Renaissance der bayerischen Porzellanstraße: Kreative im Fichtelgebirge

 © KÜKO Fichtelgebirge

Die Region im bayerischen Fichtelgebirge kämpft gegen Landflucht, Fachkräftemangel und Leerstand. Um neue Perspektiven zu eröffnen, setzt die dortige Entwicklungsagentur auf die systematische Förderung der Kultur- und Kreativwirtschaft. Die Erfolge sind vielversprechend! Ich habe mit ChancenergreiferInnen, MöglichmacherInnen und Weiterdenkerinnen der Region gesprochen.

Kreativwirtschaft als Motor

Der Landkreis Wunsiedel liegt an der bayerischen Porzellanstraße. Nach dem wirtschaftlichen Einbruch in den traditionellen Industrien im Kunsthandwerk und schwierigen wirtschaftlichen Jahren geht es jetzt wieder aufwärts. Die Abwärtsspirale ist gestoppt. Wie das gelungen ist, fasst Thomas Edelmann zusammen, er leitet die Entwicklungsagentur Fichtelgebirge: „Wir haben erkannt: Wir brauchen Kreativschaffende und deren Querdenken für die Fortentwicklung des Landekreises. Daher haben wir mit Kreativen der Region ein Verbundprojekt gestartet. Unser Landkreis Wunsiedel arbeitet eng mit der Künstlerkolonie Fichtelgebirge zusammen. Wir wollen gemeinsam das Thema Kreativwirtschaft nach vorne bringen. Da ist es förderlich, wenn wir die Kräfte bündeln. Weil die Kreativ-Unternehmen häufig klein sind, haben wir zusätzlich die Plattform KÜKO-Fichtelgebirge [=Künstlerkolonie] geschaffen, wo die Akteure der Branche sichtbar werden und sich noch stärker vernetzen können.“

 © KÜKO Fichtelgebirge

Netzwerkmanagerin

Die Entwicklungsagentur Fichtelgebirge verfolgt einen breit gefächerten, holistischen Ansatz. Sie kümmert sich nicht nur um Wirtschaftsförderung und Fachkräftesicherung, sondern auch um Regionalmanagement und Digitalisierung, Klimaschutz- und Bildungsthemen sowie um die Sichtbarkeit und Wahrnehmung der Region. Seit Februar 2019 Jahren finanziert die Entwicklungsagentur eine Netzwerkmanagerin im Forum Kreativwirtschaft Fichtelgebirge. Astrid Köppel widmet sich ausschließlich der Kreativwirtschaft und fungiert als Schnittstelle zwischen Landkreis und Kreativ-Akteuren. Sie vernetzt, informiert, vermittelt zwischen Kreativen einerseits und dem Landkreis andererseits sowie gegenüber Wirtschaftspartnern, Banken, Behörden, Gremien und Institutionen und findet überall die richtigen Ansprechpartner. 20% der Kosten für die Netzwerkstelle übernimmt der Landkreis (50.000 € pro Jahr per Kreistagsbeschluss), 80% kommen als Zuschuss aus Mitteln des Regionalmanagements im Freistaat Bayern durch das Bayerische Wirtschaftsministerium. Thomas Edelmann: „Ich empfehle auch anderen Regionen so wie bei uns einen festen Mitarbeiter zu installieren und zu finanzieren, der die Kreativen unterstützt, berät und für ihre Interessen eintritt. Das ist auch politisch betrachtet ein Ausrufezeichen, dass man in diesen Wirtschaftszweig der Kreativschaffenden speziell investiert.“

 © KÜKO Fichtelgebirge

Raumwohlstand

Leerstehende Gebäude machen eine Regionen unattraktiv. Doch sie bieten zugleich auch Freiraum, Raumwohlstand wenn man so will. Es ist eine Frage der Perspektive: Ist das Glas halb leer oder halb voll? Die Kreativen sehen eher die Chancen und Möglichkeiten und haben großartige Ideen für neue Nutzungskonzepte. Mittlerweile werden in ganz Oberfranken entsprechende Investitionen angeregt. Städtebauförderung, Förderung durch das Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) sowie Sonderförderprogramme, z. B. die Förderoffensive Nord-Ost Bayern, geben inzwischen auch Geld dazu. Um neue Impulse von Kreativschaffenden zu erhalten, lädt der Landkreis Wunsiedel sie gezielt in die Region ein, wie Sabine Gollner, Vorsitzende im KÜKO e.V. erzählt: „Umworben werden kreative Menschen, die ihren Raum mitgestalten und teilhaben wollen am gesellschaftlichen Wandel. Hier in den kleinen Orten und Gemeinden kann man die Resultate der eigenen Arbeit viel direkter spüren und sehen, was passiert, wenn man sich einbringt. Das ist in den Metropolen sehr viel schwerer. Auf dem Land rufe ich einfach den Bürgermeister an, wenn mir wieder irgendeine Aktion einfällt.“ Gollner weist auch auf den wirtschaftlichen Schneeballeffekt hin. Wenn eine Region nach und nach attraktiver wird, ziehen mehr Menschen dorthin: „Vielleicht können wir hier sogar teilhaben an einer positiven Gentrifizierung: Jetzt günstig ein Haus kaufen und es in einigen Jahren möglicherweise mit Gewinn weiterverkaufen. Dann eventuell weiterziehen und helfen, andere Orte zu beleben. Eine Gentrifizierung, von der auch Kreative profitieren, kann auch im ländlichen Raum funktionieren.“

