Bedingungsloses Grundeinkommen BGE

686228_web_R_K_B_by_Maik Schwertle_pixelio.de © Maik Schwertle, pixelio.de

„Boden unter den Füßen und Auftrieb unter den Flügeln“

Die Diskussion um das bedingungslose Grundeinkommen (BGE) wird oft von ideologischen Grabenkämpfen bestimmt. Wo immer es bislang mutig ausprobiert wurde, haben sich positive Effekte gezeigt. Der dreiteilige Artikel fasst bisherige Erkenntnisse zusammen. Teil 1 erklärt die verschiedenen Modelle und zeigt Argumente, die für und gegen das BGE sprechen. In Teil 2 werden die Thesen prominenter Befürworter vorgestellt, best-practice-Projekte, die den Erfolg des BGE darlegen, sowie künftig geplante Projekte mit dem BGE zum Weiterlesen. In Teil 3 geht es um Effekte und Wirkungen des BGE auf die Kreativbranche und damit für die gesamte Gesellschaft.

Ein Grundeinkommen ist ein Einkommen, das jedem Mitglied einer politischen Gemeinschaft gewährt wird. Es wird bedingungslos garantiert, d. h. ohne Bedürftigkeitsprüfung und ohne Zwang zu Arbeit oder anderen Gegenleistungen. Damit stellt es einen individuellen Rechtsanspruch dar. Es sichert die Existenz und ermöglicht gesellschaftliche Teilhabe.

Auf dem diesjährigen Jahrestreffen des Weltwirtschaftsforums in Davos diskutierten die Konferenzteilnehmer, inwiefern ein Grundeinkommen das zunehmende soziale Auseinanderdriften der Gesellschaft verhindern könne. Nach vielen Experimenten in Ländern der Dritten Welt prüfen nun immer mehr Industriestaaten die Einführung eines Grundeinkommens, u. a. die Schweiz, Finnland und die Niederlande.

Finanzierbarkeit – aktuelle Situation:

In der Bundesrepublik hat sich eine gigantische Sozialbürokratie herausgebildet. In 38 unterschiedlichen Behörden und behördenähnlichen Institutionen werden 155 verschiedene Sozialleistungen verwaltet, allesamt steuer- und beitragsfinanziert.

Das Gesamtvolumen für diese Transferleistungen beziffert Finanzminister Wolfgang Schäuble in einem Interview mit der Frankfurter Rundschau im Februar 2010 auf eine exorbitante Summe: „Dieses Land gibt einschließlich der Sozialversicherungen etwa eine Billion Euro Sozialleistungen im Jahr aus.“

Die tatsächliche Summe liegt allerdings etwas niedriger: Das Arbeits- und Sozialministerium veröffentlichte jährlich seine Sozialbudgets, demnach wurden im Jahr 2015 888 Milliarden Euro an Sozialleistungen finanziert. 2015 lebten laut statista 82,2 Millionen Menschen in Deutschland. Teilt man das Sozialbudget durch die Anzahl der Einwohner ergäbe sich für das bedingungslose Grundeinkommen ein Jahresbetrag von 10.803 Euro bzw. 900,25 Euro im Monat.

Dieser Betrag soll die Grundbedürfnisse des Lebens – Wohnen, Nahrungsmittel und Kleidung – abdecken, außerdem Kranken- und Unfallversicherung. Im Gegenzug werden alle bisherigen Leistungen wie Arbeitslosengeld II (Hartz IV), Sozialhilfe, Ausbildungshilfen (BAföG), Elterngeld, Kindergeld, Wohngeld usw. gestrichen.

Würde man all diese Transferleistungen aussetzen, könnten schon heute an jeden Bürger monatlich 871,30 Euro ausgezahlt werden. Das Geld langt für alle, nur die Arbeit eben nicht. Wenn keine Anträge mehr über Transferleistungen geprüft werden müssten, könnten die Löhne, die bisher in die Verwaltung flossen, dafür genutzt werden, den Beschäftigten neue Orientierung zu geben. So können sie ihre Talente, Fähigkeiten und Stärken neu bzw. erstmalig entdecken und in andere Tätigkeitsfelder verlagern, in denen die Gesellschaft dringend Bedarf hat. Mit einem BGE könnten sich die Bürger sozialen Aufgaben zuwenden, die Maschinen z. B. nicht übernehmen können und die nicht zwangsläufig in Erwerbstätigkeit führen müssen, unserer Gesellschaft aber trotzdem dienen, z.B. Forschung, Kultur, Medien.

Auf den US-amerikanischen Wirtschaftswissenschaftler Milton Friedman geht die Idee der „negativen Einkommenssteuer“ aus dem Jahr 1960 zurück. Friedman schlug vor, dass der Staat für Erwerbseinkommen einen Schwellenwert festlegen solle: Wer darüber liege, müsse Steuern bezahlen, wer darunter liege, habe Anspruch auf einen Existenz-Zuschuss.

737529_web_R_K_B_by_Tim Reckmann_pixelio.de © Tim Reckmann, pixelio.de

Was spricht für das bedingungslose Grundeinkommen?

Mehr Eigenverantwortung und Selbstermächtigung

  • Bürger erhalten mehr Eigenverantwortung statt Bevormundung und Fremdbestimmung
  • Ermutigung, das eigene Leben selbst in die Hand zu nehmen, es unabhängig und selbstbestimmt zu gestalten
  • Stärkung von Unabhängigkeit, Selbstermächtigung, Selbständigkeit und Selbstbefähigung
  • ein einzeln koordiniertes Grundeinkommensprogramm ist wesentlich effizienter ist als eine Palette von staatlichen sozialen Programmen, da die notwendige Bürokratie anders als derzeit überschaubar ist
  • Ermutigung der Bürger, die eigenen Stärken, Kreativität und Talente zu entdecken, damit ihr Potenzial besser auszuschöpfen, ihre Aufgabe im Leben und ihren Platz in der Gesellschaft zu finden, das würde auch die Arbeitswelt „humanisieren“

Mehr Chancen für nachhaltige Geschäftsmodelle

  • Freiheit, Ideen zu tragfähigen und nachhaltigen Geschäftsmodellen reifen zu lassen
  • wenn Geschäftsideen marktfähig und nachhaltig sind, steigert das die Qualität der Produktion und mindert die negative Begleiterscheinungen eines Produktes oder einer Dienstleistung, was wiederum der Gesellschaft und der Umwelt zu Gute kommt
  • Förderung von nachhaltigem und sozialem Unternehmertum bzw. Entrepreneurship
  • mehr Existenzgründungen

Mehr Bewusstsein für soziale Herausforderungen und Probleme

  • Fokussierung auf sozialen Ausgleich in der Gesellschaft
  • mehr Förderung und Anerkennung für ehrenamtlich Tätige
  • mehr Unterstützung für Familien, Alte, Kranke, Kinder und Geflüchtete

Verbindung von Theorie und Praxis schon in Schulen

  • Bessere Bildung durch mehr Praxisnähe: Kreative könnten als Praktiker in Schulen gehen, und gemeinsam mit  Heranwachsenden Lösungsansätze und -ideen für gesellschaftliche Herausforderungen zu erarbeiten – mit echtem Praxisbezug und branchenübergreifend bzw. interdisiplinär, Schüler und Lehrer z. B. gemeinsam mit  Mittelständlern und  Handwerkern der Umgebung, mit Stadtplanern, Politikern, Wissenschaftlern. So würden die Praktiker in Kontakt mit der jungen Generation kommen und Rückmeldung auf eigene Denkansätze erhalten. Die Win-Win-Projekte würden Politikverdrossenheit, Mangel an Nachwuchskräften, Abwanderung, Verödung von Regionen sowie Wirklichkeitsferne entgegenwirken.

Vor allem für Kinder und Jugendliche bis zum Alter von 27 Jahren würde sich das Grundeinkommen positiv auswirken. Mit beispielsweise 1.000 € monatlich hätten sie wesentlich bessere Startbedingungen für Schule, Ausbildung und Studium als derzeit. Ältere Mitbürger, die Kinder großgezogen und dennoch von ihrer Rente nicht existieren können, könnten mit einem BGE würdevoll am gemeinschaftlichen Leben in unserer Gesellschaft teilnehmen.

Positive Mehrfach-Effekte durch „sozialen Multiplikator

  • Wenn Menschen sich stärker entsprechend ihren Befähigungen und Talenten sowie für soziale Belange einsetzen können, sind sie zufriedener. Gesundheitskosten werden durch weniger Burnout sinken: Die Menschen haben weniger Angst, werden daher vor allem psychisch weniger krank und arbeiten motivierter, wenn sie eigenverantwortlich einer sinnvollen Tätigkeit nachgehen können.

