Rollenwechsel: Führen mit dem Taktstock

© Tom Win, Pixelio

„Einen guten Dirigenten zeichnet aus, dass er weiß, wann er das Orchester nicht stören soll.“ Herbert von Karajan

Führen will gelernt sein. Ganze Firmenprojekte können scheitern, wenn der Unternehmenschef sie nicht überzeugend genug präsentiert. Was oft weniger an den Inhalten als an der Körpersprache liegt. In der Rolle eines Dirigenten können Unternehmer lernen, wie sie ihr Team richtig motivieren und begeistern.

Ein Orchester und ein Unternehmen haben vieles gemeinsam. Beide sind dann erfolgreich, wenn sie einen kompetenten Kopf an der Spitze haben. Doch was heißt kompetent? Neben Fachwissen brauchen Führungskräfte vor allem kommunikative und emotionale Fähigkeiten, die oft beschriebenen „soft skills“.

Ein Kommunikationsexperte und ein Dirigent vermitteln dies seit einiger Zeit hautnah und haben Workshops mit einem Orchester ausgetüftelt: „Dirigieren und Führen“. Musikalische Vorkenntnisse sind nicht zwingend erforderlich, ein gewisses musikalisches Interesse und Empfinden aber hilfreich. Im Selbstversuch können Führungskräfte erleben, wie sie auf ihre Mitmenschen wirken, ob und wie die von ihnen ausgesandten Signale beim Gegenüber ankommen. Psychologen verweisen auf die 50/50-Regel: 50 % der Botschaft vermittelt sich über den Inhalt, 50 % über die Körpersprache. Wenn Gesten und Mimik nicht stimmen, vermittelt sich schlimmstenfalls auch gar nichts.

Körpersprache: Selbstversuch mit Taktstock

Den meisten Führungskräften ist das – zumindest in der Theorie – bewusst. Doch in der Praxis hapert es oft, dem Team achtsam und einfühlsam zu begegnen. Dass sich Ziele und Vorhaben nicht nur verbal vermitteln, sondern auch durch Körpersprache, mag keine neue Erkenntnis sein. Doch beim Besuch des Workshops „Dirigieren und Führen“ spüren die Teilnehmer den Grad ihrer Strahlkraft unmittelbar am eigenen Leibe, mit Augen und Ohren.

Im Hier und Jetzt sind keine Korrekturen möglich. Die Musiker im Orchester beschönigen nichts. Sie geben sofort Rückmeldung auf das, was die Neulinge am Pult aussenden: Wenn der Taktstock „Wischiwaschi“ geführt wird, spielen auch die Musiker rhythmisch unpräzise. Wenn der Blick des Dirigenten nicht zum richtigen Instrument geht, um ihm so den Einsatz zu geben, spielt der Musiker nicht. Wenn das Tempo nicht klar und regelmäßig vorgegeben wird, schleppt oder rast das Orchester erbarmungslos. Wenn der Dirigent mit einem krummen Rücken am Pult steht und kein einziges Mal über sich hinaus wächst, klingt der Klangkörper müde und kraftlos.

Körpersprache im Unternehmen lebt von Mimik und Gesten

Diese Erkenntnisse lassen sich hervorragend auf eine Teambesprechung in Ihrem Unternehmen übertragen. Probieren Sie es einmal aus:

1. Schreiben Sie sich vor jeder Teamsitzung einen Kernsatz auf: Welche Botschaft wollen Sie ihren Mitarbeitern in den folgenden 60 Minuten vermitteln! Sie werden merken, dass geordnete Gedanken und eine präzise Ansprache allen im Team gut tun und viel Zeit sparen! Vermeiden Sie Negierungen, oft zitiert in dem anschaulichen Satz: „Denken Sie jetzt nicht an einen blauen Elefanten“. Dinge, die man vermeiden möchte und dennoch erwähnt, drängen sich in Wort und Tat umso stärker auf.

2. Auch wenn die letzte Nacht kurz bzw. der Tag lang und stressig war: Achten Sie auf Ihre Körperspannung! Nehmen Sie Haltung an und seien Sie Vorbild für Ihre Mitarbeiter! Mit einer schlaffen Geste lässt sich ein Team nicht motivieren, mag der Inhalt Ihrer Rede noch so kompetent und bedeutend sein!

3. Wenn Sie mehr Tempo im Unternehmen brauchen, nutzen Sie schnellere Gesten. Wollen Sie Geduld und Gelassenheit in Ihr Team hineintragen, strahlen Sie Ruhe aus.

4. Senden Sie mit Ihrer Körpersprache Sympathie und Interesse aus! Setzen Sie ein Lächeln auf, wenn Sie Ihre Mitarbeiter für ein Vorhaben gewinnen möchten!

5. Nutzen Sie den gezielten Blickkontakt: Wenn Sie zur Erledigung einer Aufgabe ein spezielles Teammitglied benennen möchten, erhält ihr Auftrag mehr Nachdruck, wenn Sie dem jeweiligen Mitarbeiter dabei in die Augen schauen.

6. Wenn sich ein zurückhaltender Mitarbeiter vor einer Meinungsäußerung scheut, kann ein aufmunternder, positiver Blick von Ihnen bewirken, dass er vielleicht doch das Wort ergreift. Schon ein Zwinkern kann Mut machen und gegen Nervosität Wunder bewirken. Stärken Sie ihm den Rücken!

7. Wenn ein Mitarbeiter Sie in der Teamsitzung boykottiert oder provoziert, suchen Sie gezielt Blickkontakt und zeigen Sie Ihren Unmut mit entsprechendem Gesichtsausdruck!

8. Beenden Sie Vier-Augen-Gespräche nach sachlicher Klärung der Fakten immer mit einem positiven Blick und aufmunterndem Wort.

Ihre Rolle als Dirigent

Ein wirklich gutes Orchester kann auch ohne Dirigent auskommen. In Zeiten wachsender Basisdemokratie ist das keine Seltenheit mehr. Auch wenn der Dirigent am Pult steht, gilt: Der Dirigent spielt nicht selbst, sondern er lässt seine Musiker spielen.

So sollte es auch in einem Unternehmen sein. Lassen Sie Ihre Mitarbeiter selbst darauf kommen, wie sie sich und ihren Arbeitsplatz am besten strukturieren, wie sie den Fluss von Informationen, Material und Waren organisieren. Sie werden überrascht feststellen, dass Sie zumindest zeitweilig entbehrlich sind. So wie der Mittelständler Detlef Lohmann sein Verständnis von Unternehmensführung in seinem Buch zusammenfasst: “… und mittags geh ich heim!“

Je mehr sie sich aus den Details im Tagesgeschäft heraushalten, umso stärker werden Ihre Mitarbeiter an einem Strang ziehen. Durch Ihr Vertrauen übernehmen sie Eigenverantwortung und lernen, einander zuzuhören, so wie die Musiker in einem Orchester.

Quellen und Inspirationstipps:

www.dirigierenundfuehren.com

Detlef Lohmann: Und mittags geh ich heim. Die völlig andere Art, ein Unternehmen zum Erfolg zu führen. Linde Verlag 2012.

10 Stärken: So beflügeln Künstler Unternehmen

Was unterscheidet Künstler von klassischen Unternehmensberatern?