Sanierung statt Neubau

Bei der Leerstandsverwaltung und einer nachhaltigen Orts- und Stadtentwicklung hilft das cross-sektorale Netzwerk und Portal Freiraumleben.Fichtelgebirge. Leerstehende Immobilien und deren Eigentümer können darüber ausfindig gemacht werden: von Einzelhandelsobjekten in der Innenstadt über ehemalige Gewerbeflächen, Bauernhöfe bis zu gastronomischen Objekten. Kreative vernetzen sich mit Eigentümern, um gemeinsam neue kreative Nutzungskonzepte zu entwickeln. Das Kernteam des Netzwerkes besteht aus geschulten MitarbeiterInnen der Städte, Gemeinden, des Landkreises sowie der gKU Winterling Immobilien und der KÜKO-Künstlerkolonie. Auf der Website verlinkt ist ein Online-Verzeichnis mit Datenbank, die das Auffinden von Kreativen und deren Dienstleistungen erleichtert.

 © Freiraumleben.Fichtelgebirge / KÜKO Fichtelgebirge

Ausstrahlung nach außen

Bau- und Sanierungsprojekte, die bereits erfolgreich realisiert wurden, macht eine Film-Kampagne sichtbar. Sie entstand im Auftrag des Landkreises Wunsiedel, gefördert vom Regionalmanagement Bayern, Bayerisches Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat. Gute Beispiele strahlen über die Region hinaus und ziehen neue Fachkräfte und Kreative an. Sabine Gollner: „Es gibt genug Kreative in der Region, die porträtiert werden können und die Mut und Lust auf die Region machen. Menschen, die zeigen können, hier ist eine andere Art des Arbeitens möglich: weniger Hektik, mehr Freiraum, entspannte Wege und – vor allem – günstiger Arbeits- und Lebensraum. Abgesehen von dem Werbeeffekt nach außen können solche Portraits der Kreativen auch nach innen wirken. Regionale Kreativschaffende werden gestärkt und ermutigt, auch sich selbst sichtbarer zu machen.“

Raumwohlstand auf Reisen

Neben medialen Kampagnen setzte der Landkreis Wunsiedel auch auf Aktionen zum Anfassen, um Menschen von außerhalb auf die Region hinzuweisen und das Thema Raumwohlstand versus Raumknappheit greifbar zu machen. Mit Unterstützung kreativer Berater hat die Entwicklungsagentur ein analoges spielerisches Tool geschaffen: zwei unterschiedlich große transparente Glaswürfel, in die sich Menschen hineinbegeben können. Die Glaswürfel touren durch verschiedene Orte und sorgen auf Marktplätzen für Furore und Aufmerksamkeit von interessierten Neubürgern. Thomas Edelmann ist begeistert, wie gut das Gamification-Tool von den Leuten angenommen wird: „Das ist eine Bildsprache, die die Menschen sofort verstehen. Mit der Kampagne sprechen wir einerseits neue Unternehmen an, die in ihrer Heimatregion keine Expansionschancen mehr zu haben glauben und die sich nach neuen Wirkungsstätten umsehen. Andererseits zielen wir auf Familien, denn wir haben hier im Landkreis einen Naturpark, das ist ein Tourismusgebiet mit hervorragenden Lebensumständen. Und wir richten uns an Kreativschaffende, die nach neuen Flächen suchen, nach einem Büro oder einer kleinen Werkstatt.“

 © Sabine Gollner, KÜKO Fichtelgebirge

Kräfte bündeln im Kreativ-Netzwerk

Sabine Gollner kam im Jahr 2011 mit ihrer Familie nach Bad Berneck. Sie hatte zuvor im britischen Birmingham Architektur studiert und auch einige Jahre in der  Film- und Fernsehproduktion gearbeitet. Im Fichtelgebirge gründet sie mit ihrem britischem Partner ein neues Unternehmen: die Kreativagentur It’s About Time. Sie konzipieren kreative Projekte  speziell für den ländlichen Raum im Bereich Tourismus, Stadt- und Regionalentwicklung mit dem Fokus auf das Fichtelgebirge und Oberfranken. Die Projekte realisieren sie mit Partnern aus dem Netzwerk. Die QR-Tour Bad Berneck & Goldkronach z. B. ist ein europäisch gefördertes Pilotprojekt für Kultur- und Tourismus, das 2016 mit dem ADAC Tourismuspreis Bayern ausgezeichnet wurde. Im November 2011 hat Gollner die Künstlerkolonie-Fichtelgebirge initiiert und ist seitdem  Vorsitzende des Vereins – mit über 130 Mitgliedsunternehmen und Selbstständigen, eine Plattform und ein Netzwerk für Austausch und gegenseitige Inspiration. Das Community building erfolgt über Facebook mit derzeit 875 Abonnenten. Die Kreativen beweisen, dass Kultur die Regionalentwicklung beflügelt, dass sie als Motor und Impulsgeber wirkt. KÜKO initiiert immer wieder neue Kampagnen und Aktionen mit dem Ziel, Kreativschaffende vor allem mit der lokalen Wirtschaft zu verbinden. Ein Film-Clip gibt einen Überblick über die Vielfalt der Kreativschaffenden im Fichtelgebirge.