Das Jugendmusical Linie 1, das jahrelang im Berliner Grips-Theater aufgeführt wurde, bringt es auf den Punkt: „Ick will jebraucht werden, vastehste?!“

Was spricht gegen das bedingungslose Grundeinkommen?

Angst: In einer Zeit, in der Sicherheiten schwinden, wächst die Angst: nicht nur vor Terrorismus, Einbrüchen und Überfällen, sondern auch vor Überforderung und sozialen Verteilungskämpfen. Nur wenn wir frei sind, verlieren wir unsere Angst. Ein Grundeinkommen würde vielen Menschen deutlich mehr soziale und geistige Freiheit geben als sie sie im Moment haben. Wer mit einem gesicherten Grundeinkommen mehr Freiheiten besitzt, hat weniger Angst. Dies würde den sozialen Ausgleich in der Gesellschaft stärken. Doch Kriktiker befürchten, die Einführung eines Grundeinkommens führe zum Einstieg in die Niedriglohngesellschaft.

Daumen runter_weisser HG © MassivKreativ

Misstrauenskultur: Genau genommen ist es nicht eine Frage des Geldes, sondern eine Frage des Vertrauens und des Menschenbildes, ob man für oder gegen das BGE ist.  Vertrauen ist die stillste Art von Mut. Doch viele Bürger befürchten, dass ihre Mitmenschen bei der Zahlung eines BGE keiner geregelten Arbeit mehr nachgehen würden. Wie ist es tatsächlich mit dem Thema Arbeitsmoral? Würden wir nur noch faul in der Hängematte liegen, wenn unser Einkommen gesichert wäre? Nein! Studien zufolge würden gerade mal 2 Prozent der Menschen nicht mehr arbeiten, wenn sie nicht müssten. Das sind deutlich weniger Menschen als heute, die Sozialleistungen erhalten, wobei die meisten von ihnen sicher über einen bezahlten Job froh wären. Denn: Es ist ein Urtrieb des Menschen, produktiv zu sein!

Vermutlich wird der Anreiz, Einkommen über das Grundeinkommen hinaus zu erwirtschaften, nach der Einführung des BGE größer sein als jetzt. Derzeit werden Hartz-IV-Empfängern geringste Zuverdienste gleich wieder abgezogen, was die Motivation für ein Mehrengagement schrumpfen lässt. Mit dem BGE lohnt sich jeder noch so kleine Verdienst.

Eine finanzielle Grundausstattung, insbesondere für Menschen ohne Einkommenssicherheit, führt zur mehr Eigenverantwortung, Aktivität und Unabhängigkeit, wie auch das Beispiel der Mikrokredite von Muhammad Yunus zeigt.  Auch Projekte der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit GIZ haben belegt, dass das Vorurteil der Faulheit unbegründet ist. Umfragen zeigen: Die meisten Menschen wollen arbeiten. Nicht nur wegen des Einkommens, sondern aus dem Bedürfnis heraus, in einem sozialen Umfeld nützlich zu sein und etwas zu bewirken: siehe Maslowsche Bedürfnispyramide.

Maslowsche Bedürfnispyramide Bedürfnispyramide nach Abraham Maslow

Unklarheit über Vergabe-Prozedere: Soll tatsächlich jeder Bürger ein BGE erhalten, auch einer, der es gar nicht braucht? Viele Menschen sind unsicher, wie die Vergabe in der Praxis tatsächlich aussehen soll.

In der Schweiz, wo die Lebenshaltungskosten deutlich über denen in Deutschland liegen, war geplant, dass die Bürger monatlich 2500 Franken erhalten sollten aber nur diejenigen, die in ihrem Einkommen darunter liegen. Wer mehr als 2.500 Franken verdient, dem wird das Grundeinkommen komplett abgezogen. Bei der letzten Volksabstimmung über das BGE in der Schweiz am 5. Juni 2016 haben sich allerdings 76,9 % gegen das BGE ausgesprochen.

Wie werden ungeliebte Arbeiten trotzdem erledigt, wie z. B. Müllabfuhr, Pflege? Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten: 1) sie besser bezahlen 2) sie selbst machen 3)  sie automatisieren.

Drei Modelle des Grundeinkommens

Der Autor Timo Reuter erläutert in einem Artikel der Wochenzeitung DIE ZEIT drei verschiedene Modelle für das BGE: ein neoliberales, ein humanistisch-linksliberales und ein sozialistisches.

Die Befürworter des neoliberalen Modells streben ein „solidarisches Bürgergeld“ an, das fast alle bisherigen Sozialleistungen ersetzen und den Staatshaushalt in „zweistelliger Milliardenhöhe“ entlasten soll.

Die Schweizer BGE-Initiative um die  Volksabstimmung im Juni 2016 agiert auf den Grundfesten eines linksliberalen, humanistischen Menschenbildes. Ihre Akteure sind überzeugt, dass fast alle Menschen auch mit Grundeinkommen weiterarbeiten würden – nicht weil sie müssen, sondern weil sie wollen. Im Sinne der Selbstermächtigung sollen die „individuellen Entscheidungsspielräume“ der Bürger vergrößert werden.

Das sozialistische Modell wird von der Linkspartei in Deutschland propagiert. Sie fordert ein monatliches Grundeinkommen von 1.080 Euro bei Beibehaltung der Sozialleistungen und des Mindestlohnes, verbunden mit Arbeitszeitverkürzungen und einer Steuerreform. Die Finanzierung soll durch eine grundlegende Umverteilung von oben nach unten erreicht werden. Da dieser gesamtgesellschaftliche Umwandlungsprozess mit sehr hohen Kosten verbunden wäre, wird dieses Modell derzeit kaum diskutiert.

Timo Reuter erklärt in seinem Buch „Das bedingungslose Grundeinkommen als liberaler Entwurf – Philosophische Argumente für mehr Gerechtigkeit“ ausführlich, warum das BGE als liberaler Entwurf als gerecht gelten kann. Durch die gewährte materielle Grundlage ermögliche es jenseits neoliberaler Vorstellungen erst eine „wirkliche Freiheit“. Reuter zeigt außerdem, dass das BGE sehr wohl mit dem Leistungsbegriff kompatibel ist und es Chancengleichheit sowie Ressourcengerechtigkeit begünstigt: eine konkrete Vision für eine freiere und gerechtere Gesellschaft.

© Albrecht E. Arnold, pixelio.de

Erkenntnisse aus der Entwicklungshilfe

Investitionen in die klassische Entwicklungshilfe für Staaten der „Dritten Welt“ bzw. für Less Developed Countries (LDC) und Least Developed Countries (LLDC) haben weltweit zu Korruption geführt. Denn um Projekte überhaupt auf den Weg zu bringen, mussten Deals mit korrupten lokalen Machthabern geschmiedet werden, mit Despoten, Diktatoren, Clans und Warlords. All diesen Erkenntnissen zum Trotz: Wie das ARD-Magazin „Monitor“ im April 2016 berichtet, plant die EU neuerdings, Flüchtlinge in ihre ostafrikanischen Heimatländer zurückzusenden und den Regierungen dafür Rückkehrer-Kopf-Pauschalen zu zahlen sowie Ausrüstung für Überwachung und Grenzsicherung, z. B. in Eritrea, Äthiopien, Somalia und im Sudan.

Statt die Ursachen von Armut und Flucht mit einem bedingungslosen Grundeinkommen für alle Bürger zu bekämpfen, werden seit Jahrzehnten korrupte Tyrannen gestärkt. Dabei ist in den Richtlinien des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) nachzulesen: „Die Rolle der Entwicklungspolitik hat sich zu Beginn des 21. Jahrhunderts unter dem Eindruck der Terroranschläge vom 11. September 2001 hin zu einer globalen Struktur- und Friedenspolitik verändert. Sie soll helfen, Krisen und Konflikte friedlich zu bewältigen, die knappen Ressourcen gerechter zu verteilen, die Umwelt zu bewahren und die weltweite Armut zu verringern.“ (Quelle IFA) Die Realität sieht leider völlig anders aus.

 © bedingungslos.ch

Szenarien und Forderungen für die Zukunft

Mit dem bedingungslosen Grundeinkommen können Menschen frei von Existenzangst in Ruhe arbeiten. Das Grundeinkommen wird an die Bürger als staatlicher Dauerauftrag ohne Prüfung entrichtet.