10 Stärken von Künstlern, von denen Firmen profitieren können.

1. Perspektivwechsel
Künstler sehen anders! Sie durchleuchten Strukturen und Prozesse, Regeln und Routinen. Sie ermitteln die passende unternehmerische Fragestellung, die Ihre Firma beflügelt. Im Zentrum stehen Ihre besonderen Dienstleistungen, Produkte und innovativen Prozesse, unterstützt durch die Fragen: Was tun wir? Warum tun wir es und wie?

2. Kommunikation
Künstler hören und fühlen anders! Sie sind feinsinnige Seismografen und spüren, wie Menschen miteinander sprechen, sich verbal und nonverbal ausdrücken. Künstler beflügeln die Kreativität und weisen Wege, damit Menschen bewusst und achtsam miteinander kommunizieren.

3. Wissensökonomie
Künstler sind neugierig. Sie wissen, dass jeder Mensch einen wertvollen Schatz an Erfahrungen und Talenten sich trägt. Sie sorgen dafür, dass dieser Schatz entdeckt, gehoben und genutzt wird. Künstler erschließen durch besondere interaktive Methoden Wissensquellen, die außerhalb des gewohnten Referenzrahmens liegen.

4. Empathie
Künstler sehen den Menschen im Zentrum. Jeder ist durch Wissen, Fähigkeiten, Talente und Emotionen geprägt. Künstler eröffnen für das Personalmanagement Perspektiven, wie sich jeder Mensch mit seinen Voraussetzungen auf seine Weise einbringen kann, Erfüllung findet, sich wohl fühlt und sich langfristig bindet.

05. Strukturanalyse
Künstler haben ein Gespür für Räume, Körper und Bewegung. Sie untersuchen das Umfeld nach Größe, Funktion und Atmosphäre, visuell und akustisch. Künstler hinterfragen Nutzungskonzepte und Standortpolitik.

6. Motivation
Künstler verfügen über eine ausgeprägte emotionale Intelligenz. Es gelingt Ihnen, andere Menschen zu ermutigen, sich in ungewöhnlichen und ungewohnten Aktionen selbst auszuprobieren. Kreativität steckt in jedem von uns. Künstler inspirieren, animieren und wecken Potentiale. Sie stärken in anderen das Selbstbewusstsein, die Eigenverantwortung und Motivation.

7. Unternehmenskultur
Künstler sind achtsam: Sie erspüren das Selbstverständnis und den Geist eines Unternehmens. Sie finden das Einzigartige und Unverwechselbare. Sie helfen, das Selbstbild überzeugend nach innen und außen zu tragen. Sie stiften Identität!

8. Offenheit
Künstler denken bunt und vielfältig! Genau so vielfältig wie wir Menschen sind. Künstler bringen in interaktiven Aktionen Individuen mit verschiedenen Talenten und Fähigkeiten zusammen – aus unterschiedlichen Kulturen und Generationen und fördern „Diversity“.

9. Nachhaltigkeit
Künstler handeln langfristig. Sie zeigen, wie sinnvoll ein Leben im Einklang mit der Natur ist. Wer den Kreislauf der Ressourcen versteht, beherrscht und danach handelt, ist auch in Zukunft gut aufgestellt und wettbewerbsfähig.

10. Innovation
Künstler denken quer! Damit Unternehmen wettbewerbsfähig bleiben, brauchen sie Innovationen, und zwar nicht nur in Form neuer Technologien und Patente. Künstler setzen auf soziale Innovationen. Sie fokussieren dabei Prozesse und Strukturen, Gestaltung und Kommunikation. Innovation lebt vor allem von Überraschungen!

Seien Sie offen! Machen Sie sich auf den Weg, um das „Ungesuchte zu finden“!
Für die Zukunft Ihres Unternehmens!

Interventionen eignen sich für alle Branchen und Gewerbe
Künstlerische Interventionen sind übrigens in jeder Branche möglich: in Logistik und Verwaltung, in der Chemie- und Autoindustrie, im Finanzwesen und im Handel, in der Energiewirtschaft und im Agrarsektor, im Hotel- und Gaststättengewerbe, im Sport- und Freizeitbereich, in der Bau- und Immobilienbranche, im Gesundheitswesen. Für jeden Bereich finden Künstler im direkten Austausch mit den Akteuren die passende unternehmerische Fragestellung und die passende künstlerische Methode.

Wollen Sie mehr über „künstlerische Interventionen“ in Unternehmen erfahren?
Wollen Sie wissen, wie das Matching abläuft, wer Sie als Intermediär berät und die passenden Künstler findet?

Schreiben Sie mir! Ich stelle gerne Kontakte her.

Eine Comic-Landkarte als Navi durchs Unternehmen

Getreide AG_arbeit-an-karte © Tim Eckhorst, purefruit-magazin.de

Beim Zeichnen fühlen sich manche Führungskräfte, die sich normalerweise als kompetent wahrnehmen, zunächst unerfahren. Gute Voraussetzung, um einmal völlig neu zu denken.

Ideen und Zukunftsentwürfe werden greifbarer, wenn man sie optisch darstellt. Bei Tagungen, Konferenzen und Teambesprechungen wird das „Graphic Recording“ immer populärer: Ein Zeichner hält Erkenntnisse und Ziele sofort in Comicform fest. Unternehmerin und impulse-Bloggerin Antje Hinz über ein Unternehmen, dem beim Zeichnen buchstäblich die Augen aufgingen.

Situation im Unternehmen
Ein Familienunternehmen aus dem Agrarsektor hat sein Geschäftsgebiet von Schleswig-Holstein aus kontinuierlich erweitert. Seit 1990 ist es auf 15 Standorte mit über 700 Mitarbeitern gewachsen – in den neuen Bundesländern und in Osteuropa. Das Ziel: Die Teams sollen mehr über die einzelnen Niederlassungen erfahren: Worauf sind sie spezialisiert? Was produzieren sie (zum Beispiel Saatgut, Dünger, Rapsöl oder Malz)? Welche Dienstleistungen bieten sie an (zum Beispiel Lagerung)? Die Standorte sollen auch enger miteinander kommunizieren und sich austauschen.

Nach einigem Abwägen und Gesprächen mit dem Vorstand wagte die Firma statt eines klassischen Personalcoachings erstmalig eine künstlerische Intervention: „Bei einer ISO-Schulung, in der es um reine Fakten geht, sind künstlerische Methoden sicherlich fehl am Platz“, erklärt die Personalreferentin des Unternehmens. „Passend ist aber das, was in einem Unternehmen abstrakt ist: Prozesse, Strategien und Visionen, all das, was dicht am Menschen ist. Dazu braucht es mehr als Fakten und Wissen – zum Beispiel Kunst.“

pf-crew © Tim Eckhorst, purefruit-magazin.de
Das Illustratorenteam Purefruit: Volker Sponholz, Franziska Ludwig, Gregor Hinz und Tim Eckhorst.

Comics zeichnen und Fragen stellen
Ein Zeichen-Workshop soll die verschiedenen Standorte miteinander ins Gespräch bringen. Die Comic-Künstler Tim Eckhorst und Gregor Hinz vom Illustratorenkollektiv „Pure Fruit“ aus Kiel laden die Personalreferentin und zehn Führungskräfte verschiedener Niederlassungen in ihr Atelier ein. Drei Tage lang tauschen sich die Mitarbeiter über Arbeitsweisen, Abläufe, Kompetenzen und Verantwortung an den einzelnen Stationen im Unternehmen aus. Wissensmanagement durch gegenseitiges Befragen. Jeder kann sein Wissen einbringen:

Was machen Sie in Ihrer Niederlassung?
Welche Rolle spielen Sie im Team?
Kennen Sie auch das folgende Problem?
Wie lösen Sie es?
Wo gibt es Gemeinsamkeiten und wo Unterschiede an den Standorten?