 © Sabine Gollner, KÜKO Fichtelgebirge

Kreative Traditionen

Astrid Klöppel und Sabine Gollner sind viel in der Region unterwegs. Sie ermutigen Zweifler, eröffnen Perspektiven, werben für Kooperationen und weisen unermüdlich auf den großen Nutzen hin: „Von Kreativen gehen entscheidende Impulse aus, die der ganzen Region gut tun“, sagt Gollner. Das Fichtelgebirge ist schon traditionsgemäß eine Kreativregion – mit einer kulturellen Geschichte voller Porzellan und historischer Baukultur. Ideenreichtum, Gestaltungskraft, handwerkliches und technisches Geschick seiner Bewohner haben die nordbayerische Region wieder auf einen erfolgreichen Kurs gebracht. Das östliche Oberfranken kann zum kreativen Innovationsinkubator werden. Gollner: „Was wir haben sind Geschichte, Kreativität, Zeit, Platz. Wohlstand in vielerlei Hinsicht also. Das alles gilt es jetzt positiv zu vermarkten. Und eine historische Zusammenarbeit: Dass die Landkreise und Städte Hof, Wunsiedel und Bayreuth landkreisübergreifend arbeiten.“

 © KÜKO Fichtelgebirge

Coworking

Gemeinsam mit der Entwicklungsagentur und dem Forum Kreativwirtschaft Fichtelgebirge entwickeln die Kreativen der Künstlerkolonie immer wieder neue Angebote, Formate und Kampagnen – sowohl für die eigene Branche als auch cross-sektoral und interdisziplinär mit anderen Wirtschaftspartnern. In Bad Berneck wurde die Schaltzentrale Bayern eröffnet, ein Coworking-Space, der kreative Kleinstunternehmen fördern und die Wirtschaftskraft der Region stärken soll. Das Konzept wurde von KÜKO im Auftrag des Amts für Ländliche Entwicklung (ALE) entwickelt. Sabine Gollner erklärt die Bedeutung dieser Zusammenarbeit: „Kommunen und Unternehmen in der Region können konkret etwas für die Kreativwirtschaft tun, indem sie Aufträge vergeben. Das Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) machte 2016 einen mutigen Schritt, indem das Modellprojekt Coworking-Spaces im ländlichen Raum an unser Netzwerk KÜKO vergeben wurde. Verwaltung und Kreativschaffende nähern sich durch solche Prozesse an, steigern die Wertschätzung und Wahrnehmung der Arbeit auf beiden Seiten.“

Wirkung von außen nach innen

Das Fichtelgebirge bietet unterschiedliche Räume für verschiedene Bedürfnisse: neben dem Freiraum Natur gibt es günstige Wohnungen und Häuser, Ateliers und Büroräume, Ausstellungsflächen und dazu eine gut organisierte kreative Community! Um die vielen Vorteile auch außerhalb der Region bekannter zu machen, initiierte KÜKO eine Kreativ.Bustour nach Wunsiedel. Die Reise-Kampagne brachte viele interessierte Neubürger ins Fichtelgebirge. Heimische Kreativakteure führten die BesucherInnen an einem Wochenende in verborgene Häuser und Orte, die normalerweise nicht öffentlich zugänglich sind. Höhepunkt war eine sehenswerte abwechslungsreiche Kunstausstellung der besonderen Art.

Die positive Außendarstellung des Landkreises unterstützen auch inzwischen 24 Botschafter des Fichtelgebirges, engagierte Einheimische, die beruflich viel unterwegs sind. Ihre Reisen und Gespräche nutzen sie, um für das Fichtelgebirge überregional, national und international zu werben. Sie kommunizieren die Potentiale und Schönheiten der Region und vermitteln Kontakte in die Region vermitteln. Die Kampagne wird von der Entwicklungsagentur Wunsiedel betrieben.

  © Stefan Heerdegen, Pixelio.de

Identitätsbildung nach innen

Die Kreativen binden gerne die BewohnerInnen der Region in ihre Aktionen ein, z. B. um wichtige identitätsstiftende Orte im Landkreis zu ermitteln. KÜKO startete dafür ein internationales Artist-in-Residence-Programm, bei dem Künstler von außerhalb auf einheimische BewohnerInnen treffen: Blicke von außen schärfen den Blick nach innen. Die Bad Bernecker fanden über die Kunstaktion heraus, welche Orte ihnen in ihrer Heimat wichtig sind und wie sie ihr Selbstverständnis prägen: die glanzvolle Kurgeschichte, die Kommunikation untereinander, die Natur und die Mobilität. Ausgewählt wurden am Ende ein historisches Wetterhäuschen, eine Kneippstatue, ein Telekom-Hotspot, ein Parkautomat und eine „Knutschbank“. „Wer sind Wir?“ fragte kürzlich auch das Fichtelgebirgsmuseum in Wunsiedel und hatte KÜKO als Partner eingeladen, eine Aktion im Landkreis Bayreuth durchzuführen. Gefördert wurde das Projekt im Fonds Stadtgefährten der Kulturstiftung des Bundes.