Verbindet man das BGE zugleich mit einer Umstellung auf die Konsumsteuer, sinken die Lohnkosten. So werden mehr Menschen ermutigt und motiviert, eine Arbeit anzubieten oder anzunehmen. Die Wirtschaftskraft der Bürger würde wachsen, durch die Konsumsteuer würde mehr Geld in die gemeinschaftliche Staatskasse zurückfließen, aus der das BGE finanziert wird.

Mit der Besteuerung des Konsums kann das Kapital in Ruhe arbeiten – bis die Wertschöpfung zu einem Abschluss gekommen ist und die Bürger die Produkte und Dienstleistungen konsumieren oder gegen Entgelte teilen können.

Die Besteuerung des Konsums schafft mehr Gerechtigkeit, vorausgesetzt Luxusprodukte und -dienstleistungen werden höher besteuert als Produkte des täglichen Bedarfs.

Armut schafft Ohnmacht und lähmende Angst. Anders als das Existenzminimum soll das höhere BGE als Kulturminimum den Menschen über den existenzsichernden Grundbetrag hinaus eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglichen. Das BGE ist kein Almosen, sondern ein Kulturimpuls!

Dank der bundesweit vertretenen Ein-Thema-Partei Bündnis Grundeinkommen ist das Vorhaben Grundeinkommen auch bei der Bundestagswahl 2017 wählbar!

229441_web_R_K_B_by_Stephanie Hofschlaeger_pixelio.de © Stephanie Hofschlaeger, pixelio.de

 

Teil 1: BGE – Boden unter den Füßen und Auftrieb unter den Flügeln

Teil 2: BGE – Befürworter und Praxisprojekte mit bedingungslosem Grundeinkommen

Teil 3: BGE – Was das Grundeinkommen für die Kreativszene bedeuten würde …

Teil 4: BGE – Grundeinkommen wählen bei der Bundestagswahl 2017

 

Inspirationstipps:

  • Schweizer Volksinitiative bedingungslos.ch, die am 5.6.2016 die Frage stellt: „Wollen Sie die Volksinitiative «Für ein bedingungsloses Grundeinkommen» annehmen?“
  • Initiative Mein Grundeinkommen von Michael Bohmeyer: 2015 Jahr hat der Berliner ein Crowdfunding-Projekt, das einem Menschen ein Einkommen von monatlich 1.000 Euro ermöglichen sollte. Die monatlichen Zahlungen aus Spenderhand werden regelmäßig an Bewerber verlost.
  • Timo Reuter: Das bedingungslose Grundeinkommen als liberaler Entwurf – Philosophische Argumente für mehr Gerechtigkeit. Springer Verlag 2016.
  • Daniel Häni und Philip Kovce: Was fehlt, wenn alles da ist? Warum das bedingungslose Grundeinkommen die richtigen Fragen stellt. Orell Füssli Verlage 2015.
  • Christian Müller, Daniel Staub, Enno Schmidt: Grundeinkommen vom A bis Z. Limmat, Zürich April 2016,
  • Götz Werner & Adrienne Goehler: 1000 € für jeden. Econ Verlag 2010.
  • Helmut Pelzer: Das bedingungslose Grundeinkommen. Finanzierung und Realisierung nach dem mathematisch fundierten Transfergrenzen-Modell. Lucius & Lucius Verlag, Stuttgart 2010. Helmut Pelzer ist Mitbegründer des seit 2004 bestehenden deutschen „Netzwerks Grundeinkommen“ und seitdem nominelles Mitglied im wissenschaftlichen Beirat.
  • Welchen gesellschaftlichen und volkswirtschaftlichen Nutzen hätte das BGE? Persönliche Gedanken eines Krefelder Journalisten – ein Erfahrungsbericht.

Facebookgruppen:

Teilmärkte der Kultur- und Kreativwirtschaft

Die Teilmärkte der Kultur- und Kreativwirtschaft in Deutschland sind identisch mit den Bezeichnungen und Einteilungen innerhalb Europas und ebenso kompatibel mit der Kategorisierung der UNESCO.

Kulturwirtschaft
Zur „Kulturwirtschaft“ zählen die Teilmärkte Musikwirtschaft, Buchmarkt, Kunstmarkt, Filmwirtschaft, Rundfunkwirtschaft, Darstellende Kunst, Designwirtschaft, Architekturmarkt und Pressemarkt.

Musikindustrie Musikwirtschaft   Literatur Buchmarkt                   Kunst Kunstmarkt
Film Filmwirtschaft      Rundfunk Rundfunkwirtschaft  Theater Darstellende Kunst
Kreativwirtschaft Designwirtschaft Architekturmarkt  Architekturmarkt       Pressemarkt Pressemarkt

 

Kreativbranchen
Zu den „Kreativbranchen“ werden Werbemarkt sowie Software- und Games-Industrie gezählt. In den Bereich „Sonstige“ können auch neue wirtschaftliche Aktivitäten eingebunden werden, wie z. B. das Kunsthandwerk.

Games Software und Games Sonstige Sonstige, z. B. Kunsthandwerk
© alle Icons/Grafiken: MassivKreativ

Grafik erstellt von Antje Hinz / Quelle: ZEW / Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Monitoring zu ausgewählten Eckdaten der Kultur- und Kreativwirtschaft 2014, S. 24 (Kurzfassung)

Grafik erstellt von Antje Hinz / Quelle: ZEW / Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Monitoring zu ausgewählten Eckdaten der Kultur- und Kreativwirtschaft 2014, S. 25 (Kurzfassung)

10 Tipps: So sind Imagefilme für kleine Unternehmen realisierbar

Björn-mit-Kamera_Hannes_2015 © Hannes Wirtz: Videojournalist Björn Kempcke

„Ein informativer Film über meine Firma wäre schon toll! Kann ich mir im Moment aber finanziell nicht leisten!“ – Diesen Satz höre ich immer wieder, wenn ich kleinen Unternehmern berichtete, dass unser Silberfuchs-Verlag neben Hörbüchern, Erklärtrickfilmen, interaktiven Grafiken und klingenden Visitenkarten für Firmen auch kleine Filmreportagen und Interviews realisiert. 10 Tipps, die zeigen, wie Imagefilme auch für kleine Unternehmen realisierbar sind.

Die Idee, engagierte Kleinunternehmer in ihrer Arbeitsumgebung sympathisch zu Wort kommen zu lassen, beschäftigte mich immer wieder, bis ich durch ein Interview die Journalistin Sylvia Karasch kennenlernte. Sie befragte mich für das deutschsprachige Programm beim kanadischen CHIN Radio Toronto über unser Deutschland-Hörbuch und die englischsprachige Übersetzung „Listen to Germany“, die wir mit einem Grußwort von Außenminister Frank-Walter Steinmeier für das Auswärtige Amt produziert hatten.

Flyer Deustchland hören © Silberfuchs-Verlag

Kreatives Brainstormen

Nach der Radiosendung erzählte mir Karasch von ihrem Portal „Bei-Uns-In-Neuwulmstorf.de“, eine Service-Website für Bürger, die über Ereignisse im Ort informiert und auf der Geschäftsleute und Unternehmen für ihre Produkte und Dienstleistungen werben können – mit Texten und Fotos. Filme seien leider zu teuer, bestätigte Karasch meine Erfahrungen. Aber man könne ja mal gemeinsam überlegen, wie sich das Hauptproblem – Preis und Aufwand – kreativ und neu überdenken lasse.

