble, Julia Klöckner, Fredmund Malik, Jörg Asmussen, Timotheus Höttges (der sich übrigens im Zuge der Digitalisierung für ein bedingungsloses Grundeinkommen ausspricht) und Schauspielerin Valerie Niehaus, die in ihrem Beitrag über die „Kunst des Denkens“ reflektiert (siehe Initiative Auf ein Wort).

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Vielschichtige Themen

Das Mammutwerk taucht tief in Digitalisierung und CSR ein und beleuchtet nahezu sämtliche Bereiche der Gesellschaft, neben viel Technologie auch unsere persönliche und „unternehmerische Verantwortung für Gesellschaft und Soziales“ = CSR, die uns alle fordert. Und so gibt es neben Begeisterung auch einige zögernde, reflektierende und mahnende Stimmen zur Digitalisierung. Der  Kommunikationswissenschaftler Christian Hoffmeister warnt vor der „Die MacGoogleisierung als neue Religion, … nachdem die alten Religionen v. a. in unseren westlichen Gesellschaften an Überzeugungskraft und Akzeptanz verloren haben“ (S. 67).

Der Untertitel des Buches ist bewusst gewählt: „Der digitale Wandel als Chance und Herausforderung für Wirtschaft und Gesellschaft“. So bunt die Autorenschaft in jeweiliger thematischer Abhängigkeit zusammengesetzt ist, so bestrebt ist deren Bemühen, die geschilderten Aspekte verständlich darzustellen. Um diese Teilaspekte geht es:

  • Wirtschaft, Politik und Gesellschaft
  • Innovation und Technologie
  • Mobilität
  • Handel und Konsumgüter – Fülle des Lebens
  • Arbeit, Management und Leadership
  • Die Zukunft von Marketing und Vertrieb
  • Medien und Kommunikation
  • Gesundheit und Sport
  • Bildung, Kultur und (Lebens-)wissenschaften

… , aus denen ich nun einige Teilbereiche mit Verbindungen zur Kultur- und Kreativwirtschaft herausgreifen möchte.

Künstliche Intelligenz

Christoph Keese, Executive Vice President der Axel Springer SE (Societas Europaea) beginnt sein Vorwort mit harscher Kritik: Deutschland habe das digitale Zeitalter „mit einem Fehlstart begonnen … Keine zukunftsweisende Technologie erlebte hier ihren Durchbruch.“ (S. LIII)  Doch vielleicht spricht gerade für Deutschland und Europa, Risiken technologischer Innovationen lieber einmal mehr abzuschätzen und zu hinterfragen, als Reaktion auf die ungebremste Euphorie im Silicon Valley. Längst warnen auch US-amerikanische Vordenker vor den Folgen der rasanten Entwicklung selbstlernender Systeme und Künstlicher Intelligenz, u. a. Stephen Hawking, Bill Gates und Elon Musk. Herausgeber Werner Landhäußer schreibt daher in seinem Vorwort: „Wirklich gefährlich wird der Innovationsdrang im Digitalisierungsbereich, wenn er sich mit Allmachtsphantasien verbindet.“ (S. XII) Neue Technologien müssen schon aus ethischen Gründen gesamtgesellschaftlich diskutiert werden, hier gehören  IT-Experten, Philosophen, Juristen, Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft dringend an einen Tisch.

Augmented und Virtual Reality

Prof. Dr. Anett Mehler-Bicher und Lothar Steiger von der Hochschule Mainz erläutern die Unterschiede zwischen Augmented und Virtual Reality. Dabei geht es den Entwicklungsstand aus technischer Sicht, um Chancen und Verantwortung im Hinblick auf psychische Aspekte von Computerspielen, um Geschäftsmodelle und einen Ausblick (S. 127f).

Versandhandel

Der Junggründer Johannes Crepon möchte „mit Innovation das Historische erhalten“. Er betreibt dafür als Geschäftsführer der Velocity Automotive GmbH in München einen europaweiten digitalen Versandhandel und importiert Reproduktions-, Ersatz- und Tuningteile für amerikanische Fahrzeuge aus den USA. Er schreibt im  Buch darüber, „wie Technologie und das Vernetzen das Restaurieren von Oldtimern erleichtert“ (S. 157f).

Reisebegleiter

Wenn Sie Kreuzfahrten lieben, wurden Sie vielleicht schon mal von einem Androiden an Bord begrüßt. Auch wenn Ihnen dabei nicht ganz wohl war: Reiseexperte Christian Smart ist überzeugt, dass der Einsatz humanoider Roboter und digitaler Technologien im Tourismus unaufhaltsam ist und warum sie das Reisen entspannter und kundenorientierter machen (S. 171f).

WillkommensApp

Viola Klein gründete das Softwareunternehmen Saxonia Systeme GmbH und setzt ihre Kompetenzen auch für gemeinnützige Zwecke ein, u. a. entwickelte ihr Unternehmen eine Welcome-to-Dresden-App für Geflüchtete, 20 weitere Städte und Landkreise haben das Konzept bereits übernommen (S. 347f) (vgl. hierzu: Medien für Geflüchtete).

Blockchain

Mit der Blockchain-Technologie beschäftigen sich Tina Düring und Hagen Fisbeck, beides Experten für Geschäftsmodellentwicklung und Digitalisierungsstrategien. Beide sagen einen Wandel in der Marken- und Vertrauensbildung voraus und hoffen zukünftig durch mehr Transparenz auf ethisch korrekteres Wirtschaften als bisher. Blockchain soll dafür neue Wege und neue Wertschöpfungsketten ohne unnötige Intermediäre (Zwischenhändler) eröffnen (S. 449f). 

Maßschuhe

Das Verhältnis von traditionellem Handwerk und Digitalisierung beschreibt Kirstin Hennemann. Sie wechselte nach ihrem Studium für Politik und Germanistik das Fach und entschied sich bewusst für das Handwerk: „Werde, der du bist!“ („Pythische Oden“ von Pindar, um 500 v. Chr.). Gemeinsam mit Gabriele Braun betreibt sie in Berlin-Prenzlauer Berg die nachhaltige Maßschuhmacherei Braun & Hennemann und setzt dabei auf Design und Schönheit handgemachter Schuhe. Das Schuhhandwerk ist eines der ältesten Gewerbe der Welt, insgesamt 300 Arbeitsschritte umfasst die Herstellung eines Maßschuhes, wie Hennemann erklärt. Daher steht sie der Eigenvermessung des Kunden mithilfe digitaler Tools kritisch gegenüber: „Bei individuellen Maßschuhen funktionieren keine vorgefertigte Teile oder Stanzeisen. Man könnte mehr Technik einsetzen, die aber nicht zu einer Verbesserung des Produktes führen würde. Einem Maßschuhkunden, der ein wirklich individuelles Paar Schuhe mit eigenem Gehgefühl sucht, würden ein Paar Maßschuhe per Scanner nicht helfen.“ (S. 525f)

Greifbare und erlebbare Werte

Auf den rückkehrenden Wunsch nach greifbaren Dingen und Werten gehen Herausgeberin Dr. Alexandra Hildebrandt und Autorin Claudia Silber ein. Abstrakte Vorgänge wie die Digitalisierung und damit entstehende gesellschaftliche Veränderungen sind zuweilen schwer verständlich und schwer fassbar. In einer Welt, die zunehmend fremdbestimmt und entmaterialisiert wird, sehnen sich viele nach Orientierung und Halt, nach Identität und Stabilität, nach Gestaltungsfreiheit und eigenem Einfluss. Was kann jeder z. B. in seiner Alltagspraxis dazu beitragen, bewusst und nachhaltig zu leben?

Hildebrandt und Silber nennen Kreative und „Ökopioniere als mutige Vordenker und Vorreiter von grundlegender Bedeutung für gesellschaftliche Veränderungsprozesse.“ (S. 556f) und berichten über wichtige haptische Gegenstände im Alltag von Künstlern und Kreativschaffenden, nennen den amerikanischen Bestsellerautor John Irving, den französischen Philosophen und Essayisten Paul Valéry, den Filmregisseur Helmut Dietl und den Sängers der norwegischen Popband a-ha, Morten Harket. Jeder von uns möchte Selbstwirksamkeit spüren, Dinge berühren, gestalten und verändern. Hände haben eine grundlegende Bedeutung, weil sie – wie Morten Harket schreibt, „nicht nur Werkzeug, sondern auch Sinnesorgan sind, die der ganzheitlichen Weltwahrnehmung dienen. Durch sie wird die Welt sinnlich und motorisch buchstäblich be-griffen, was wiederum dazu führt, besser und aufmerksamer über sie nachdenken zu können.“ (S. 558) Welche gegenständlichen Dinge sind es, die unserem Leben Sinn geben? Hildebrandt und Silber führen u. a. auf:

  • Briefe, weil sie Menschen nachhaltig verbinden
  • Fahrräder als Symbol persönlicher Freiheit
  • Lampen als Symbole des Erkennens und einer leuchtenden Zukunft
  • Notizbücher als Gedankenstützen und Erinnerungshilfen
  • Stifte als Ausdruck der eigenen Persönlichkeit und Gestaltungsfreiheit
  • Uhr als Symbol unserer wertvollsten Ressource zeit
  • Vogelhaus als Symbol für “Nestbau“, „unsere heile Welt“, Verantwortung und Nachhaltigkeit

Analoge Multitalente

Ein Loblied auf das Schreiben mit „Stift und Papier“ singt der Informatiker und selbsterklärte Notizbuchfanatiker Christian Mähler (S. 1051 f). Mit der Handschrift gehe nicht nur eine Kulturtechnik verloren, sondern auch eine Lernmethode, Textverständnis, Kreativität, Qualität, Gedächtnistraining, strukturiertes Nachdenken, ferner Entschleunigung, Ästhetik und Haptik.

Dem haptischen Papier huldigt auch Autorin Miriam Dovermann mit ihrer Retrozeitschrift Vintage Flaneur, das sie ein „Magazin für Retro Lifestyle und Mode und ein Leben mit Nostalgie“ nennt. Trotz der Sympathie für das gedruckte Magazin bekennt sie: „Ohne das Internet … würde der Vintage Flaneur nicht existieren. Keine Bank gibt Gründern eines Verlags für eine Zeitschrift in diesen Zeiten einen Kredit. Ohne die sozialen Medien wäre das Projekt so von vorneherein zum Scheitern verurteilt gewesen … YouTube-Videos und Blogs zur Unterstützung von Inhalten durch Filme und Musik, der privatisierte Kontakt zu Kunden über die sozialen Medien, weltweiter Handel durch Onlineshops, digitale Zeitungen, die nicht knicken und keine Ressourcen fressen, Link Building . . . Da handeln ganze Bücher von. Die andere Seite ist möglicherweise die spannendere: Was kann eigentlich eine Zeitschrift, was das Internet nicht kann?“  Dovermann findet diese Antwort: „Aus dem Weltall von Informationen, die das Internet und auch die Bücher dieser Welt versammeln, treffen sie [die Zeitschriften] eine Auswahl.“ (S. 1067)

Die Kunst des (Unternehmens)Wandels

Angeregt von den Konzeptkünstlern Patrik und Frank Riklin hat der Bielefelder Biozid-Hersteller Hans-Dietrich Reckhaus seinen persönlichen Erkenntnisprozess auf sein Unternehmen übertragen. Durch die künstlerische Intervention Fliegen retten in Deppendorf wurde ihm die Bedeutung und  Verantwortung für Insekten bewusst, so dass er sein Handeln überdachte und änderte. Reckhaus schafft heute Ausgleichsflächen für Insekten auf seinem Firmendach, führte ein Produkt-Gütesiegel für Insektenbekämpfung mit ökologischem Ausgleich ein und regt mit seiner Initiative Insect Respect sowie landesweiten Vorträgen die Diskussion darüber an, wie Unternehmen und Gesellschaft zur Förderung der Biodiversität beitragen können, , unterstützt von der Nachhaltigkeitsexpertin und Autorin Tina Teucher

Über seine Zusammenarbeit mit den beiden Künstlern sagt Reckhaus rückblickend: „Ich war immer offen für innovative Dinge, wollte etwas bewegen, aber mir fehlte das Werkzeug dazu.“ Die künstlerischen Methoden der Riklin-Brüder eröffneten ihm für die Transformation neue Horizonte und Wege, z. B. Perspektiven zu wechseln und mutig zu sein, gewohnte Dinge infrage zu stellen. So wurde Reckhaus vom Insektenvernichter zum Insektenretter. Für seinen Unternehmenswandel wurde er mehrfach ausgezeichnet. (S. 575f)

Zusammenarbeit und Arbeit 4.0

Die Zukunft ist unwägbar geworden, was im Begriff VUCA/VUKA seinen  Niederschlag findet. Statt langfristiger Planungen werden heute in agilen Teams kleine und überschaubare Lösungen in kurzen Projektphasen erarbeitet. Wie Führungskräfte darauf reagieren sollten, formulieren Herbert Schober-Ehmer, Dr. Susanne Ehmer und Dr. Doris Regele (S. 667f). Wie sich Manager mit Bürgern über neue Herausforderungen und Methoden der Bewältigung austauschen können, stellen die beiden Change Agents und Dialogexperten Clemens Brandstetter und Florian Junge am Beispiel der Plattform managerfragen.org vor. Transparenz, Dialogkultur und Wissensteilhabe werden so gefördert.

Künstlerin, Kulturkomplizin und cradle-to-cradle-Anhängerin Daniela Röcker schreibt in diesem Zusammenhang über neue Führungsstrategien, Mitbestimmung, Augenhöhe, Demokratie und erfolgserprobte Formen der Zusammenarbeit: „Nicht Konkurrenz treibt Menschen zu besseren Leistungen an, sondern Kooperation in Kombination mit Wettbewerb. Das Potenzial der Kooperation ist in allen sozialen Wesen bereits in den Genen angelegt und sichert unser Überleben.“ (S. 636) Sie zitiert Richard Sennett, der darin „gesellschaftsbildendes Handwerk“ zur Entwicklung von Empathie sieht, die „intelligentere Form des Umgangs miteinander, wie Röcker schreibt: „Im empathischen Dialog nimmt man den Unterschied zwischen sich und dem/der anderen wahr und wertschätzt diesen, indem man achtsam und aufmerksam zuhört.“ Röcker erläutert außerdem künstlerische Interventionen in systemischer Beratung und Coaching (S. 642f). Sie stellt klar, dass diese besondere Methode nicht zur Lösung eines konkreten  Problems geeignet sei, sondern vielmehr ergebnisoffen angelegt sei. Ziel ist es, Aktionsräume zu eröffnen, erstarrte Verhaltensmuster, Routinen und Rituale zu erkennen, die richtigen Fragen zu stellen, zu reflektieren und damit die wahren Probleme zu identifizieren.

Vitra: Kultur als Kapital

Unternehmensberater Tim Leberecht stellt das Schweizer Unternehmen Vitra vor – als Beispiel konsequent gelebter Unternehmenskultur. Vitra baut erstklassige Möbel und Läden für Institutionen weltweit, neben Firmen u. a. auch für den Deutschen Bundestag, die Tate Modern Gallery und den Flughafen in Dubai. Der Erfolg des Unternehmens fußt maßgeblich auf den Leistungen seiner Designer und Architekten, die nicht nur als Produktgestalter gelten, sondern als originäre Urheber und Autoren gesehen werden. Dieses Selbstverständnis hat der ehemalige Geschäftsführer und Vorstandsvorsitzende Rolf Fehlbaum so formuliert (S. 648): „Wenn man ein Design-Unternehmen leitet, ist man ein Romantiker, weil man ja glaubt, dass man durch Gestaltung die Welt formt und gute Dinge für sie bereithält … wir glauben fest daran.“

Vitra setzte auf Qualität, Handwerk, Vielfalt und schätzt den Wert von Kunst und Kultur. Es ist ein ganzheitliches „kulturelles Produkt“, davon kündet auch das Vitra Design Museum auf dem Gelände des Unternehmens in Weil am Rhein. Jedes Jahr kommen mehr als 300.000 Besucher auf den Vitra Campus. Das Museum zeigt nicht nur Produkte, sondern greift in seinen Ausstellungen auch aktuelle Themen auf, wie z. B. Hello Robot: Design zwischen Mensch und Maschine. Vitra wird damit zur Sinnfabrik. Während die USA vor allem disruptiven Geschäftsmodelle hervorgebracht hat, stehen Mittelständler aus Europa als „Hidden Champion“ für Emotionen, Qualität, „Seele, Aura und Substanz“, so Leberecht. Er fordert: „Mit einem Wort: Kultur.“

Soziale Innovation vs. technologische Innovation

Berater Andreas Zeuch hat sich in seinem Buch Alle Macht für niemand eingängig mit dem Thema Unternehmensdemokratie befasst und dazu viele Geschäftsführer befragt. Was passiert, wenn Mitarbeiter mehr Eigenverantwortung erhalten, wenn siemitbestimmen und mitgestalten können? Zeuch erläutert, warum Digitalisierung und eine erfolgreiche Digitalwirtschaft nur dann gelingen können, wenn vor der Technologie die sozialen Fragen des Miteinanders überdacht und erneuert wurden. Er zeigt dies am Beispiel eines Callcenters und der entscheidenden Frage: Service oder Kontrolle? „Solange es trotz digitaler Transformation weiter zentrale Top-down-Entscheidungen gibt, können die vielen Vorteile eines digitalisierten Unternehmens gar nicht zum Tragen kommen. Wenn beispielsweise Echtzeitfeedback von Kunden für Mitarbeiter eines Callcenters erst zur Führungsetage läuft, dort ausgewertet und dann an die eigentlichen Adressaten gesendet wird, ist wertvolle Zeit verloren gegangen. In der alten Welt stellt sich die Frage, worum es eigentlich geht: maximal schnelle Verbesserung des Service oder Kontrolle?“ (S.727)

Sozialunternehmen

Die Gründerkultur ist in den letzten Jahren  durch zahlreiche neue Sozialunternehmen bereichert worden. Sie haben zahlreiche soziale Innovationen auf den Weg gebracht bzw. gute Ideen für ein besseres Leben. Joana Breidenbach und Theresa Filipović von betterplace.org stellen dies am Beispiel verschiedener Projektdatenbanken und Spenderplattformen dar.

Plattformökonomie

Dieter Gorny beschäftigt sich mit dem Spannungsfeld menschliche und künstliche Kreativität. Er fragt, was passiert, wenn ein selbstlernendes System „mit sämtlichen Daten historischen künstlerischen Schaffens und allen bekannten Techniken „gefüttert“ wird mit dem Auftrag, etwas Neues daraus zu schaffen? Wo liegt dann die Grenze (zu) authentisch
menschlich geschaffener „neuer“ Kunst?“ (S. 1137). Gorny leitet den Bundesverband der Deutschen Musikindustrie sowie ecce – das European Centre for Creative Economy und wurde 2015 zum „Beauftragten für Kreative und Digitale Ökonomie“ im Bundeswirtschaftsministerium ernannt. Er sorgt sich um persönliche Daten, Urheberrechte, Marktmonopolisierung, Wertvorstellungen, Rahmenbedingungen der Plattformökonomien. Gorny mahnt, dass „der Endnutzer sich gemäß den jeweiligen Datenschutzerklärungen oder Nutzungsbedingungen bereit erklärt, dass die mit ihm verbundenen oder von ihm ausgelösten Daten durch diese Dienste äußerst umfangreich weiterverwendet werden können (vgl. z. B. Google Datenschutzerklärung und Nutzungsbedingungen, YouTube Nutzungsbedingungen et al.).“ (S. 1137).

Gorny hinterfragt: „Wem kommen die jeweiligen Entwicklungen langfristig wirtschaftlich zugute? Welche Verwirklichungschancen ermöglichen sie dem Einzelnen? … Was sind die notwendigen Schlüsse für unsere Wirtschaft und unsere Gesellschaft?“ Aufhorchen lässt schließlich Gornys Erkenntnis: „Vielleicht macht die digitale Strategie 2025 des Bundeswirtschaftsministeriums mit ihren entsprechenden Programmpunkten richtige Schritte in Richtung einer dem Menschen dienenden Ökonomie (BMWi 2016). Jedenfalls gilt es, die einstigen Paradigmen des reinen Wirtschaftswachstums wenigstens zu hinterfragen.“ (S. 1140).

Digitalisierung und das „gute Leben“

Das Buch schließt mit Gedanken von Dr. Ina Schmidt zur „Frage nach dem „guten Leben“ – von Platon zur Moderne“. Die Kulturwissenschaftlerin umreißt Antike und Beginn des modernen Individualismus, beschreibt analoge Parallelwelten, das ständige Abwägen zwischen Sinnvollem und Machbarem. Fortschritt gelte nur im Sinne von „Erleichterung, Komfort, Gesundheit, also eine Entwicklung im Dienste eines „guten Lebens“, in dem uns technische Geräte helfen, menschliche Bedürfnisse einfacher und bequemer, oft auch schneller zu erfüllen.“ (S. 1162) Schmidt ruft dazu auf, bewusst und „sehr lebendig zwischen „Off- und Online“-Modus hin und her zu wechseln. Zentral dabei bleibt, dass wir wissen, wo wir sind und wohin wir wann wechseln können bzw. wollen.“ Schmidt fügt aber auch hinzu, das klinge einfacher, als es ist.