Sichtbarkeit und Storytelling

Das Fichtelgebirge hat sympathische und tatkräftige BewohnerInnen, die mit Kopf, Herz und Hand schon viel erreicht haben. Die kreativen Alltagshelden werden in medialen Geschichten präsentiert und bekannt gemacht. Die Medien-Kampagne und das Online-Portal Freiraum für Macher zeigen, was das Fichtelgebirge zu bieten hat: für Chancenergreifer, Möglichmacher, Weiterdenker, Traumverwirklicher, Familiengründer, Naturliebhaber. Es gibt Texte, Fotos und Filme über Stammbürger, Rückkehrer und Neubürger, über ihr Leben, ihre  Arbeit und Freizeit in der Region. Die Kampagne wird vom Landkreis Wunsiedel betrieben und als Projekt gefördert vom Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forst sowie vom Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER).

 © KÜKO Fichtelgebirge

Kreative Produkte als „Erinnermich“

Wenn Touristen Urlaub machen, möchten sie etwas Bleibendes mit nach Hause nehmen, das sie an die Region erinnert: ein kreatives Produkt, dass unverwechselbar ist, dass es nicht überall gibt. Mitglieder des KÜKO-Netzwerks haben neue, kreative Souvenirs für das Fichtelgebirge entwickelt. Im Pop-Up-Store SOUVENIR in Bad Berneck im ehemaligen NKD-Markt im Maintalcenter werden sie temporär zum Verkauf angeboten. Der Ort kombiniert Werkausstellung, Kulturraum und ein Magazin mit utopischen Visionen für die Region. Die Tourismuszentrale Fichtelgebirge sponsert zusammen mit KÜKO die Erstellung von Prototypen von Souvenirs und lobt auch einen Fachpreis aus.

 © KÜKO Fichtelgebirge

Überregionaler Austausch

Die Erfahrungen in der Regionalentwicklung teilt KÜKO gerne mit anderen Kreativnetzwerken in Deutschland, z. B. über Kreative Deutschland, den Bundesverband der Kultur- und Kreativwirtschaft Deutschland e.V., sowie über seine Landesverbände. Vom Austausch profitieren die Kreativen deutschlandweit, auch um gegenüber der Politik. 2019 fand die deutschlandweite Jahreskonferenz des Bundesverbandes in Röslau im Fichtelgebirge statt. Die Filmkampagne Peripher und ganz zentral entstand in Nachbereitung. Sie soll die Sichtbarkeit der kreativen AkteurInnen verbessern und eine mehrwertstiftende Verknüpfung herstellen – zwischen Kreativbranche und anderen Wirtschaftszweigen, ebenso zu Verwaltung, Politik und Fördergebern. Gemeinsam lässt sich besser Druck machen, auch außerhalb von Bayern mit erfolgserprobten Formaten und Modellen, z. B. einer Netzwerkmanagerin für Kreative, die Kultur- und Kreativwirtschaft mehr zu unterstützen. Die Investitionen in der Kreativen wirken sich in jedem Falle positiv auf die Regionalentwicklung aus. Das Fichtelgebirge beweist dies in vielerlei Hinsicht.

KreativLandTransfer: best practice

2020 wurde KÜKO im bundesweiten Programm KreativLandTransfer als best-practice-Projekt ausgewählt, denn: KÜKO ermöglicht mit besonderen Ansätzen kulturelle und lebendige Orte im ländlich Raum und stärkt die Region sozial, wirtschaftlich und kulturell. Die ausgewählten Projekte haben durch ihr herausragendes Engagement Vorbildswirkung für AkteurInnen in ganz Deutschland. In den kommenden Monaten werden sie ein Konzept erstellen, um ihre Erfahrungen an entstehende aussichtsreiche Projekte weiterzugeben. Mit fachlicher und organisatorischer Unterstützung von ExpertInnen und Coaches werden die Kenntnisse zudem in einem virtuellen Lernraum an die NachahmerInnen weitergegeben.

PODCAST

Kultur- und Kreativwirtschaft vor der Bundestagswahl 2017

 © MassivKreativ

Der Bundesverband der Kultur- und Kreativwirtschaft Deutschland – Kreative Deutschland – setzt sich für die Förderung und Wahrung der Interessen der hiesigen Kultur- und Kreativwirtschaft ein. Darunter fällt insbesondere die Förderung der Akzeptanz von Unternehmen aus der Kultur- und Kreativwirtschaft, ihre bessere Wahrnehmung und Sichtbarkeit sowie die Verbesserung der Arbeitsbedingungen von Kreativschaffenden. Die Erarbeitung von Standards für die Branche ist ein besonderes Anliegen.

Aus diesem Grund hat der Bundesverband eine Reihe von Fragen erarbeitet, die in Form von Wahlprüfsteinen bundesweit an die Spitzenkandidaten der politischen Parteien übermittelt wurden. Versandt wurden die Fragen über Kultur- und Kreativschaffende aus dem Netzwerk der “Kreative Deutschland”.  