Unsere kreativen Tipps möchte ich mit Ihnen an dieser Stelle teilen!
Das können Sie als Unternehmer auch, wenn Sie die Kräfte bündeln:

  1. Suchen Sie gleichgesinnte Unternehmer bzw. Geschäftsleute in Ihrem Umfeld! Fündig werden Sie z. B. in regionalen Gewerbevereinen, Interessengemeinschaften, Sportvereinen, bei Handels- oder Handwerkskammern oder in Businessclubs. Planen Sie das nächste Werbeprojekt gemeinsam mit anderen Unternehmen. Nutzen Sie die Kraft vieler Mitstreiter, um die virale Verbreitung zu steigern. So erreichen Sie mehr als ein Einzelkämpfer.
  1. Erzählen Sie jedem, den Sie treffen mit leuchtenden Augen von Ihrer Idee! Bitten Sie Andere um ihre Meinung und um weitere Anregungen. Nutzen Sie jede Gelegenheit und jeden Ort für einen Austausch, überall, wo Sie sind: beim Einkaufen, im Restaurant, beim Arzt, im Sport-, Umwelt- oder Kulturverein, in der Schule Ihrer Kinder, im Rathaus, in der Kirche. Andere werden Ihre Gedanken bereichern und weitererzählen! So verbreitet sich Ihre Film-Idee viral weiter und Sie sparen viel Zeit!
  1. Suchen Sie sich unterschiedliche Akteure, damit Ihr Film abwechslungsreich wird und große Verbreitung findet.  Auch ein Schulprojekt (Chor, Jugend forscht), ein Umwelt- oder Sportverein, ein Seniorenheim oder eine Flüchtlingsinitiative ziehen mit ihren Themen potentielle Kunden für Ihr Business an.
  1. Nehmen Sie Kontakt mit einem Online- oder Informationsportal in Ihrer Umgebung auf! Überzeugen Sie die Betreiber, einen Gemeinschaftsfilm mit mehreren Akteuren zu realisieren, um Kosten und Nutzen zu optimieren und eine größere Reichweite zu erlangen.
  1. Was interessiert Ihre Kunden? Denken Sie bei Ihren Filminhalten vielfältig! Neben Ihrem Arbeitsalltag können Sie Produkte oder Dienstleistungen vorstellen und Verbrauchertipps zu ihrer Anwendung geben. Denken Sie nicht nur an Werbebotschaften, sondern vor allem an informative und serviceorientierte Hinweise. Manche Ihrer Angebote eignen sich vielleicht auch als Präsent oder für einen Gutschein. Denken Sie sich saisonal passende Aktionen aus, um sie filmisch aufzugreifen! Auch die Suche nach einem neuen Mitarbeiter lässt sich in einem Film darstellen. Neben einem eigenen Statement können z. B. Ihre langjährigen Mitarbeiter vom angenehmen Betriebsklima in Ihrer Firma erzählen.
  1. Überlegen Sie, wie Sie im Film regionale Aspekte aufgreifen können, Ihr Engagement für den Sport- oder Heimatverein, für das nächste Stadtfest oder den Tag der offenen Tür …
  1. Strahlen Sie Freude aus und seien Sie im Interview locker! Wenn es beim ersten Mal nicht klappt, nicht aufgeben! Auch Schauspieler unternehmen oft mehrere Versuche, bis die Szene sitzt. Beginnen Sie einfach noch mal. Versprecher lassen sich schneiden und durch Zwischenbilder problemlos kaschieren. Und vergessen Sie den Humor nicht: Mit Originalität und Leichtigkeit behalten Kunden Ihre Informationen besser im Gedächtnis.
  1. Suchen Sie vor den Filmaufnahmen nach geeigneten Orten oder Abläufen in Ihrer Firma, die für Ihre Zielgruppe visuell interessant sind. Was würden Sie selbst gern in einem Imagefilm sehen? Attraktive Zwischenbilder sind wichtig, um längere Interview-Statements zu bebildern. Als Länge für einen Kurzfilm empfehle ich etwa 2 Minuten.
  1. Arbeiten Sie mit Journalisten zusammen! PR-Agenturen denken meist zu groß und zu teuer! Getextete Botschaften, die von Werbesprechern präsentiert werden, überzeugen selten. Lassen Sie sich lieber selbst von einem Videojournalisten/Kamermann über Ihr Arbeitsumfeld befragen! Mit Ihrem Wissen und Ihrer Kompetenz wirken Sie glaubwürdiger und sympathischer als Werbebotschaften, die Andere für oder über Sie geschrieben haben!
  1. Kontakt zu freiberuflich tätigen Journalisten erhalten Sie z. B. über die Landesverbände des Deutschen Journalistenvereins. Jedes Bundesland hat eine eigene regionale Vertretung. Viele Journalisten verfügen über eigenes Aufnahme- bzw. Kamera-Equipment und über eine eigene Software, um das gefilmte Material zu schneiden und zu montieren.
  1. Seien Sie kreativ! Langweilige Imagefilme gibt es zur Genüge! Mit Herzblut, Fantasie und Leidenschaft können Sie es nur besser machen!

© Björn Kempcke, BusinessMedien

Inspirationstipps:

  • Silberfuchs-Verlag: Wissensverlag, Mediendienstleister und Labor für gesellschaftliche Wertschöpfung

Kreuzfahrten und Golfbälle: Spielend lernen und arbeiten

 IndustryGamification-MVM3 © Centigrade GmbH

Beim Spielen kann man nicht nur viel Spaß haben, sondern auch eine Menge erproben. Zum Thema „Gamification“ habe ich mich in der vielfältigen Spielebranche umgehört. Welchen Nutzen hat spielerisches Denken für klein- und mittelständische Unternehmen und kann es Mitarbeiter tatsächlich motivieren?

Wie tickt der Markt? Was wollen die Kunden? Kaum eine Branche investiert in die Beantwortung dieser Frage so viel Zeit und Geld wie die Software- und Games-Industrie. Es ist der umsatzstärkste Teilmarkt der Kultur- und Kreativbranche. Viele Spiele werden als Testversionen auf kostenfreie Plattformen (z. B. steam) gestellt, um Rückmeldungen von der Community einzuholen. Beta-Tester erstellen Fehlerberichte und beantworten inhaltliche Fragen: Funktioniert die Story? Wie kommen die Protagonisten an? Wie hoch ist der Unterhaltungswert? Wo bricht der Spieler ab? Wo liegen die Gründe, langweilig oder zu schwierig? Für welche Zusatzangebote würden Spieler zahlen?

239259_web_R_K_B_by_Stephanie Hofschlaeger_pixelio.de © Stephanie Hofschlaeger, Pixelio

Community-Pflege

Die wertvollen Informationen aus der Community lassen sich die Gamesfirmen einiges kosten. Um mit den Spielern in engen Austausch zu gelangen, wurden spezielle Abteilungen für „Customer Service“ geschaffen. Sie bilden die Schnittstelle zum Community Manager und den Entwicklerteams, die ihre Produkte mit den Hinweisen der Testspieler ständig nachjustieren.

Spielemechanismen erkennen

Auch die klassische Wirtschaft steht vor der Herausforderung, individuelle Kundenwünsche zu ermitteln und zu berücksichtigen. Erkenntnisse aus der Spielepraxis können dabei helfen. „Erkunden, entdecken, sammeln, punkten, in Rollen schlüpfen, Strategien planen, Erfahrungen teilen – das sind die Mechanismen, nach denen gute Spiele funktionieren und die Spieler bei der Stange halten“, erzählt mir Roland Weiniger vom Netzwerk SpieleGilde. Sein PIAGET-Institut in Nürnberg entwickelt für klein- und mittelständische Unternehmen Lernspiele, so genannte „serious games“, vor allem für Bildung und Gesundheit.

Weinigers Team entwickelt spezielle Angebote für Senioren, die sogenannten Silver-Gamer. Für Demenz-Erkrankte hat das PIAGET-Institut ein Computerspiel produziert, das auf einem Kreuzfahrtschiff spielt. Nur wenn der Senior-Spieler die richtigen Lebensmittel am Buffet zuordnen kann, wird der nächste Hafen angesteuert, als Belohnung winkt eine Besichtigungstour.

753736_web_R_K_B_by_Rainer Sturm_pixelio.de © Rainer Sturm, Pixelio

Lebenslanges Lernen wird immer wichtiger. Menschen werden älter und müssen länger arbeiten. „Lernen muss Spaß machen, es darf nicht zur Qual werden“, so Weiniger, daher sei es wichtig, „die Vorlieben der Zielgruppe genau zu kennen.“

Spielemechanismen übertragen

„Im Mittelstand ist das Thema Spiele noch nicht so angekommen wie in großen Firmen, was auch an den Kosten liegt“, berichtet mir Carsten Fichtelmann am Rande der GamesConference in Hamburg. Die elektronischen Games seiner Firma DAEDALIC Entertainment in Hamburg bestechen mit ungewöhnlichen, oft poetischen Geschichten, die häufig prämiert wurden. Fichtelmann weiß: „Die Entwicklung wirklich guter serious games ist im Grunde genau so zeitaufwändig und teuer wie die Realisierung normaler Unterhaltungsspiele.“ Klein- und Mittelständler können dennoch Erkenntnisse aus der Branche nutzen. Wenn es gelingt, Spiele-Mechanismen geistreich auf Belange von Kunden oder Mitarbeitern zu übertragen, wird deren Motivation steigen, sich auch ungeliebten Herausforderungen zu stellen.