Um die Kommunikation zwischen den Teamchefs auf unkonventionelle Art anzuregen, wird sowohl frei als auch nach Vorgaben gezeichnet. Die Visualisierung hilft, Prozesse und Zusammenhänge zu veranschaulichen. Nach und nach entsteht eine Unternehmenslandkarte mit den einzelnen Standorten – im Stile eines Comics. Kleine Symbole führen Gemeinsamkeiten und Unterschiede vor Augen. Das finale mediale Produkt gibt auf einen Blick Aufschluss über das gesamte Unternehmen und die Standorte im Detail.

Impulse und Inspirationen für Mitarbeiter und Künstler
Durch die gemeinsame Arbeit an der Unternehmenslandkarte wird bei den Mitarbeitern der Teamgeist geweckt und gestärkt. Innovativ und humorvoll initiieren die Künstler den Austausch unter den Kollegen, Ideen entwickeln sich, Wissen wird vermittelt, Vorschläge unterbreitet, Routinen hinterfragt. In der direkten Auseinandersetzung und mit den neu gewonnenen Informationen weitet sich der Blick vom eigenen Arbeitsplatz und Standort auf andere Niederlassungen. Ein lohnender Perspektivwechsel dank eines lebendig gelebten Wissensmanagements. Die Mitarbeiter verstehen ihr Tun und identifizieren sich mit dem Unternehmen.

Warum will ein freier Künstler in einem Unternehmen tätig zu werden?
Manch Kreativschaffender sieht sich von Kollegen mit dem Vorwurf konfrontiert, er lasse sich von der Wirtschaft instrumentalisieren. Diejenigen, die bereits ähnliche „künstlerische Interventionen“ konzipiert und in die Tat umgesetzt haben, schildern sie für sich als große Bereicherung. Auch Tim Eckhorst und Gregor Hinz schätzen die Möglichkeit, neue soziale Kontexte zu erobern und ungewöhnliche Orte zu „bespielen“. Interessiert setzen sie sich mit Arbeitsräumen und Tätigkeitsfeldern auseinander, mit menschlichen Beziehungsebenen. Die Erfahrungen und Erlebnisse in den Unternehmen dienen als Inspirationsquelle für das eigene kreative Schaffen. Viele Impulse fließen später direkt oder indirekt in künstlerische Arbeiten ein. Comiczeichner Tim Eckhorst sieht es so: „Bei unternehmerischer Kulturförderung wird nur an der Oberfläche gekratzt. Der direkte und aktive Umgang mit Kunst hat weitaus mehr Wert. Dieser sorgt nämlich für das, was nicht bezahlbar ist: Ehrliche Kommunikation, gemeinsames Erleben, völlig neue Denkansätze, Verlassen ausgetretener Pfade.“

Irritationen
Die Führungskräfte hingegen fanden sas kreative, leistungsbefreite Arbeiten anfangs gar nicht behaglich. Die meisten hatten noch nie oder jahrelang nicht mehr gezeichnet. In der eigenen Wahrnehmung versagten sie. Eine ungewohnte Erfahrung, sich plötzlich als Laie zu fühlen. Normalerweise nahmen sich die Führungskräfte als Experten wahr. Die Künstler beruhigten sie: Das Scheitern und Versagen sei fest in den Projektverlauf einkalkuliert, erwartet und sogar erwünscht. Der Umgang mit Frustration und mit Grenzsituationen sollte aktiv erprobt werden. „Die Arbeit mit Menschen, die von sich behaupten, sie wären unkreativ und untalentiert, ist uns bestens vertraut”, sagt Künstler Tim Eckhorst. “Entsprechend sind wir in der Lage, diesen Teilnehmern das Gegenteil zu beweisen. Kreative Arbeit lässt Subjektivität und Geschmäcker großzügig zu und hat keinerlei Interesse daran, Persönlichkeit zu verbergen. Kritik, Orientierungslosigkeit und damit verbundenes Scheitern gehören – leider und zugleich zum Glück – dazu.“

Intentionen und Meinungen
Eine künstlerische Intervention braucht gegenseitiges Vertrauen der Beteiligten und Sympathie. Auf dieser Basis lassen sich Schwierigkeiten überwinden und Krisen überstehen. „Nicht nur ein Weg führt zum Ziel“, erklärt der Vorstand die Kunst-Intervention. „Das wollen wir mit dieser innovativen Aktion erlebbar machen und nachhaltig vermitteln, denn sie öffnet die Köpfe für neue Herangehensweisen.“

Der Geschäftsführer des Unternehmensverbandes Kiel, Ingo Scheuse, ist von der Wirksamkeit künstlerischer Interventionen überzeugt: „Der Einsatz von Kunst in Unternehmern bietet die Möglichkeit, neue Sichtweisen der innerbetrieblichen Strukturen, Abläufe und der internen wie auch externen Unternehmenswahrnehmung zu gewinnen. Der unkonventionelle und aus diesem Grund viel ergebnisoffenere Ansatz ist hier der entscheidende Punkt.“

Nachhaltigkeit
Damit die neuen Erkenntnisse nicht im Alltagstrott verloren gehen, dient die Landkarte an den Standorten des Unternehmens als Gedächtnisstütze und auch als Kommunikationsmittel. Das im Comic-Workshop gewonnene Wissen kann an weitere Kollegen der Niederlassungen vermittelt werden, um auch mit ihnen intensiver ins Gespräch zu kommen. Das Kunstwerk bietet dem Unternehmen vielseitige Einsatzmöglichkeiten.
Die individuellen Zeichnungen der Teilnehmer sollten nicht zuletzt für die Außendarstellung und Imagepflege des Unternehmens genutzt werden. Die Künstler fertigten daher als Auftragsarbeit nach dem Workshop eine professionelle Reinzeichnung an.

Die Begleitung des Projektes übernahm die Initiative »Unternehmen! KulturWirtschaft« am Nordkolleg Rendsburg.

Quellen und Inspirationstipps:

Pure Fruit – Zeichenkollektiv von vier freiberuflichen Illustratoren, Tim Eckhorst, Gregor Hinz, Franziska Ludwig und Volker Sponholz. Sie realisieren vielseitige Zeichenprojekte, geben das gleichnamige, kostenlose Comic- und Illustrationsheft purefruit-magazin heraus und gehen für kunstbasierte Interventionen in Unternehmen.
Einen Film über den Workshop von Pure Fruit im Unternehmen finden Sie unter diesen Tipps.

• Initiative »Unternehmen! KulturWirtschaft« am Nordkolleg Rendsburg

Schleswig-Holstein. Die Kulturzeitschrift für den Norden. Verschiedene Artikel über Künstlerische Interventionen.