Die Politiker waren aufgefordert, die folgenden Fragen im Sinne der Positionen ihrer Partei zu beantworten, sowohl von ihren wirtschaftspolitischen als auch kulturpolitischen Sprechern.

 © Kreative Deutschland

Wahlprüfsteine

Die nachfolgenden Wahlprüfsteine hat der Branchenverband der Kultur- und Kreativwirtschaft Deutschland – Kreative Deutschland –  entwickelt, um sie den aktuell im Bundestag vertretenen Parteien (inklusive der FDP) zur schriftlichen Beantwortung vorzulegen. Die Antworten der Parteien werden in der Woche vor der Wahl, ab dem 11. September 2017, auf den Website von Kreative Deutschland unbearbeitet veröffentlicht.

Stellenwert der Kreativbranche im Parteiprogramm

Frage 1: In den vergangenen Jahren wuchs insbesondere durch die Arbeit der Kultur- und Kreativwirtschaftsverbände in den Städten, Regionen und Ländern Deutschlands sowie durch die Mitglieder des Netzwerks öffentlicher Fördereinrichtungen für die Kultur- und Kreativwirtschaft in Deutschland die volkswirtschaftliche und wirtschaftspolitische Anerkennung der aus vielen Kleinst- und
Einzelunternehmen bestehenden Kreativökonomie. Welchen Stellenwert nimmt die Branche im Programm Ihrer Partei ein?

Investitionen für die Kreativbranche

Frage 2: Die Initiative Kultur und Kreativwirtschaft der Bundesregierung hat zum Ziel, „die Wettbewerbsfähigkeit der Branche zu stärken und die Erwerbschancen innovativer kleiner Kulturbetriebe sowie freischaffender Künstlerinnen und Künstler zu verbessern“. Seit Abschluss der Regionalberatungen 2014 findet jedoch keine direkte Förderung der Akteure im Rahmen des Programms mehr statt. Wie beabsichtigt Ihre Partei die vorhandenen Bundesmittel zukünftig einzusetzen, um insbesondere die Akteure vor Ort zu unterstützen?

Netzwerkförderung

Frage 3: Zahlreiche Studien zur Branche kommen zu dem Ergebnis, dass die Zusammenarbeit in Netzwerken für die kleinteilige Branche der Schlüssel zum wirtschaftlichen Erfolg der Akteure ist. Dennoch erhalten die meisten Netzwerke keine institutionelle Förderung. Welche Position vertritt Ihre Partei beim Thema Netzwerkförderung?

Nichttechnische und sozialer Innovationen

Frage 4: Innovationsförderung bezog sich in Deutschland bislang bislang vor allem auf Investitionsförderung bei technischen Innovationen. In der aktuellen Studie über Ökonomische und verwaltungstechnische Grundlagen einer möglichen öffentlichen Förderung von nichttechnischen Innovationen im Auftrag des BMWi liegen „Schwerpunkte der Untersuchung auf der Kreativwirtschaft” (z.B. Gamesbranche), der Energiewirtschaft, der digitalen Gesundheitswirtschaft sowie auf weiteren “digital industries“ (S.4). Damit werden breiten nichttechnischen und sozialen Innovationen der Kultur- und Kreativwirtschaft eine geringere Priorität eingeräumt. Welchen Fokus
legt Ihre Partei bei der zukünftigen Förderung von nichttechnischen Innovationen?

Urheberrechte und Leistungsschutz

Frage 5: In den vergangenen Jahren fand in Deutschland und Europa eine intensive Auseinandersetzung über den Schutz von Urheberrechten im digitalen Zeitalter statt. Diese Diskussion ist für die Kreativökonomie, zu der sowohl Urhebende (bspw. JournalistInnen,
KomponistInnen, TexterInnen) als auch Verwertende (z.B. Blogger, DJs) gehören, von hoher Bedeutung. Welche Standpunkte vertritt Ihre Partei in Bezug auf den Urheber und Leistungsschutz?

Altersvorsorge

Frage 6: Anders als für abhängig Beschäftigte gibt es für junge Selbständige und UnternehmerInnen keine attraktiven Angebote zum Aufbau einer Altersvorsorge. Wie möchte Ihre Partei diese Situation ändern?

Künstlersozialkasse

Frage 7: Viele schöpferisch tätigen KreativunternehmerInnen sind in der Künstlersozialkasse (KSK) abgesichert. Wie möchte Ihre Partei das System der Sozialversicherung für diesen Personenkreis künftig gestalten?

 

Die Antworten der Parteien stehen auf der Website “Kreative Deutschland” unverändert zum Download zur Verfügung:

CDUSPD / Die LINKEN  / BÜNDNIS90/Die GRÜNEN  / FDP

 

Übrigens: Auch der BBK – der Bundesverband bildender Künstler – hat in seinem Heft 2-2017 zur Bundestagswahl Fragen an die Parteien gestellt,  u. a. zu Urheberrecht, Altersversorgung und Steuern, zur Künstlersozialversicherung und Ausstellungsvergütung. Darüber hinaus fordert der BBK die Verankerung von Kultur im Grundgesetz, die Schaffung eines eigenen Bundesministeriums für Kultur und Fördrrprogramme für kulturelle Integration. 