720178_web_R_K_B_by_Juergen Jotzo_pixelio.de © Juergen Jotzo, Pixelio

Spielerische Motivation per Golfball

Der Anbieter von Unternehmenssoftware SAP integrierte z. B. in seine Firmensoftware ein Spiel, bei dem Kundenwünsche als Golfball schneller zum zuständigen Kollegen geputtet werden sollen. Punkte, Ranglisten und Prämien allein reichen allerdings nicht aus, um Beteiligung zu erreichen. „Das Prinzip: ‚Wenn Du dies tust, bekommst Du das’“ funktioniert selten, warnt Spiele-Expertin Nora Stampfl. Den meisten Spielern geht es um die Herausforderung, um Neugierde und Teilhabe. Unternehmen sollten mit ihren Mitarbeitern gemeinsam spielerische Ideen entwickeln, die den Praxistest im Alltag auch wirklich bestehen und das Team zusammenschweißen.

404232_web_R_K_B_by_Rainer Sturm_pixelio.de © Rainer Sturm, Pixelio

Kundenkontakte intensivieren

Wie knüpft man Kontakt zu Kunden, wie erhält man wertvolle Informationen? Unboxing-Filme über das Auspacken von Waren sind auf youtube gerade Trend. Überlegen Sie, welche spielerischen Methoden bei Ihren Kunden auf Sympathie treffen. Testen Sie sie couragiert aus und bessern Sie nach. Fragen Sie Kunden nach Erfahrungen mit Ihren Produkten. Überlegen Sie, ob Sie zusätzlich zu Ihren Produkten auch Service- und Dienstleistungen anbiete, auch das dient der Kundenbindung.

Bitten Sie um kleine Geschichten oder Handy-Videos, die zeigen, wie Ihre Produkte oder Dienstleistungen dem Kunden helfen. Schaffen Sie Plattformen, live und digital, auf denen Kunden sich mitteilen, welche Angebote noch erweitert oder verbessert werden können. Losen Sie unter engagierten, kreativen Kunden einen Gewinner aus. Laden Sie ihn zum nächsten Firmenfest ein oder zeigen sie ihm bei einem Rundgang die Firma. Bitten Sie einen Journalisten dazu ein, vielleicht berichtet er darüber. Beteiligung und Erkenntnisgewinn führen auch bei Kunden zu intrinsischer Motivation, also zum Antrieb aus sich selbst heraus.

Planspiele

Prozesse spielerisch zu durchdenken und zu simulieren, kann enorme Kosten sparen. Planspiele bieten die Chance, unter geschützten Bedingungen Vorhaben auszuprobieren, die real zu teuer oder zu gefährlich wären. Rettungskräfte von Polizei und Feuerwehr, medizinisches Personal in der Notaufnahme von Krankenhäusern sowie Produzenten und Logistiker von Gefahrengütern simulieren auf diese Weise mögliche Risikoszenarien. Die Akteure nehmen verschiedene Sichtweisen ein, erkennen Zusammenhänge zwischen Abläufen und Prozessen und wie wichtig die Kommunikation dabei ist. Auch der beim Spielen typische Rollenwechsel steigert Lernerfolg und Erkenntnisgewinn.

IndustryGamification-ProductionStation © Centigrade GmbH

Fehler schleichen sich oft bei unbeliebten und monotonen Arbeiten ein, weiß der Interaktionsdesigner Jörg Niesenhaus. Er erforscht, wie sich spielerische Elemente in Steuer- und Bedienoberflächen einbauen lassen, um für mehr Aufmerksamkeit zu sorgen. Er ist Standortleiter der Firma Centigrade in Mülheim und hat mit seinem Team u. a. Fließband-Szenarien mit Lego-Sets nachgestellt. Sie sollen das Zusammenspiel von Mensch und Maschine besser nachvollziehbar machen. Ich habe mit Jörg Niesenhaus ausführlich über das Thema Gamification gesprochen und darüber was seine Firma „Centigrade“ erforscht und woran sie aktuell arbeitet.

Setzen Sie in Ihrem Unternehmen auf den Spieltrieb !

Lassen sie sich von Kreativen und Branchen-Experten unterstützen: Laden Sie einen Spiele-Experten in Ihr Unternehmen ein. Beraten Sie sich mit ihm über Spiele-Mechanismen und wie sie sich auf Ihr Alltagsgeschäft übertragen lassen. Auch Games-Studiengänge an Hochschulen entwickeln inzwischen erfolgreich Spielekonzepte. Unterstützung und Vernetzungsmöglichkeiten finden Sie bei lokalen Initiativen, im Norden z. B. bei gamecity:Hamburg oder bei bundesweiten Kreativnetzwerken, wie Kreative Deutschland.

 

Audio-Interview von Antje Hinz mit dem Spiele-Experten Roland Weiniger, PIAGET-Institut Nürnberg:

      Tel-Interview-Roland-Weiniger_part1
      Tel-Interview-Roland-Weiniger_part2
      Tel-Interview-Roland-Weiniger_part3

 

Inspirationstipps:

  • Die SpieleGilde ist eine Verbundplattform, Interessenvertretung, Dienstleister und Netzwerk und verbindet kleine und mittlere Unternehmen, freiberufliche Game Designer und Spieleautoren sowie Dienstleister und Forschungseinrichtungen rund um die Spielebranche
  • DAEDALIC Entertainment entwickelte im Bereich serious games u. a. Lern-Adventure für Alltags- und Berufssituationen und in der dualen handwerklichen Berufsausbildung
  • Serious Games Solutions entwickelt serious games, u. a. zur internen Mitarbeiterschulung, im Bereich Gesundheit und für Unternehmenswerbung
  • Nora Stampfl: Die verspielte Gesellschaft. Gamification oder Leben im Zeitalter des Computerspiels. Heise 2012.
  • gamecity:Hamburg ist eine Fachgruppe der Initiative nextMedia.Hamburg, getragen von der Stadt, dem Verein Hamburg@work, der Hamburgischen Gesellschaft für Wirtschaftsförderung und engagierten Unternehmen. Das Netzwerk hilft Unternehmen, Kooperationen und neue Geschäftsfelder zu erschließen.

Suche nach Förderprogrammen für die Kultur- und Kreativbranche

753186_web_R_K_B_by_Timo Klostermeier_pixelio.de © Timo Klostermeier, Pixelio

Im Dschungel der Förderprogramme

Kleine und junge Unternehmen aus der Kultur- und Kreativwirtschaft brauchen zuweilen schnell und unpragmatisch Geld. Doch selbst für Experten und Berater ist die Vielfalt an Förderinstrumenten komplex und schwer überschaubar.

Förderkredite der KfW für die Kultur- und Kreativbranche

Diese KFW-Kredite werden ganz normal über die Hausbank beantragt. Sie erleichtern kreativen Gründern und auch etablierten Unternehmen sowie Freiberuflern in der Kreativ- und Kulturwirtschaft den Zugang zu passenden Finanzierungen.

Detailsuche über Datenbank des Bundes

Helfen soll jetzt die Förderdatenbank des Bundes. Mit ihrer Hilfe sollen Kreativschaffende zielgenauer nach passenden Förderprogrammen speziell für die Kultur- und Kreativwirtschaft suchen. Unter „Förderberechtigte“ ist nun unter Branchen erstmalig auch die Kultur- und Kreativwirtschaft aufgeführt. Einzelne Programme für die Kultur- und Kreativwirtschaft sind jetzt in der Detailsuche der Förderdatenbank des Bundes auffindbar.

In Österreich ist gerade das neue Kreativwirtschaftshandbuch von Kreativwirtschaft Austria erschienen. Es geht um das Kapital der Kreativen bzw. um die Finanzierung kreativer Geschäftsmodelle.

Datenbank für Existenzgründer

Die Initiative “Deutschland startet” ist eine bundesweite Initiative von staatlich gelisteten Gründungsexperten. Sie gibt Existenzgründern und jungen Unternehmen Hinweise für staatliche Fördermöglichkeiten – unabhängig und kostenlos. Neben der Internetdatenbank Förderprogramme Deutschland kann bundesweit auch ein  kostenloses Experten-Telefon genutzt werden: 0800 – 5895 505.

Medien und Buchempfehlungen

 © Rainer Sturm, pixelio.de

1) Kreativität

Doris Rothauer: Kreativität. Der Schlüssel für eine neue Wirtschaft und Gesellschaft, Facultas Verlag, Wien 2016.

Frank Berzbach: Die Kunst, ein kreatives Leben zu führen. Anregung zur Achtsamkeit. Verlag Hermann Schmidt, Mainz 2013.

Wolf Lotter: Die kreative Revolution: Was kommt nach dem Industriekapitalismus? Murmann Verlag 2009.

Egon Freitag: Lexikon der Kreativität – Grundlagen – Methoden – Begriffe. Expert Verlag 2018.

Warren Berger: Die Kunst des klugen Fragens. Berlin Verlag 2014.