Prof. Dr. Ariane Berthoin Antal vom Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung

Vorbild dm: Mitarbeiter an sich selbst wachsen lassen

© Juergen Jotzo, Pixelio

Gute Mitarbeiter lassen sich immer seltener mit hohen Gehältern oder Firmenwagen locken. Im Fokus steht eher ein sinnerfüllter Job, die Vereinbarung von Arbeits- und Familienleben, ein gutes Betriebsklima, Eigenverantwortung und die Chance auf Entwicklung und Weiterbildung. Ich habe mit Michael J. Kolodziej, bis 2012 Mitglied der dm-Geschäftsführung und verantwortlich für das Ressort Logistik, darüber gesprochen, wie das Drogeriemarkt-Unternehmen dm auf kreative Weise seine Mitarbeiter fördert, vom Azubi bis zum erfahrenen Filialleiter.

Vor 15 Jahren stellte dm-Gründer Götz Werner fest, dass seinem Nachwuchs die Sprache abhanden gekommen war – durch zu viel passiven Medienkonsum, wie er vermutete: „Wir beschäftigen viele junge Menschen. Die sollen mit ihren Kunden in Kontakt treten, die Kunden beraten. Doch sie können es nicht.“

Wenn Auszubildende heute von einem Theaterworkshop bei dm zurückkehren, sind die Filialeiter regelmäßig überrascht: „Viele sind offener, selbstbewusster und zielstrebiger. Viele verbessern auch ihre Sprachgestaltung: Man versteht sie plötzlich, sie sprechen in ganzen Sätzen“, resümiert Heidi Ley-Beck, Gebietsverantwortliche für die Filialen in Köln.

Kunst gegen Sprachverlust

Inspiriert durch persönliche künstlerische Erfahrungen wollte Werner Abhilfe durch Kunst schaffen. „Versuchsballons“ mit verschiedenen Kunstsparten wurden gestartet. Am besten erlangten die jungen Leute ihre Sprache beim Theaterspielen zurück. 2001 startete dm das Programm „Abenteuer Kultur“ – Schauspielseminare als 3. Säule der Ausbildung neben Berufsschule und Ausbildung in der Firma. Jedes Jahr organisiert dm seitdem deutschlandweit über 100 Theaterworkshops mit mehr als 2000 Lehrlingen und dual Studierenden. Einmal in der Woche proben die Jugendlichen siebeneinhalb Stunden auf der Theaterbühne. Nach 8 Wochen gibt es eine Aufführung vor Kollegen, Filialleitern, vor Eltern, Freunden, allen Leuten, die die Jugendlichen einladen. Am Ende bekommen alle eine Rose und ein Zertifikat, als Ausdruck der Wertschätzung.

Der Weg ist das Ziel

Erfahrene Theaterpädagogen vermitteln alles, was ein bühnenreifes Stück am Ende ausmacht: die Auswahl des Stoffes, das Erlernen der Rolle, die Inszenierung, der Entwurf der Kostüme und des Bühnenbildes. Ein direkter Bezug zum Arbeitsalltag ist bei der Themenwahl nicht beabsichtigt. Doch die Jugendlichen sollen diskutieren, wo sie sich in den Texten selbst wieder finden. Die Auseinandersetzung mit sich selbst und anderen ist für viele ungewohnt. Doch genau darum geht es, erklärt Theaterpädagogin Nomena Struß: „Ich finde es sehr wichtig, dass sie gleich am ersten Tag lernen, ins Gespräch zu kommen. Kritik empfinden wir oft als rein negative Angelegenheit. Es ist aber etwas, was unbedingt notwendig ist, um sich zu entwickeln. Im Theater machen wir das permanent. Das ist auch Inspiration.“

Fehler sind ausdrücklich erwünscht

Das Drogeriemarktunternehmen will seine angehenden Nachwuchskräfte auch früh dazu inspirieren, ihre Arbeit selbstbestimmt, selbstbewusst und aktiv zu gestalten. Die Jugendlichen dürfen in den Filialen stets mehrere Lösungsansätze ausprobieren. Fehler sind ausdrücklich erwünscht. Das schärft den Blick auf die Arbeit, den Arbeitsplatz, und eröffnet Möglichkeiten, persönlich zu wachsen – als Teil der Unternehmenskultur.

Das in den Theaterkursen gewonnene Selbstbewusstsein führt dazu, dass 22-Jährige die Position des Filialleiters übernehmen und dass auch viele Mädchen in verantwortliche Positionen eintreten. Sie trauen sich mehr zu. Sie haben gelernt, mehr zu sich zu stehen, nicht nur zu gehorchen.

Kunst als Experimentierfeld für alle Mitarbeiter

dm bietet nicht nur seinen Auszubildenden kreative Erfahrungen. Egal ob Führungskräfte oder breite Belegschaft: Jede und jeder kann seine Talente aufspüren. Heidi Ley-Beck, Gebietsverantwortliche für dm in Köln, konnte sich seit ihrem Start 1983 im Unternehmen stetig weiterentwickeln. Sowohl fachlich als auch persönlich. Und hat inzwischen auch ihre Liebe zum Malen entdeckt.

Wenn neue Projekte oder Strategien in Angriff genommen werden, bieten Kunst und Kultur eine ideale Experimentier- und Spielwiese. Beim Kreieren von Collagen, der Arbeit mit Kupfer oder Ton eröffnen sich innovative Ideen und neue Sichtweisen. Museumsbesuche helfen dabei, die Welt mit geschärftem Blick zu entdecken. Ein Künstler hilft den Mitarbeitern, sich eine Meinung zu bilden, ob und inwiefern das Bild oder Objekt etwas mit der eigenen Lebenswelt zu tun hat.

Die Mitarbeiter nehmen das Angebot gerne an. Es gibt Ihnen die Möglichkeit, den Blick auf etwas außerhalb der Arbeit zu richten. Von oberflächlichen Anreizen hält Götz Werner nichts. Bonus-Systeme sind für ihn Malus-Systeme: „Wer einen Bonus anbietet, lenkt den Blick weg vom Kunden und hin auf den eigenen Nutzen.“

Fähigkeiten entdecken, um Fertigkeiten zu erlangen

Werner lässt seine Mitarbeiter lieber im Selbstversuch erleben, was sie können und was in ihnen steckt. Die meisten haben wenig Erfahrung mit künstlerischem Handwerk und sind zuweilen von sich selbst überrascht. Verborgene Fähigkeiten zu entdecken, empfinden sie als beglückend und motivierend. Im Gegensatz zu erlernten Fertigkeiten sind Fähigkeiten angeboren und können durch Training verbessert werden. Die eigenen Fähigkeiten besser zu kennen, ist die Voraussetzung, um Fertigkeiten zu erlangen. Michael J. Kolodziej, bis 2012 Mitglied der dm-Geschäftsführung und verantwortlich für das Ressort Logistik, erklärt den Grundgedanken: „Dabei entdeckt der Mitarbeiter auch seine Biografie, seine ‚Bestimmung‘. Und wenn er dann das Unternehmen mit diesen Erfahrungen in Verbindung setzen und seine eigene Biografie mit ihm weiterleben kann, dann haben wir das Bestmögliche erreicht.“

Wirkung nach innen

Künstlerische Interventionen sind zwar stets ergebnisoffen, doch klar ist: Sie wirken auf den Menschen, auf welche Weise auch immer. Michael J. Kolodziej: „Wenn ich etwas für die Menschen tue, tue ich etwas für das Unternehmen. Und das wirkt sich indirekt auch betriebswirtschaftlich aus.“ Kolodziej führt ein Beispiel aus dem Alltag bei dm an: „In jeder Filiale gibt es bestimmt zweimal am Tag eine Situation, die der Filialleiter handhaben könnte, indem er in der Zentrale anruft. Das geht aber natürlich nicht; man muss Entscheidungen vor Ort treffen können. Dazu aber muss ich selbstständige Mitarbeiter haben, die wissen, wozu sie fähig sind.“

Die Kunst gibt den Menschen die Freiheit, eigenen Ideen zu vertrauen und eigene Entscheidungen zu treffen. Strukturelle und praktische Veränderungen werden bei dm grundsätzlich nicht von oben verordnet, sondern entstehen in Mitarbeiterprojekten.