Wie Netzwerke und Plattformen den Erfolg beflügeln

© Andreas Hermsdorf, pixelio.de

Dem Jahrhundert der Einzelkämpfer folgt jetzt die Zeit der Schwarmintelligenz und der Netzwerke. Wir statt ich! Einzelne Universalgelehrte wird es kaum mehr geben bzw. werden sie von divers zusammengesetzten Teams mühelos übertrumpft. Netzwerke und Plattformen dienen als Erfolgsbeschleuniger, sie beflügeln das Vorwärtskommen von Teams, Leistungen, Chancen und Motivation.

Wann Netzwerke erfolgreich sind

Vielfalt ist das Geheimnis erfolgreicher Netzwerke! Damit das Geflecht aus Kontakten und Menschen seine Wirkung entfalten kann, braucht es drei unterschiedliche formale Persönlichkeiten, sagte der Psychologieprofessor und Spezialist für systemische Organisation, Dr. Peter Kruse, 2007 in einem Interview über Kreativität:

  • den Creator (Urheber), der ständig neue Ideen hat, egal ob sie sich realisieren lassen oder nicht (Spinner, Störer)
  • den Owner (Eigentümer), der Wissenseigner bzw. -träger, der ein Thema im Detail beherrscht (Experte)  
  • den Broker (Makler), der viele Leute kennt, die etwas wissen und der als Vermittler und Vernetzer zwischen ihnen wirkt.

Jede Persönlichkeit besitzt spezielle Fähigkeiten, die in Kombination mit weiteren Fertigkeiten anderer Person besonders stark und wirksam wird. Die Summe verschiedener Intelligenzen ist stets größer als eine einzelne Intelligenz. Kruse zieht den Vergleich mit der Vernetzung verschiedener Synapsen im Gehirn. Je nachdem, welche der drei Persönlichkeiten aufeinander treffen, erzielen sie gemeinsam unterschiedliche Wirkungen:

  • Creator + Owner = Ideen zur Lösungsbildung
  • Owner + Broker = Bewertung von Wissen
  • Broker + Creator = Erregung, beide stören

Netzwerke beim Essen schmieden

Viele Ideen entstehen beim gemeinsamen Essen, der vielleicht wichtigsten Netzwerk-Plattform der Welt. Bislang unbekannten Menschen Fragen stellen und neue Informationen erhalten: Eine Chance, die Sie möglichst oft nutzen sollten. Wissenschaftler haben daraus ein neues Forschungsgebiet gemacht: Kommensalität (engl. Commensality: gemeinsames Essen) . Kevin Kniffin startete 2017 an der Cornell University’s Dyson School of Business eine eigene Studie. Um den richtigen Partner für das gemeinsame Essen zu finden, können Sie sich von Online-Tools unterstützen lassen, z. B. der App Never Eat Alone und der Plattform Workwell können dabei helfen.

Warum bietet Essen ein gutes Umfeld für Neues? Weil wir genau dann empfänglich dafür sind, wenn wir Glücksmomente und Vertrauen empfinden. Es ist erwiesen, dass jene Menschen am produktivsten sind, die besonders häufig ihre Begleiter beim Essen wechseln. Beim gemeinsamen Essen erfährt man am besten, wie der Andere denkt, welche Ideen und Vorlieben er hat, welche Erfahrungen und Erlebnisse ihn bewegen, sofern sich der Begleiter öffnet. Dies sorgt zusätzlich für Vertrauen, eine wichtige Voraussetzung für funktionierende Netzwerke und die Bereitschaft für Veränderungen.

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Diversity als Erfolg

Erfolg schöpft sich aus Vielfalt: aus unterschiedlichen Persönlichkeiten, Talenten und Fähigkeiten, Wissensträgern, Fachbereichen, Lebenswelten. Ein wichtiges Vorbild für Apple-Gründer Steve Jobs waren die Beatles, wie er in der amerikanischen Dokumentationsserie 60 Minutes am 12.05.2008 sagte: „Das waren vier Typen, die gegenseitig ihre negativen Tendenzen in Schach hielten, sie balancierten sich gegenseitig aus, so dass das Gesamte viel mehr als die Summe der Einzelteile wurde. Große Dinge in der Geschäftswelt werden nicht von einer Person gemacht, sondern von einem Team.“

Neues entsteht nicht aus Harmonie, sondern aus Widerspruch. Erfolgreiches Management lebt von Instabilität und von Störern, die Routinen hinterfragen. Ein Unternehmen tut also gut daran, sich regelmäßig Impulse von außen zu holen. In Zeiten des globalen Wandels können auch interkulturelle Grenzüberschreitungen neue Perspektiven für die eigenen Institution bzw. Organisation eröffnen. Damit Unternehmenskulturen daran wachsen können, braucht es genügend Zeit. Nur wenn das Basis-Team die neuen Impulse als relevant, nachvollziehbar, transparent und glaubwürdig aufnimmt, werden sich alle mit der Zeit an die neuen Impulse anpassen. So kann der Unternehmenswandel tatsächlich gelingen.