Martin Gaedt: ROCK YOUR IDEA. Mit Ideen die Welt verändern. Murmann 2016.

Vera F. Birkenbihl: Fragetechnik … schnell trainiert. Das Trainingsprogramm für erfolgreiche Gesprächsführung. München 2013.

Doris Rothauer: Kreativität & Kapital: Kunst und Wirtschaft im Umbruch. Facultas 2005.

Marianne Wellershoff: Kreativität. Der Schlüssel zu Glück und Erfolg. SPIEGEL WISSEN. Ausgabe April 2-2016.

Andreas Reckwitz: Die Erfindung der Kreativität. Zum Prozess gesellschaftlicher Ästhetisierung. Suhrkamp Verlag, Berlin 2012.

Simon Sinek: Frag immer erst Warum. Wie Topfirmen und Führungskräfte zum Erfolg inspirieren. Redline Verlag 2014.

Simon Sinek: Finde dein Warum: Der praktische Wegweiser zu Deiner Bestimmung. Redline Verlag 2018.

Chris Brügger und Jiri Scherer: Denkmotor – Nichts ist gefährlicher als eine Idee, wenn es die einzige ist. Gabal 2014.

Bas Kast: Und plötzlich macht es KLICK!: Das Handwerk der Kreativität oder wie die guten Ideen in den Kopf kommen. S. Fischer Verlag, Frankfurt/M. 2015.

Florian Rustler: Denkwerkzeuge der Kreativität und Innovation, Creaffective, München 2014.

Austin Kleon. Alles nur geklaut. 10 Wege zum kreativen Durchbruch. Wilhelm Goldmann Verlag, München 2013.

Dale Carnegie: Wie man Freunde gewinnt. Die Kunst, beliebt und einflussreich zu werden. Grundregeln für den Umgang mit  Menschen. Inhaltverzeichnis. S. Fischer Verlag FfM 2011, 9. Aufl.

Chip Heath / Dan Heath: Was bleibt: Wie die richtige Story Ihre Werbung (und Ihr Projekt) unwiderstehlich macht. Hanser Verlag 2008.

Sir Ken Robinson: Thesenpapier All Our Futures: Creativity, Culture and Educationim Begleitheft zum Dokumentarfilm alphabet –Angst oder Liebe von Erwin Wagenhofer, Österreich / Deutschland 2014, S. 20: „Menschen geben ihr Bestes, wenn sie das tun, was sie lieben, wenn sie in ihrem Element sind. Es ist ganz offensichtlich: Wenn Menschen ihr Talent spüren, wenn sie entdecken, was sie können, werden sie zu einem neuen Menschen.“

Alexander Kleider: Dokumentarfilm Berlin Rebel High School – über eine Schule für Erwachsenenbildung in Berlin (SFE), die zum Abitur führt und doch völlig anders ist als andere Schulen. Sie wurde bereits 1973 als basisdemokratisches Projekt gegründet, alle zwei Wochen stimmen Schüler und Lehrer über alle Entscheidungen gemeinsam ab. Die Lehrer und Angestellten werden von den Schülern selbst bezahlt.  An der Schule gibt es keinen Direktor und keine Noten. 

2) Künstliche Intelligenz

Manuela Lenzen: Künstliche Intelligenz. C. H. Beck 2018.

Thomas Ramge: Mensch und Maschine: Wie Künstliche Intelligenz und Roboter unser Leben verändern. Reclam 2018.

Max Tegmark: Leben 3.0: Mensch sein im Zeitalter Künstlicher Intelligenz. Ullstein 2017.

Ulrich Eberl: Smarte Maschinen: Wie Künstliche Intelligenz unser Leben verändert. Hanser 2016. 

Yuval Noah Harari: Homo Deus – Eine Geschichte von morgen. C. H. Beck 2017.

3) Gesellschaftsgestaltung, Gemeinwohl-Ökonomie, WIR-Kultur

Kreative Pioniere  in ländlichen Räumen – Innovation & Transformation zwischen Stadt & Land, hg. von Katja Wolter, Daniel Schiller und Corinna Hesse, Grußwort: Ministerpräsidentin des Landes MV, Manuela Schwesig. Steinbeis-Edition 2018. Print-Ausgabe hier bestellen

Christian Felber: Gemeinwohlökonomie. Das Wirtschaftsmodell der Zukunft. Deuticke 2014.

Tomás Sedlácek: Die Ökonomie von Gut und Böse. Hanser 2012.

Cyril Dion & Mélanie Laurent: TOMORROW. Die Welt ist voller Lösungen. Ein Film über Lösungen gegen den globalen ökologischen Kollaps. Frankreich 2016.

Peter Finke: Citizen Science. Das unterschätzte Wissen der Laien, Oekom Verlag 2014.

Peter Finke (Hg.): Freie Bürger, freie Forschung. Die Wissenschaft verlässt den Elfenbeiturm. Originalbeiträge von 36 Autorinnen und Autoren. Oekom Verlag 2015.

Peter Finke: Lob der Amateure. Warum Wissenschaft die Laien braucht (in Vorbereitung)

Niko Paech: Befreiung vom Überfluss. Auf dem Weg in die Postwachstumsökonomie. oekom 2014.

Florian Pfeffer: To do: Die neue Rolle der Gestaltung in einer veränderten Welt. Strategien, Werkzeuge, Geschäftsmodelle.Verlag Hermann Schmidt, Mainz 2014.

Alexandra Hildebrandt und Werner Landhäußer (Hg): CSR und Digitalisierung. Der digitale Wandel als Chance und Herausforderung für Wirtschaft und Gesellschaft (Management-Reihe Corporate Social Responsibility). Springer Gabler 2017.

Elisabeth Hartung (Hg.): Visionen gestalten. Neue interdisziplinäre Denkweisen und Praktiken in Design, Kunst, Architektur. avedition 2017.

Thomas Piketty: Das Kapital im 21. Jahrhundert. C.H.Beck 2014.

Tim Leberecht: Business-Romantiker – von der Sehnsucht nach einem anderen Wirtschaftsleben. Droemer 2015.

Lisa Herzog: Freiheit gehört nicht nur den Reichen: Plädoyer für einen zeitgemäßen Liberalismus. C.H.Beck 2014.

Wolf Lotter: Zivilkapitalismus. Wir können auch anders. Pantheon Verlag 2013.

Harald Welzer: Selbst denken: eine Anleitung zum Widerstand, Fischer Verlag, Frankfurt/M. 2013.

Michael Pauen und Harald Welzer: Autonomie. Eine Verteidigung. S. Fischer Verlag, Frankfurt/M. 2015.

Johannes Heimrath: Die Post-Kollaps-Gesellschaft: Wie wir mit viel weniger viel besser leben – und wie wir uns heute schon darauf vorbereiten können. Scorpio München 2012.

Quelle: Andreas Zeuch: Alle Macht für niemand. Aufbruch der Unternehmensdemokraten. Murmann Verlag 2015.

Alexander Dill:  Gemeinsam sind wir reich. Wie Gemeinschaften ohne Geld Werte schaffen. Oekom Verlag München 2012. Dill schildert anhand von Mut machenden Beispielen aus Deutschland, Slowenien, Südtirol, Norwegen, den USA, der Schweiz, Island, Indien und Nepal, wie Gemeinschaften erfolgreich ihr Sozialkapital nutzen können und wo in unserer Gesellschaft Sozialkapital noch brach liegt. Dill hat einen querköpfigen Vorschlag entwickelt, wie sich Deutschland aus eigener Kraft selbst entschulden kann: Entschuldungsplan für Deutschland / Initiative: Hurra, wir tilgen  / Online-Fragebogen Sozialkapital

Richard Florida: The Rise of the Creative Class, Basic Books 2014

Richard Florida: Reset. Wie wir anders leben, arbeiten und eine neue Ära des Wohlstands begründen werden, Campus 2010.

Jaron Lanier: Wem gehört die Zukunft? Hoffmann und Campe 2014.

Jaron Lanier: Wenn Träume erwachsen werden: Ein Blick auf das digitale Zeitalter. Hoffmann und Campe 2015.

Paul Mason: Postkapitalismus. Grundrisse einer kommenden Ökonomie. Suhrkamp Verlag 2016.

Jeremy Rifkin: Die Null Grenzkosten Gesellschaft. Das Internet der Dinge, kollaboratives Gemeingut und der Rückzug des Kapitalismus, Campus 2014.

Hellmuth J. ten Siethoff: Mehr Erfolg durch soziales Handeln: Gesprächsführung, Konfliktlösung, Gemeinschaftsbildung in Alltag und Beruf, Urachhaus 1997.