Sein Vertrauen in die Eigenverantwortung seiner Mitarbeiter erklärt Kolodziej so: „Ich werde immer wieder gefragt: Habt ihr weniger Krankenstand, weniger Fluktuation? Ich antworte dann immer, dass ich das nicht weiß. Aber wir werden durch diese Arbeit im Unternehmen befähigt, gemeinsam Probleme zu bearbeiten. Unser Ziel ist es, dass jeder, der ins Unternehmen kommt, seine Aufgabe findet. Wenn ich das erreicht habe, genügt mir das, egal, wie der Krankenstand ist.“

Wirkung nach außen

Die Kunstprojekte strahlen nicht nur positiv nach innen. Längst hat sich herumgesprochen, dass dm mit seinen Mitarbeitern achtsamer umgeht als anderswo üblich. Für viele ein Argument, sich bei dm zu bewerben. Auch die Medien beobachten das Engagement von dm mit Interesse und Sympathie.

Der Mensch im Mittelpunkt der Unternehmensphilosophie

Das positive Menschenbild durchdringt die gesamte Unternehmensphilosophie von dm. Auf der Website wird Firmengründer Götz Werner zitiert: “Wenn es keine Menschen gäbe, gäbe es keine Wirtschaft. Folglich ist die Wirtschaft für den Menschen da und nicht umgekehrt.” In Interviews wiederholt Werner beharrlich den Satz: „Der Mensch muss immer Zweck sein und nie Mittel.“ Dieser fokussierte Blick auf den Menschen als Individuum hat früh zur Erkenntnis geführt: So wie das Unternehmen mit seinen Mitarbeitern umgeht, so gehen die Mitarbeiter mit den Kunden um. Den Arbeitsplatz versteht er als „Lebensschauplatz“, der von jedem Einzelnen auf seine Art gestaltet werden will. Zu dieser Einstellung passt auch, dass Werner sein Vermögen nicht an seine Kinder vererbt, sondern in eine Stiftung eingebracht hat. Die Kinder sollen ihren eigenen Weg finden. Im Mai 2008 zog sich Werner aus der operativen Geschäftsführung zurück und wechselte in den Aufsichtsrat. Nachfolger wurde sein damaliger Stellvertreter Erich Harsch.

Nachhaltigkeit

In über 40 Jahren hat dm niemals rote Zahlen geschrieben. Der achtsame Umgang mit den Mitarbeitern gehört sicher zum Erfolgsgeheimnis. Die Unternehmenskultur bei dm ist geprägt von flachen Hierarchien und großen Entscheidungsspielräumen der Mitarbeiter. Unternehmensgründer Götz Werner widmet dem Arbeitsklima deutlich mehr Aufmerksamkeit als dem Profit. Der Erfolg gibt ihm recht: Die dm-drogerie markt GmbH ist heute der größte Drogeriekonzern in Europa. Das in Karlsruhe gegründete Unternehmen hat über 3.000 Filialen, davon über die Hälfte in Deutschland. 36.000 Mitarbeiter sind in Deutschland tätig, europaweit 52.000.

Seit Herbst 2006 finanziert der Konzern 16 Studienplätze im Bachelor-Studiengang BWL an der anthroposophisch ausgerichteten Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft in Alfter in der Nähe von Bonn. Michael J. Kolodziej leitet inzwischen im Fachbereich Wirtschaft das „Institut für Nachhaltiges Wirtschaften“. Der potenzielle Management-Nachwuchs soll nicht nur Zahlen, Fakten und kurzfristige Erfolge im Blick haben, sondern vor allem den Menschen. Und damit das Selbstverständnis des Firmengründers auch zukünftig bei dm fortführen.

Quellen und Inspirationstipps:

Film über das Projekt “Abenteuer Kultur” als Bestandteil der dm Ausbildung für dm-Lehrlinge & Studierende
Film über die Entwicklung und Karriere einer dm-Mitarbeiterin (Heidi Ley-Beck, Gebietsverantwortliche Köln)
• Infos zu Ausbildung & Studium bei dm
Film über die Unternehmensphilosophie und 4 Jahrzehnte dm (ab 17’05 über Kunstprojekte)

Künstlerische Intervention an Lieblingsplätzen in Rendsburg

© Tim Eckhorst, purefruit-magazin.de

Das Nordkolleg Rendsburg hat sich bei seiner künstlerischen Intervention auf das Innenleben fokussiert: auf das Miteinander der Menschen in der Bildungs- und Tagungsstätte. Ich habe mit Akademieleiter und Geschäftsführer Guido Froese gesprochen. Er sieht die Kommunikation als Schlüsselfrage für sein Haus. Die fast 50 Mitarbeiter seiner Bildungsstätte sind in sehr unterschiedlichen Bereichen tätig: in Küche, Garten, Seminaren und Verwaltung. Verschieden sind auch die Biografien und Altersgruppen: „Daraus ergeben sich Hürden, die sich mit einer künstlerischen Intervention überwinden lassen. Es ist spannend, das selber mitzumachen. Es ist die Chance für uns, so etwas auch einmal zu tun.“

Artist in Residence

Seit November 2014 ist der Künstler Peter Klint „Artist in Residence“ am Nordkolleg. Er hat sein Atelier von der Nordseeinsel Sylt für einige Monate in einen Seminarraum der Akademie verlegt. Schnell kennt ihn auf dem Gelände jeder. Wie Björn Högsdal beginnt auch Peter Klint seine Intervention mit Mitarbeiter-Interviews. Wer kennt wen? Wer kennt sich kaum oder gar nicht?
„Sag einfach Du“, unterbindet Klint sofort jeden förmlichen Gesprächsversuch. Und sorgt dafür, dass erste Kommunikationshürden fallen. Der Künstler ist überrascht: „Die Mitarbeiter erzählten mir Dinge, nach denen ich gar nicht gefragt hatte.“

Nordkolleg Rendsburg_Peter Klint  Nordkolleg Rendsburg_Guido Froese © MassivKreativ

Peter Klint bildet aus unterschiedlichen Abteilungen Zweierteams. Der Gärtner trifft auf die Bildungsreferentin, der Haustechniker auf die Projektassistentin, der Akademieleiter auf die Köchin, die Controllerin auf die FSJlerin, die Raumpflegerin auf den EDV-Spezialisten.

Geschichten erzählen

Mit einer Spielanleitung machen sich die Tandem-Teams auf den Weg. Sie sollen sich gegenseitig einen Lieblingsplatz in Rendsburg zeigen, sich dort vom Team-Partner fotografieren lassen und dazu eine Geschichte oder Begebenheit erzählen: Was verbinde ich mit diesem Ort? Was habe ich hier erlebt? Welche Geschichte steckt dahinter? Wie fühle ich mich hier? Nicht alle sind auf Anhieb begeistert: „Muss ich da wirklich mitmachen? Ich hab doch schon genug zu tun!“ Als die ersten Teams enthusiastisch von ihren Ausflügen zurückkehren und den anderen davon erzählen, ist das Eis gebrochen. Fast 50 Fotos und Geschichten bringen die Mitarbeiter ins Nordkolleg zurück und liefern sie in Klints Atelier ab.