Jeder von uns, so Schmidt, habe die Qual und die „Freiheit der Selbstbegrenzung“. Genau das mache uns Menschen aus: „Die Fähigkeit mit Unsicherheit, mit Widersprüchen, Zufällen und Erschütterungen umzugehen. Um uns dieser wertvollen Qualität bewusst zu bleiben bzw. wieder zu werden, brauchen wir ein Umdenken, in dem der Mensch der Quantität technischer Möglichkeiten ein „Mehr“ an Qualität entgegensetzt.“ (S. 1166) Martin Heidegger hat in den 50er Jahren die Balance zwischen „besinnlichem Nachdenken“ und „rechnendem Denken“ als Strategie gegen „zunehmende Gedankenlosigkeit“ und „Flucht vor dem Denken“ genannt („Aufsatz zur Gelassenheit“).

Geschäftsmodelle?

Keine/r der AutorInnen erhielt ein Honorar, was ich an dieser Stelle deshalb erwähne, um zu zeigen, dass das Thema Digitalisierung seine Licht- und Schattenseiten und ebenso Gewinner und Verlierer hat. Wenn nicht einmal ein Digitalisierungsexperte wie der Springer Gabler Verlag ein Geschäftsmodell gefunden hat, um anspruchsvolle fachliche und journalistische Arbeit zu honorieren bzw. zu refinanzieren, dann zeigt dies auch einen Teil der Problematik. 

FAZIT

Das allumspannende Netzwerk der Digitalisierung ist nicht mehr aufzulösen. Aber: Digitalisierung muss nicht überall Anwendung finden. Neben virtuellen Realitäten brauchen wir immer auch reale, greifbare Welten. Umso mehr, weil digitale Systeme in Fragen der Sicherheit noch hinterherhinken. Ehemals in sich geschlossene Kreisläufe sind auf das Internet der Dinge mit seiner Vernetzung nicht eingestellt. Wenn wir die Schlagadern unseres Lebens, wie Wasser, Energie, Verkehr, Krankenhäuser, dem digitalen Netz anschließen, müssen wir in Kauf nehmen, dass sie mit krimineller Energie lahmgelegt werden. Oder wir entscheiden uns bewusst dafür, dass manche Bereiche, wie die Vergabe von Medikamenten, in den Händen von uns Menschen bleiben.

Quintessenz des Buches ist für mich ein Zitat von a-ha-Sänger Morten Harket, das Hildebrandt und Silber in ihrem Artikel (S. 559) anführen. Harket: „Wir entscheiden, in was für einer Gesellschaft wir leben wollen – sonst wird es hinter unserem Rücken für uns entschieden“ (Harket 2016, S. 200). Oder – wie Joseph Beuys sagte: „Die Zukunft, die wir wollen, muss erfunden werden. Sonst bekommen wir eine, die wir nicht wollen.“

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Quellen:

Alexandra Hildebrandt und Werner Landhäußer (Hg): CSR und Digitalisierung. Der digitale Wandel als Chance und Herausforderung für Wirtschaft und Gesellschaft (Management-Reihe Corporate Social Responsibility). Springer Gabler 2017.

Morten Harket: My Take On Me. Edel Germany GmbH, Hamburg 2016.

Trends und Szenarien zum Thema Digitalisierung bis 2020 – Studie zur Kreativwirtschaft in NRW

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Die HerausgeberInnen

Dr. Alexandra Hildebrandt, Jahrgang 1970, ist Publizistin, Herausgeberin und Nachhaltigkeitsexpertin. Sie studierte von 1991 bis 1997 Literaturwissenschaft, Psychologie und Buchwissenschaften an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. An der Universität Bamberg wurde sie im Jahr 2000 zum Dr. phil. promoviert. Von 2000 bis 2005 leitete sie die interne Kommunikation des internationalen Baustoffherstellers HeidelbergCement in Zentraleuropa West. Von 2006 bis 2009 arbeitete sie als Leiterin Gesellschaftspolitik bei Arcandor (ehemalige KarstadtQuelle AG). Beim Deutschen Fußball-Bund e. V. (DFB) war sie von 2010 bis 2013 Mitglied in der DFB-Kommission Nachhaltigkeit. Den Deutschen Industrie- und Handelskammertag unterstützte sie bei der Konzeption und Durchführung des Zertifikatslehrgangs CSR-Manager (IHK). Hildebrandt ist Mitinitiatorin der Initiative „Gesichter der Nachhaltigkeit“ und der Veranstaltungsreihe Burgthanner Dialoge. Sie bloggt regelmäßig für die Huffington Post, ist Co-Publisherin der Zeitschrift REVUE. Magazine for the Next Society und gab in der CSR-Reihe bei SpringerGabler die Bände CSR und Sportmanagement (2014) und CSR und Energiewirtschaft (2015, mit Werner Landhäußer) heraus.

Werner Landhäußer, geboren 1957 in Karlsruhe, ist geschäftsführender Gesellschafter der Mader GmbH & Co. KG mit Sitz in Leinfelden-Echterdingen. Zusammen mit Kollegen übernahm er das Unternehmen mit einem klassischen Management-Buy-out aus einem internationalen Konzern. Mader ist derzeit der einzige Anbieter, der nachhaltige Gesamtkonzepte für eine energieeffiziente Drucklufterzeugung und -nutzung anbietet. Nachhaltige, werteorientierte Unternehmensführung ist seit jeher seine Vision. Nach langjähriger Konzerntätigkeit schätzt Landhäußer heute die kurzen Entscheidungswege und offene Kommunikationskultur in einem mittelständischen Unternehmen. Die strategische Weiterentwicklung von Mader hin zu einem sozialen, ökologisch und ökonomisch erfolgreichen Unternehmen steuert er gemeinsam mit Peter Maier, ebenfalls geschäftsführender Gesellschafter, und Manja Hies, Geschäftsführerin. Werner Landhäußer ist verheiratet und Vater von drei Kindern. Im Jahr 2015 gab er in der CSR-Reihe im Verlag Springer Gabler das Buch CSR und Energiewirtschaft (mit Alexandra Hildebrandt) heraus.

Kultur- und Kreativwirtschaft vor der Bundestagswahl 2017

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Der Bundesverband der Kultur- und Kreativwirtschaft Deutschland – Kreative Deutschland – setzt sich für die Förderung und Wahrung der Interessen der hiesigen Kultur- und Kreativwirtschaft ein. Darunter fällt insbesondere die Förderung der Akzeptanz von Unternehmen aus der Kultur- und Kreativwirtschaft, ihre bessere Wahrnehmung und Sichtbarkeit sowie die Verbesserung der Arbeitsbedingungen von Kreativschaffenden. Die Erarbeitung von Standards für die Branche ist ein besonderes Anliegen.

Aus diesem Grund hat der Bundesverband eine Reihe von Fragen erarbeitet, die in Form von Wahlprüfsteinen bundesweit an die Spitzenkandidaten der politischen Parteien übermittelt wurden. Versandt wurden die Fragen über Kultur- und Kreativschaffende aus dem Netzwerk der „Kreative Deutschland“.  

Die Politiker waren aufgefordert, die folgenden Fragen im Sinne der Positionen ihrer Partei zu beantworten, sowohl von ihren wirtschaftspolitischen als auch kulturpolitischen Sprechern.

 © Kreative Deutschland

Wahlprüfsteine

Die nachfolgenden Wahlprüfsteine hat der Branchenverband der Kultur- und Kreativwirtschaft Deutschland – Kreative Deutschland –  entwickelt, um sie den aktuell im Bundestag vertretenen Parteien (inklusive der FDP) zur schriftlichen Beantwortung vorzulegen. Die Antworten der Parteien werden in der Woche vor der Wahl, ab dem 11. September 2017, auf den Website von Kreative Deutschland unbearbeitet veröffentlicht.

Stellenwert der Kreativbranche im Parteiprogramm

Frage 1: In den vergangenen Jahren wuchs insbesondere durch die Arbeit der Kultur- und Kreativwirtschaftsverbände in den Städten, Regionen und Ländern Deutschlands sowie durch die Mitglieder des Netzwerks öffentlicher Fördereinrichtungen für die Kultur- und Kreativwirtschaft in Deutschland die volkswirtschaftliche und wirtschaftspolitische Anerkennung der aus vielen Kleinst- und
Einzelunternehmen bestehenden Kreativökonomie. Welchen Stellenwert nimmt die Branche im Programm Ihrer Partei ein?

Investitionen für die Kreativbranche

Frage 2: Die Initiative Kultur und Kreativwirtschaft der Bundesregierung hat zum Ziel, „die Wettbewerbsfähigkeit der Branche zu stärken und die Erwerbschancen innovativer kleiner Kulturbetriebe sowie freischaffender Künstlerinnen und Künstler zu verbessern“. Seit Abschluss der Regionalberatungen 2014 findet jedoch keine direkte Förderung der Akteure im Rahmen des Programms mehr statt. Wie beabsichtigt Ihre Partei die vorhandenen Bundesmittel zukünftig einzusetzen, um insbesondere die Akteure vor Ort zu unterstützen?

Netzwerkförderung

Frage 3: Zahlreiche Studien zur Branche kommen zu dem Ergebnis, dass die Zusammenarbeit in Netzwerken für die kleinteilige Branche der Schlüssel zum wirtschaftlichen Erfolg der Akteure ist. Dennoch erhalten die meisten Netzwerke keine institutionelle Förderung. Welche Position vertritt Ihre Partei beim Thema Netzwerkförderung?

Nichttechnische und sozialer Innovationen

Frage 4: Innovationsförderung bezog sich in Deutschland bislang bislang vor allem auf Investitionsförderung bei technischen Innovationen. In der aktuellen Studie über Ökonomische und verwaltungstechnische Grundlagen einer möglichen öffentlichen Förderung von nichttechnischen Innovationen im Auftrag des BMWi liegen „Schwerpunkte der Untersuchung auf der Kreativwirtschaft“ (z.B. Gamesbranche), der Energiewirtschaft, der digitalen Gesundheitswirtschaft sowie auf weiteren „digital industries“ (S.4). Damit werden breiten nichttechnischen und sozialen Innovationen der Kultur- und Kreativwirtschaft eine geringere Priorität eingeräumt. Welchen Fokus
legt Ihre Partei bei der zukünftigen Förderung von nichttechnischen Innovationen?

Urheberrechte und Leistungsschutz

Frage 5: In den vergangenen Jahren fand in Deutschland und Europa eine intensive Auseinandersetzung über den Schutz von Urheberrechten im digitalen Zeitalter statt. Diese Diskussion ist für die Kreativökonomie, zu der sowohl Urhebende (bspw. JournalistInnen,
KomponistInnen, TexterInnen) als auch Verwertende (z.B. Blogger, DJs) gehören, von hoher Bedeutung. Welche Standpunkte vertritt Ihre Partei in Bezug auf den Urheber und Leistungsschutz?

Altersvorsorge

Frage 6: Anders als für abhängig Beschäftigte gibt es für junge Selbständige und UnternehmerInnen keine attraktiven Angebote zum Aufbau einer Altersvorsorge. Wie möchte Ihre Partei diese Situation ändern?

Künstlersozialkasse

Frage 7: Viele schöpferisch tätigen KreativunternehmerInnen sind in der Künstlersozialkasse (KSK) abgesichert. Wie möchte Ihre Partei das System der Sozialversicherung für diesen Personenkreis künftig gestalten?

 

Die Antworten der Parteien stehen auf der Website „Kreative Deutschland“ unverändert zum Download zur Verfügung:

CDUSPD / Die LINKEN  / BÜNDNIS90/Die GRÜNEN  / FDP

 

Übrigens: Auch der BBK – der Bundesverband bildender Künstler – hat in seinem Heft 2-2017 zur Bundestagswahl Fragen an die Parteien gestellt,  u. a. zu Urheberrecht, Altersversorgung und Steuern, zur Künstlersozialversicherung und Ausstellungsvergütung. Darüber hinaus fordert der BBK die Verankerung von Kultur im Grundgesetz, die Schaffung eines eigenen Bundesministeriums für Kultur und Fördrrprogramme für kulturelle Integration. 

Rettet Blockchain Kreativschaffende und ihre Wertschöpfungen?

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Blockchain heißt übersetzt Block- bzw. Kasten-Kette. Mit dieser Technologie werden Dateninformationen bzw. Datentransaktionen auf vielen Computern in einem Netzwerk gleichzeitig gespeichert, wie in einem Register. Die abgespeicherten Transaktionen können im Nachhinein nicht mehr verändert werden. Der Erfinder der Blockchain nennt sich Satoshi Nakamoto, er oder sie hat sich allerdings noch nie öffentlich zu erkennen gegeben.

Wie arbeitet die Blockchain?

Jede virtuelle Transaktion wird in Datenblöcke unterteilt, die als identische Kopien parallel auf vielen Rechnern verteilt und gespeichert werden (Bitcoin Miners s.u.). Alle Blöcke enthalten eine verschlüsselte Information über die vorhergehenden Blöcke, daher der Name „Block-Kette“.

Sicherheit

Die Datenbank-Informationen sind für jeden einsehbar, jedoch verschlüsselt und daher fälschungssicher. Neue Eintragungen in die Blockchain müssen vom Teilnehmer-Netzwerk verifiziert werden. Versucht ein Teilnehmer seine Kopie der Blockchain zu verändern, würde das beim automatischen Vergleich mit den Kopien anderer Teilnehmer im Netzwerk sofort auffallen. Dennoch hat im März 2017 die US-Börsenaufsicht dem ersten Bitcoin-Fonds die Zulassung verweigert, die Risiken für Manipulation und Betrug u. a. durch Hackerangriffe seien derzeit noch zu groß. In Deutschland gibt es bisher noch kein reguliertes Wertpapier-Produkt mit einer Kenn-Nr. bzw. International Securities Identification Number (ISIN). In der Schweiz will in Kürze die Crypto Fund AG einen Fonds für Kryptowährungen anbieten (Juni 2017). 

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Blockchain für Geldtransfer

Die Blockchain-Technologie wird im Moment vor allem als digitales Kassenbuch genutzt, in dem virtuelles Geld über das Internet hin- und hergeschickt wird, direkt von einer Person zur anderen, ohne Banken, Finanzvermittler, Börsen oder Zwischenhändler. Der Transfer der sogenannten Kryptowährungen erfolgt dezentral, sekundenschnell und wegen fehlender Zwischenhändler nahezu gebührenfrei (ca 1% der Transfersumme). Die erste und bekannteste Kryptowährung ist der Bitcoin. Er wurde 2009 eingeführt und basiert auf der Blockchain-Technologie. Die „Bitcoin Miners“ sind unternehmerisch geführte Rechenzentren mit unzähligen Anteilseignern, die in einem peer-to-peer-Netzes darum konkurrieren, den nächsten Block von Bitcoins herstellen zu dürfen und Nachweise über Bitcoin-Transaktionen zu führen. Sie erhalten Bitcoins als Belohnung für erbrachte Rechenleistungen. China ist aktuell Vorreiter. Zur Zeit sind über 13 Millionen Bitcoins im Umlauf. Mehr als 21 Millionen sollen nicht hergestellt werden. Analog zum Goldbestand soll auch die gezielte Beschränkung an Bitcoins vor Inflation schützen.

Insgesamt soll es bis über 800 verschiedene Kryptowährungen geben, neben Bitcoin auch Ether (s.u.), Monero und ZCash. Der Wert der Währungen kann sich innerhalb kurzer Zeit auf den Krypto-Tauschbörsen rapide verändern. Bis Mitte des Jahres 2017 legte Ether z. B. um 3000 % zu, Bitcoin hingegen „nur“ um knapp 200 %.  MtGox ging 2014 pleite, BitFinex musste nach einem Diebstahl von 120.000 Bitcoins (ca 58 Mio. Euro) Anfang August 2016 den Betrieb vorläufig einstellen. Die wichtigste deutsche Handelsplattform ist bitcoin.de. Die Fidor Bank bietet ihren Kunden direkte Bitcoin-Konten und den Handel dazu an, dank Bafin sogar einlagensicherungsgeschützt im Falle einer Insolvenz von Bitcoin.de (Quelle: ntv).  

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Verbreitung und Nutzung von Bitcoins

Laut Branchenportal btc-echo akzeptieren weltweit bislang etwa hundert Unternehmen Bitcoins als Zahlungsmittel, im deutschsprachigen Raum nur an die zwanzig Firmen, u. a. der Frankfurter Onlineshop Keycoon für 3D-Drucker-Zubehör und 4electric, der Zulieferer von Ladezubehör für Elektroautos. In Berlin-Kreuzberg bietet die Science-Fiction-Buchhandlung Otherland Lesbares und die Burgerbar Room 77 Ess- und Trinkbares gegen Bitcoins an. Die Bitcoin-Firma Bitwala mit 12 Mitarbeitern (März 2017) transferiert inzwischen Bitcoins für 20.000 Kunden in 120 Ländern. Vor allem Löhne werden mit Bitcoins länderübergreifend kostensparend gezahlt. Die zukünftige Vision von Bitwala: Maschinen sollen Maschinen bezahlen, indem sie sich gegenseitig scannen. Seit 17. Juli 2017 kann man auf der deutschen Börse Tradegate mit Bitcoin handeln

Neue Anwendungsbereiche

Als besonders zukunftsträchtig gilt die Blockchain-Plattform Ethereum, entwickelt von Vitalik Buterin (seit 2013) sowie der schweizerischen Non-profit-Stiftung Ethereum Foundation im schweizerischen „Kryptovalley“ in Zug. Ethereum verwendet die Kryptowährung Ether, die im Mai 2017 eine Marktkapitalisierung von 12 Milliarden Dollar verzeichnete. Während Bitcoins lediglich Geldtransaktionen ermöglichen, können über die Ethereum-Plattformen verschiedene Vermögens- und Wertgegenstände ausgetauscht werden – über „smart contracts“. Daraus ergeben sich viele Anwendungen, u. a. für Versicherungen und FinTech, für Logistik, Verkehr und Energiewirtschaft, für die Sharing Economy, das Internet der Dinge und Industrie 4.0, für Datensicherheit und Transparenz, für Verwaltung und eGovernment, z. B. E-Voting-Systeme, virtuelle Organisationen, Identity-Management und Crowdfunding. 

Teilhabe und Nachhaltigkeit

Die Blockchain ermöglicht es, die Gesellschaft neu und vor allem dezentral zu organisieren, damit wir unser Leben selbstbestimmt und eigenverantwortlich gestalten können. Von den Gewinnen der Plattformökonomie könnten Kulturproduzenten und Urheber endlich in dem Maße partizipieren, wie es ihnen zusteht. Auch nachhaltiges Handeln lässt sich direkt belohnen. Wer bewusst und ökologisch einkauft, Gebrauchsgegenstände des täglichen Lebens mit anderen teilt und seinen Abfall recycelt, könnte mit digitaler Währung belohnt werden. 

 © Etherum.org

Beispiele für smart contracts

Mit „smart contracts“ sollen vor allem administrative Prüfvorgänge automatisiert werden, z. B. von digitalen Identitäten, Bonitäten, Kreditvergabe, Schadensforderungen, Versicherungen, Medienvertrieb. Inzwischen beteiligen sich eine ganze Reihe von Institutionen und Startups an Ethereum, u. a.  die Entwickler von slock.it im thüringischen Mittweida, RWE, Thomson Reuters, Santander Bank, Microsoft, J.P. Morgan und die dezentrale Organisation Bitnation, die traditionelle Staaten überflüssig machen will. Estland, in Digitalisierungsfragen und eGovernment besonders progressiv, nutzt Bitnation bereits seit Ende 2015. Auch Griechenland soll aktuell mit der Blockchain experimentieren, Korruption, Verschwendung, Betrug in Zukunft vermieden werden. Hinterlegte Codes in der Blockchain sollen garantieren, dass Steuergelder nur zweckgebunden ausgegeben werden dürfen. Die in Berlin lebende Wirtschaftsinformatikerin Shermin Voshmgir gründete den BlockchainHub Berlin und will mit der bahnbrechenden Technologie die Finanzbranche ebenso revolutionieren wie die staatliche Verwaltung (siehe Studie am Ende des Artikels).

Szenarien für Nutzer

Ethereum ermöglicht „smart contracts“, die z. B. für dezentrale Autovermieter und Energieerzeuger ebenso interessant werden könnten wie für Komponisten, Fotografen und Journalisten, mit positiven und negativen Szenarien. Hat ein Kunde die monatliche Lizenzrate für sein Auto nicht bezahlt, wird er den Wagen beim nächsten Fahrantritt nicht mehr starten können. Ein Auftraggeber für kreative Leistungen erhält dann Zugang zu urheberrechtlichen Werken,  wenn er die Produzenten in ausreichendem Umfang vergütet. Und wer auf dem Dach seines privaten Hauses Solarstrom erzeugt, kann die nicht verbrauchte Energie automatisiert in einem Netzwerk anbieten und verkaufen. „Blockchain verwandelt Daten zu Fakten“, sagt der Blockchain-Rechtsexperte Florian Glatz.