WIR: Was uns verbindet. Schwerpunktthema in „brandeins“, Ausgabe  Mai 2016, S. 38-143.

Peter Spiegel: WeQ – More than IQ: Abschied von der Ich-Kultur. oekom verlag, München  2015.

Nicole Brandes: WE-Q -Wir-Intelligenz: Warum wir ohne sie untergehen und mit ihr wirklich erfolgreich werden. Zürich 2016.

Michael Tomasello: Warum wir kooperieren? Suhrkamp Verlag, Berlin 2010.

Kai Unzicker / Bertelsmann-Stiftung (Hg.): Der Kitt der Gesellschaft. Perspektioven auf den sozialen Zusammenhalt in Deutschland. Gütersloh 2016.

Joachim Bauer: Prinzip Menschlichkeit – Warum wir von Natur aus kooperieren. Heyne Verlag, München 2009.

Don Tapscott und Anthony D. Williams: Wikinomics – Die Revolution im Netz. dtv – Deutscher Taschenbuch Verlag, 2009.

Gerald Hüther und Christoph Quarch: Rettet das Spiel! Weil Leben mehr als funktionieren ist. Carl Hanser Verlag, München 2016.

NETFLIX-Doku-Reihe Abstrakt: Design als Kunst – Wie gelingen künstlerische Gestaltung und Design? Die TV-Reihe gibt Einblicke in kreative Prozesse, künstlerisches Handwerk, tägliches Ringen, Selbstzweifel, Glücksmomente, in das Innen- und Aussenleben von Künstlern. Acht tiefgründige Portraits über Visionäre und Vordenker unserer Gesellschaft erweitern den Horizont, u.a. mit Christoph Niemann – Illustration, Tinker Hatfield – (Sport-)Schuhdesign, Es Devlin – Bühnendesign, Bjarke Ingels (BIG) – Architektur, Ralph Gilles – Automobildesign, Paula Scher – Grafikdesign, Platon – Fotografie, Ilse Crawford – Innenarchitektur. 

4) Bedingungsloses Grundeinkommen

edition brandeins (2018): Grundeinkommen. Was würdest Du arbeiten, wenn Du nicht musst? 

Körber Stiftung: Grundeinkommensrechner: Wieviel jeder Bürger netto übrig hätte

Die Initiative Mein Grundeinkommen: 2015 hat der Berliner Michael Bohmeyer ein Crowdfunding-Projekt initiiert, das Menschen ein Einkommen von monatlich 1.000 Euro ermöglichen sollte. Die monatlichen Zahlungen aus Spenderhand werden regelmäßig an Bewerber verlost.

Daniel Häni und Philip Kovce: Was fehlt, wenn alles da ist?: Warum das bedingungslose Grundeinkommen die richtigen Fragen stellt.  Orell Füssli Verlage 2015.

Film von Daniel Häni und Enno Schmidt: Grundeinkommen – ein Kulturimpuls

Timo Reuter: Das bedingungslose Grundeinkommen als liberaler Entwurf – Philosophische Argumente für mehr Gerechtigkeit. Springer Verlag 2016.

Christian Müller, Daniel Staub, Enno Schmidt: Grundeinkommen vom A bis Z. Limmat, Zürich April 2016.

Götz Werner und Adrienne Goehler: 1.000 Euro für jeden. Freiheit, Gleichheit, Grundeinkommen. Econ, Berlin 2010.

Götz Werner & Adrienne Goehler: 1000 € für jeden. Econ Verlag 2010.

Antje Hinz: Teil 1: BGE – Boden unter den Füßen und Auftrieb unter den Flügeln

Antje Hinz: Teil 2: BGE – Befürworter und Praxisprojekte mit bedingungslosem Grundeinkommen

Antje Hinz: Teil 3: BGE – Was das Grundeinkommen für die Kreativszene bedeuten würde …

Antje Hinz: Teil 4: Grundeinkommen wählen bei der Bundestagswahl

4) Entrepreneurship und Innovation

Günter Faltin: Kopf schlägt Kapital. Die ganz andere Art, ein Unternehmen zu gründen. Von der Lust, ein Entrepreneur zu sein. Hanser Verlag 2011.

Günter Faltin: Wir sind das Kapital. Erkenne den Entrepreneur in Dir. Aufbruch in eine intelligentere Ökonomie. Murmann Verlag 2015.

Jeanette zu Fürstenberg: Die Wechselwirkung zwischen unternehmerischer Innovation und Kunst. Eine wissenschaftliche Untersuchung in der Renaissance und am Beispiel der Medici. Dissertation 2012.

Gunter Pauli: The Blue Economy: 10 Jahre – 100 Innovationen – 100 Millionen Jobs, Konvergenta 2012.

Gunter Pauli: Neues Wachstum: Wenn grüne Ideen nachhaltig „blau“ werden, Konvergenta 2010.

Jens-Uwe Meyer: Das Edison-Prinzip: Der genial einfache Weg zu erfolgreichen Ideen, Campus Verlag 2014.

5) Open Innovation und Soziale Innovationen

Robin Murray, Julie Caulier-Grice, Geoff Mulgan: The open book of Social Innovation.
http://youngfoundation.org/wp-content/uploads/2012/10/The-Open-Book-of-Social-Innovationg.pdf

Robin Murray, Julie Caulier-Grice, Geoff Mulgan: Social Venturing: http://youngfoundation.org/wp-content/uploads/2012/10/Social-Venturing.pdf

Serhan Ili, Matthias Schmölders (Hrsg.): Open Innovation in der Praxis. Symposion Publishing 2014.

Kopf, H., Müller, S., Rüede, D., Lurtz, K., Russo, P. (Hrsg.): Soziale Innovationen in Deutschland. Von der Idee zur gesellschaftlichen Wirkung.

Sozialforschungsstelle SFS der TU Dortmund: Innovationen für die Gesellschaft. Neue Wege und Methoden zur Entfaltung des Potenzials sozialer Innovationen. Broschüre zur  Tagung in Berlin im September 2016. 

Sozialforschungsstelle SFS der TU Dortmund (2017): Atlas of Social Innovationn online und Atlas of Social Innovation als pdf. Die weltweite Kartierung sozialer Innovationen und der aktuellen Forschungsstand zu sozialen Innovationen aus einer internationalen Perspektive entstanden im Rahmen des SI-DRIVE-Projektes

Jürgen Howaldt, Heike Jacobsen: Soziale Innovation: Auf dem Weg zu einem postindustriellen Innovationsparadigma. (= Dortmunder Beiträge zur Sozialforschung). VS Verlag für Sozialwissenschaften, Weinheim 2010.

Jürgen Howaldt, Michael Schwarz: „Soziale Innovation“ im Fokus. Skizze eines gesellschaftsinspirierten Forschungskonzepts. Bielefeld 2010.

Jürgen Howaldt und Ralf Kopp: Zur Theorie sozialer Innovationen: Tardes vernachlässigter Beitrag zur Entwicklung einer soziologischen Innovationstheorie, Beltz Juventa 2014.

Gunter Pauli: The blue Economy. Konvergenta Publishing, Paradigma Publications 2010.

Katrin Gillwald: Konzepte sozialer Innovation. WZB paper: Querschnittsgruppe Arbeit und Ökologie. Berlin 2000.

Joana Breidenbach, Dennis Buchmann, Kathleen Ziemann: betterplace lab – Trendreport 2012.

Gerald Beck, Cordula Kropp (Hrsg.): Gesellschaft Innovativ – Wer sind die Akteure? Wiesbaden 2012.

Pia Gerber: Der lange Weg der sozialen Innovation: Stiftungen und sozialer Wandel – unternehmensnahe Stiftungen in der Bundesrepublik als Innovationsagenturen im Feld der Bildungs- und Sozialpolitik am Beispiel der Freudenberg Stiftung. Peter Lang verlag, Frankfurt 2006.

Jana Rückert-John (Hg.): Innovation und Nachhaltigkeit: Perspektiven sozialen Wandels. Springer VS, Hamburg 2013.

Wissenschaftlicher Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU): Welt im Wandel – Gesellschaftsvertrag für eine Große Transformation, 2011.

HCH = Human Centered Design = Hear, Create, Deliver: Fact Sheet und Design-Kit

Christian Wolff und Achim Oßwald: Open Innovation – Neue Perspektiven im Kontext von Information und Wissen. UVK, Konstanz 2007.

Monika Gawarzynska: Open Innovation and Business Success. Diplomica Verlag, 2010.