„Und? Wie wars?“ fragt der Künstler die Heimkehrer mit friesischer Herzlichkeit. Küchenassistentin Michaela Evert und Gärtner Jochen Bock strahlen. Sie sind sich über die Lieblingsplätze näher gekommen und haben gleichzeitig herausgefunden, was ihnen im Leben wichtig ist. Bock musste nicht lange überlegen. Er lebt für seinen Garten, hegt und pflegt ihn mit Liebe und kreativem Engagement, sorgt mit vielen Ideen dafür, dass ständig etwas Neues hinzukommt, z. B. der 100-Sortenbaum und das Insektenhotel. Bei Außenveranstaltungen steigt er regelmäßig aufs Dach des Nordkollegs, um das große Ganze im Blick zu behalten. Das Foto zeigt ihn daher in luftiger Höhe.
Michaela Evert führt ihren Tandem-Partner zur Weißen Brücke am Stadtsee von Rendsburg. Hier hat sie allen Mut zusammengenommen und ihrem Freund einen Heiratsantrag gemacht: mit Erfolg! Als Zeichen ihrer großen Liebe befestigen beide am Brückengeländer ein herzförmiges Schloss mit Namensgravur. Evert lässt sich vor diesem Motiv fotografieren.

Vertrauensbeweis

Aus fast 50 quadratischen Fotos gestaltet Klint in seinem Atelier nun ein Plakat: ein Mosaik der Mitarbeiterschaft. Einheit in der Vielfalt! Die gemeinsam mit den Intermediären von Unternehmen! KulturWirtschaft entwickelte Idee ist am Nordkolleg aufgegangen: Ich zeige Dir etwas von mir, Du erzählst mir etwas von Dir. „Wenn man etwas von sich preisgibt, ist das ja auch ein großer Vertrauensbeweis“, resümiert Peter Klint. Guido Froese ergänzt: „Bei 50 Leuten drehen sich so viele Rädchen und manche hatten bisher keine Berührungspunkte. Gerade private Themen können dabei helfen, sich besser kennen zu lernen.“

Quellen und Inspirationstipps:

Nordkolleg Rendsburg, Akademie für kulturelle Bildung
Peter Klint, Künstler
• Initiative »Unternehmen! KulturWirtschaft« am Nordkolleg Rendsburg
Schleswig-Holstein. Die Kulturzeitschrift für den Norden. Ausgabe 2-2015: Künstlerische Interventionen.
Prof. Dr. Ariane Berthoin Antal vom Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung

Collagen aus der Kreativmaschine: Intervention bei der Kiel Region GmbH

Karte mit Scrabble-Kiel_alt oder neu © Chili M. Seitz

      Interview mit Janet Sönnichsen Kiel Region GmbH
      Interview mit der Künstlerin Chili Seitz

Neue Horizonte: Preetz – Plön – Paris
Das Wir-Gefühl stärken und den Blickwinkel auf das eigene Arbeitsumfeld erweitern: Das gelingt mit Künstlerischen Interventionen nicht nur in Unternehmen, sondern auch in Verbänden und in der Regionalentwicklung. Die Kiel Region GmbH erprobte künstlerische Methoden in den eigenen Reihen im Rahmen von Workshops und erhielt neue Impulse, vor allem für die Kommunikation. Die Kiel Region GmbH ist die gemeinsame Gesellschaft der Landeshauptstadt Kiel und der Kreise Rendsburg-Eckernförde und Plön. Ziel der drei Gebietskörperschaften ist es, die Zusammenarbeit in der Region auszubauen und sich dem wachsenden Wettbewerb der Regionen aktiv zu stellen.

Bei den Workshops treffen Vertreter verschiedener Land- und Facharbeitskreise aufeinander, z. B. aus Wirtschaft, Verwaltung, Wissenschaft und Tourismus. Manche Teilnehmer kennen sich, andere sehen sich zum ersten Mal. Für Janet Sönnichsen, die Geschäftsführerin der Kiel Region GmbH, steht der gegenseitige Austausch im Fokus und das Ziel, sich über die gemeinsame Identität bewusst zu werden: „Was ist die Kiel Region? Wie sind wir vernetzt? Welchen Mehrwert bringen uns Kooperationen?“

Künstlerin Chili M. Seitz startet ihre Arbeit bei der Kiel Region mit einer Forschungswoche. In Gesprächen mit Mitarbeitern der Gesellschaft und in Sitzungen der Facharbeitsgruppen eignet sie sich das notwendige Wissen über die Wirtschaftsförderung an. Es fließt in die Workshops ein. Die Teilnehmer entwickeln Wortketten und sind überrascht: Nach anfangs sachlichen Begriffen wie „Gebietskörperschaften“ wird es zunehmend bildlich und innovativ: Wasser – trockener Humor, zerstörte Regenschirme – unkomplizierte Frisur, Preetz – Plön – Paris.

Der Blickwinkel weitet sich. Jeder hat zum Workshop einen typischen Kiel-Region-Gegenstand mitgebracht: Sandschaufel, Flip-Flops, Schwimmring, die Kieler Nachrichten, Lupe, Landkarten und Broschüren. Die Teilnehmer legen ihre Gegenstände in Collagen auf den Kopierer, schieben die Utensilien hin- und her. Sie werden gespiegelt, gedreht und gewendet. Der Kopierer wird zur „Kreativmaschine“. Blitzschnell verwandelt sich der nüchterne Konferenzraum in ein buntes „Kinderzimmer“, schmunzelt Janet Sönnichsen. Sie ist begeistert, wie gut die Künstlerin Chili Seitz und ihr künstlerischer Ansatz zu den Fragestellungen der Kiel Region passt: „Beim „Matching“ hat das Team von „Unternehmen! KulturWirtschaft“ sicheres Gespür bewiesen.“

Im Vergleich zu konventionellen Herangehensweisen bieten künstlerische Methoden viele Vorteile. Regionalmanager Knut Voigt ist positiv überrascht: „Dadurch, dass kein Ergebnisdruck vorhanden war, konnten wir der Kreativität freien Lauf lassen. Trotz oder gerade aufgrund der Offenheit sind viele brauchbare Ergebnisse entstanden.“ Auch Workshop-Teilnehmerin Dr. Inge Schröder resümiert begeistert: „Es geht uns bei der Kiel Region ja um ein gemeinsames Regionalmanagement. Als Leiterin des Wissenschaftszentrums Kiel bin ich im Alltag vor allem von textbasierten Informationen umgeben. Ich empfand die visuellen Techniken der Künstlerin Chili Seitz sehr bereichernd, vor allem in der Interaktion mit anderen Teilnehmern.“

Die produzierten Kunstwerke sollen demnächst in den Räumen der Kiel Region ausgestellt werden. „Die entstandenen Kontakte und Ideen werden längerfristig Synergien schaffen und Brücken bauen“, sagt Geschäftsführerin Janet Sönnichsen. Durch das gemeinsame kreative Wirken haben die Teilnehmer erlebt, dass Netzwerken kein Selbstzweck ist, sondern effektiv dabei hilft, für alle bessere Ergebnisse zu erzielen. Das hilft auch bei späteren Projekten.“