Chancen für die Kultur- und Kreativwirtschaft

Die Ethereum-Blockchain soll als eine Art „Vertrauensmaschine“ den Austausch von Wertschöpfungen revolutionieren, denn auch immaterielle Werte sollen verwaltet und auf neue Weise vergütet werden. Ethereum weckt daher besonders in der Kultur- und Kreativwirtschaft große Hoffnungen. Während die Produktion kreativer Werke in den letzten Jahren demokratisiert und damit kostengünstiger wurde, läuft der Vertrieb nach wie vor über zentralisierte Plattformen (youtube, audible, spotify, Netflix, Instagram, Facebook usw.). Von den Gewinnen und Werbeeinnahmen profitieren meist nicht die Kreativen, sondern die Plattform-Monopolisten selbst.

Von der Ethereum-Blockchain könnten endlich die kreativen Produzenten profitieren, indem über die neue Plattform z. B. Patente für Ideen und Lizenzen für schöpferisch-kreative Werke verwahrt, ausgetauscht und vergütet werden, z. B. Musik, Fotos, Bilder, Logos, Texte, Filme usw. Kreative Urheber und auch Künstler sollen ihren Anteil am Werk sofort erhalten, wenn es konsumiert wird und nicht, wie derzeit üblich, erst Monate später.

Herausforderungen für Ethereum

Kreative Werke bzw. Daten können in der Blockchain nicht verwahrt werden, lediglich Lizenzen lassen sich verwalten. Klar ist auch: Noch bleiben viele Fragen offen. Die aktuellen Marktanteile der bekannten Plattformen sind immens und nicht zu unterschätzen. Ethereum wird eine Menge in Marketing investieren müssen, um youtube und Co. die Stirn zu bieten. Doch jede Revolution hat einmal im Kleinen angefangen: „Zweifle nie daran, dass eine kleine Gruppe engagierter Menschen die Welt verändern kann – tatsächlich ist dies die einzige Art und Weise, in der die Welt jemals verändert wurde.“ (Margaret Mead, US-amerikanische Anthropologin und Ethnologin)

Unter Hochdruck arbeiten Forscherteams daran, die Blockchain resistenter gegen Hackerangriffe zu machen. Ein russisches Team soll derzeit ein unzerstörbares, verteiltes Datenspeichersystem entwickeln, das durch Quantenkryptographie-Methoden besser geschützt ist. In der Quantenkryptografie werden keine klassischen Bits wie Nullen und Einsen übertragen, sondern einzelne Quanten. Auch Quantencomputer greifen auf Quantenbits (Qubits) zurück. Diese können sich bei null oder eins, aber auch in einem Status dazwischen befinden. Ob die Quanten-Technologie bisherige Systeme überflügeln kann, muss sich noch erweisen.

Eine weitere Plattform ist IOTA, nach eigenen Angaben die erste öffentliche „Blockchain“, die skalierbar ist – mit dem Ziel, dass Maschinen untereinander Daten, Ressourcen und Services kaufen und verkaufen werden, siehe IOT = Internet der Dinge.

 © Klicker, Pixelio.de

Blockchain-Aktivitäten von Kreativen

Großbritannien

Benji Rogers gründete bereits 2009 in London PledgeMusic.  Mit seinem Team entwickelt er  ein neues Format für die Musikbranche, das sogenannte .bc-Format, basierend auf dem smart contract der Blockchain. In diesem Datenpaket, vergleichbar mit einer Zip-Datei, will er nicht nur den Musiktitel selbst, sondern auch weitere Metadaten speichern (MVD = Minimum Viable Data). Sie sollen zu Komponisten, ausübenden Musikern und weiteren Firmen führen, die an der Produktion beteiligt waren. Auch Nutzungsformen des Songs sollen hinterlegt werden, wer den Song zu welchem Zweck und zu welchem Preis verwenden darf.

Die britische Sängerin Imogen Heap und die Firma Ujo Music arbeiten an einem Prototypen auf Blockchain-Basis für die Musikindustrie. Ziel ist eine transparente und effiziente Form der Musiklizensierung. Gebühren für Künstlerlizenzen sollen anonym und in Echtzeit transferiert werden.

Österreich

Das Wiener Museum für Moderne Kunst (MAK) hat im Rahmen seines MAK NITE Lab im März 2015 ein Kunstwerk mit Bitcoins gekauft, geschaffen von dem niederländischen Künstler Harm van den Dorpel. Es wurde von den Künstlern Valentin Ruhry und Andy Boot auf ihrer kuratierten Plattform Cointemporary.com zum Verkauf angeboten – zu einem festen Bitcoin-Preis unabhängig von seinem aktuellen Wechselkurs. 

Zum unabhängigen Erfassen von Meinungen nutzt das in Österreich gegründete Unternehmen RAWR die Blockchain im Publishing Bereich. Inzwischen gibt es auch einen Standort in Hamburg. 

Deutschland

Das Berliner Startup BigchainDB bietet mit dem Dienst ascribe für Kunstwerke bzw. Musik im Internet ein digitales Wasserzeichen  an („Ownership Layer” / „Hash Key“). Bei der Registrierung eines Werkes vergibt ascribe eine eindeutige ID. Sie setzt sich aus dem jeweiligen Datenfile und der Identität des Urhebers zusammen. Alle Informationen über Kopien des Werkes und deren Verbreitung werden in der Bigchain gespeichert. Künstler können so per Mausklick die Rechte an ihren Kunstwerken verwalten und Musik, Texte, Bilder, Filme zeitlich befristet vermieten oder verkaufen. Der Dienstleister asribe erhält dafür eine Provision. Eine unerlaubte Verbreitung des Werkes kann bisher nicht verhindert werden, aber zumindest kann der Urheber und Eigentümer des Werkes nachverfolgt werden. Zu den ersten Nutzern von ascribe gehören der bereits erwähnte Künstler Harm van den Dorpel, außerdem Titanium Comics. 

Der deutsche Künstler Stephan Vogler möchte seine digitalen immateriellen Schöpfungen als Unikate vertreiben, via Bitcoins. Gemeinsam mit Kunstrechtsexperten hat er eine Lizenz für digitale Kunstwerke als limitierte und eigenständig handelbare virtuelle Güter entwickelt. Die Werke werden mit einer eindeutigen elektronischen Signatur versehen. Der Eigentümer ist in der Blockchain registriert. Die der Nutzungsrechte werden durch eine Transaktion über Bitcoins vergeben. So können nicht nur haptische, sondern auch digitale, nichtmaterielle Kunstwerke zu Sammler- oder Handelsobjekten werden.

USA 

2014 gründeten die Künstler Anil Dash und Kevin McCoy die Plattform Monegraph, um Möglichkeiten der Blockchain für digitale Kunstproduktion auszuloten. Die Blockchains Proof-of-existence und Blockai wollen eine Art Patentschutz anbieten. Wenn Nutzer einen Betrag bezahlen, erhalten Sie einen Zeitstempel, ähnlich wie es schon digitale Bibliotheken beim Verleih  von Medien regeln.

Der Unterhaltungskonzern Disney experimentiert auf seiner Plattform Dragoncoin mit der Blockchain, um Erkenntnisse sowohl im Bereich Rechtemanagement (z. B. Filmlizenzen) als auch in seinen Unterhaltungsparks einzusetzen. Eine weitere Blockchain-Plattform für Kreative ist Binded.

Das Unternehmen Kodak, das die Digitalisierung gründlich verschlafen hat, ist mit einer neuen Idee an Fotoliebhaber herangetreten. Sie sollen ihre Bilder in einer Foto-Blockchain registrieren. Darin integriert ist die Währung KodakCoin, die den Nutzern das Lizenzieren der Fotos ermöglichen soll. Fotografen bzw. Urheber sollen auf diese Weise die volle Kontrolle über Ihre Werke behalten, vor allem darüber, wie und wo die Fotos verwendet werden.

Singapure

Die gemeinnützige Nonprofit-Stiftung Po.et arbeitet an einer Plattform, die geistiges Eigentum wie Texte, Fotos, Bilder oder Grafiken registrieren, verwalten und  handeln will. Eine erste Finanzierungsrunde soll dem Unternehmen kürzlich 10 Millionen Dollar eingebracht haben. Auch Kooperationen mit Magazinen sollen bereits bestehen. Po.et schreibt auf seiner Website: „Po. et ist eine universelle, offene digitale Buchführung (Ledger), die für die Erfassung von Metadaten und Informationen digitaler kreativer Vermögenswerte entwickelt wurde.“ Dank Blockchain-Technologie kann der Beweis für die Urheberschaft nachweislich in einer Datenbank verankert bzw. festgeschrieben werden, indem sie festhält, dass eine konkrete Information zu einem bestimmten Zeitpunkt in genau dieser Form existiert hat. 

Po.et plant darüber hinaus einen Marktplatz für kreative Freelancer. Sie sollen ihre durch Zeitstempel geschützten Werke, z. B. Fotos, Bilder, eBooks, Videos, Magazinen und anderen Verwertern kreativer Inhalten anbieten können. Po.et zeigt, dass es für die Blockchain auch jenseits des Finanzmarktes spannende Einsatz- und Anwendungsmöglichkeiten gibt.

Kanada

Blockchain-Plattform für Musik: dotBlockchain

 © slicer, Pixelio.de

Micropayment

Die Idee ist nicht neu: Schon Internet-Pionier Jaron Lanier, Friedenspreisträger des Deutschen Buchhandels 2014, fordert in seinem Buch Wem gehört die Zukunft, dass jeder Urheber über Micropayment mit Kleinstbeträgen honoriert wird. Dabei geht es nicht nur um kreative Werke, sondern auch um die Vielzahl derjenigen, die Informationen und Bewertungen an Plattformen liefern, wie Amazon, Apple, Alphabet/Google, Facebook, Dating-, Gastronomie- und Übernachtungs-Portale: „Wir sind daran gewöhnt, Informationen als ‚kostenlos‘ zu betrachten, aber das funktioniert nur, solange der Großteil der Wirtschaft nicht auf Informationen basiert, ansonsten würden wir für diese Illusion einen hohen Preis bezahlen.“ 

Grundeinkommen durch Ethereum-Blockchain

Die internationale Non-Profit-Kunstinitiative The.Art möchte über die Ethereum-Blockchain ein Grundeinkommen für Kunst- und Kulturschaffende generieren, jenseits von Spekulationen und einem risikoreichen Auf und Ab der Kryptowährungen. Initiatoren sind die britische Künstlerin Maris Palmi und der Changemanagement-Berater und Ökonom Chirt Koese. In einem Team mit weiteren Privatakteuren wollen sie ohne staatliche Hilfe einen autarken digitalen Kreislauf schaffen, der Werte und Gelder für das Gemeinwohl generiert. Mit Künstlern, Wissenschaftlern und digitalen Erneuerern soll in einem offenen Dialog ein sozio- ökonomischer Prototyp entstehen. „Wir Künstler bringen das spielerische, experimentelle Moment hinein“, erklärt Maris Palmi, „und wir sind froh, mit Chirt Koese einen Initiator zu haben, der sich mit ökonomischen Prinzipien auskennt und uns dabei hilft, zukünftige Technologien wie Blockchain nicht zu verschlafen, sondern sie im Namen der Kunst für möglichst viele aktiv zu nutzen“.

© The.Art

The Art hat Künstler dazu aufgerufen, Werke für die Ausstellungsreihe „Thoughts Become Art“ einzureichen, die 2016 in Oxfort startete, im Juni 2017 im Berliner Baumhaus mit über 30 Künstlern Station machte (Launching Luvcoin) und weiter nach Hongkong, London und New York zieht. Kuratorin Maris Palmi hat die Ausstellung zusammengestellt. Chirt Koese erklärt das weitere Vorgehen: „Wir wählen einige der ausgestellten Werke aus und kaufen sie dem Künstler mit den nagelneu gestalteten Luvcoinchecks ab“. Anschließend können sich gemeinnützige Organisationen, Universitäten oder Krankenhäuser, melden und sich um eine kostenlose Leihgabe der Kunstwerke bewerben. Die Künstler setzen die Preise für ihre Werke selbst fest. Koese: „Alles, was The.Art jetzt und zukünftig initiiert, passiert im geschützten Kreislauf, über den alle Akteure per transparenten Blockchain-Protokollen wachen.“

Noch kann der Künstler mit den Luvcoins keine Miete zahlen oder im Supermarkt einkaufen. Die Coins sammeln sich in Form eines digitalen Sparbuchs an, die später auf Tauschbörsen gegen andere Krypto-Coins oder traditionelle Gelder (FiatGeld: Euro, Dollar) getauscht werden können. So soll ein autarker Kreislauf im Handel mit Kunstwerken entstehen, deren Erlöse den Künstlern und sozialen Institutionen/Projekten zugute kommen.

 © Alfred Krawietz, Pixelio.de

Blockchain als Multi-Innovation

Die Blockchain wird der neue Megatrend werden, prophezeien Experten. Sie ist eine technologische, ökonomische und soziale Innovation zugleich, die zu einer Demokratisierung durch dezentrale Marktplätze führen soll.

Technologisch: Über Micropayments können Bezahlprozesse, Kreditvergabe, Versicherungen, Bonitätsprüfungen und Crowdfunding kostengünstiger und schneller abgewickelt werden. Automatisierte Vorgänge (Internet der Dinge und miteinander kommunizierende Maschinen) sichern Effizienz.

Ökonomisch: Smart contracts ermöglichen neue dezentrale Abwicklungs- und Verwaltungsprozesse. Niedrige Betriebskosten und disruptive Organisationsformen verändern bestehende Geschäftsmodelle und schaffen neue. 

Sozial: Strukturen werden demokratisiert, weil Monopole zentraler Vermittler entfallen. Vertrauen und Kontrolle werden Netzwerke und Gemeinschaften der Blockchain übertragen.

Forschung und Wissenschaft

Anfang 2017 wurde die IPDB Foundation (Interplanetary Database Foundation) gegründet. Sie verfolgt nach eigenen Angaben ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke  und will Wissenschaft und Forschung rund um das Thema Blockchain fördern. Laut Satzung soll es darum gehen: „Die Forschung an der Realisation und an Anwendungen der „Blockchain“-Technologie, insbesondere der Erforschung und Entwicklung dezentralisierter Organisationsstrukturen und der Umsetzung einer dezentralisierten Datenbankplattform, welche die dezentrale permanente Speicherung von Daten unabhängig von einer zentralen Instanz ermöglicht („Dezentrale Datenbank“). Die IPDB Foundation zielt darauf ab, jedermann Zugang zur Dezentralen Datenbank zu ermöglichen …“ (Satzung IPDB).

Quellen und weitere Informationstipps zum Thema:

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Die im Rahmen einer Anmeldung zum Newsletter erhobenen personenbezogenen Daten werden ausschließlich zum Versand unseres Newsletters verwendet. Ferner könnten Abonnenten des Newsletters per E-Mail informiert werden, sofern dies für den Betrieb des Newsletter-Dienstes oder eine diesbezügliche Registrierung erforderlich ist, wie dies im Falle von Änderungen am Newsletterangebot oder bei der Veränderung der technischen Gegebenheiten der Fall sein könnte. Es erfolgt keine Weitergabe der im Rahmen des Newsletter-Dienstes erhobenen personenbezogenen Daten an Dritte. Das Abonnement unseres Newsletters kann durch die betroffene Person jederzeit gekündigt werden. Die Einwilligung in die Speicherung personenbezogener Daten, die die betroffene Person uns für den Newsletterversand erteilt hat, kann jederzeit widerrufen werden. Zum Zwecke des Widerrufs der Einwilligung findet sich in jedem Newsletter ein entsprechender Link. Ferner besteht die Möglichkeit, sich jederzeit auch direkt auf der Internetseite des für die Verarbeitung Verantwortlichen vom Newsletterversand abzumelden oder dies dem für die Verarbeitung Verantwortlichen auf andere Weise mitzuteilen.

7. Kontaktmöglichkeit über die Internetseite

Die Internetseite der Corinna Hesse & Antje Hinz GbR, Silberfuchs-Verlag enthält aufgrund von gesetzlichen Vorschriften Angaben, die eine schnelle elektronische Kontaktaufnahme zu unserem Unternehmen sowie eine unmittelbare Kommunikation mit uns ermöglichen, was ebenfalls eine allgemeine Adresse der sogenannten elektronischen Post (E-Mail-Adresse) umfasst. Sofern eine betroffene Person per E-Mail oder über ein Kontaktformular den Kontakt mit dem für die Verarbeitung Verantwortlichen aufnimmt, werden die von der betroffenen Person übermittelten personenbezogenen Daten automatisch gespeichert. Solche auf freiwilliger Basis von einer betroffenen Person an den für die Verarbeitung Verantwortlichen übermittelten personenbezogenen Daten werden für Zwecke der Bearbeitung oder der Kontaktaufnahme zur betroffenen Person gespeichert. Es erfolgt keine Weitergabe dieser personenbezogenen Daten an Dritte.

8. Kommentarfunktion im Blog auf der Internetseite

Die Corinna Hesse & Antje Hinz GbR, Silberfuchs-Verlag bietet den Nutzern auf einem Blog MassivKreativ.de, der sich auf der Internetseite des für die Verarbeitung Verantwortlichen befindet, die Möglichkeit, individuelle Kommentare zu einzelnen Blog-Beiträgen zu hinterlassen. Ein Blog ist ein auf einer Internetseite geführtes, in der Regel öffentlich einsehbares Portal, in welchem eine oder mehrere Personen, die Blogger oder Web-Blogger genannt werden, Artikel posten oder Gedanken in sogenannten Blogposts niederschreiben können. Die Blogposts können in der Regel von Dritten kommentiert werden.
Hinterlässt eine betroffene Person einen Kommentar in dem auf dieser Internetseite veröffentlichten Blog, werden neben den von der betroffenen Person hinterlassenen Kommentaren auch Angaben zum Zeitpunkt der Kommentareingabe sowie zu dem von der betroffenen Person gewählten Nutzernamen (Pseudonym) gespeichert und veröffentlicht. Ferner wird die vom Internet-Service-Provider (ISP) der betroffenen Person vergebene IP-Adresse mitprotokolliert. Diese Speicherung der IP-Adresse erfolgt aus Sicherheitsgründen und für den Fall, dass die betroffene Person durch einen abgegebenen Kommentar die Rechte Dritter verletzt oder rechtswidrige Inhalte postet. Die Speicherung dieser personenbezogenen Daten erfolgt daher im eigenen Interesse des für die Verarbeitung Verantwortlichen, damit sich dieser im Falle einer Rechtsverletzung gegebenenfalls exkulpieren könnte. Es erfolgt keine Weitergabe dieser erhobenen personenbezogenen Daten an Dritte, sofern eine solche Weitergabe nicht gesetzlich vorgeschrieben ist oder der Rechtsverteidigung des für die Verarbeitung Verantwortlichen dient.

9. Abonnement von Kommentaren im Blog auf der Internetseite

Die im Blog MassivKreativ.de der Corinna Hesse & Antje Hinz GbR, Silberfuchs-Verlag abgegebenen Kommentare können grundsätzlich von Dritten abonniert werden. Insbesondere besteht die Möglichkeit, dass ein Kommentator die seinem Kommentar nachfolgenden Kommentare zu einem bestimmten Blog-Beitrag abonniert.
Sofern sich eine betroffene Person für die Option entscheidet, Kommentare zu abonnieren, versendet der für die Verarbeitung Verantwortliche eine automatische Bestätigungsmail, um im Double-Opt-In-Verfahren zu überprüfen, ob sich wirklich der Inhaber der angegebenen E-Mail-Adresse für diese Option entschieden hat. Die Option zum Abonnement von Kommentaren kann jederzeit beendet werden.

10. Routinemäßige Löschung und Sperrung von personenbezogenen Daten

Der für die Verarbeitung Verantwortliche verarbeitet und speichert personenbezogene Daten der betroffenen Person nur für den Zeitraum, der zur Erreichung des Speicherungszwecks erforderlich ist oder sofern dies durch den Europäischen Richtlinien- und Verordnungsgeber oder einen anderen Gesetzgeber in Gesetzen oder Vorschriften, welchen der für die Verarbeitung Verantwortliche unterliegt, vorgesehen wurde.
Entfällt der Speicherungszweck oder läuft eine vom Europäischen Richtlinien- und Verordnungsgeber oder einem anderen zuständigen Gesetzgeber vorgeschriebene Speicherfrist ab, werden die personenbezogenen Daten routinemäßig und entsprechend den gesetzlichen Vorschriften gesperrt oder gelöscht.