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Tandems bilden

Wem größere Netzwerke zu unübersichtlich sind, kann zumindest ein Tandem bilden. Achten Sie  darauf, dass Sie sich mit einer Person, Organisation, Institution oder einem Unternehmen aus einem anderen Sektor, Lebensbereich bzw. einer anderen Branche vernetzen. Nur wenn Sie Ihre “Komfortzone” verlassen und sich mit frischem Wind umgeben, werden Sie profitieren. 

Ich werde dieses Experiment in Kürze selbst wagen – als Partner im interdisziplinären Jobshadowing-Programm – und werde auf MassivKreativ darüber berichten. Die Hamburg Kreativ Gesellschaft – eine städtische Einrichtung zur Förderung der Kreativwirtschaft in der Hansestadt – vernetzt seit kurzem Institutionen der Initiative Finanzplatz Hamburg e.V. mit Akteuren der Kultur- und Kreativwirtschaft. Die Tandempartner begleiten sich einen Tag gegenseitig in ihrem Arbeitsalltag und lernen voneinander. Das Ziel: Perspektivwechsel, Horizonterweiterung und Wissenstransfer, langfristig sind crosssektorale Kooperationen angedacht: Kreative können neue Strategien und Lösungsansätze für Herausforderungen in klassischen Wirtschaftsbereichen erarbeiten, z. B. indem Sie Routinen hinterfragen. 

 © Karin Jung, pixelio.de

Innovationen aus Netzwerken schöpfen

Daniela Bessen engagiert sich als Brokerin und Innovationsscout für die Vernetzung mittelständischer Unternehmen mit Startups bzw. Wissensträgern (Ownern) und Innovatoren (Creatern). Sie möchte dem Mittelstand dabei helfen, innovativer zu werden und wertvolle Kontakte zu den richtigen Akteuren und Experten. Netzwerken gehört daher zu ihrem Alltagsgeschäft, auch in ihrer Funktion als Verbandsbeauftragte des Bundesverbandes mittelständischer Wirtschaft (BVMW). Über das erfolgreiche Netzwerken habe ich mit ihr in einem längeren Interview gesprochen.

Mehr Geben als Nehmen

Netzwerke müssen ständig am Leben erhalten und mit neuen Impulsen von außen genährt werden. Treffen immer nur die gleichen Menschen aufeinander, wird das Netzwerk bald absterben. Je vielfältiger und interaktiver Netzwerke wirken, um so stärker sind die Rückkopplungseffekte. Ein gesundes Netzwerk lebt mehr vom Geben als vom Nehmen, wie das folgende Gleichnis zeigt: “Was ist der Unterscheid zwischen mögen und lieben”, wurde der Buddha einmal gefragt.  Seine Antwort: “Wenn Du eine Blume magst, dann pflückst Du sie. Wenn Du eine Blume liebst, dann gibst Du ihr jeden Morgen Wasser.” Menschen und deren Gestaltungswillen zum Blühen zu bringen,  ist die große Kraft, die von Netzwerken ausgeht.

Interdisziplinäres Netzwerken

Seit Herbst 2016 organisiert das Netzwerk Kreative MV in Mecklenburg-Vorpommern im Auftrag des dortigen Wirtschaftsministeriums sogenannte KreativLabs. Das Format wandert durch das Bundesland an unterschiedlichste Orte und bringt branchenübergreifend Kreative, Privatwirtschaft, öffentlichen Sektor und Bildungsinstitutionen zusammen. Nach dem peer-to-peer-Prinzip findet die Ideenfindung und Beratung gemeinschaftlich statt, eine große Chance für die unterschiedlichen Teilnehmer, sich und ihre Branchen besser kennenzulernen und mehr über die jeweiligen Probleme und Wünsche zu erfahren. Beispielhaft war das 4. KreativLab „Querdenken gefragt“ in Ludwigslust im März 2017. Bei dieser Gelegenheit stellte ich im Impulsvortrag „Was kann Management von Kunst lernen“ inspirierende Beispiele für künstlerisches Denken vor, für Kreativität und Innovation, Haltung und Verantwortung, interdisziplinäres Arbeiten und Coworking, Nachhaltigkeit und Diversity. Im anschließenden Barcamp und Kreativ-Workshop erarbeiteten Unternehmer, Mitarbeiter aus dem öffentlichen Sektor sowie Künstler und Kreativschaffende in interdisziplinären Teams Lösungsansätze für praxisnahe Herausforderungen. Weitere Labs im Jahr 2017 hier.