Dass die Erfahrungen der Kunstaktion in den Arbeitsalltag übertragen werden können, hat das Team der Kiel Region längst verinnerlicht. Nele Tiemeyer, Projektreferentin am Nordkolleg, ist begeistert: „Bereits beim Abschlussworkshop wurden kreative Methoden aus den Interventionen ganz selbstverständlich vom Projektteam eingesetzt. Die Fülle an Ergebnissen und Ideen, die das Team der Kiel Region im Workshop gesammelt hat, war beeindruckend.“

Inspirationstipps:

Chili M. Seitz, Künstlerin
• Initiative »Unternehmen! KulturWirtschaft« am Nordkolleg Rendsburg
Kiel Region GmbH – Regional- und Wirtschaftsförderung
Schleswig-Holstein. Die Kulturzeitschrift für den Norden. Ausgabe 2-2015: Künstlerische Interventionen.
Prof. Dr. Ariane Berthoin Antal vom Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung

Poetry Slam als Künstlerische Intervention an Volkshochschulen

© Stephanie Hofschlaeger, Pixelio

Nicht nur die Wirtschaft braucht Perspektivwechsel. Auch öffentliche Einrichtungen aus Politik, Verwaltung und Bildung profitieren, wenn Künstler sie mit geschärftem Blick unter die Lupe nehmen, Selbstbilder und Routinen in Frage stellen und Impulse für Veränderungen geben. Ich habe den Poetry Slammer Björn Högsdal über seine Künstlerische Intervention an den Volkshochschulen in Schleswig-Holstein befragt sowie deren Verbandsdirektorin Monika Peters.

Mit dem im Herbst 2009 gestarteten Strategieprogramm „VHS 2020“ stellt sich der Landesverband der Volkshochschulen in Schleswig-Holstein aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen: Demografiewandel, öffentliche Sparprogramme, Wettbewerb. In diesem Rahmen möchte sich das Leitungsteam bewusster über sein Selbstbild werden. Die Initiative Unternehmen! KulturWirtschaft am Nordkolleg Rendsburg empfahl eine künstlerische Intervention mit dem Poetry Slammer Björn Högsdal.

© Tim Eckhorst, purefruit-magazin.de

Der kreative Umgang mit Sprache und Literatur soll den gegenseitigen Austausch befruchten, die Kommunikation beflügeln und Begeisterung wecken, frei nach dem römischen Philosophen Augustinus: „In dir muss brennen, was du in anderen entzünden willst.“

Während einer Forschungswoche entwickelte der Künstler mit den VHS-Leitern und Mitgliedern des Landesverbandes drei konkrete Fragestellungen für den folgenden eintägigen Workshop:
1) Welches Image haben die Volkshochschulen nach innen und außen?
2) Wie lässt sich das Wir-Gefühl stärken?
3) Wie lässt sich das Wissen über die eigene Institution optimieren?

Högsdal ist überrascht, wie vielfältig die Angebote der Volkshochschulen sind. Er schreibt eine kleine Hommage auf das große Engagement der Mitarbeiter:
„Ein Mosaik aus Diamanten. Jeder funkelt schon für sich. Und das Bild vom großen Ganzen strahlt als noch helleres Licht.“

Den Workshop beginnt Högsdal mit einer assoziativen Schreibübung zum Thema Winter. Er will die Selbstwahrnehmung der Teilnehmer schärfen. Wie beim Gesellschaftsspiel Tabu dürfen bestimmte Begriffe nicht benutzt werden. Die Köpfe rauchen. Ziel ist, um die Ecke zu denken. Eine erste Lockerung, bevor die Buchstaben der Abkürzung VHS kreativ ausgeschmückt werden sollen. Verbandsdirektorin Monika Peters empfindet die Übungen als sehr bereichernd: „Sowohl das eigene Schreiben als auch das Zuhören der vorgetragenen Texte der anderen ermöglicht, die Perspektiven des Arbeitsalltages zu erweitern und eine andere Darstellung der Volkshochschule zu erleben als man sie normalerweise in einer Presseerklärung oder in einer Rede erleben würde.“

© MassivKreativ / VHS

Die Ideen der Teilnehmer sind verblüffend, humorvoll und selbstbewusst. Hans Brüller,
Referent im Landesverband, und Helga Jones, Leiterin der Förde vhs Kiel, präsentieren die Volkshochschule in ihren Texten mit Kopf und Herz:

VHS heißt:
Vielfalt
Viele halbe Sachen
Viele hundertprozentige Sachen

VHS heißt:
Hoch – und weit
Halt finden
Hurra!

VHS heißt:
Suchen und Finden
Selber tun und lernen
Sicherheit und Zukunft

VHS ist:
bunt und vielfältig
Spaß und Anstrengung
Fast- und Gourmet-Food
Himmel und Hölle
Fahrrad und Space-Mobil
Gemeinsamkeit und Individualität

Wir sind:
der größte Bildungsanbieter in Schleswig-Holstein.
Wir sind immer da, wenn man uns braucht.
Wir sind da, wo Sie auch sind.
Wir sind verlässlich, flexibel und kompetent.
Wir sind bewegt und bewegen.
Wir sind Tropfen, Fluss und Meer.

Für Björn Högsdal schwärmt: „Nicht nur die Workshop-Teilnehmer erhalten kreativen Input. Auch ich als Künstler werde inspiriert und assimiliere andere Anregungen gerne in mein eigenes Denken und mein kreatives Tun. Mit Kunst wirklich etwas bewegen zu können, in Köpfen, in der Wahrnehmung, finde ich sehr schön.“

Julia Francke, verantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit beim Landesverband der Volkshochschulen SH, wurde durch den Workshop regelrecht entflammt: „Ich finde das total toll! Ich habe Literaturwissenschaften studiert und hätte nie gedacht, dass ich das im Beruf noch mal so lebendig wiederfinden würde.“

Zur Zeit wird von den Akteuren diskutiert, ob und wie in Zukunft Schreibworkshops und Literatur häufiger zur Außendarstellung der Volkshochschulen genutzt werden können.

Inspirationstipps:

Björn Högsdal, Poetry Slammer
• Initiative »Unternehmen! KulturWirtschaft« am Nordkolleg Rendsburg
Schleswig-Holstein. Die Kulturzeitschrift für den Norden. Ausgabe 2-2015: Künstlerische Interventionen.
Prof. Dr. Ariane Berthoin Antal vom Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung
Landesverband der Volkshochschulen in Schleswig-Holstein e.V.

„Mensch und Maschine“ – Flashmob bei der Kreyenberg GmbH

© Wojtek Kosciuk, tele-visor.info

Teilhabe motiviert und kann im Rahmen Künstlerischer Interventionen modellhaft erprobt werden. Wenn alle Mitarbeiter sich mit ihren besonderen Fähigkeiten und Talenten eigenverantwortlich einbringen und sich darüber mit ihren Kollegen austauschen können, werden kreative Prozesse in Gang gesetzt. So wie bei der Kreyenberg GmbH in Norderstedt, wo im Frühjahr 2015 eine Intervention zum Thema „Mensch und Maschine“ mit den Künstlerinnen Dany Heck und Christiane Limper stattfand.