11. Rechte der betroffenen Person

• a) Recht auf Bestätigung
Jede betroffene Person hat das vom Europäischen Richtlinien- und Verordnungsgeber eingeräumte Recht, von dem für die Verarbeitung Verantwortlichen eine Bestätigung darüber zu verlangen, ob sie betreffende personenbezogene Daten verarbeitet werden. Möchte eine betroffene Person dieses Bestätigungsrecht in Anspruch nehmen, kann sie sich hierzu jederzeit an einen Mitarbeiter des für die Verarbeitung Verantwortlichen wenden.
• b) Recht auf Auskunft
Jede von der Verarbeitung personenbezogener Daten betroffene Person hat das vom Europäischen Richtlinien- und Verordnungsgeber gewährte Recht, jederzeit von dem für die Verarbeitung Verantwortlichen unentgeltliche Auskunft über die zu seiner Person gespeicherten personenbezogenen Daten und eine Kopie dieser Auskunft zu erhalten. Ferner hat der Europäische Richtlinien- und Verordnungsgeber der betroffenen Person Auskunft über folgende Informationen zugestanden:
– die Verarbeitungszwecke
– die Kategorien personenbezogener Daten, die verarbeitet werden
– die Empfänger oder Kategorien von Empfängern, gegenüber denen die personenbezogenen Daten offengelegt worden sind oder noch offengelegt werden, insbesondere bei Empfängern in Drittländern oder bei internationalen Organisationen
– falls möglich die geplante Dauer, für die die personenbezogenen Daten gespeichert werden, oder, falls dies nicht möglich ist, die Kriterien für die Festlegung dieser Dauer
– das Bestehen eines Rechts auf Berichtigung oder Löschung der sie betreffenden personenbezogenen Daten oder auf Einschränkung der Verarbeitung durch den Verantwortlichen oder eines Widerspruchsrechts gegen diese Verarbeitung
– das Bestehen eines Beschwerderechts bei einer Aufsichtsbehörde
– wenn die personenbezogenen Daten nicht bei der betroffenen Person erhoben werden: Alle verfügbaren Informationen über die Herkunft der Daten
– das Bestehen einer automatisierten Entscheidungsfindung einschließlich Profiling gemäß Artikel 22 Abs.1 und 4 DS-GVO und — zumindest in diesen Fällen — aussagekräftige Informationen über die involvierte Logik sowie die Tragweite und die angestrebten Auswirkungen einer derartigen Verarbeitung für die betroffene Person
Ferner steht der betroffenen Person ein Auskunftsrecht darüber zu, ob personenbezogene Daten an ein Drittland oder an eine internationale Organisation übermittelt wurden. Sofern dies der Fall ist, so steht der betroffenen Person im Übrigen das Recht zu, Auskunft über die geeigneten Garantien im Zusammenhang mit der Übermittlung zu erhalten.
Möchte eine betroffene Person dieses Auskunftsrecht in Anspruch nehmen, kann sie sich hierzu jederzeit an einen Mitarbeiter des für die Verarbeitung Verantwortlichen wenden.
• c) Recht auf Berichtigung
Jede von der Verarbeitung personenbezogener Daten betroffene Person hat das vom Europäischen Richtlinien- und Verordnungsgeber gewährte Recht, die unverzügliche Berichtigung sie betreffender unrichtiger personenbezogener Daten zu verlangen. Ferner steht der betroffenen Person das Recht zu, unter Berücksichtigung der Zwecke der Verarbeitung, die Vervollständigung unvollständiger personenbezogener Daten — auch mittels einer ergänzenden Erklärung — zu verlangen.
Möchte eine betroffene Person dieses Berichtigungsrecht in Anspruch nehmen, kann sie sich hierzu jederzeit an einen Mitarbeiter des für die Verarbeitung Verantwortlichen wenden.
• d) Recht auf Löschung (Recht auf Vergessen werden)
Jede von der Verarbeitung personenbezogener Daten betroffene Person hat das vom Europäischen Richtlinien- und Verordnungsgeber gewährte Recht, von dem Verantwortlichen zu verlangen, dass die sie betreffenden personenbezogenen Daten unverzüglich gelöscht werden, sofern einer der folgenden Gründe zutrifft und soweit die Verarbeitung nicht erforderlich ist:
– Die personenbezogenen Daten wurden für solche Zwecke erhoben oder auf sonstige Weise verarbeitet, für welche sie nicht mehr notwendig sind.
– Die betroffene Person widerruft ihre Einwilligung, auf die sich die Verarbeitung gemäß Art. 6 Abs. 1 Buchstabe a DS-GVO oder Art. 9 Abs. 2 Buchstabe a DS-GVO stützte, und es fehlt an einer anderweitigen Rechtsgrundlage für die Verarbeitung.
– Die betroffene Person legt gemäß Art. 21 Abs. 1 DS-GVO Widerspruch gegen die Verarbeitung ein, und es liegen keine vorrangigen berechtigten Gründe für die Verarbeitung vor, oder die betroffene Person legt gemäß Art. 21 Abs. 2 DS-GVO Widerspruch gegen die Verarbeitung ein.
– Die personenbezogenen Daten wurden unrechtmäßig verarbeitet.
– Die Löschung der personenbezogenen Daten ist zur Erfüllung einer rechtlichen Verpflichtung nach dem Unionsrecht oder dem Recht der Mitgliedstaaten erforderlich, dem der Verantwortliche unterliegt.
– Die personenbezogenen Daten wurden in Bezug auf angebotene Dienste der Informationsgesellschaft gemäß Art. 8 Abs. 1 DS-GVO erhoben.
Sofern einer der oben genannten Gründe zutrifft und eine betroffene Person die Löschung von personenbezogenen Daten, die bei der Corinna Hesse & Antje Hinz GbR, Silberfuchs-Verlag gespeichert sind, veranlassen möchte, kann sie sich hierzu jederzeit an einen Mitarbeiter des für die Verarbeitung Verantwortlichen wenden. Der Mitarbeiter der Corinna Hesse & Antje Hinz GbR, Silberfuchs-Verlag wird veranlassen, dass dem Löschverlangen unverzüglich nachgekommen wird.
Wurden die personenbezogenen Daten von der Corinna Hesse & Antje Hinz GbR, Silberfuchs-Verlag öffentlich gemacht und ist unser Unternehmen als Verantwortlicher gemäß Art. 17 Abs. 1 DS-GVO zur Löschung der personenbezogenen Daten verpflichtet, so trifft die Corinna Hesse & Antje Hinz GbR, Silberfuchs-Verlag unter Berücksichtigung der verfügbaren Technologie und der Implementierungskosten angemessene Maßnahmen, auch technischer Art, um andere für die Datenverarbeitung Verantwortliche, welche die veröffentlichten personenbezogenen Daten verarbeiten, darüber in Kenntnis zu setzen, dass die betroffene Person von diesen anderen für die Datenverarbeitung Verantwortlichen die Löschung sämtlicher Links zu diesen personenbezogenen Daten oder von Kopien oder Replikationen dieser personenbezogenen Daten verlangt hat, soweit die Verarbeitung nicht erforderlich ist. Der Mitarbeiter der Corinna Hesse & Antje Hinz GbR, Silberfuchs-Verlag wird im Einzelfall das Notwendige veranlassen.
• e) Recht auf Einschränkung der Verarbeitung
Jede von der Verarbeitung personenbezogener Daten betroffene Person hat das vom Europäischen Richtlinien- und Verordnungsgeber gewährte Recht, von dem Verantwortlichen die Einschränkung der Verarbeitung zu verlangen, wenn eine der folgenden Voraussetzungen gegeben ist:
– Die Richtigkeit der personenbezogenen Daten wird von der betroffenen Person bestritten, und zwar für eine Dauer, die es dem Verantwortlichen ermöglicht, die Richtigkeit der personenbezogenen Daten zu überprüfen.
– Die Verarbeitung ist unrechtmäßig, die betroffene Person lehnt die Löschung der personenbezogenen Daten ab und verlangt stattdessen die Einschränkung der Nutzung der personenbezogenen Daten.
– Der Verantwortliche benötigt die personenbezogenen Daten für die Zwecke der Verarbeitung nicht länger, die betroffene Person benötigt sie jedoch zur Geltendmachung, Ausübung oder Verteidigung von Rechtsansprüchen.
– Die betroffene Person hat Widerspruch gegen die Verarbeitung gem. Art. 21 Abs. 1 DS-GVO eingelegt und es steht noch nicht fest, ob die berechtigten Gründe des Verantwortlichen gegenüber denen der betroffenen Person überwiegen.
Sofern eine der oben genannten Voraussetzungen gegeben ist und eine betroffene Person die Einschränkung von personenbezogenen Daten, die bei der Corinna Hesse & Antje Hinz GbR, Silberfuchs-Verlag gespeichert sind, verlangen möchte, kann sie sich hierzu jederzeit an einen Mitarbeiter des für die Verarbeitung Verantwortlichen wenden. Der Mitarbeiter der Corinna Hesse & Antje Hinz GbR, Silberfuchs-Verlag wird die Einschränkung der Verarbeitung veranlassen.
• f) Recht auf Datenübertragbarkeit
Jede von der Verarbeitung personenbezogener Daten betroffene Person hat das vom Europäischen Richtlinien- und Verordnungsgeber gewährte Recht, die sie betreffenden personenbezogenen Daten, welche durch die betroffene Person einem Verantwortlichen bereitgestellt wurden, in einem strukturierten, gängigen und maschinenlesbaren Format zu erhalten. Sie hat außerdem das Recht, diese Daten einem anderen Verantwortlichen ohne Behinderung durch den Verantwortlichen, dem die personenbezogenen Daten bereitgestellt wurden, zu übermitteln, sofern die Verarbeitung auf der Einwilligung gemäß Art. 6 Abs. 1 Buchstabe a DS-GVO oder Art. 9 Abs. 2 Buchstabe a DS-GVO oder auf einem Vertrag gemäß Art. 6 Abs. 1 Buchstabe b DS-GVO beruht und die Verarbeitung mithilfe automatisierter Verfahren erfolgt, sofern die Verarbeitung nicht für die Wahrnehmung einer Aufgabe erforderlich ist, die im öffentlichen Interesse liegt oder in Ausübung öffentlicher Gewalt erfolgt, welche dem Verantwortlichen übertragen wurde.

Ferner hat die betroffene Person bei der Ausübung ihres Rechts auf Datenübertragbarkeit gemäß Art. 20 Abs. 1 DS-GVO das Recht, zu erwirken, dass die personenbezogenen Daten direkt von einem Verantwortlichen an einen anderen Verantwortlichen übermittelt werden, soweit dies technisch machbar ist und sofern hiervon nicht die Rechte und Freiheiten anderer Personen beeinträchtigt werden.
Zur Geltendmachung des Rechts auf Datenübertragbarkeit kann sich die betroffene Person jederzeit an einen Mitarbeiter der Corinna Hesse & Antje Hinz GbR, Silberfuchs-Verlag wenden.
• g) Recht auf Widerspruch
Jede von der Verarbeitung personenbezogener Daten betroffene Person hat das vom Europäischen Richtlinien- und Verordnungsgeber gewährte Recht, aus Gründen, die sich aus ihrer besonderen Situation ergeben, jederzeit gegen die Verarbeitung sie betreffender personenbezogener Daten, die aufgrund von Art. 6 Abs. 1 Buchstaben e oder f DS-GVO erfolgt, Widerspruch einzulegen. Dies gilt auch für ein auf diese Bestimmungen gestütztes Profiling.

Die Corinna Hesse & Antje Hinz GbR, Silberfuchs-Verlag verarbeitet die personenbezogenen Daten im Falle des Widerspruchs nicht mehr, es sei denn, wir können zwingende schutzwürdige Gründe für die Verarbeitung nachweisen, die den Interessen, Rechten und Freiheiten der betroffenen Person überwiegen, oder die Verarbeitung dient der Geltendmachung, Ausübung oder Verteidigung von Rechtsansprüchen.
Verarbeitet die Corinna Hesse & Antje Hinz GbR, Silberfuchs-Verlag personenbezogene Daten, um Direktwerbung zu betreiben, so hat die betroffene Person das Recht, jederzeit Widerspruch gegen die Verarbeitung der personenbezogenen Daten zum Zwecke derartiger Werbung einzulegen. Dies gilt auch für das Profiling, soweit es mit solcher Direktwerbung in Verbindung steht. Widerspricht die betroffene Person gegenüber der Corinna Hesse & Antje Hinz GbR, Silberfuchs-Verlag der Verarbeitung für Zwecke der Direktwerbung, so wird die Corinna Hesse & Antje Hinz GbR, Silberfuchs-Verlag die personenbezogenen Daten nicht mehr für diese Zwecke verarbeiten.
Zudem hat die betroffene Person das Recht, aus Gründen, die sich aus ihrer besonderen Situation ergeben, gegen die sie betreffende Verarbeitung personenbezogener Daten, die bei der Corinna Hesse & Antje Hinz GbR, Silberfuchs-Verlag zu wissenschaftlichen oder historischen Forschungszwecken oder zu statistischen Zwecken gemäß Art. 89 Abs. 1 DS-GVO erfolgen, Widerspruch einzulegen, es sei denn, eine solche Verarbeitung ist zur Erfüllung einer im öffentlichen Interesse liegenden Aufgabe erforderlich.
Zur Ausübung des Rechts auf Widerspruch kann sich die betroffene Person direkt jeden Mitarbeiter der Corinna Hesse & Antje Hinz GbR, Silberfuchs-Verlag oder einen anderen Mitarbeiter wenden. Der betroffenen Person steht es ferner frei, im Zusammenhang mit der Nutzung von Diensten der Informationsgesellschaft, ungeachtet der Richtlinie 2002/58/EG, ihr Widerspruchsrecht mittels automatisierter Verfahren auszuüben, bei denen technische Spezifikationen verwendet werden.
• h) Automatisierte Entscheidungen im Einzelfall einschließlich Profiling
Jede von der Verarbeitung personenbezogener Daten betroffene Person hat das vom Europäischen Richtlinien- und Verordnungsgeber gewährte Recht, nicht einer ausschließlich auf einer automatisierten Verarbeitung — einschließlich Profiling — beruhenden Entscheidung unterworfen zu werden, die ihr gegenüber rechtliche Wirkung entfaltet oder sie in ähnlicher Weise erheblich beeinträchtigt, sofern die Entscheidung (1) nicht für den Abschluss oder die Erfüllung eines Vertrags zwischen der betroffenen Person und dem Verantwortlichen erforderlich ist, oder (2) aufgrund von Rechtsvorschriften der Union oder der Mitgliedstaaten, denen der Verantwortliche unterliegt, zulässig ist und diese Rechtsvorschriften angemessene Maßnahmen zur Wahrung der Rechte und Freiheiten sowie der berechtigten Interessen der betroffenen Person enthalten oder (3) mit ausdrücklicher Einwilligung der betroffenen Person erfolgt.
Ist die Entscheidung (1) für den Abschluss oder die Erfüllung eines Vertrags zwischen der betroffenen Person und dem Verantwortlichen erforderlich oder (2) erfolgt sie mit ausdrücklicher Einwilligung der betroffenen Person, trifft die Corinna Hesse & Antje Hinz GbR, Silberfuchs-Verlag angemessene Maßnahmen, um die Rechte und Freiheiten sowie die berechtigten Interessen der betroffenen Person zu wahren, wozu mindestens das Recht auf Erwirkung des Eingreifens einer Person seitens des Verantwortlichen, auf Darlegung des eigenen Standpunkts und auf Anfechtung der Entscheidung gehört.
Möchte die betroffene Person Rechte mit Bezug auf automatisierte Entscheidungen geltend machen, kann sie sich hierzu jederzeit an einen Mitarbeiter des für die Verarbeitung Verantwortlichen wenden.
• i) Recht auf Widerruf einer datenschutzrechtlichen Einwilligung
Jede von der Verarbeitung personenbezogener Daten betroffene Person hat das vom Europäischen Richtlinien- und Verordnungsgeber gewährte Recht, eine Einwilligung zur Verarbeitung personenbezogener Daten jederzeit zu widerrufen.
Möchte die betroffene Person ihr Recht auf Widerruf einer Einwilligung geltend machen, kann sie sich hierzu jederzeit an einen Mitarbeiter des für die Verarbeitung Verantwortlichen wenden.

12. Datenschutzbestimmungen zu Einsatz und Verwendung von Facebook

Der für die Verarbeitung Verantwortliche hat auf dieser Internetseite Komponenten des Unternehmens Facebook integriert. Facebook ist ein soziales Netzwerk.
Ein soziales Netzwerk ist ein im Internet betriebener sozialer Treffpunkt, eine Online-Gemeinschaft, die es den Nutzern in der Regel ermöglicht, untereinander zu kommunizieren und im virtuellen Raum zu interagieren. Ein soziales Netzwerk kann als Plattform zum Austausch von Meinungen und Erfahrungen dienen oder ermöglicht es der Internetgemeinschaft, persönliche oder unternehmensbezogene Informationen bereitzustellen. Facebook ermöglicht den Nutzern des sozialen Netzwerkes unter anderem die Erstellung von privaten Profilen, den Upload von Fotos und eine Vernetzung über Freundschaftsanfragen.
Betreibergesellschaft von Facebook ist die Facebook, Inc., 1 Hacker Way, Menlo Park, CA 94025, USA. Für die Verarbeitung personenbezogener Daten Verantwortlicher ist, wenn eine betroffene Person außerhalb der USA oder Kanada lebt, die Facebook Ireland Ltd., 4 Grand Canal Square, Grand Canal Harbour, Dublin 2, Ireland.
Durch jeden Aufruf einer der Einzelseiten dieser Internetseite, die durch den für die Verarbeitung Verantwortlichen betrieben wird und auf welcher eine Facebook-Komponente (Facebook-Plug-In) integriert wurde, wird der Internetbrowser auf dem informationstechnologischen System der betroffenen Person automatisch durch die jeweilige Facebook-Komponente veranlasst, eine Darstellung der entsprechenden Facebook-Komponente von Facebook herunterzuladen. Eine Gesamtübersicht über alle Facebook-Plug-Ins kann unter https://developers.facebook.com/docs/plugins/?locale=de_DE abgerufen werden. Im Rahmen dieses technischen Verfahrens erhält Facebook Kenntnis darüber, welche konkrete Unterseite unserer Internetseite durch die betroffene Person besucht wird.
Sofern die betroffene Person gleichzeitig bei Facebook eingeloggt ist, erkennt Facebook mit jedem Aufruf unserer Internetseite durch die betroffene Person und während der gesamten Dauer des jeweiligen Aufenthaltes auf unserer Internetseite, welche konkrete Unterseite unserer Internetseite die betroffene Person besucht. Diese Informationen werden durch die Facebook-Komponente gesammelt und durch Facebook dem jeweiligen Facebook-Account der betroffenen Person zugeordnet. Betätigt die betroffene Person einen der auf unserer Internetseite integrierten Facebook-Buttons, beispielsweise den „Gefällt mir“-Button, oder gibt die betroffene Person einen Kommentar ab, ordnet Facebook diese Information dem persönlichen Facebook-Benutzerkonto der betroffenen Person zu und speichert diese personenbezogenen Daten.
Facebook erhält über die Facebook-Komponente immer dann eine Information darüber, dass die betroffene Person unsere Internetseite besucht hat, wenn die betroffene Person zum Zeitpunkt des Aufrufs unserer Internetseite gleichzeitig bei Facebook eingeloggt ist; dies findet unabhängig davon statt, ob die betroffene Person die Facebook-Komponente anklickt oder nicht. Ist eine derartige Übermittlung dieser Informationen an Facebook von der betroffenen Person nicht gewollt, kann diese die Übermittlung dadurch verhindern, dass sie sich vor einem Aufruf unserer Internetseite aus ihrem Facebook-Account ausloggt.
Die von Facebook veröffentlichte Datenrichtlinie, die unter https://de-de.facebook.com/about/privacy/  abrufbar ist, gibt Aufschluss über die Erhebung, Verarbeitung und Nutzung personenbezogener Daten durch Facebook. Ferner wird dort erläutert, welche Einstellungsmöglichkeiten Facebook zum Schutz der Privatsphäre der betroffenen Person bietet. Zudem sind unterschiedliche Applikationen erhältlich, die es ermöglichen, eine Datenübermittlung an Facebook zu unterdrücken. Solche Applikationen können durch die betroffene Person genutzt werden, um eine Datenübermittlung an Facebook zu unterdrücken.