6) Künstlerische Interventionen

Kooperationen zwischen Kreativbranche und klassischer Wirtschaft, Politik, Verwaltung, Bildung, Wissenschaft

Helga Stattler: Blog des Instituts für Kunst und Wirtschaft, Wien

Brigitte Biehl-Missal: Wirtschaftsästhetik – Wie Unternehmen die Kunst als Inspiration und Werkzeug nutzen, Gabler Verlag 2011.

Ursula Bertram: Kunst fördert Wirtschaft: Zur Innovationskraft des künstlerischen Denkens, transcript Verlag 2012.

Torsten Blanke: Unternehmen nutzen Kunst – Neue Potentiale für die Unternehmens- und Personalentwicklung. Klett-Cotta, Stuttgart 2002.

Bianca Edda Weber: Kunst im Unternehmen – Ein Mehrwert in Zeiten des Wandels, Diplomica Verlag, 2010.

Ulrike Lehmann (Hg.): Wirtschaft trifft Kunst. Warum Kunst Unternehmen gut tut. Springer Gabler 2017. Rezension

Bastian Lange, Florian Knetsch: Kollaborationen zwischen Kreativwirtschaft und Mittelstand: Erfolgsfaktoren, Methoden und Instrumente, Springer Gabler 2016.

Laila Huber: Kunst der Intervention – Die Rolle Kunstschaffender im gesellschaftlichen Wandel, Tectum Marburg 2009.

Emmanuel Mir: Kunst Unternehmen Kunst – Die Funktion der Kunst in der postfordistischen Arbeitswelt, 2014.

Michael Mohe: Innovative Beratungskonzepte, Rosenberger Fachverlag 2005

Carsten Baumgarth und Berit Sandberg: Handbuch Kunst-Unternehmens-Kooperationen (Schriften zum Kultur- und Museumsmanagement), transcript Verlag 2016.

Dirk Dobiey & Thomas Köplin: Creative Company – Wie künstlerisch zu arbeiten Organisationen hilft, über sich hinaus zu wachsen. Verlag Franz Vahlen, München 2018. 

Hannes Jahn, Peter Sinapius (Hg.): Künstlerische Arbeit in Veränderungsprozessen. Grundlagen und Konzepte. Reihe: Transformation Band 1. HPB University Press Berlin 2015.

Michael Ganß, Sybille Kastner, Peter Sinapius (Hg.): Kunstvermittlung für Menschen mit Demenz. Kernpunkte einer Didaktik. Reihe: Transformation Band 2. HPB University Press Berlin 2016.

Kristina Volke (Hg.): Intervention Kultur. Von der Kraft des kulturellen Handelns. VS Verlag für Sozialwissenschaften 2010.

Shaun Mcniff: Art as Research. Opportunities and Challenges 2013.

Giovanni Schiuma: The Value of Arts for Business, Cambridge University Press 2012.

Michael Bockemühl und Thomas Scheffold: Das Wie am Was – Beratung und Kunst. Frankfurter Allgemeine Buch, Frankfurt 2007.

Mariott Stollsteiner: Das A.R.T.-Prinzip. Vom Nutzen der Kunst im Unternehmen. Gabler, Wiesbaden 2008.

Raphaela Henze: Kultur und Management, darin: Ali Wichmann – Scharlatan Theater Hamburg.

Vera Steinkellner (Hrsg.): CSR und Kultur: Corporate Cultural Responsibility als Erfolgsfaktor in Ihrem Unternehmen (Management-Reihe Corporate Social Responsibility), Springer Gabler 2015.

Roland Geschwill: Der Rhythmus der Innovation. Was Manager und Unternehmen von Jazzern und anderen Künstlern lernen können. Springer Gabler 2015.

Die Kunst des Möglichen – Management mit Kunst: Jahrbuch für Kulturmanagement 2013, hg. von Sigrid Bekmeier-Feuerhahn, Karen van den Berg, Steffen Höhne, Rolf Keller, Birgit Mandel, Martin Tröndle, Tasos Zembylas.

Judith Laister, Anton Lederer, Margarethe Makovec: Die Kunst des urbanen Handelns – The Art of Urban Intervention: On the Transformation of Societies and Neighbourhoods, Löcker 2014.

Mathias Peter Reich: Kultur- und Kreativwirtschaft in Deutschland: Hype oder Zukunftschance der Stadtentwicklung? Springer VS 2013.

Julius Heinicke, Joy Kristin Kalu, Janina Möbius, Natascha Siouzouli und Matthias Warstat: Theater als Intervention. Politiken ästhetischer Praxis. Recherchen 121, Verlag Theater der Zeit  2016.

Laila Huber: Kunst der Intervention. Die Rolle Kunstschaffender im gesellschaftlichen Wandel. Tectum Marburg 2009.

Ariane Berthoin Antal; Ulla Johansson Skoldberg; Jill Woodilla (Hg): Artistic Interventions in Organizations: Research, Theory and Practice, Routledge Research in Creative and Cultural Industries Management, 2015. 

Ariane Berthoin Antal: Wenn Schräges das Neue anstößt. Wie sich künstlerische Interventionen in Organisationen auswirken können. In: WZB-Mitteilungen. (2014), H. 145: Wie Neues entsteht.

Ariane Berthoin Antal: Die Kunst der Intervention. In: WZB-Mitteilungen.(2010), H. 127: Innovation: Kreativität, Cluster und Konzepte – wie Neues entstehen kann.

Ariane Berthoin Antal und Anke Strauß, „Artistic interventions in organizations: Finding evidence of values-added. Research report, Berlin: WZB, 2013, 52 p. (pdf)

Ariane Berthoin Antal: „Artistic intervention residencies and their intermediaries: A comparative analysis“, in: Organizational Aesthetics, 1/1 44-67, 2012. Abstract

Ariane Berthoin Antal: (with R. Gómez de la Iglesia and M. Vives Almandoz): Managing artistic interventions in organisations. A comparative study of programmes in Europe, 2nd edition, updated and expanded. Online publication. Gothenburg: TILLT Europe, 2011, 168 p. pdf.

Ariane Berthoin Antal: “When arts enter organizational spaces: Implications for organizational learning”, in: P. Meusburger, A. Berthoin Antal, M. Ries (Eds.), Learning organizations: The importance of place for organizational learning. Dordrecht, Springer (forthcoming) pdf

Ariane Berthoin Antal: Research report: Research framework for evaluating the effects of artistic interventions in organizations, TILLT Europe: Göteborg, 2009, 81 p. pdf; Research Report: Summary pdf

ecce – Europäisches Zentrum für Kreativwirtschaft in Dortmund, alle Publikationen

Weitere Medien- und Buchempfehlungen: Hörbuch

© Roswitha Rösch, Silberfuchs-Verlag

Corinna Hesse: „zukunft|leben – Wissen aktuell: Nachhaltigkeit“, Hörbuch-Impulspublikation, Sprecher: Anne Moll und Ulrich Gebauer, Sounddesign: Björn Kempcke, Grafik: Roswitha Rösch, Silberfuchs-Verlag 2015. Multimediales Wissensportal: zukunft-leben-nachhaltigkeit.org

Alexandra Hildebrandt & Hauke Schwiezer: Buch und Website Gesichter der Nachhaltigkeit

7) Studien zur Wirksamkeit von Kultur

„Kultur macht stark“ Eine Studie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) / Evaluation der Prognos AG Zahlen und Fakten zu „Kultur macht stark“: Überblick (April 2016) / Ergebnisse der Evaluation: zweiter Zwischenbericht – Kurzfassung (April 2016) / Ergebnisse der Evaluation: erster Zwischenbericht – Langfassung (September 2015)

8) Studien zur Kultur- und Kreativwirtschaft

Faire Arbeitsbedingungen in den darstellenden Künsten und der Musik?! Eine Untersuchung zu Arbeitsbedingungen, Missständen sowie Vorschlägen, die zu besseren Arbeitsbedingungen beitragen können. Eine Studie der Hans Böckler Stiftung von Maximilian Norz, der für eine gewerkschaftlich organisierte Lösung plädiert: www.boeckler.de/pdf/p_study_hbs_319.pdf / Mehr Infos in meinem BlogArtikel: www.massivkreativ.de/was-das-grundeinkommen-fuer-die-kreativszene-bedeuten-wuerde/

Kreativwirtschaftliche Innovationen im Mittelstand – Begleitanalyse von Fördermodellen in Sachsen-Anhalt und Thüringen. Eine Studie von Bastian Lange, hg. Bundesministerium für  Wirtschaft und Energie (BMWi) und Prognos AG: http://kultur-kreativ-wirtschaft.de