Gespräch mit den Künstlerinnen Dany Heck und Christiane Limper

Gespräch mit der Geschäftsleitung der Kreyenberg GmbH: Clemens Kreyenberg und Anne Rose

Interviews mit Mitarbeitern der Kreyenberg GmbH in Norderstedt:

„Die offene, zugewandte Art der beiden und wie sie auf die Mitarbeiter eingehen, hat mich gleich angesprochen.“ Geschäftsführer Clemens Kreyenberg ist Feuer und Flamme, als er die Künstlerinnen bei einer Veranstaltung am Nordkolleg Rendsburg im Juni 2014 erlebt. Bei einer Rückschau auf die bisherigen Künstlerischen Interventionen von „Unternehmen! KulturWirtschaft“ präsentieren die Künstlerinnen ihr erstes Unternehmensprojekt – bei der Firma Holm & Laue. Clemens Kreyenberg sitzt im Publikum und engagiert die beiden auch für sein Unternehmen.

Bevor es richtig losgeht, werden Gespräche geführt und Konzepte erarbeitet. Die Künstlerinnen starten mit einer Forschungswoche im Unternehmen und lernen die Mitarbeiter kennen. Begleitet wird dieser Prozess vom Team von „Unternehmen! KulturWirtschaft“, das unter anderem gemeinsame Workshops mit den Projektteams anderer Künstlerischer Interventionen organisiert. „Die Workshops geben den Akteuren Gelegenheit zum Austausch, zur Reflexion und für kollegiale Rückmeldungen über Ideen und Entwicklungen“, erklärt Teamleiterin Lena Mäusezahl.

  Kreyenberg_Limper+Heck © MassivKreativ: Dany Heck (l.) und Christiane Limper

Mit Energie und Begeisterung stürzen sich Dany Heck und Christiane Limper ins Geschehen. Sie wandern durch die Werkhallen von Kreyenberg, wo mit computergesteuerten Maschinen Metalle und Kunststoffe bearbeitet, gefräst und gedreht werden. Bei ihren Gesprächen spüren sie die positive Atmosphäre im Unternehmen. Künstlerinnen und Geschäftsführung sind sich sofort einig: Alle 150 Mitarbeiter sollen kreativ werden. Unter dem Motto „Mensch und Maschine“ werden in sechs Workshop-Gruppen jeweils 20-30 Teilnehmer aus den verschiedenen Abteilungen und Berufsgruppen gemischt, z. B. Chefetage mit Azubis und Zeitarbeitern. Für Personalleiterin Anne Rose hat das inhaltliche und praktische Gründe: „So entstehen neue spannende Begegnungen über die Grenzen der eigenen Abteilung hinaus, auch zwischen unterschiedlichen Nationalitäten. Die Intervention kann gut in den Arbeitsalltag integriert werden, da nicht ganze Abteilungen zeitgleich ausfallen.“

Kreyenberg_Personalleitung_02 Kreyenberg_Wir zerspannen alles © MassivKreativ

Zunächst sammeln die Mitarbeiter Ideen, erarbeiten dann in drei Workshops ihre Gruppen-Performances, die am Ende in einen gemeinsamen Flashmob münden. Jedes der sechs Teams findet ein eigenes kreatives Thema: Das „Kreyenberg Chaos-Orchester“ groovt auf Metallfässern und Werkzeugen und schafft den rhythmischen Grundbeat. Eine Pantomime-Gruppe imitiert die verschiedenen Abteilungen und zeigt, wie ein „menschliches Zahnrad“ in das andere greift. Humorvoll wird der Fertigungsablauf bei der Materialbearbeitung präsentiert: Späne fliegen durch die Luft, es wird gefegt und Kaffee getrunken. Ein Team baut aus roten, blauen, grünen und gelben Transportkisten das Firmenlogo nach. Andere Kollegen verkörpern das Innenleben einer robotergestützten Maschine mit stockenden Bewegungen unter Stroboskop-Licht in weißen Ganzkörperschutzanzügen. Der Spaß überzeugt am Ende alle, auch anfängliche Kritiker: „Wofür soll das alles gut sein?“ Die Künstlerinnen lassen skeptische Fragen zu und fragen dann selbst: „Was passiert denn in der Firma, wenn es mal Probleme gibt, z. B. wenn Maschinen ausfallen?“ So wandeln sie Widerstand in positive Energie. Die Zweifler kreieren daraufhin begeistert einen Maschinencrash und lassen Paletten beherzt zu Boden krachen. „Humor ist ganz wichtig bei solchen Aktionen. Das gemeinsame Lachen über- und miteinander schweißt alle zusammen“, betont Dany Heck.

Kreyenberg-Kantine_1 Kreyenberg_Künstlerinnen_03_lacht © MassivKreativ

Noch in ihrer Freizeit tüfteln die Teams an Ideen und gestalten mit Schrauben und Zahnradmotiven die Kantinenwände neu. Die „visuelle Gedächtnisstütze“ wird die besondere Stimmung bei der Intervention lange aufrechterhalten. Ebenso der Imagefilm, der die Fertigungsprozesse in den Werkhallen festhält und die Höhepunkte der Intervention.„Die Kunstaktion dient als Ventil“, weiß Christiane Limper. „Die Offenheit für neue Erfahrungen und der Mut, sich auf den kreativen Prozess einzulassen, wirken nachhaltig.“

Geschäftsführer Clemens Kreyenberg prognostiziert: „Das bessere Kennenlernen wird Prozesse beschleunigen und die Zusammenarbeit verbessern. Das wirkt sich früher oder später direkt auf den Geschäftserfolg aus.“ Kreyenberg plant daher weitere Kunstaktionen: „Vielleicht das Firmengebäude anmalen, vielleicht eine Skulptur, mal sehen“, sagt Anne Rose.

Quellen und Inspirationstipps:

• Dany Heck und Christiane Limper – Kunstbasierte Interventionen: KalendArt.wordpress.com
• Initiative »Unternehmen! KulturWirtschaft« am Nordkolleg Rendsburg
Kreyenberg GmbH, Norderstedt
Schleswig-Holstein. Die Kulturzeitschrift für den Norden. Ausgabe 2-2015: Künstlerische Interventionen.
Prof. Dr. Ariane Berthoin Antal vom Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung

Unperfekthaus (2/2): Interview mit Daniel R. Buchwald

© MassivKreativ

Auf 5 Etagen präsentiert UNPERFEKTHAUS in Essen Kreativität und Inspiration pur: Ein Kreativzentrum mit Künstler-Ateliers, Tanzsaal und Bühne, Kinderwerkstatt und Spiele-Etage (auch für Erwachsene!!!), Restaurant und Café, Coworkingspace, Dachterrasse und zum Übernachten das unperfektHotel.

Ich habe mit Team-Mitarbeiter Daniel R. Buchwald über den besonderen Geist und die Aktivitäten des Hauses gesprochen.

Unperfekthaus Essen (1/2): Rundgang durchs Haus

© MassivKreativ

Auf 5 Etagen präsentiert UNPERFEKTHAUS in Essen Kreativität und Inspiration pur: Ein Kreativzentrum mit Künstler-Ateliers, Tanzsaal und Bühne, Kinderwerkstatt und Spiele-Etage (auch für Erwachsene!!!), Restaurant und Café, Coworkingspace, Dachterrasse und zum Übernachten das unperfektHotel.
Ich habe mich von Team-Mitarbeiter Daniel R. Buchwald durch das Unperfekthaus führen lassen, durch das ein ganz besonderer Geist weht.