13. Datenschutzbestimmungen zu Einsatz und Verwendung von Google Analytics
(mit Anonymisierungsfunktion)

Der für die Verarbeitung Verantwortliche hat auf dieser Internetseite die Komponente Google Analytics (mit Anonymisierungsfunktion) integriert. Google Analytics ist ein Web-Analyse-Dienst. Web-Analyse ist die Erhebung, Sammlung und Auswertung von Daten über das Verhalten von Besuchern von Internetseiten. Ein Web-Analyse-Dienst erfasst unter anderem Daten darüber, von welcher Internetseite eine betroffene Person auf eine Internetseite gekommen ist (sogenannte Referrer), auf welche Unterseiten der Internetseite zugegriffen oder wie oft und für welche Verweildauer eine Unterseite betrachtet wurde. Eine Web-Analyse wird überwiegend zur Optimierung einer Internetseite und zur Kosten-Nutzen-Analyse von Internetwerbung eingesetzt. Betreibergesellschaft der Google-Analytics-Komponente ist die Google Inc., 1600 Amphitheatre Pkwy, Mountain View, CA 94043-1351, USA.
Der für die Verarbeitung Verantwortliche verwendet für die Web-Analyse über Google Analytics den Zusatz „_gat._anonymizeIp“. Mittels dieses Zusatzes wird die IP-Adresse des Internetanschlusses der betroffenen Person von Google gekürzt und anonymisiert, wenn der Zugriff auf unsere Internetseiten aus einem Mitgliedstaat der Europäischen Union oder aus einem anderen Vertragsstaat des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum erfolgt.
Der Zweck der Google-Analytics-Komponente ist die Analyse der Besucherströme auf unserer Internetseite. Google nutzt die gewonnenen Daten und Informationen unter anderem dazu, die Nutzung unserer Internetseite auszuwerten, um für uns Online-Reports, welche die Aktivitäten auf unseren Internetseiten aufzeigen, zusammenzustellen, und um weitere mit der Nutzung unserer Internetseite in Verbindung stehende Dienstleistungen zu erbringen.
Google Analytics setzt ein Cookie auf dem informationstechnologischen System der betroffenen Person. Was Cookies sind, wurde oben bereits erläutert. Mit Setzung des Cookies wird Google eine Analyse der Benutzung unserer Internetseite ermöglicht. Durch jeden Aufruf einer der Einzelseiten dieser Internetseite, die durch den für die Verarbeitung Verantwortlichen betrieben wird und auf welcher eine Google-Analytics-Komponente integriert wurde, wird der Internetbrowser auf dem informationstechnologischen System der betroffenen Person automatisch durch die jeweilige Google-Analytics-Komponente veranlasst, Daten zum Zwecke der Online-Analyse an Google zu übermitteln. Im Rahmen dieses technischen Verfahrens erhält Google Kenntnis über personenbezogene Daten, wie der IP-Adresse der betroffenen Person, die Google unter anderem dazu dienen, die Herkunft der Besucher und Klicks nachzuvollziehen und in der Folge Provisionsabrechnungen zu ermöglichen.
Mittels des Cookies werden personenbezogene Informationen, beispielsweise die Zugriffszeit, der Ort, von welchem ein Zugriff ausging und die Häufigkeit der Besuche unserer Internetseite durch die betroffene Person, gespeichert. Bei jedem Besuch unserer Internetseiten werden diese personenbezogenen Daten, einschließlich der IP-Adresse des von der betroffenen Person genutzten Internetanschlusses, an Google in den Vereinigten Staaten von Amerika übertragen. Diese personenbezogenen Daten werden durch Google in den Vereinigten Staaten von Amerika gespeichert. Google gibt diese über das technische Verfahren erhobenen personenbezogenen Daten unter Umständen an Dritte weiter.
Die betroffene Person kann die Setzung von Cookies durch unsere Internetseite, wie oben bereits dargestellt, jederzeit mittels einer entsprechenden Einstellung des genutzten Internetbrowsers verhindern und damit der Setzung von Cookies dauerhaft widersprechen. Eine solche Einstellung des genutzten Internetbrowsers würde auch verhindern, dass Google ein Cookie auf dem informationstechnologischen System der betroffenen Person setzt. Zudem kann ein von Google Analytics bereits gesetzter Cookie jederzeit über den Internetbrowser oder andere Softwareprogramme gelöscht werden.
Ferner besteht für die betroffene Person die Möglichkeit, einer Erfassung der durch Google Analytics erzeugten, auf eine Nutzung dieser Internetseite bezogenen Daten sowie der Verarbeitung dieser Daten durch Google zu widersprechen und eine solche zu verhindern. Hierzu muss die betroffene Person ein Browser-Add-On unter dem Link https://tools.google.com/dlpage/gaoptout herunterladen und installieren. Dieses Browser-Add-On teilt Google Analytics über JavaScript mit, dass keine Daten und Informationen zu den Besuchen von Internetseiten an Google Analytics übermittelt werden dürfen. Die Installation des Browser-Add-Ons wird von Google als Widerspruch gewertet. Wird das informationstechnologische System der betroffenen Person zu einem späteren Zeitpunkt gelöscht, formatiert oder neu installiert, muss durch die betroffene Person eine erneute Installation des Browser-Add-Ons erfolgen, um Google Analytics zu deaktivieren. Sofern das Browser-Add-On durch die betroffene Person oder einer anderen Person, die ihrem Machtbereich zuzurechnen ist, deinstalliert oder deaktiviert wird, besteht die Möglichkeit der Neuinstallation oder der erneuten Aktivierung des Browser-Add-Ons.
Weitere Informationen und die geltenden Datenschutzbestimmungen von Google können unter https://www.google.de/intl/de/policies/privacy/ und unter http://www.google.com/analytics/terms/de.html abgerufen werden. Google Analytics wird unter diesem Link https://www.google.com/intl/de_de/analytics/ genauer erläutert.

14. Datenschutzbestimmungen zu Einsatz und Verwendung von Google+

Der für die Verarbeitung Verantwortliche hat auf dieser Internetseite als Komponente die Google+ Schaltfläche integriert. Google+ ist ein sogenanntes soziales Netzwerk. Ein soziales Netzwerk ist ein im Internet betriebener sozialer Treffpunkt, eine Online-Gemeinschaft, die es den Nutzern in der Regel ermöglicht, untereinander zu kommunizieren und im virtuellen Raum zu interagieren. Ein soziales Netzwerk kann als Plattform zum Austausch von Meinungen und Erfahrungen dienen oder ermöglicht es der Internetgemeinschaft, persönliche oder unternehmensbezogene Informationen bereitzustellen. Google+ ermöglicht den Nutzern des sozialen Netzwerkes unter anderem die Erstellung von privaten Profilen, den Upload von Fotos und eine Vernetzung über Freundschaftsanfragen.
Betreibergesellschaft von Google+ ist die Google Inc., 1600 Amphitheatre Pkwy, Mountain View, CA 94043-1351, USA.
Durch jeden Aufruf einer der Einzelseiten dieser Internetseite, die durch den für die Verarbeitung Verantwortlichen betrieben wird und auf welcher eine Google+ Schaltfläche integriert wurde, wird der Internetbrowser auf dem informationstechnologischen System der betroffenen Person automatisch durch die jeweilige Google+ Schaltfläche veranlasst, eine Darstellung der entsprechenden Google+ Schaltfläche von Google herunterzuladen. Im Rahmen dieses technischen Verfahrens erhält Google Kenntnis darüber, welche konkrete Unterseite unserer Internetseite durch die betroffene Person besucht wird. Genauere Informationen zu Google+ sind unter https://developers.google.com/+/  abrufbar.
Sofern die betroffene Person gleichzeitig bei Google+ eingeloggt ist, erkennt Google mit jedem Aufruf unserer Internetseite durch die betroffene Person und während der gesamten Dauer des jeweiligen Aufenthaltes auf unserer Internetseite, welche konkrete Unterseite unserer Internetseite die betroffene Person besucht. Diese Informationen werden durch die Google+ Schaltfläche gesammelt und durch Google dem jeweiligen Google+-Account der betroffenen Person zugeordnet.
Betätigt die betroffene Person einen der auf unserer Internetseite integrierten Google+-Buttons und gibt damit eine Google+1 Empfehlung ab, ordnet Google diese Information dem persönlichen Google+-Benutzerkonto der betroffenen Person zu und speichert diese personenbezogenen Daten. Google speichert die Google+1-Empfehlung der betroffenen Person und macht diese in Übereinstimmung mit den von der betroffenen Person diesbezüglich akzeptierten Bedingungen öffentlich zugänglich. Eine von der betroffenen Person auf dieser Internetseite abgegebene Google+1-Empfehlung wird in der Folge zusammen mit anderen personenbezogenen Daten, wie dem Namen des von der betroffenen Person genutzten Google+1-Accounts und dem in diesem hinterlegten Foto in anderen Google-Diensten, beispielsweise den Suchmaschinenergebnissen der Google-Suchmaschine, dem Google-Konto der betroffenen Person oder an sonstigen Stellen, beispielsweise auf Internetseiten oder im Zusammenhang mit Werbeanzeigen, gespeichert und verarbeitet. Ferner ist Google in der Lage, den Besuch auf dieser Internetseite mit anderen bei Google gespeicherten personenbezogenen Daten zu verknüpfen. Google zeichnet diese personenbezogenen Informationen ferner mit dem Zweck auf, die unterschiedlichen Dienste von Google zu verbessern oder zu optimieren.
Google erhält über die Google+-Schaltfläche immer dann eine Information darüber, dass die betroffene Person unsere Internetseite besucht hat, wenn die betroffene Person zum Zeitpunkt des Aufrufs unserer Internetseite gleichzeitig bei Google+ eingeloggt ist; dies findet unabhängig davon statt, ob die betroffene Person die Google+-Schaltfläche anklickt oder nicht.
Ist eine Übermittlung personenbezogener Daten an Google von der betroffenen Person nicht gewollt, kann diese eine solche Übermittlung dadurch verhindern, dass sie sich vor einem Aufruf unserer Internetseite aus ihrem Google+-Account ausloggt.
Weitere Informationen und die geltenden Datenschutzbestimmungen von Google können unter https://www.google.de/intl/de/policies/privacy/ abgerufen werden. Weitere Hinweise von Google zur Google+1-Schaltfläche können unter https://developers.google.com/+/web/buttons-policy abgerufen werden.

15. Datenschutzbestimmungen zu Einsatz und Verwendung von Google-AdWords

Der für die Verarbeitung Verantwortliche hat auf dieser Internetseite Google AdWords integriert. Google AdWords ist ein Dienst zur Internetwerbung, der es Werbetreibenden gestattet, sowohl Anzeigen in den Suchmaschinenergebnissen von Google als auch im Google-Werbenetzwerk zu schalten. Google AdWords ermöglicht es einem Werbetreibenden, vorab bestimmte Schlüsselwörter festzulegen, mittels derer eine Anzeige in den Suchmaschinenergebnissen von Google ausschließlich dann angezeigt wird, wenn der Nutzer mit der Suchmaschine ein schlüsselwortrelevantes Suchergebnis abruft. Im Google-Werbenetzwerk werden die Anzeigen mittels eines automatischen Algorithmus und unter Beachtung der zuvor festgelegten Schlüsselwörter auf themenrelevanten Internetseiten verteilt.
Betreibergesellschaft der Dienste von Google AdWords ist die Google Inc., 1600 Amphitheatre Pkwy, Mountain View, CA 94043-1351, USA.
Der Zweck von Google AdWords ist die Bewerbung unserer Internetseite durch die Einblendung von interessenrelevanter Werbung auf den Internetseiten von Drittunternehmen und in den Suchmaschinenergebnissen der Suchmaschine Google und eine Einblendung von Fremdwerbung auf unserer Internetseite.

Gelangt eine betroffene Person über eine Google-Anzeige auf unsere Internetseite, wird auf dem informationstechnologischen System der betroffenen Person durch Google ein sogenannter Conversion-Cookie abgelegt. Was Cookies sind, wurde oben bereits erläutert. Ein Conversion-Cookie verliert nach dreißig Tagen seine Gültigkeit und dient nicht zur Identifikation der betroffenen Person. Über den Conversion-Cookie wird, sofern das Cookie noch nicht abgelaufen ist, nachvollzogen, ob bestimmte Unterseiten, beispielsweise der Warenkorb von einem Online-Shop-System, auf unserer Internetseite aufgerufen wurden. Durch den Conversion-Cookie können sowohl wir als auch Google nachvollziehen, ob eine betroffene Person, die über eine AdWords-Anzeige auf unsere Internetseite gelangt ist, einen Umsatz generierte, also einen Warenkauf vollzogen oder abgebrochen hat.
Die durch die Nutzung des Conversion-Cookies erhobenen Daten und Informationen werden von Google verwendet, um Besuchsstatistiken für unsere Internetseite zu erstellen. Diese Besuchsstatistiken werden durch uns wiederum genutzt, um die Gesamtanzahl der Nutzer zu ermitteln, welche über AdWords-Anzeigen an uns vermittelt wurden, also um den Erfolg oder Misserfolg der jeweiligen AdWords-Anzeige zu ermitteln und um unsere AdWords-Anzeigen für die Zukunft zu optimieren. Weder unser Unternehmen noch andere Werbekunden von Google-AdWords erhalten Informationen von Google, mittels derer die betroffene Person identifiziert werden könnte.
Mittels des Conversion-Cookies werden personenbezogene Informationen, beispielsweise die durch die betroffene Person besuchten Internetseiten, gespeichert. Bei jedem Besuch unserer Internetseiten werden demnach personenbezogene Daten, einschließlich der IP-Adresse des von der betroffenen Person genutzten Internetanschlusses, an Google in den Vereinigten Staaten von Amerika übertragen. Diese personenbezogenen Daten werden durch Google in den Vereinigten Staaten von Amerika gespeichert. Google gibt diese über das technische Verfahren erhobenen personenbezogenen Daten unter Umständen an Dritte weiter.
Die betroffene Person kann die Setzung von Cookies durch unsere Internetseite, wie oben bereits dargestellt, jederzeit mittels einer entsprechenden Einstellung des genutzten Internetbrowsers verhindern und damit der Setzung von Cookies dauerhaft widersprechen. Eine solche Einstellung des genutzten Internetbrowsers würde auch verhindern, dass Google einen Conversion-Cookie auf dem informationstechnologischen System der betroffenen Person setzt. Zudem kann ein von Google AdWords bereits gesetzter Cookie jederzeit über den Internetbrowser oder andere Softwareprogramme gelöscht werden.
Ferner besteht für die betroffene Person die Möglichkeit, der interessenbezogenen Werbung durch Google zu widersprechen. Hierzu muss die betroffene Person von jedem der von ihr genutzten Internetbrowser aus den Link www.google.de/settings/ads aufrufen und dort die gewünschten Einstellungen vornehmen.
Weitere Informationen und die geltenden Datenschutzbestimmungen von Google können unter https://www.google.de/intl/de/policies/privacy/ abgerufen werden.

16. Datenschutzbestimmungen zu Einsatz und Verwendung von Xing

Der für die Verarbeitung Verantwortliche hat auf dieser Internetseite Komponenten von Xing integriert. Xing ist ein Internetbasiertes soziales Netzwerk, das die Konnektierung der Nutzer mit bestehenden Geschäftskontakten sowie das Knüpfen von neuen Businesskontakten ermöglicht. Die einzelnen Nutzer können bei Xing ein persönliches Profil von sich anlegen. Unternehmen können beispielsweise Unternehmensprofile erstellen oder Stellenangebote auf Xing veröffentlichen.
Betreibergesellschaft von Xing ist die XING SE, Dammtorstraße 30, 20354 Hamburg, Deutschland.
Durch jeden Aufruf einer der Einzelseiten dieser Internetseite, die durch den für die Verarbeitung Verantwortlichen betrieben wird und auf welcher eine Xing-Komponente (Xing-Plug-In) integriert wurde, wird der Internetbrowser auf dem informationstechnologischen System der betroffenen Person automatisch durch die jeweilige Xing-Komponente veranlasst, eine Darstellung der entsprechenden Xing-Komponente von Xing herunterzuladen. Weitere Informationen zum den Xing-Plug-Ins können unter https://dev.xing.com/plugins abgerufen werden. Im Rahmen dieses technischen Verfahrens erhält Xing Kenntnis darüber, welche konkrete Unterseite unserer Internetseite durch die betroffene Person besucht wird.
Sofern die betroffene Person gleichzeitig bei Xing eingeloggt ist, erkennt Xing mit jedem Aufruf unserer Internetseite durch die betroffene Person und während der gesamten Dauer des jeweiligen Aufenthaltes auf unserer Internetseite, welche konkrete Unterseite unserer Internetseite die betroffene Person besucht. Diese Informationen werden durch die Xing-Komponente gesammelt und durch Xing dem jeweiligen Xing-Account der betroffenen Person zugeordnet. Betätigt die betroffene Person einen der auf unserer Internetseite integrierten Xing-Buttons, beispielsweise den „Share“-Button, ordnet Xing diese Information dem persönlichen Xing-Benutzerkonto der betroffenen Person zu und speichert diese personenbezogenen Daten.
Xing erhält über die Xing-Komponente immer dann eine Information darüber, dass die betroffene Person unsere Internetseite besucht hat, wenn die betroffene Person zum Zeitpunkt des Aufrufs unserer Internetseite gleichzeitig bei Xing eingeloggt ist; dies findet unabhängig davon statt, ob die betroffene Person die Xing-Komponente anklickt oder nicht. Ist eine derartige Übermittlung dieser Informationen an Xing von der betroffenen Person nicht gewollt, kann diese die Übermittlung dadurch verhindern, dass sie sich vor einem Aufruf unserer Internetseite aus ihrem Xing-Account ausloggt.
Die von Xing veröffentlichten Datenschutzbestimmungen, die unter https://www.xing.com/privacy  abrufbar sind, geben Aufschluss über die Erhebung, Verarbeitung und Nutzung personenbezogener Daten durch Xing. Ferner hat Xing unter https://www.xing.com/app/share?op=data_protection  Datenschutzhinweise für den XING-Share-Button veröffentlicht.

17. Datenschutzbestimmungen zu Einsatz und Verwendung von YouTube

Der für die Verarbeitung Verantwortliche hat auf dieser Internetseite Komponenten von YouTube integriert. YouTube ist ein Internet-Videoportal, dass Video-Publishern das kostenlose Einstellen von Videoclips und anderen Nutzern die ebenfalls kostenfreie Betrachtung, Bewertung und Kommentierung dieser ermöglicht. YouTube gestattet die Publikation aller Arten von Videos, weshalb sowohl komplette Film- und Fernsehsendungen, aber auch Musikvideos, Trailer oder von Nutzern selbst angefertigte Videos über das Internetportal abrufbar sind.
Betreibergesellschaft von YouTube ist die YouTube, LLC, 901 Cherry Ave., San Bruno, CA 94066, USA. Die YouTube, LLC ist einer Tochtergesellschaft der Google Inc., 1600 Amphitheatre Pkwy, Mountain View, CA 94043-1351, USA.
Durch jeden Aufruf einer der Einzelseiten dieser Internetseite, die durch den für die Verarbeitung Verantwortlichen betrieben wird und auf welcher eine YouTube-Komponente (YouTube-Video) integriert wurde, wird der Internetbrowser auf dem informationstechnologischen System der betroffenen Person automatisch durch die jeweilige YouTube-Komponente veranlasst, eine Darstellung der entsprechenden YouTube-Komponente von YouTube herunterzuladen. Weitere Informationen zu YouTube können unter https://www.youtube.com/yt/about/de/ abgerufen werden. Im Rahmen dieses technischen Verfahrens erhalten YouTube und Google Kenntnis darüber, welche konkrete Unterseite unserer Internetseite durch die betroffene Person besucht wird.
Sofern die betroffene Person gleichzeitig bei YouTube eingeloggt ist, erkennt YouTube mit dem Aufruf einer Unterseite, die ein YouTube-Video enthält, welche konkrete Unterseite unserer Internetseite die betroffene Person besucht. Diese Informationen werden durch YouTube und Google gesammelt und dem jeweiligen YouTube-Account der betroffenen Person zugeordnet.
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Die von YouTube veröffentlichten Datenschutzbestimmungen, die unter https://www.google.de/intl/de/policies/privacy/ abrufbar sind, geben Aufschluss über die Erhebung, Verarbeitung und Nutzung personenbezogener Daten durch YouTube und Google.

18. Datenschutzbestimmungen zu Einsatz und Verwendung von Podigee

Wir stellen auf unserer Website MassivKreativ.de einen Podcast bereit. Als Hostinganbieter für unseren Podcast nutzen wir Podigee. Betreiber ist Podigee UG (haftungsbeschränkt), Am Walde 2, 56249 Herschbach, Deutschland.
Die Podcastfolgen sind auf unserer Webseite MassivKreativ.de über einen Einbettungscodes von Podigee eingebunden. Wenn Sie eine Podcastfolge hören, wird eine Verbindung zu den Servern von Podigee hergestellt. Dabei wird dem Podigee-Server mitgeteilt, welche Podcastfolgen Sie angehört haben.
Die Erfassung von Daten dient zum Erstellen zuverlässiger Podcaststatistiken, zur Vermeidung von Betrug und zur Verbesserung der Nutzerfreundlichkeit. Weitere Informationen zum Umgang von Nutzerdaten finden Sie in der Datenschutzerklärung von Podigee unter: https://www.podigee.com/en/about/privacy/

19. Datenschutzbestimmungen zu Einsatz und Verwendung von Soundcloud

Auf unseren Websites Silberfuchs-verlag.de und MassivKreativ.de verwenden wir den Player bzw. Plugins von SoundCloud. Soundcloud ist ein soziales Netzwerk (SoundCloud Limited, Berners House, 47-48 Berners Street, London W1T 3NF, Großbritannien.).  