 © MassivKreativ

Vernetzung a la Richard Branson

A-B-C-D: Always Be Connecting the Dots – so der Slogan über allen Virgin-Group-Firmen unter Führung von Richard Branson: „Verbinde stets die Punkte miteinander“. Erst, wenn Querverbindungen zwischen unterschiedlichen Bereichen und Welten geschaffen werden, entstehen ungeahnte Synergien und Befruchtungseffekte, der glückliche Zufall – auch „Serendipity-Effekt“ genannt. Nur ein Beispiel: In den neuen Virgin-Hotels sind sowohl Gäste als auch Einheimische willkommen. Bibliothek und Fernsehzimmer stehen allen offen. Auf Begegnung setzt auch der „Common Club“, hier sollen zur sogenannten „Social Hour“ zwischen 18 und 19 Uhr alle Menschen zusammen kommen, die anfangs offerierten kostenlosen Cocktails müssen inzwischen doch wieder bezahlt werden. Aber wer weiß, vielleicht gibt es sie demnächst wieder, wenn der Weltraumvisionär Branson sein erstes Hotel im All eröffnet – samt Networking mit Außerirdischen …

 © Alfred Krawietz, pixelio.de

Plattformökonomie: webbasierte Netzwerke

Neben persönlichen Netzwerken sind in den letzten Jahren immer mehr webbasierte Netzwerke entstanden. Plattformökonomien bieten erhebliche Vorteile: mehr Sichtbarkeit, Vernetzung, Befruchtung, Beschleunigung und Konsolidierung. Mit rasant wachsenden Anbietern entstehen neue Geschäftsmodelle. Wichtige Informationen werden dabei meist von Dritten generiert (z.B. gegenseitige Bewertungstexte): Amazon (Shopping-Plattform vernetzt Konsumenten, Handel, Hersteller und Logistik), ebay (Auktionen), airbnb (Übernachtungen), Facebook (Social Media), die App-Stores von Apple und google (Medien) usw. Werden Produktionsressourcen intelligent verknüpft und Daten durch Digitalisierung und Business Intelligence (im Sinne des Anbieters) optimal verwertet, bilden sich neue Wertschöpfungsketten. Plattformökonomien und Sharing-Dienste gibt es inzwischen für alle Lebensbereiche: Mobilität und Reise, Finanzen und Versicherungen, Job-, Partner- und Tauschbörsen, Coworking, Haushaltshilfen, Verleihdienste.

Plattformen beleben auch den Bereich der Wissenschaft sowie der Kultur- und Kreativwirtschaft. Die EU unterstützt in ihrem Förderprogramm Kreatives Europa grenzüberschreitende Plattformen kultureller und kreativer Organisationen, die Künstlern, Kulturschaffenden sowie aufstrebenden Talenten über europaweite Netzwerke und Online-Plattformen in der Öffentlichkeit präsentieren, u. a. Europeana.   

 © Otto – Collabor8, MassivKreativ

Online-Tools zur Vernetzung

Auf Wiedersehen email, Kalender, Notizbuch. Die Zukunft gehört den Online-Werkzeugen, damit die Zusammenarbeit für uns alle einfacher wird – vor allem über räumliche und geografische Entfernungen und über verschiedene Zeitzonen hinaus. Für jeden erdenklichen Papierkram gibt es inzwischen ein Online-Pendent – je nach persönlichen Wünschen kostenlos oder per Monatsabo – für die Abstimmung von Terminen, den gemeinsamen Kalender, für das Projektmanagement, für To-Do-Listen, für die kreative Arbeit, für Kommunikation und Konferenzen.

Schüler, Azubis und Studierende profitieren ebenso wie Wissenschaftler und Experten, Außendienst-Mitarbeiter, Journalisten und Künstler, Einzelkämpfer ebenso wie Teams, Arbeitsgruppen und Vereine. Das Angebot kollaborativer Tools wächst stetig, eine umfangreichere Aufstellung liefern u. a. das Digital-Magazin t3n und die Wissenschaftsjournalistin Martina Rüter.

 © MassivKreativ

Empfehlenswerte kreative und innovative Netzwerke und Plattformen 

  • Women´s Club von Hamburg@work organisiert Veranstaltungen, u. a. ein BusinessBreakfast im WASSERSCHLOSS  der Speicherstadt zu wechselnden Themen, z. B. „New Work – Wie werden wir zukünftig arbeiten?”, Infos zur Mitgliedschaft  
  • Dverse Media – für mehr Vielfalt im Wirtschaftsjournalismus 
  • Digital Media Women – für mehr Sichtbarkeit und Einfluss von Frauen auf allen Bühnen – Konferenzen, Fachmedien, Management Board – offen, respektiert und wegweisend.
  • Hamburg Kreativ Gesellschaft bietet vielfältige Netzwerkveranstaltungen, z.B. zum Thema crowdfunding
  • DesignXport in Hamburg sieht sich als Schnittstelle zwischen Gesellschaft, Kultur, Wissenschaft, Technologie und Wirtschaft
  • Innovation Alliance: engagiert sich zum Thema Digitalisierung im Mittelstand
  • BVMW: Bundesverband für die mittelständische Wirtschaft
  • Kreative Deutschland: bottom-up-Netzwerk der Kultur- und Kreativwirtschaft in Deutschland
  • Kreative MV: Netzwerk der Kultur- und Kreativwirtschaft Mecklenburg-Vorpommern
  • CleverHeads: kreatives Recruiting-Netzwerk mit Empfehlungsmarketing gegen Fachkräftemangel – durch Weiterempfehlung eines Bewerbers refinanzieren Arbeitgeber die eigenen Recruiting-Kosten
  • Vera-Netzwerk: Verband der Ausstellungsgestalter in Deutschland e.V.
  • Querdenker: von kreativen Köpfen profitieren