Wenn Sie unsere Seiten besuchen, wird nach Aktivierung des Plugin eine direkte Verbindung zwischen Ihrem Browser und dem SoundCloud-Server hergestellt. SoundCloud erhält dadurch die Information, dass Sie mit Ihrer IP-Adresse unsere Seite besucht haben. Wenn Sie den „Like-Button“ oder „Share-Button“ anklicken während Sie in Ihrem SoundCloud- Benutzerkonto eingeloggt sind, können Sie die Inhalte unserer Seiten mit Ihrem SoundCloud-Profil verlinken und/oder teilen. Dadurch kann SoundCloud Ihrem Benutzerkonto den Besuch unserer Seiten zuordnen. SoundCloud verwendet „Cookies“, Textdateien, die auf Ihrem Computer gespeichert werden. Die erhobenen Daten werden nicht dazu genutzt, den Besucher dieser Website persönlich zu identifizieren. Wenn Sie nicht wünschen, dass Soundcloud den Besuch unserer Seiten Ihrem SoundCloud-Benutzerkonto zuordnet, loggen Sie sich bitte aus Ihrem SoundCloud-Benutzerkonto aus, bevor Sie Inhalte des SoundCloud-Plugins aktivieren. Wir weisen darauf hin, dass wir als Anbieter der Seiten keine Kenntnis vom Inhalt der übermittelten Daten sowie deren Nutzung durch SoundCloud erhalten. Weitere Informationen hierzu finden Sie in der Datenschutzerklärung von SoundCloud unter: https://soundcloud.com/pages/privacy

20. Datenschutzbestimmungen zu Einsatz und Verwendung von Mailchimp

Für den Versand unserer Newsletter nutzen wir „MailChimp“, eine Newsletterversandplattform des US-Anbieters Rocket Science Group, LLC, 675 Ponce De Leon Ave NE #5000, Atlanta, GA 30308, USA.
Die E-Mail-Adressen unserer Newsletterempfänger als auch deren weitere, im Rahmen dieser Hinweise beschriebenen Daten werden auf den Servern von MailChimp in den USA gespeichert. MailChimp verwendet diese Informationen zum Versand und zur Auswertung der Newsletter in unserem Auftrag. Des Weiteren kann MailChimp nach eigenen Informationen diese Daten zur Optimierung oder Verbesserung der eigenen Services nutzen, z.B. zur technischen Optimierung des Versandes und der Darstellung der Newsletter oder für wirtschaftliche Zwecke, um zu bestimmen aus welchen Ländern die Empfänger kommen. MailChimp nutzt die Daten unserer Newsletterempfänger jedoch nicht, um diese selbst anzuschreiben oder an Dritte weiterzugeben.
Wir vertrauen auf die Zuverlässigkeit und die IT- sowie Datensicherheit von MailChimp. Der Dienst ist unter dem US-EU-Datenschutzabkommen „Privacy Shield“ zertifiziert und verpflichtet sich damit die EU-Datenschutzvorgaben einzuhalten. Des Weiteren haben wir mit MailChimp ein „Data-Processing-Agreement“ abgeschlossen. Dabei handelt es sich um einen Vertrag, in dem sich MailChimp dazu verpflichtet, die Daten unserer Nutzer zu schützen, entsprechend dessen Datenschutzbestimmungen in unserem Auftrag zu verarbeiten und insbesondere nicht an Dritte weiter zu geben. Nähere Informationen darüber finden Sie direkt bei MailChimp unter: https://mailchimp.com/legal/privacy/

21. Rechtsgrundlage der Verarbeitung

Art. 6 I lit. a DS-GVO dient unserem Unternehmen als Rechtsgrundlage für Verarbeitungsvorgänge, bei denen wir eine Einwilligung für einen bestimmten Verarbeitungszweck einholen. Ist die Verarbeitung personenbezogener Daten zur Erfüllung eines Vertrags, dessen Vertragspartei die betroffene Person ist, erforderlich, wie dies beispielsweise bei Verarbeitungsvorgängen der Fall ist, die für eine Lieferung von Waren oder die Erbringung einer sonstigen Leistung oder Gegenleistung notwendig sind, so beruht die Verarbeitung auf Art. 6 I lit. b DS-GVO. Gleiches gilt für solche Verarbeitungsvorgänge die zur Durchführung vorvertraglicher Maßnahmen erforderlich sind, etwa in Fällen von Anfragen zur unseren Produkten oder Leistungen. Unterliegt unser Unternehmen einer rechtlichen Verpflichtung durch welche eine Verarbeitung von personenbezogenen Daten erforderlich wird, wie beispielsweise zur Erfüllung steuerlicher Pflichten, so basiert die Verarbeitung auf Art. 6 I lit. c DS-GVO. In seltenen Fällen könnte die Verarbeitung von personenbezogenen Daten erforderlich werden, um lebenswichtige Interessen der betroffenen Person oder einer anderen natürlichen Person zu schützen. Dies wäre beispielsweise der Fall, wenn ein Besucher in unserem Betrieb verletzt werden würde und daraufhin sein Name, sein Alter, seine Krankenkassendaten oder sonstige lebenswichtige Informationen an einen Arzt, ein Krankenhaus oder sonstige Dritte weitergegeben werden müssten. Dann würde die Verarbeitung auf Art. 6 I lit. d DS-GVO beruhen. Letztlich könnten Verarbeitungsvorgänge auf Art. 6 I lit. f DS-GVO beruhen. Auf dieser Rechtsgrundlage basieren Verarbeitungsvorgänge, die von keiner der vorgenannten Rechtsgrundlagen erfasst werden, wenn die Verarbeitung zur Wahrung eines berechtigten Interesses unseres Unternehmens oder eines Dritten erforderlich ist, sofern die Interessen, Grundrechte und Grundfreiheiten des Betroffenen nicht überwiegen. Solche Verarbeitungsvorgänge sind uns insbesondere deshalb gestattet, weil sie durch den Europäischen Gesetzgeber besonders erwähnt wurden. Er vertrat insoweit die Auffassung, dass ein berechtigtes Interesse anzunehmen sein könnte, wenn die betroffene Person ein Kunde des Verantwortlichen ist (Erwägungsgrund 47 Satz 2 DS-GVO).

22. Berechtigte Interessen an der Verarbeitung, die von dem Verantwortlichen oder einem Dritten verfolgt werden

Basiert die Verarbeitung personenbezogener Daten auf Artikel 6 I lit. f DS-GVO ist unser berechtigtes Interesse die Durchführung unserer Geschäftstätigkeit zugunsten des Wohlergehens all unserer Mitarbeiter und unserer Anteilseigner.

23. Dauer, für die die personenbezogenen Daten gespeichert werden

Das Kriterium für die Dauer der Speicherung von personenbezogenen Daten ist die jeweilige gesetzliche Aufbewahrungsfrist. Nach Ablauf der Frist werden die entsprechenden Daten routinemäßig gelöscht, sofern sie nicht mehr zur Vertragserfüllung oder Vertragsanbahnung erforderlich sind.

24. Gesetzliche oder vertragliche Vorschriften zur Bereitstellung der personenbezogenen Daten; Erforderlichkeit für den Vertragsabschluss; Verpflichtung der betroffenen Person, die personenbezogenen Daten bereitzustellen; mögliche Folgen der Nichtbereitstellung

Wir klären Sie darüber auf, dass die Bereitstellung personenbezogener Daten zum Teil gesetzlich vorgeschrieben ist (z.B. Steuervorschriften) oder sich auch aus vertraglichen Regelungen (z.B. Angaben zum Vertragspartner) ergeben kann. Mitunter kann es zu einem Vertragsschluss erforderlich sein, dass eine betroffene Person uns personenbezogene Daten zur Verfügung stellt, die in der Folge durch uns verarbeitet werden müssen. Die betroffene Person ist beispielsweise verpflichtet uns personenbezogene Daten bereitzustellen, wenn unser Unternehmen mit ihr einen Vertrag abschließt. Eine Nichtbereitstellung der personenbezogenen Daten hätte zur Folge, dass der Vertrag mit dem Betroffenen nicht geschlossen werden könnte. Vor einer Bereitstellung personenbezogener Daten durch den Betroffenen muss sich der Betroffene an einen unserer Mitarbeiter wenden. Unser Mitarbeiter klärt den Betroffenen einzelfallbezogen darüber auf, ob die Bereitstellung der personenbezogenen Daten gesetzlich oder vertraglich vorgeschrieben oder für den Vertragsabschluss erforderlich ist, ob eine Verpflichtung besteht, die personenbezogenen Daten bereitzustellen, und welche Folgen die Nichtbereitstellung der personenbezogenen Daten hätte.

25. Bestehen einer automatisierten Entscheidungsfindung

Als verantwortungsbewusstes Unternehmen verzichten wir auf eine automatische Entscheidungsfindung oder ein Profiling.
Diese Datenschutzerklärung wurde durch den Datenschutzerklärungs-Generator der DGD Deutsche Gesellschaft für Datenschutz GmbH, die als Externer Datenschutzbeauftragter Köln tätig ist, in Kooperation mit dem Kölner Anwalt für Datenschutzrecht Christian Solmecke der Kölner Kanzlei für Medienrecht WILDE BEUGER SOLMECKE erstellt.

 

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Mecklenburg-Vorpommern diskutiert über Zukunftsbranche Kreativwirtschaft

IMG_1090_Podiumsdiskussion Kreativwirtschaft © Henning Penske-Chigir/Kreative MV

Vier Experten der Kultur- und Kreativbranche diskutierten im Schweriner Marstall mit den Spitzenkandidaten und wirtschaftspolitischen Sprechern der Fraktionen über die Potenziale der innovativen Branche in MV

Die Kultur- und Kreativwirtschaft ist nicht nur in Metropolen ein Wachstumsmarkt, sondern auch in Flächenländern wie Mecklenburg-Vorpommern. Die Potenziale der Kreativbranche sind in MV jedoch bei weitem nicht ausgeschöpft. Das ist das Ergebnis einer Podiumsdiskussion, zu der die Kreative MV – Arbeitsgemeinschaft für Kultur- und Kreativwirtschaft – am 4. Juli 2016 eingeladen hatte.

Wie Hamburg, Thüringen und Sachsen die Kultur- und Kreativwirtschaft stärken

„Wie in Hamburg ist der Kreativsektor auch in MV ein Innovationstreiber, der in einer Zeit des digitalen Wandels neue Arbeitsformen, neue Produkte und Dienstleistungen entwickelt, erprobt und in andere Branchen transferiert“, sagte Egbert Rühl, Geschäftsführer der Hamburg Kreativ Gesellschaft. Um die überwiegend aus kleinen Unternehmen und Freiberuflern bestehende Kreativ-Branche darin zu unterstützen, „braucht es dringend professionelle Anlaufstellen und nicht nur ehrenamtlich organisierte Netzwerke. Nur so können Kompetenzen gestärkt und Kooperationen initiiert werden.“

IMG_1091_v_l_Corinna Hesse_Helmut Holter_Norman Schulz_Egbert R++hl Corinna Hesse, Helmut Holter, Norman Schulz (Mikro), Egbert Rühl im Gespräch, © Henning Penske-Chigir/Kreative MV

Norman Schulz, Projektleiter der Thüringer Agentur für Kreativwirtschaft THAK in Erfurt, sieht insbesondere in ländlichen Räumen noch viel unentdecktes Potenzial, das in branchenübergreifenden Kooperationen der Kreativbranche mit dem Tourismus, der Immobilienbranche oder der Gesundheitswirtschaft zu wecken ist.

Christian Rost, Sprecher des Landesverbandes für Kultur- und Kreativwirtschaft Sachsen e.V. und Kreatives Leipzig, verwies auf die starken Kompetenzen im eigenen Land, die es zu stärken gilt. So wurde beispielsweise im Rostocker Warnow Valley auf Eigeninitiative der Akteure ein Kreativquartier mit dem Co-Work-Space projekt:raum gegründet, der sehr gut angenommen wird. Das zeigt: „Man sollte auf die Kompetenzen der Akteure in der eigenen Region und Branche setzen und deren Impulse stärken statt externe Experten zu holen“, so Rost. „Damit werden nachhaltige, selbsttragende Strukturen geschaffen.“

IMG_1105 v_l_Christian Rost_Jochen Schulte_Corinna Hesse Christian Rost, Jochen Schulte, Corinna Hesse im Gespräch, © Henning Penske-Chigir/Kreative MV

So will die Politik in Mecklenburg-Vorpommern die Kultur- und Kreativwirtschaft stärken

Die Sprecher der Landtagsfraktionen, Jochen Schulte (SPD), Helmut Holter (DIE LINKE) und Silke Gajek (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) wollen in der kommenden Legislaturperiode die Wirtschaftsförderung stärker für Kreativunternehmer öffnen und im Austausch mit der Branche geeignete Förderinstrumente entwickeln. „Der intensive Dialog mit den Akteuren und Netzwerken soll auf jeden Fall fortgesetzt werden, da die Politik noch starken Informationsbedarf über diese junge Branche hat“, so Helmut Holter.

Wertschöpfung der Kreativen in Mecklenburg-Vorpommern

Nach dem Branchenbericht des Wirtschaftsministeriums 2015 sind in der Kultur- und Kreativwirtschaft in MV mehr als 12.000 Erwerbstätige beschäftigt. Der Jahresumsatz liegt mit 758 Millionen Euro gleichauf mit dem Maschinenbau und der Metallindustrie, allerdings mit einer höheren Anzahl von sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten im Kreativsektor (knapp 10.000) und einem Frauenanteil von über 51%. „Der Anteil junger Frauen mit Hochschulabschluss ist in unserer Branche sehr hoch“, sagte Corinna Hesse, Sprecherin der Kreative MV und des Bundesnetzwerks Kreative Deutschland: „eine sehr wichtige Zielgruppe für die Landesentwicklung!“

IMG_1140_Wortbeitrag Katja Wolter Katja Wolter, Steinbeis Institut Greifswald © Henning Penske-Chigir/Kreative MV

Publikumsbeteiligung

Auch das Publikum beteiligte sich rege an der Diskussion. Katja Wolter, Leiterin des Steinbeis-Forschungszentrums, Institut für Ressourcen-Entwicklung, Greifswald, wies auf die Gefahr der „Gentrifizierung“ am Beispiel des Rostocker Kreativzentrums projekt:raum hin. Die Kreativen würden mit ihren Aktivitäten die Wertschöpfung in ehemals brachliegenden Regionen vorantreiben und wie in Rostock zur Steigerung der Stadtrendite beitragen. Zugleich laufen Kreative Gefahr, dass die von ihnen genutzten und aufgewerteten Immobilien an neue Besitzer verkauft  würden und Kreative so ihre Arbeits- und Lebensgrundlage verlieren.

Antje Hinz vom Silberfuchs-Verlag wollte von den Podiumsgästen wissen, welche Formate sich am besten eignen würden, um Kreativschaffende mit Unternehmern klassischer Wirtschaftsbranchen bei Praxisprojekten zu vernetzen. Norman Schulz empfahl am Beispiel aus Thüringen, dass sich Kreative dorthin begeben sollten, wo klassische Unternehmer nach neuen Anregungen suchen. Wirtschafts- und Fachmessen seien geeignete Orte, um Unternehmern in Kurzworkshops innovative und kreative Impulse zu geben.

Politik_Austellung_KKW-Lobbyveranstaltung-Schwerin Marstall_04-07-2016 (17) © MassivKreativ, Ausstellung zur Nachhaltigkeit im Marstall Schwerin

Die Veranstaltung fand in Kooperation mit KulturRatschlag Schwerin im Rahmen der Ausstellung „zur nachahmung empfohlen! expeditionen in ästhetik und nachhaltigkeit“ im Marstall Schwerin statt.

Cross-Innovation live erleben

Moderatorin Corinna Hesse lud abschließend alle Wirtschaftsbranchen zu einem lebendigen Austausch nach Rostock ein. Am 16. und 17. September 2016 findet dort die Tagung „Cross-Innovation: Entwicklungspartnerschaften zwischen klassischen Wirtschaftsbranchen und Kreativwirtschaft“ statt, zu der Unternehmer aller Branchen aus Mecklenburg-Vorpommern herzlich eingeladen sind. Auf diesem Wege sollen cross-sektorale Kooperationen aktiv angebahnt werden.

16.9.2016, 14-17 Uhr: IHK Rostock, Vorträge, Präsentationen, Kurzworkshops „Cross-Innovation“

17.9.2016, ab 14 Uhr: Warnow Valley OPENair, Warnowufer 29, Rostock

Positionspapier „Kreative MV“: www.kreative-mv.de

Was das Grundeinkommen für die Kreativszene bedeuten würde …

438173_web_R_K_B_by_Jürgen Nießen_pixelio.de © Jürgen Nießen, pixelio.de

Boden unter den Füßen und Auftrieb unter den Flügeln … Mit welchen Hürden und Herausforderungen haben Kreativ-Akteure vor allem zu kämpfen? Was würde das bedingungslose Grundeinkommen in der Kreativszene bzw. der Kultur- und Kreativwirtschaft bewirken? Einige Gedanken dazu …

Tag für Tag verschwendet unsere Gesellschaft ihr Potenzial! Diejenigen, die eigentlich Ideen für den Aufbruch in unsere Wissensgesellschaft produzieren sollen, müssen sich mit perspektivlosen Brotjobs und sinnlosen Projektanträgen für Fördermittel über Wasser halten.

Wie viel rascher könnte unser Land (der Dichter und Denker) mit seinen sozialen und technologischen Innovationen vorankommen und sich weiterentwickeln, wenn der Grundbedarf für das Leben gesichert wäre. Wissenschaftler, Journalisten, Kreativschaffende, Designer, Architekten, Künstler und Mitarbeiter von NGOs könnten sich fokussiert den Aufgabenstellungen unserer Zeit und Gesellschaft widmen, Lösungsansätze simulieren und testen, statt um ihr tägliches Auskommen zu ringen, um Miete, Versicherung und – nicht zuletzt auch um Fördergelder für kreative Vorhaben.

Förderanträge als Zeitkiller

Anträge auf staatliche Mittel oder Stiftungsbudgets für soziale und kulturelle Projekte sind oft so umfangreich, dass die freiberuflich tätigen Initiatoren für ihre Ausarbeitung Wochen an Arbeitszeit aufwenden müssen. Dies gilt vor allem für EU-geförderte Projekte. In dieser Zeit erhalten die engagierten Kreativen kein Geld. Bis die Anträge von Behörden und Institutionen bearbeitet und im Idealfall bewilligt sind, gehen wieder Wochen ins Land. Wird der Antrag abgelehnt, haben die Akteure völlig umsonst gearbeitet und müssen nach dem nächsten Förderprogramm Ausschau halten …  eine Endlosspirale!

Aufgabenverteilung_Kultur macht Schule_Prognos © Kultur macht Schule, Evaluation Prognos AG, S. 12

Beispiel Programm „Kultur macht Schule“

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat im Mai 2016 aktuelle Zahlen und Fakten sowie die Evaluationsergebnisse zum Gesamtprogramm „Kultur macht stark“ veröffentlicht, die die Prognos AG erhoben und ausgewertet hat. Demnach wandten die Bündniskoordinatoren die mit Abstand meiste Zeit für die Antragstellung sowie die finanzielle Abwicklung und Abrechnung auf. Zu den Bündniskoordinatoren zählen Vereine und kulturelle Bildungseinrichtungen, wie z. B. Musik-, Jugendkunst- und Kulturschulen sowie Volkshochschulen.

In die unmittelbare Durchführung der kulturellen Bildungsangebote, die ja primär im Fokus stehen sollte, konnten die Bündnispartner, vor allem Künstler und Kunstpädagogen, nach eigenen Angaben nicht mal ein Drittel ihrer Zeit investieren. Eine validere Statistik wäre allerdings wünschenswert, denn bei der Befragung waren Mehrfachnennungen möglich, d. h. es wurden keine absoluten Prozentzahlen erhoben.

Was das Beispiel „Kultur macht Schule“ dennoch zeigt: An öffentlichen Ausschreibungen können sich eigentlich nur Antragsteller aus festen Beschäftigungspositionen heraus beteiligen. Wegen des enormen Zeitaufwandes ist das Risiko für Freiberufler, hier vergebens unbezahlte Arbeit  leisten zu müssen, enorm hoch. Zumal die Antragsbewilligung meist völlig offen ist. Ob sich die bürokratischen und zeitlichen Hürden für Förderanträge von vornherein verringern bzw. begrenzen lassen, können die Projekt ausschreibenden Institutionen nur selbst entscheiden.

Das alles führt in der Praxis dazu, dass nicht institutionell gebundene, freiberufliche Kreativ-Akteure formal immer häufiger beim Kampf um Projekt- und Fördermittel auf der Strecke bleiben. Hinzu kommt: In den seltensten Fällen stehen reine Projekt-Koordinatoren zur Verfügung, die die administrative Arbeit komplett übernehmen.

Schlussfolgerungen für viele Branchen

Die gängige Praxis in der Kultur- und Kreativbranche zeigt:  Viele selbständige Kreativakteure gehen bei der derzeit gängigen Förderpraxis bzw. dem Antragwesen ein enorm hohes Risiko ein. Sie tun dies auf eigene Kosten, um Kultur- und Kreativprojekte überhaupt erst ermöglichen und realisieren zu können. Ein bedingungsloses Grundeinkommmen könnte den Kreativen eine große Last von den Schultern nehmen, indem es soziale Unsicherheiten  begrenzt.

Ein aufrichtiger politischer Wille ist dringend gefragt: Wenn die Zukunft der Arbeit in unserer Gesellschaft generell so geregelt sein soll, dass sich Bürger in flexiblen Netzwerken organisieren, wie derzeit in der Kultur- und Kreativbranche, muss es ein Grundauskommen geben, dass unsichere Beschäftigungsverhältnisse und schwankende Entlohnung auffängt bzw. ausgleicht. Hier lässt sich von den Erfahrungen aus der Kultur- und Kreativbranche einiges lernen!

229441_web_R_K_B_by_Stephanie Hofschlaeger_pixelio.de © Stephanie Hofschlaeger, pixelio.de

art but fair: Faire Arbeitsbedingungen für Künstler

Dass viele Künstlerinnen und Künstler unter prekären Bedingungen arbeiten, zeigt eine Studie vom Frühjahr 2016 der Hans Böckler Stiftung: Faire Arbeitsbedingungen in den darstellenden Künsten und der Musik?! Eine Untersuchung zu Arbeitsbedingungen, Missständen sowie Vorschlägen, die zu besseren Arbeitsbedingungen beitragen können.

Autor ist Maximilian Norz, Musiker, Politikwissenschaftler am non-profit Thinktank Global Public Policy Institute in Berlin sowie Unterstützer der Initiative art but fair. Im Fokus stehen vor allem zwei Ziele: artbutfair will alle am Kulturbetrieb Beteiligten – Künstler, Veranstalter, Intendanten, Agenten, Lehrer, Kulturpolitiker usw. – zusammenbringen und animieren, einen konstruktiven Dialog miteinander zu führen, Maßnahmen zur Verbesserung der Situation von Künstlern zu finden und diese umzusetzen. Zugleich geht es darum, die essentielle Bedeutung und den einzigartigen Wert der Kunst und der Künstler ins Bewusstsein der Gesellschaft zu rücken.

Maximilan Norz hat unter 2.635 Erwerbstätigen aus den Bereichen Musik und Darstellende Kunst eine Online-Umfrage durchgeführt. Demnach rechnet eine deutliche Mehrheit mit Altersarmut. Um das zu ändern, so Norz, sollten sich Künstler stärker gewerkschaftlich engagieren, um auch beim Publikum, in der Öffentlichkeit und in den Medien für mehr Problembewusstsein zu sorgen und um einen Kurswechsel in der Kulturpolitik herbeizuführen.

Lesetipp:

edition brandeins (2018): Grundeinkommen. Was würdest Du arbeiten, wenn Du nicht musst? 

Körber Stiftung: Grundeinkommensrechner: Wieviel jeder Bürger netto übrig hätte

 

Teil 1: BGE – Boden unter den Füßen und Auftrieb unter den Flügeln

Teil 2: BGE – Befürworter und Praxisprojekte mit bedingungslosem Grundeinkommen

Teil 3: BGE – Was das Grundeinkommen für die Kreativszene bedeuten würde …

Teil 4: BGE – Grundeinkommen wählen bei der Bundestagswahl 2017

 

Bedingungsloses Grundeinkommen BGE

691607_web_R_K_B_by_Denise_pixelio.de © Denise, pixelio.de

„Boden unter den Füßen und Auftrieb unter den Flügeln“

Die Diskussion um das bedingungslose Grundeinkommen (BGE) wird oft von ideologischen Grabenkämpfen bestimmt. Wo immer es bislang mutig ausprobiert wurde, haben sich positive Effekte gezeigt. Der dreiteilige Artikel fasst bisherige Erkenntnisse zusammen. Teil 1 erklärt die verschiedenen Modelle und zeigt Argumente, die für und gegen das BGE sprechen. In Teil 2 werden die Thesen prominenter Befürworter vorgestellt, best-practice-Projekte, die den Erfolg des BGE darlegen, sowie künftig geplante Projekte mit dem BGE zum Weiterlesen. In Teil 3 geht es um Effekte und Wirkungen des BGE auf die Kreativbranche und damit für die gesamte Gesellschaft.

Ein Grundeinkommen ist ein Einkommen, das jedem Mitglied einer politischen Gemeinschaft gewährt wird. Es wird bedingungslos garantiert, d. h. ohne Bedürftigkeitsprüfung und ohne Zwang zu Arbeit oder anderen Gegenleistungen. Damit stellt es einen individuellen Rechtsanspruch dar. Es sichert die Existenz und ermöglicht gesellschaftliche Teilhabe.

Auf dem diesjährigen Jahrestreffen des Weltwirtschaftsforums in Davos diskutierten die Konferenzteilnehmer, inwiefern ein Grundeinkommen das zunehmende soziale Auseinanderdriften der Gesellschaft verhindern könne. Nach vielen Experimenten in Ländern der Dritten Welt prüfen nun immer mehr Industriestaaten die Einführung eines Grundeinkommens, u. a. die Schweiz, Finnland und die Niederlande.

686228_web_R_K_B_by_Maik Schwertle_pixelio.de © Maik-Schwertle, pixelio.de

Finanzierbarkeit – aktuelle Situation:

In der Bundesrepublik hat sich eine gigantische Sozialbürokratie herausgebildet. In 38 unterschiedlichen Behörden und behördenähnlichen Institutionen werden 155 verschiedene Sozialleistungen verwaltet, allesamt steuer- und beitragsfinanziert.

Das Gesamtvolumen für diese Transferleistungen beziffert Finanzminister Wolfgang Schäuble in einem Interview mit der Frankfurter Rundschau im Februar 2010 auf eine exorbitante Summe: „Dieses Land gibt einschließlich der Sozialversicherungen etwa eine Billion Euro Sozialleistungen im Jahr aus.“

Die tatsächliche Summe liegt allerdings etwas niedriger: Das Arbeits- und Sozialministerium veröffentlichte jährlich seine Sozialbudgets, demnach wurden im Jahr 2015 888 Milliarden Euro an Sozialleistungen finanziert. 2015 lebten laut statista 82,2 Millionen Menschen in Deutschland. Teilt man das Sozialbudget durch die Anzahl der Einwohner ergäbe sich für das bedingungslose Grundeinkommen ein Jahresbetrag von 10.803 Euro bzw. 900,25 Euro im Monat.

Dieser Betrag soll die Grundbedürfnisse des Lebens – Wohnen, Nahrungsmittel und Kleidung – abdecken, außerdem Kranken- und Unfallversicherung. Im Gegenzug werden alle bisherigen Leistungen wie Arbeitslosengeld II (Hartz IV), Sozialhilfe, Ausbildungshilfen (BAföG), Elterngeld, Kindergeld, Wohngeld usw. gestrichen.

Würde man all diese Transferleistungen aussetzen, könnten schon heute an jeden Bürger monatlich 871,30 Euro ausgezahlt werden. Das Geld langt für alle, nur die Arbeit eben nicht. Wenn keine Anträge mehr über Transferleistungen geprüft werden müssten, könnten die Löhne, die bisher in die Verwaltung flossen, dafür genutzt werden, den Beschäftigten neue Orientierung zu geben. So können sie ihre Talente, Fähigkeiten und Stärken neu bzw. erstmalig entdecken und in andere Tätigkeitsfelder verlagern, in denen die Gesellschaft dringend Bedarf hat. Mit einem BGE könnten sich die Bürger sozialen Aufgaben zuwenden, die Maschinen z. B. nicht übernehmen können und die nicht zwangsläufig in Erwerbstätigkeit führen müssen, unserer Gesellschaft aber trotzdem dienen, z.B. Forschung, Kultur, Medien.

Auf den US-amerikanischen Wirtschaftswissenschaftler Milton Friedman geht die Idee der „negativen Einkommenssteuer“ aus dem Jahr 1960 zurück. Friedman schlug vor, dass der Staat für Erwerbseinkommen einen Schwellenwert festlegen solle: Wer darüber liege, müsse Steuern bezahlen, wer darunter liege, habe Anspruch auf einen Existenz-Zuschuss.

737529_web_R_K_B_by_Tim Reckmann_pixelio.de © Tim Reckmann, pixelio.de

Was spricht für das bedingungslose Grundeinkommen?

Mehr Eigenverantwortung und Selbstermächtigung

  • Bürger erhalten mehr Eigenverantwortung statt Bevormundung und Fremdbestimmung
  • Ermutigung, das eigene Leben selbst in die Hand zu nehmen, es unabhängig und selbstbestimmt zu gestalten
  • Stärkung von Unabhängigkeit, Selbstermächtigung, Selbständigkeit und Selbstbefähigung
  • ein einzeln koordiniertes Grundeinkommensprogramm ist wesentlich effizienter ist als eine Palette von staatlichen sozialen Programmen, da die notwendige Bürokratie anders als derzeit überschaubar ist
  • Ermutigung der Bürger, die eigenen Stärken, Kreativität und Talente zu entdecken, damit ihr Potenzial besser auszuschöpfen, ihre Aufgabe im Leben und ihren Platz in der Gesellschaft zu finden, das würde auch die Arbeitswelt „humanisieren“

Mehr Chancen für nachhaltige Geschäftsmodelle

  • Freiheit, Ideen zu tragfähigen und nachhaltigen Geschäftsmodellen reifen zu lassen
  • wenn Geschäftsideen marktfähig und nachhaltig sind, steigert das die Qualität der Produktion und mindert die negative Begleiterscheinungen eines Produktes oder einer Dienstleistung, was wiederum der Gesellschaft und der Umwelt zu Gute kommt
  • Förderung von nachhaltigem und sozialem Unternehmertum bzw. Entrepreneurship
  • mehr Existenzgründungen

Mehr Bewusstsein für soziale Herausforderungen und Probleme

  • Fokussierung auf sozialen Ausgleich in der Gesellschaft
  • mehr Förderung und Anerkennung für ehrenamtlich Tätige
  • mehr Unterstützung für Familien, Alte, Kranke, Kinder und Geflüchtete

Verbindung von Theorie und Praxis schon in Schulen

  • Bessere Bildung durch mehr Praxisnähe: Kreative könnten als Praktiker in Schulen gehen, und gemeinsam mit  Heranwachsenden Lösungsansätze und -ideen für gesellschaftliche Herausforderungen zu erarbeiten – mit echtem Praxisbezug und branchenübergreifend bzw. interdisiplinär, Schüler und Lehrer z. B. gemeinsam mit  Mittelständlern und  Handwerkern der Umgebung, mit Stadtplanern, Politikern, Wissenschaftlern. So würden die Praktiker in Kontakt mit der jungen Generation kommen und Rückmeldung auf eigene Denkansätze erhalten. Die Win-Win-Projekte würden Politikverdrossenheit, Mangel an Nachwuchskräften, Abwanderung, Verödung von Regionen sowie Wirklichkeitsferne entgegenwirken.

Vor allem für Kinder und Jugendliche bis zum Alter von 27 Jahren würde sich das Grundeinkommen positiv auswirken. Mit beispielsweise 1.000 € monatlich hätten sie wesentlich bessere Startbedingungen für Schule, Ausbildung und Studium als derzeit. Ältere Mitbürger, die Kinder großgezogen und dennoch von ihrer Rente nicht existieren können, könnten mit einem BGE würdevoll am gemeinschaftlichen Leben in unserer Gesellschaft teilnehmen.

Positive Mehrfach-Effekte durch „sozialen Multiplikator

  • Wenn Menschen sich stärker entsprechend ihren Befähigungen und Talenten sowie für soziale Belange einsetzen können, sind sie zufriedener. Gesundheitskosten werden durch weniger Burnout sinken: Die Menschen haben weniger Angst, werden daher vor allem psychisch weniger krank und arbeiten motivierter, wenn sie eigenverantwortlich einer sinnvollen Tätigkeit nachgehen können.

Das Jugendmusical Linie 1, das jahrelang im Berliner Grips-Theater aufgeführt wurde, bringt es auf den Punkt: „Ick will jebraucht werden, vastehste?!“

Was spricht gegen das bedingungslose Grundeinkommen?

Angst: In einer Zeit, in der Sicherheiten schwinden, wächst die Angst: nicht nur vor Terrorismus, Einbrüchen und Überfällen, sondern auch vor Überforderung und sozialen Verteilungskämpfen. Nur wenn wir frei sind, verlieren wir unsere Angst. Ein Grundeinkommen würde vielen Menschen deutlich mehr soziale und geistige Freiheit geben als sie sie im Moment haben. Wer mit einem gesicherten Grundeinkommen mehr Freiheiten besitzt, hat weniger Angst. Dies würde den sozialen Ausgleich in der Gesellschaft stärken. Doch Kriktiker befürchten, die Einführung eines Grundeinkommens führe zum Einstieg in die Niedriglohngesellschaft.

Daumen runter_weisser HG © MassivKreativ

Misstrauenskultur: Genau genommen ist es nicht eine Frage des Geldes, sondern eine Frage des Vertrauens und des Menschenbildes, ob man für oder gegen das BGE ist.  Vertrauen ist die stillste Art von Mut. Doch viele Bürger befürchten, dass ihre Mitmenschen bei der Zahlung eines BGE keiner geregelten Arbeit mehr nachgehen würden. Wie ist es tatsächlich mit dem Thema Arbeitsmoral? Würden wir nur noch faul in der Hängematte liegen, wenn unser Einkommen gesichert wäre? Nein! Studien zufolge würden gerade mal 2 Prozent der Menschen nicht mehr arbeiten, wenn sie nicht müssten. Das sind deutlich weniger Menschen als heute, die Sozialleistungen erhalten, wobei die meisten von ihnen sicher über einen bezahlten Job froh wären. Denn: Es ist ein Urtrieb des Menschen, produktiv zu sein!

Vermutlich wird der Anreiz, Einkommen über das Grundeinkommen hinaus zu erwirtschaften, nach der Einführung des BGE größer sein als jetzt. Derzeit werden Hartz-IV-Empfängern geringste Zuverdienste gleich wieder abgezogen, was die Motivation für ein Mehrengagement schrumpfen lässt. Mit dem BGE lohnt sich jeder noch so kleine Verdienst.

Eine finanzielle Grundausstattung, insbesondere für Menschen ohne Einkommenssicherheit, führt zur mehr Eigenverantwortung, Aktivität und Unabhängigkeit, wie auch das Beispiel der Mikrokredite von Muhammad Yunus zeigt.  Auch Projekte der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit GIZ haben belegt, dass das Vorurteil der Faulheit unbegründet ist. Umfragen zeigen: Die meisten Menschen wollen arbeiten. Nicht nur wegen des Einkommens, sondern aus dem Bedürfnis heraus, in einem sozialen Umfeld nützlich zu sein und etwas zu bewirken: siehe Maslowsche Bedürfnispyramide.

Maslowsche Bedürfnispyramide Bedürfnispyramide nach Abraham Maslow

Unklarheit über Vergabe-Prozedere: Soll tatsächlich jeder Bürger ein BGE erhalten, auch einer, der es gar nicht braucht? Viele Menschen sind unsicher, wie die Vergabe in der Praxis tatsächlich aussehen soll.

In der Schweiz, wo die Lebenshaltungskosten deutlich über denen in Deutschland liegen, war geplant, dass die Bürger monatlich 2500 Franken erhalten sollten aber nur diejenigen, die in ihrem Einkommen darunter liegen. Wer mehr als 2.500 Franken verdient, dem wird das Grundeinkommen komplett abgezogen. Bei der letzten Volksabstimmung über das BGE in der Schweiz am 5. Juni 2016 haben sich allerdings 76,9 % gegen das BGE ausgesprochen.

Wie werden ungeliebte Arbeiten trotzdem erledigt, wie z. B. Müllabfuhr, Pflege? Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten: 1) sie besser bezahlen 2) sie selbst machen 3)  sie automatisieren.

750213_web_R_K_B_by_I-vista_pixelio.de © I-vista, pixelio.de

Drei Modelle des Grundeinkommens

Der Autor Timo Reuter erläutert in einem Artikel der Wochenzeitung DIE ZEIT drei verschiedene Modelle für das BGE: ein neoliberales, ein humanistisch-linksliberales und ein sozialistisches.

Die Befürworter des neoliberalen Modells streben ein „solidarisches Bürgergeld“ an, das fast alle bisherigen Sozialleistungen ersetzen und den Staatshaushalt in „zweistelliger Milliardenhöhe“ entlasten soll.

Die Schweizer BGE-Initiative um die  Volksabstimmung im Juni 2016 agiert auf den Grundfesten eines linksliberalen, humanistischen Menschenbildes. Ihre Akteure sind überzeugt, dass fast alle Menschen auch mit Grundeinkommen weiterarbeiten würden – nicht weil sie müssen, sondern weil sie wollen. Im Sinne der Selbstermächtigung sollen die „individuellen Entscheidungsspielräume“ der Bürger vergrößert werden.

Das sozialistische Modell wird von der Linkspartei in Deutschland propagiert. Sie fordert ein monatliches Grundeinkommen von 1.080 Euro bei Beibehaltung der Sozialleistungen und des Mindestlohnes, verbunden mit Arbeitszeitverkürzungen und einer Steuerreform. Die Finanzierung soll durch eine grundlegende Umverteilung von oben nach unten erreicht werden. Da dieser gesamtgesellschaftliche Umwandlungsprozess mit sehr hohen Kosten verbunden wäre, wird dieses Modell derzeit kaum diskutiert.

Timo Reuter erklärt in seinem Buch „Das bedingungslose Grundeinkommen als liberaler Entwurf – Philosophische Argumente für mehr Gerechtigkeit“ ausführlich, warum das BGE als liberaler Entwurf als gerecht gelten kann. Durch die gewährte materielle Grundlage ermögliche es jenseits neoliberaler Vorstellungen erst eine „wirkliche Freiheit“. Reuter zeigt außerdem, dass das BGE sehr wohl mit dem Leistungsbegriff kompatibel ist und es Chancengleichheit sowie Ressourcengerechtigkeit begünstigt: eine konkrete Vision für eine freiere und gerechtere Gesellschaft.

© Albrecht E. Arnold, pixelio.de

Erkenntnisse aus der Entwicklungshilfe

Investitionen in die klassische Entwicklungshilfe für Staaten der „Dritten Welt“ bzw. für Less Developed Countries (LDC) und Least Developed Countries (LLDC) haben weltweit zu Korruption geführt. Denn um Projekte überhaupt auf den Weg zu bringen, mussten Deals mit korrupten lokalen Machthabern geschmiedet werden, mit Despoten, Diktatoren, Clans und Warlords. All diesen Erkenntnissen zum Trotz: Wie das ARD-Magazin „Monitor“ im April 2016 berichtet, plant die EU neuerdings, Flüchtlinge in ihre ostafrikanischen Heimatländer zurückzusenden und den Regierungen dafür Rückkehrer-Kopf-Pauschalen zu zahlen sowie Ausrüstung für Überwachung und Grenzsicherung, z. B. in Eritrea, Äthiopien, Somalia und im Sudan.

Statt die Ursachen von Armut und Flucht mit einem bedingungslosen Grundeinkommen für alle Bürger zu bekämpfen, werden seit Jahrzehnten korrupte Tyrannen gestärkt. Dabei ist in den Richtlinien des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) nachzulesen: „Die Rolle der Entwicklungspolitik hat sich zu Beginn des 21. Jahrhunderts unter dem Eindruck der Terroranschläge vom 11. September 2001 hin zu einer globalen Struktur- und Friedenspolitik verändert. Sie soll helfen, Krisen und Konflikte friedlich zu bewältigen, die knappen Ressourcen gerechter zu verteilen, die Umwelt zu bewahren und die weltweite Armut zu verringern.“ (Quelle IFA) Die Realität sieht leider völlig anders aus.

 © bedingungslos.ch

Szenarien und Forderungen für die Zukunft

Mit dem bedingungslosen Grundeinkommen können Menschen frei von Existenzangst in Ruhe arbeiten. Das Grundeinkommen wird an die Bürger als staatlicher Dauerauftrag ohne Prüfung entrichtet.

Verbindet man das BGE zugleich mit einer Umstellung auf die Konsumsteuer, sinken die Lohnkosten. So werden mehr Menschen ermutigt und motiviert, eine Arbeit anzubieten oder anzunehmen. Die Wirtschaftskraft der Bürger würde wachsen, durch die Konsumsteuer würde mehr Geld in die gemeinschaftliche Staatskasse zurückfließen, aus der das BGE finanziert wird.

Mit der Besteuerung des Konsums kann das Kapital in Ruhe arbeiten – bis die Wertschöpfung zu einem Abschluss gekommen ist und die Bürger die Produkte und Dienstleistungen konsumieren oder gegen Entgelte teilen können.

Die Besteuerung des Konsums schafft mehr Gerechtigkeit, vorausgesetzt Luxusprodukte und -dienstleistungen werden höher besteuert als Produkte des täglichen Bedarfs.

Armut schafft Ohnmacht und lähmende Angst. Anders als das Existenzminimum soll das höhere BGE als Kulturminimum den Menschen über den existenzsichernden Grundbetrag hinaus eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglichen. Das BGE ist kein Almosen, sondern ein Kulturimpuls!

Dank der bundesweit vertretenen Ein-Thema-Partei Bündnis Grundeinkommen ist das Vorhaben Grundeinkommen auch bei der Bundestagswahl 2017 wählbar!

229441_web_R_K_B_by_Stephanie Hofschlaeger_pixelio.de © Stephanie Hofschlaeger, pixelio.de

 

Teil 1: BGE – Boden unter den Füßen und Auftrieb unter den Flügeln

Teil 2: BGE – Befürworter und Praxisprojekte mit bedingungslosem Grundeinkommen

Teil 3: BGE – Was das Grundeinkommen für die Kreativszene bedeuten würde …

Teil 4: BGE – Grundeinkommen wählen bei der Bundestagswahl 2017

 

Inspirationstipps:

  • Schweizer Volksinitiative bedingungslos.ch, die am 5.6.2016 die Frage stellt: „Wollen Sie die Volksinitiative «Für ein bedingungsloses Grundeinkommen» annehmen?“
  • Initiative Mein Grundeinkommen von Michael Bohmeyer: 2015 Jahr hat der Berliner ein Crowdfunding-Projekt, das einem Menschen ein Einkommen von monatlich 1.000 Euro ermöglichen sollte. Die monatlichen Zahlungen aus Spenderhand werden regelmäßig an Bewerber verlost.
  • Timo Reuter: Das bedingungslose Grundeinkommen als liberaler Entwurf – Philosophische Argumente für mehr Gerechtigkeit. Springer Verlag 2016.
  • Daniel Häni und Philip Kovce: Was fehlt, wenn alles da ist? Warum das bedingungslose Grundeinkommen die richtigen Fragen stellt. Orell Füssli Verlage 2015.
  • Christian Müller, Daniel Staub, Enno Schmidt: Grundeinkommen vom A bis Z. Limmat, Zürich April 2016,
  • Götz Werner & Adrienne Goehler: 1000 € für jeden. Econ Verlag 2010.
  • Helmut Pelzer: Das bedingungslose Grundeinkommen. Finanzierung und Realisierung nach dem mathematisch fundierten Transfergrenzen-Modell. Lucius & Lucius Verlag, Stuttgart 2010. Helmut Pelzer ist Mitbegründer des seit 2004 bestehenden deutschen „Netzwerks Grundeinkommen“ und seitdem nominelles Mitglied im wissenschaftlichen Beirat.
  • Welchen gesellschaftlichen und volkswirtschaftlichen Nutzen hätte das BGE? Persönliche Gedanken eines Krefelder Journalisten – ein Erfahrungsbericht.

Facebookgruppen:

Teilmärkte der Kultur- und Kreativwirtschaft

Die Teilmärkte der Kultur- und Kreativwirtschaft in Deutschland sind identisch mit den Bezeichnungen und Einteilungen innerhalb Europas und ebenso kompatibel mit der Kategorisierung der UNESCO.

Kulturwirtschaft
Zur „Kulturwirtschaft“ zählen die Teilmärkte Musikwirtschaft, Buchmarkt, Kunstmarkt, Filmwirtschaft, Rundfunkwirtschaft, Darstellende Kunst, Designwirtschaft, Architekturmarkt und Pressemarkt.

Musikindustrie Musikwirtschaft   Literatur Buchmarkt                   Kunst Kunstmarkt
Film Filmwirtschaft      Rundfunk Rundfunkwirtschaft  Theater Darstellende Kunst
Kreativwirtschaft Designwirtschaft Architekturmarkt  Architekturmarkt       Pressemarkt Pressemarkt

 

Kreativbranchen
Zu den „Kreativbranchen“ werden Werbemarkt sowie Software- und Games-Industrie gezählt. In den Bereich „Sonstige“ können auch neue wirtschaftliche Aktivitäten eingebunden werden, wie z. B. das Kunsthandwerk.

Games Software und Games Sonstige Sonstige / © MassivKreativ

Grafik erstellt von Antje Hinz / Quelle: ZEW / Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Monitoring zu ausgewählten Eckdaten der Kultur- und Kreativwirtschaft 2014, S. 24 (Kurzfassung)

Grafik erstellt von Antje Hinz / Quelle: ZEW / Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Monitoring zu ausgewählten Eckdaten der Kultur- und Kreativwirtschaft 2014, S. 25 (Kurzfassung)

10 Tipps: So sind Imagefilme für kleine Unternehmen realisierbar

Björn-mit-Kamera_Hannes_2015 © Hannes Wirtz: Videojournalist Björn Kempcke

„Ein informativer Film über meine Firma wäre schon toll! Kann ich mir im Moment aber finanziell nicht leisten!“ – Diesen Satz höre ich immer wieder, wenn ich kleinen Unternehmern berichtete, dass unser Silberfuchs-Verlag neben Hörbüchern, Erklärtrickfilmen, interaktiven Grafiken und klingenden Visitenkarten für Firmen auch kleine Filmreportagen und Interviews realisiert. 10 Tipps, die zeigen, wie Imagefilme auch für kleine Unternehmen realisierbar sind.

Die Idee, engagierte Kleinunternehmer in ihrer Arbeitsumgebung sympathisch zu Wort kommen zu lassen, beschäftigte mich immer wieder, bis ich durch ein Interview die Journalistin Sylvia Karasch kennenlernte. Sie befragte mich für das deutschsprachige Programm beim kanadischen CHIN Radio Toronto über unser Deutschland-Hörbuch und die englischsprachige Übersetzung „Listen to Germany“, die wir mit einem Grußwort von Außenminister Frank-Walter Steinmeier für das Auswärtige Amt produziert hatten.

Flyer Deustchland hören © Silberfuchs-Verlag

Kreatives Brainstormen

Nach der Radiosendung erzählte mir Karasch von ihrem Portal „Bei-Uns-In-Neuwulmstorf.de“, eine Service-Website für Bürger, die über Ereignisse im Ort informiert und auf der Geschäftsleute und Unternehmen für ihre Produkte und Dienstleistungen werben können – mit Texten und Fotos. Filme seien leider zu teuer, bestätigte Karasch meine Erfahrungen. Aber man könne ja mal gemeinsam überlegen, wie sich das Hauptproblem – Preis und Aufwand – kreativ und neu überdenken lasse.

Unsere kreativen Tipps möchte ich mit Ihnen an dieser Stelle teilen!
Das können Sie als Unternehmer auch, wenn Sie die Kräfte bündeln:

  1. Suchen Sie gleichgesinnte Unternehmer bzw. Geschäftsleute in Ihrem Umfeld! Fündig werden Sie z. B. in regionalen Gewerbevereinen, Interessengemeinschaften, Sportvereinen, bei Handels- oder Handwerkskammern oder in Businessclubs. Planen Sie das nächste Werbeprojekt gemeinsam mit anderen Unternehmen. Nutzen Sie die Kraft vieler Mitstreiter, um die virale Verbreitung zu steigern. So erreichen Sie mehr als ein Einzelkämpfer.
  1. Erzählen Sie jedem, den Sie treffen mit leuchtenden Augen von Ihrer Idee! Bitten Sie Andere um ihre Meinung und um weitere Anregungen. Nutzen Sie jede Gelegenheit und jeden Ort für einen Austausch, überall, wo Sie sind: beim Einkaufen, im Restaurant, beim Arzt, im Sport-, Umwelt- oder Kulturverein, in der Schule Ihrer Kinder, im Rathaus, in der Kirche. Andere werden Ihre Gedanken bereichern und weitererzählen! So verbreitet sich Ihre Film-Idee viral weiter und Sie sparen viel Zeit!
  1. Suchen Sie sich unterschiedliche Akteure, damit Ihr Film abwechslungsreich wird und große Verbreitung findet.  Auch ein Schulprojekt (Chor, Jugend forscht), ein Umwelt- oder Sportverein, ein Seniorenheim oder eine Flüchtlingsinitiative ziehen mit ihren Themen potentielle Kunden für Ihr Business an.
  1. Nehmen Sie Kontakt mit einem Online- oder Informationsportal in Ihrer Umgebung auf! Überzeugen Sie die Betreiber, einen Gemeinschaftsfilm mit mehreren Akteuren zu realisieren, um Kosten und Nutzen zu optimieren und eine größere Reichweite zu erlangen.
  1. Was interessiert Ihre Kunden? Denken Sie bei Ihren Filminhalten vielfältig! Neben Ihrem Arbeitsalltag können Sie Produkte oder Dienstleistungen vorstellen und Verbrauchertipps zu ihrer Anwendung geben. Denken Sie nicht nur an Werbebotschaften, sondern vor allem an informative und serviceorientierte Hinweise. Manche Ihrer Angebote eignen sich vielleicht auch als Präsent oder für einen Gutschein. Denken Sie sich saisonal passende Aktionen aus, um sie filmisch aufzugreifen! Auch die Suche nach einem neuen Mitarbeiter lässt sich in einem Film darstellen. Neben einem eigenen Statement können z. B. Ihre langjährigen Mitarbeiter vom angenehmen Betriebsklima in Ihrer Firma erzählen.
  1. Überlegen Sie, wie Sie im Film regionale Aspekte aufgreifen können, Ihr Engagement für den Sport- oder Heimatverein, für das nächste Stadtfest oder den Tag der offenen Tür …
  1. Strahlen Sie Freude aus und seien Sie im Interview locker! Wenn es beim ersten Mal nicht klappt, nicht aufgeben! Auch Schauspieler unternehmen oft mehrere Versuche, bis die Szene sitzt. Beginnen Sie einfach noch mal. Versprecher lassen sich schneiden und durch Zwischenbilder problemlos kaschieren. Und vergessen Sie den Humor nicht: Mit Originalität und Leichtigkeit behalten Kunden Ihre Informationen besser im Gedächtnis.
  1. Suchen Sie vor den Filmaufnahmen nach geeigneten Orten oder Abläufen in Ihrer Firma, die für Ihre Zielgruppe visuell interessant sind. Was würden Sie selbst gern in einem Imagefilm sehen? Attraktive Zwischenbilder sind wichtig, um längere Interview-Statements zu bebildern. Als Länge für einen Kurzfilm empfehle ich etwa 2 Minuten.
  1. Arbeiten Sie mit Journalisten zusammen! PR-Agenturen denken meist zu groß und zu teuer! Getextete Botschaften, die von Werbesprechern präsentiert werden, überzeugen selten. Lassen Sie sich lieber selbst von einem Videojournalisten/Kamermann über Ihr Arbeitsumfeld befragen! Mit Ihrem Wissen und Ihrer Kompetenz wirken Sie glaubwürdiger und sympathischer als Werbebotschaften, die Andere für oder über Sie geschrieben haben!
  1. Kontakt zu freiberuflich tätigen Journalisten erhalten Sie z. B. über die Landesverbände des Deutschen Journalistenvereins. Jedes Bundesland hat eine eigene regionale Vertretung. Viele Journalisten verfügen über eigenes Aufnahme- bzw. Kamera-Equipment und über eine eigene Software, um das gefilmte Material zu schneiden und zu montieren.
  1. Seien Sie kreativ! Langweilige Imagefilme gibt es zur Genüge! Mit Herzblut, Fantasie und Leidenschaft können Sie es nur besser machen!

© Björn Kempcke, BusinessMedien

Inspirationstipps:

  • Silberfuchs-Verlag: Wissensverlag, Mediendienstleister und Labor für gesellschaftliche Wertschöpfung

Kreuzfahrten und Golfbälle: Spielend lernen und arbeiten

 IndustryGamification-MVM3 © Centigrade GmbH

Beim Spielen kann man nicht nur viel Spaß haben, sondern auch eine Menge erproben. Zum Thema „Gamification“ habe ich mich in der vielfältigen Spielebranche umgehört. Welchen Nutzen hat spielerisches Denken für klein- und mittelständische Unternehmen und kann es Mitarbeiter tatsächlich motivieren?

Wie tickt der Markt? Was wollen die Kunden? Kaum eine Branche investiert in die Beantwortung dieser Frage so viel Zeit und Geld wie die Software- und Games-Industrie. Es ist der umsatzstärkste Teilmarkt der Kultur- und Kreativbranche. Viele Spiele werden als Testversionen auf kostenfreie Plattformen (z. B. steam) gestellt, um Rückmeldungen von der Community einzuholen. Beta-Tester erstellen Fehlerberichte und beantworten inhaltliche Fragen: Funktioniert die Story? Wie kommen die Protagonisten an? Wie hoch ist der Unterhaltungswert? Wo bricht der Spieler ab? Wo liegen die Gründe, langweilig oder zu schwierig? Für welche Zusatzangebote würden Spieler zahlen?

239259_web_R_K_B_by_Stephanie Hofschlaeger_pixelio.de © Stephanie Hofschlaeger, Pixelio

Community-Pflege

Die wertvollen Informationen aus der Community lassen sich die Gamesfirmen einiges kosten. Um mit den Spielern in engen Austausch zu gelangen, wurden spezielle Abteilungen für „Customer Service“ geschaffen. Sie bilden die Schnittstelle zum Community Manager und den Entwicklerteams, die ihre Produkte mit den Hinweisen der Testspieler ständig nachjustieren.

Spielemechanismen erkennen

Auch die klassische Wirtschaft steht vor der Herausforderung, individuelle Kundenwünsche zu ermitteln und zu berücksichtigen. Erkenntnisse aus der Spielepraxis können dabei helfen. „Erkunden, entdecken, sammeln, punkten, in Rollen schlüpfen, Strategien planen, Erfahrungen teilen – das sind die Mechanismen, nach denen gute Spiele funktionieren und die Spieler bei der Stange halten“, erzählt mir Roland Weiniger vom Netzwerk SpieleGilde. Sein PIAGET-Institut in Nürnberg entwickelt für klein- und mittelständische Unternehmen Lernspiele, so genannte „serious games“, vor allem für Bildung und Gesundheit.

Weinigers Team entwickelt spezielle Angebote für Senioren, die sogenannten Silver-Gamer. Für Demenz-Erkrankte hat das PIAGET-Institut ein Computerspiel produziert, das auf einem Kreuzfahrtschiff spielt. Nur wenn der Senior-Spieler die richtigen Lebensmittel am Buffet zuordnen kann, wird der nächste Hafen angesteuert, als Belohnung winkt eine Besichtigungstour.

753736_web_R_K_B_by_Rainer Sturm_pixelio.de © Rainer Sturm, Pixelio

Lebenslanges Lernen wird immer wichtiger. Menschen werden älter und müssen länger arbeiten. „Lernen muss Spaß machen, es darf nicht zur Qual werden“, so Weiniger, daher sei es wichtig, „die Vorlieben der Zielgruppe genau zu kennen.“

Spielemechanismen übertragen

„Im Mittelstand ist das Thema Spiele noch nicht so angekommen wie in großen Firmen, was auch an den Kosten liegt“, berichtet mir Carsten Fichtelmann am Rande der GamesConference in Hamburg. Die elektronischen Games seiner Firma DAEDALIC Entertainment in Hamburg bestechen mit ungewöhnlichen, oft poetischen Geschichten, die häufig prämiert wurden. Fichtelmann weiß: „Die Entwicklung wirklich guter serious games ist im Grunde genau so zeitaufwändig und teuer wie die Realisierung normaler Unterhaltungsspiele.“ Klein- und Mittelständler können dennoch Erkenntnisse aus der Branche nutzen. Wenn es gelingt, Spiele-Mechanismen geistreich auf Belange von Kunden oder Mitarbeitern zu übertragen, wird deren Motivation steigen, sich auch ungeliebten Herausforderungen zu stellen.

720178_web_R_K_B_by_Juergen Jotzo_pixelio.de © Juergen Jotzo, Pixelio

Spielerische Motivation per Golfball

Der Anbieter von Unternehmenssoftware SAP integrierte z. B. in seine Firmensoftware ein Spiel, bei dem Kundenwünsche als Golfball schneller zum zuständigen Kollegen geputtet werden sollen. Punkte, Ranglisten und Prämien allein reichen allerdings nicht aus, um Beteiligung zu erreichen. „Das Prinzip: ‚Wenn Du dies tust, bekommst Du das’“ funktioniert selten, warnt Spiele-Expertin Nora Stampfl. Den meisten Spielern geht es um die Herausforderung, um Neugierde und Teilhabe. Unternehmen sollten mit ihren Mitarbeitern gemeinsam spielerische Ideen entwickeln, die den Praxistest im Alltag auch wirklich bestehen und das Team zusammenschweißen.

404232_web_R_K_B_by_Rainer Sturm_pixelio.de © Rainer Sturm, Pixelio

Kundenkontakte intensivieren

Wie knüpft man Kontakt zu Kunden, wie erhält man wertvolle Informationen? Unboxing-Filme über das Auspacken von Waren sind auf youtube gerade Trend. Überlegen Sie, welche spielerischen Methoden bei Ihren Kunden auf Sympathie treffen. Testen Sie sie couragiert aus und bessern Sie nach. Fragen Sie Kunden nach Erfahrungen mit Ihren Produkten. Überlegen Sie, ob Sie zusätzlich zu Ihren Produkten auch Service- und Dienstleistungen anbiete, auch das dient der Kundenbindung.

Bitten Sie um kleine Geschichten oder Handy-Videos, die zeigen, wie Ihre Produkte oder Dienstleistungen dem Kunden helfen. Schaffen Sie Plattformen, live und digital, auf denen Kunden sich mitteilen, welche Angebote noch erweitert oder verbessert werden können. Losen Sie unter engagierten, kreativen Kunden einen Gewinner aus. Laden Sie ihn zum nächsten Firmenfest ein oder zeigen sie ihm bei einem Rundgang die Firma. Bitten Sie einen Journalisten dazu ein, vielleicht berichtet er darüber. Beteiligung und Erkenntnisgewinn führen auch bei Kunden zu intrinsischer Motivation, also zum Antrieb aus sich selbst heraus.

129737_web_R_K_B_by_110stefan_pixelio.de © 110Stefan, Pixelio

Planspiele

Prozesse spielerisch zu durchdenken und zu simulieren, kann enorme Kosten sparen. Planspiele bieten die Chance, unter geschützten Bedingungen Vorhaben auszuprobieren, die real zu teuer oder zu gefährlich wären. Rettungskräfte von Polizei und Feuerwehr, medizinisches Personal in der Notaufnahme von Krankenhäusern sowie Produzenten und Logistiker von Gefahrengütern simulieren auf diese Weise mögliche Risikoszenarien. Die Akteure nehmen verschiedene Sichtweisen ein, erkennen Zusammenhänge zwischen Abläufen und Prozessen und wie wichtig die Kommunikation dabei ist. Auch der beim Spielen typische Rollenwechsel steigert Lernerfolg und Erkenntnisgewinn.

IndustryGamification-ProductionStation © Centigrade GmbH

Fehler schleichen sich oft bei unbeliebten und monotonen Arbeiten ein, weiß der Interaktionsdesigner Jörg Niesenhaus. Er erforscht, wie sich spielerische Elemente in Steuer- und Bedienoberflächen einbauen lassen, um für mehr Aufmerksamkeit zu sorgen. Er ist Standortleiter der Firma Centigrade in Mülheim und hat mit seinem Team u. a. Fließband-Szenarien mit Lego-Sets nachgestellt. Sie sollen das Zusammenspiel von Mensch und Maschine besser nachvollziehbar machen. Ich habe mit Jörg Niesenhaus ausführlich über das Thema Gamification gesprochen und darüber was seine Firma „Centigrade“ erforscht und woran sie aktuell arbeitet.

Setzen Sie in Ihrem Unternehmen auf den Spieltrieb !

Lassen sie sich von Kreativen und Branchen-Experten unterstützen: Laden Sie einen Spiele-Experten in Ihr Unternehmen ein. Beraten Sie sich mit ihm über Spiele-Mechanismen und wie sie sich auf Ihr Alltagsgeschäft übertragen lassen. Auch Games-Studiengänge an Hochschulen entwickeln inzwischen erfolgreich Spielekonzepte. Unterstützung und Vernetzungsmöglichkeiten finden Sie bei lokalen Initiativen, im Norden z. B. bei gamecity:Hamburg oder bei bundesweiten Kreativnetzwerken, wie Kreative Deutschland.

 

Audio-Interview von Antje Hinz mit dem Spiele-Experten Roland Weiniger, PIAGET-Institut Nürnberg:

      Tel-Interview-Roland-Weiniger_part1
      Tel-Interview-Roland-Weiniger_part2
      Tel-Interview-Roland-Weiniger_part3

 

Inspirationstipps:

  • Die SpieleGilde ist eine Verbundplattform, Interessenvertretung, Dienstleister und Netzwerk und verbindet kleine und mittlere Unternehmen, freiberufliche Game Designer und Spieleautoren sowie Dienstleister und Forschungseinrichtungen rund um die Spielebranche
  • DAEDALIC Entertainment entwickelte im Bereich serious games u. a. Lern-Adventure für Alltags- und Berufssituationen und in der dualen handwerklichen Berufsausbildung
  • Serious Games Solutions entwickelt serious games, u. a. zur internen Mitarbeiterschulung, im Bereich Gesundheit und für Unternehmenswerbung
  • Nora Stampfl: Die verspielte Gesellschaft. Gamification oder Leben im Zeitalter des Computerspiels. Heise 2012.
  • gamecity:Hamburg ist eine Fachgruppe der Initiative nextMedia.Hamburg, getragen von der Stadt, dem Verein Hamburg@work, der Hamburgischen Gesellschaft für Wirtschaftsförderung und engagierten Unternehmen. Das Netzwerk hilft Unternehmen, Kooperationen und neue Geschäftsfelder zu erschließen.